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Seggl für oder gegen Ausgliederung?

Umfrage endete am 1. Juni 2017 13:30

Mitglied: ja, für die Ausgliederung
28
47%
Mitglied: nein, pro e.V., gegen Ausgliederung
1
2%
Mitglied: nein. Grundsätzlich dafür, aber sie machen es nicht gut.
0
 
Mitglied: noch unentschlossen
2
3%
Mitglied: egal
0
 
kein Mitglied: ja, für die Ausgliederung
20
34%
kein Mitglied: nein, pro e.V., gegen Ausgliederung
5
8%
kein Mitglied: nein. Grundsätzlich dafür, aber sie machen es nicht gut.
1
2%
kein Mitglied: noch unentschlossen
1
2%
kein Mitglied: egal
1
2%

Mietmaul
Manolo hat geschrieben:bin ich auch nicht ganz glücklich darüber, ABER in dem Fall setze ich sogar auf Daimler und ein fortführen der konservativen Auswahl an Partnern. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Daimler einen zwielichtigen Investor nicht zu verhindern wüsste.

Das nicht. Aber neue Investoren müssen immer auch von Daimler mitgetragen werden. Also andersherum.

Manolo hat geschrieben:Noch ein Nachtrag bei allem was auch mich bei Dietrich stört, eins macht er richtig gut und zwar nichts zu machen, wenn es um sportliche Angelegenheiten geht. Da redet er nach meinen Eindruck JS 0,0 rein.

Das stimmt.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Über die Frage nach anderen Optionen sind sowohl Dietrich als auch Porth gestolpert und in ein rhetorisches Schlingern geraten. Natürlich gibt es zig Unternehmen, die in Frage kämen. Jede Menge. Aber sie spielen im Daimlerstadion, und Daimler hängt seit Jahrzehnten beim VfB drin, das macht sie zum offensichtlichsten Partner. Das wollen sie so nicht sagen, sie wollen den Mitgliedern nicht zuviel Wahrheit zumuten oder was weiß ich.


naja das kann sich irgendwie jeder selbst zusammenaddieren...oder auch nicht: VW oder Porsche werden tendenziell kein Großinvestor für die MBA...oder sie gehen den Weg von Porsche als Anchor für den Jugendbereich, was auch keine schlechte Sache ist.

So ganz nebenbei: Hängt der Jugendbereich nachher in der AG oder am Verein?
Natürlich kann tendenziell jeder hinterher da einsteigen, der geschäftlich nicht mit Daimler aneinanderkracht aus Wettbewerbsgründen. Ein Finanzinvestor wie KKR übrigens wäre tendenziell eher bereit einzusteigen oder als Partner vermittelbar, wenn es einen Anchor gibt und klar ist, dass zumindest dieser bei einer Wertsteigerung seine Anteile nicht abverkauft.

Mietmaul
Nochmal olle Kamellen zum Thema Daimler gefällig?

Recherchen der Stuttgarter Nachrichten brachten es an den Tag: Statt der Mercedes-Benz-Bank könnte schon seit drei Jahren das Porsche-Logo auf dem Trikot des VfB Stuttgart prangen. Der Sportwagenbauer war bereit, zwischen acht und zehn Millionen Euro jährlich auf den Tisch zu blättern.


Wurde nie wirklich bestritten. Sorry, wenn ich bei Daimler nicht in Euphorie verfalle.


http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 35a2e.html


Tifferette
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Grasdaggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:So ganz nebenbei: Hängt der Jugendbereich nachher in der AG oder am Verein?

Gute Frage. Streng genommen muss man ja nur den Lizenzspielerbereich ausgliedern, aber da fällt natürlich die Grenzziehung zu den Jugendmannschaften (insbesondere den jüngeren) schwer. Bei den Münchener Hühnchen zB wurde der gesamte Fußballbereich in die AG übertragen. Beim e.V. bleibt neben Schach, Handball und so nur noch der Seniorenfußball.

TRIGGER WARNING
https://fcbayern.com/de/club/fcb-ev

Edit: Und mW auch die Pflege einzelner Fußballplätze. Alles irgendwie unübersichtlich.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Wurde nie wirklich bestritten. Sorry, wenn ich bei Daimler nicht in Euphorie verfalle.


Freut mich, dass Du bei mir gelernt hast...tue ich bis heute nicht, ABER: Ich habe eben auch keine Lust, an Fakten herumzudeuteln...was wäre wenn damals Porsche und dann THY und Bahrain war doch im Gespräch...ja dann hätten wir eine fliegende Oryx-Antilope namens Erdogan mit 500 Turbo-PS uffm Hemd...haben wir aber nicht!

Also was soll's, Daimler ist eine Tatsache und jetzt geht es darum, den VfB wieder erfolgreich zu machen. Wenn das gelingt, ist es mir zumindest völlig wumpe, was da vorne druff steht am Stadion und uffm Hemdle.




ADMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
:shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

Mach das weg, pfui Teufel, IGITT...bringt heisses Wasser und Sagrotan und SANDSTRAHLT DIESE TIFFERETTE!!! :evil: :evil: :evil:


Manolo
Grasdaggl
Mietmaul hat geschrieben:Nochmal olle Kamellen zum Thema Daimler gefällig?

Recherchen der Stuttgarter Nachrichten brachten es an den Tag: Statt der Mercedes-Benz-Bank könnte schon seit drei Jahren das Porsche-Logo auf dem Trikot des VfB Stuttgart prangen. Der Sportwagenbauer war bereit, zwischen acht und zehn Millionen Euro jährlich auf den Tisch zu blättern.


Wurde nie wirklich bestritten. Sorry, wenn ich bei Daimler nicht in Euphorie verfalle.


http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 35a2e.html


Ich finde man muss zwangsläufig ein paar Realitäten anerkennen und dazu gehört eben leider, dass beim VfB Daimler ziemlich das Sagen hat. Wünschenswert wäre sicherlich, wenn es anders wäre, aber dafür sehe ich keinerlei Anzeichen und Chancen.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Paleto Gaffeur hat geschrieben:
Über die Frage nach anderen Optionen sind sowohl Dietrich als auch Porth gestolpert und in ein rhetorisches Schlingern geraten. Natürlich gibt es zig Unternehmen, die in Frage kämen. Jede Menge. Aber sie spielen im Daimlerstadion, und Daimler hängt seit Jahrzehnten beim VfB drin, das macht sie zum offensichtlichsten Partner. Das wollen sie so nicht sagen, sie wollen den Mitgliedern nicht zuviel Wahrheit zumuten oder was weiß ich.


naja das kann sich irgendwie jeder selbst zusammenaddieren...oder auch nicht: VW oder Porsche werden tendenziell kein Großinvestor für die MBA...oder sie gehen den Weg von Porsche als Anchor für den Jugendbereich, was auch keine schlechte Sache ist.


Sbvständlich, das kann jeder sehen, aber es ist schon ein Unterschied, ob das aus dem Mund des Präsidenten und eines Aufsichtsrats kommt, oder ob sie so drumrumlabern. Sie könnten etwas mehr geradeheraus reden und sagen “Ach komm, wir hängen hier einander sowieso an der Backe, dann sollten wir auch gleich mehr miteinander machen.” Ich halte das in Anbetracht der Umstände für keine schlechte Lösung, aber es ist halt gleichzeitig auch eine Hinterzimmer-Geschichte.

Das Wohlwollen der Leute hat nicht nur mit diesen Umständen und dem vermeintlich guten Preis, sondern auch mit Prestige zu tun: wenn das nicht der Daimler wäre sondern zum Beispiel ein Pharmariese, der in den Achtzigern noch schön Gift in den Neckar geleitet hätte, dann würde sich das in den Augen vieler Beobachter sicherlich anders darstellen.

fkAS
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Halbdaggl
Mietmaul hat geschrieben:...
Jetzt ist jedoch der falsche Zeitpunkt für die Ausgliederung. Die Aktien an der VfB AG kann man nur ein einziges Mal verkaufen. Deswegen sollten sie nur aus einer Position der Stärke heraus abgegeben werden. Jetzt wäre es erforderlich, durch gute Arbeit in den nächsten zwei bis drei Jahren zu überzeugen, um dann die Beteiligung von (weiteren) Investoren zu prüfen.
...
Auch die Rechtsform der Aktiengesellschaft halte ich aus der Perspektive der Mitglieder für verfehlt. Die GmbH oder die GmbH & Co. KGaA würden den Bedürfnissen des Vereins und der Vereinsmitglieder viel besser Rechnung tragen. Man muss die Dinge klar beim Namen nennen: Die Aktiengesellschaft ist die Rechtsform, in der der Verein die wenigsten Einflussmöglichkeiten hat, was an zwingenden Regelungen des deutschen Aktiengesetzes liegt. Nach § 76 Abs. 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand eine Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Auch wenn der Verein 75,1 % der AG hält und im Aufsichtsrat die Stimmmehrheit haben wird: Weisungen oder andere Einflussmöglichkeiten auf den Vorstand haben weder der Aufsichtsrat noch die Hauptversammlung der AG. Bei anderen Rechtsformen wäre es möglich, die Rechtsbeziehungen zwischen dem Verein und der Gesellschaft, so auszugestalten, dass der Verein möglichst wenig an Einflussmöglichkeiten verliert.
...

Vieles von dem was du schreibst, kann ich nachvollziehen.
Den Zeitpunkt würde ich anders bewerten. Ich finde, dass man jetzt mit der Aufstiegseuphorie keinen schlechten Zeitpunkt zur Ausgliederung wählt. Was du dir erhoffst, wäre sportlicher Erfolg unter erschwerten Bedingungen, weil der VfB aktuell gegen Vereine antritt, die von der Expansion der TV-Gelder deutlich mehr profitieren. Ich glaub eher, dass es jetzt gilt, die Lücke einigermaßen zu schließen und andernfalls tatsächlich riskiert, dass die finanzielle Lücke zur ersten Tabellenhälfte wächst. Abwarten bedeutet nicht nur Chance, sondern mindestens genauso viel Risiken.

Zur KgaA: Natürlich ist in der Form der formale Einfluss der Investoren beschränkt - wenn man will gleich null. Informell reden sie natürlich mit. Aber der Punkt ist, dass Sponsoren ohne formalen Einfluss schlicht weniger zahlen. Ohne die AG-Form zahlt dir Daimler halt keine 41 für 11%, dann sinds halt eher 41 für 25 oder mehr %. Es wird immer Einfluss gegen Kohle sein.

Der Zeitpunkt ist besonders günstig, auch wenn das nicht der Verdienst des Vereins ist, im Gegenteil. Er ist günstig, weil man einen Schwung Zaster gerade jetzt gut gebrauchen könnte. Das hilft bei der Argumentation, auch wenn die natürlich lautet “wir sind grad blanker als sonst, wegen des Abstiegs”.

Und wenn es darum geht, einen (auf einer anderen Ebene bereits bestehenden) Partner zu mehr Engagement zu verpflichten, dann kann man zum Zeitpunkt eigentlich nur sagen je früher, desto besser.

ayala
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Granadaseggl
Mir stellen sich bei mietmauls Artikel mehrere Fragen:

1. Zeitpunkt 2007 - was wäre denn damals sowohl rechtlich als auch finanziell besser als heute? Identisch ist doch nur die positive Stimmungslage der Fans. Wieviel war der VfB damals wert und was hätte ein Daimler für die Anteile bezahlt?

2. Was soll dieser Verweis auf das Gutachten aus Mainz. Ich brauche doch kein Gutachten dafür, um zu wissen, dass ich die Vereinsführung wählen oder abwählen kann. Ob die dann einen wie Dutt als Vereinsmeier arbeiten und versagen lassen oder ob vorher ein paar Ahnungslose mehr über so eine Personalie entscheiden ändert an meiner diesbezüglichen Ohnmacht als Fan null komma null.

3. Die Wertsteigerungen von Bayern zum Vergleich heranziehen, chapeau. Mal geschwind vergessen, wie viele Titel, welche Wertsteigerung die Marke Bayern weltweit zwischenzeitlich erfahren hat? Wenn der VfB in den nächsten Jahren den einen oder anderen Titel holt beiße ich mir gerne in den Hintern, weil man dann die eine oder andere Million vielleicht hätte mehr bekommen können. Das eine ist aber ziemlich utopisch und das andere ohnehin dann Spekulation.

4. Freiburg
Kann der gemeine Freiburger Fan mehr Einfluss auf die Vereinspolitik nehmen wie der VfB Fan aktuell und der VfB Fan nach einer Ausgliederung?

Erinnern möchte ich an einePersonalie, die ausschließlich damit zu tun hatten, dass der VfB finanziell schon früher nicht mithalten konnte. Magath, dem damals die ganze VfB-Welt zu Füssen lag ist nicht unbedingt wegen des Gehalts gegangen, sondern weil es beim VfB zu der Zeit keine wirtschaftliche Basis für eine sportliche Weiterentwicklung gegeben hat.

Auf der emotionalen Ebene hat man auch schon den Anteil der Nicht-Schwaben im Team diskutiert. Oder diskutiert den Anteil der Eigengewächse. Diskutieren, sich ärgern oder freuen oder sich im Forum darüber streiten, das ist Fan-Dasein. War noch nie mehr und wird es auch nie sein. Wer etwas anderes behauptet verkennt die Realität.

Ich sehne eine Ende dieser Debatte herbei.

zeugwart
Granadaseggl
sehr gutes und interessantes posting, mietmaul! das ist nachvollziehbar, auch wenn ich nur wenig davon teile.

Ich finde es allerdings bemerkenswert, wie sich – zumindest in meiner Wahrnehmung beziehungsweise in meiner Filterblase – die Art der Diskussion in den letzten Monaten gedreht zu haben scheint. Inzwischen muss man sich fast schon dafür rechtfertigen, die Ausgliederung kritisch zu sehen. An diesem Punkt kann ich nur sagen: Chapeau, Herr Dietrich. Sie haben den Job, für den Sie geholt und vom Aufsichtsrat installiert wurden, bisher sehr engagiert und vehement durchgezogen.

jepp, hat er. und er hat vom ersten tag bzw. noch in den veranstaltungen vor seiner wahl deutlich gemacht, die AG ganz nach oben auf die agenda zu setzen. nebenbei hat er dann noch die ersten schritte unternommen, die jugend finanziell unabhängig vom erfolg der profis zu machen und offensichtlich muss sich im verein auch etwas verändert haben, wenn die dauerkarten innerhalb eines tages da sind ;-)

Da wir schon dabei sind, kommen wir zum ersten Argument, das gegen die Ausgliederung spricht. Das Misstrauen gegen den Aufsichtsrat und Herrn Dietrich. Der VfB wurde über Jahre hinweg – und zwar mit Ansage – von den Herren Mäuser, Hundt, Bobic, Wahler & Co. an die Wand gefahren.

nachvollziehbar, dein misstrauen, auch wenn die genannten gott sei dank keine rolle mehr spielen. eines allerdings muss ich anmerken: überprüfe dich selbst, ob dein misstrauen gegen dietrich etwas mit seiner bisherigen arbeit zu tun hat, oder doch mehr mit antipathie.

Bis Vertrauen in Herrn Dietrich und den aktuellen Aufsichtsrat wachsen könnte, bräuchte es mehr Zeit. Mehrere Jahre erfolgreiche Arbeit. Nicht einfach eine Scharte ausgewetzt zu haben.

wenn der vfb diese zeit hätte, wäre ich damit einverstanden. hat er aber nicht. nicht mal in ansätzen, wenn wir uns anschauen, was alleine in den letzten 3-4 jahren passiert ist und es gibt aktuell wenig gründe anzunehmen, es würde sich gravierend was zurückdrehen lassen.

Allerdings führt die Art und Weise, wie der Präsident in der Diskussion um die Ausgliederung agiert, nicht dazu, Vertrauen in seine Person entstehen zu lassen. Die Behauptung beispielsweise, die Ausgliederung würde die Rechte des VfB e.V. und damit der Vereinsmitglieder, völlig unverändert fortbestehen lassen, ist hanebüchen. Das von Mainz 05 veröffentlichte Rechtsgutachten bringt es dagegen so ehrlich wie schonungslos auf den Punkt:
„Jede Ausgliederung führt zu einer Verringerung der Einflussmöglichkeiten des Vereins, seiner Organe und Mitglieder auf den Profisport.“

der einfluss der mitglieder auf den profisport ist stand heute praktisch null. und ich frage mich, weshalb das morgen, weshalb das überhaupt anders sein sollte? sollen wir zukünftig darüber abstimmen, ob wir den trainer feuern? entschuldige die polemik, aber das ist für mich das schwächste aller argumente.

Statt Augenwischerei zu betreiben, wäre es mein Wunsch gewesen, die Vereinsführung hätte die Diskussion transparent, fair und mit Niveau geführt. Stattdessen werden auf der Kampagnenwebseite unter der Überschrift „Dichtung und Wahrheit“ von der Vereinsführung „Fake vs. Fakten“ präsentiert, womit in Wahrheit nur im Stile Donald Trumps andere Meinungen diskreditiert werden sollen. Meine E-Mail an den Verein, die ich schrieb, nachdem dieser zum ersten Mal diese – in aller Deutlichkeit – Propaganda veröffentlichte, wurde zwar freundlich beantwortet. Von dieser Form der Kampagnenführung Abstand genommen hat die Vereinsführung jedoch nicht.

da gebe ich dir recht. kommunikativ hätte einiges besser laufen müssen. jedoch darf man schon auch die bemühungen anerkennen, die bspw. mit „vfb im dialog“ und unzähligen weiteren veranstaltungen sichtbar werden. dietrich muss seit monaten wohl beinahe täglich die immer gleichen fragen beantworten und mit den immer gleichen unterstellungen einiger hirnakrobaten leben. ich sage nicht, mir würde seine oftmals patzige art gefallen, nur nachvollziehen kann ich das schon. (ging mir ja selbst beim betrachten so manches „vfb im dialog“ so. da wird eine frage aus dem internet beantwortet, dann kommt so ein depp aus dem publikum mit der gleichen frage hinterher.)

Schlechter Stil in der Diskussion ist freilich kein Grund an sich, gegen die Ausgliederung zu sein. Wie gesagt: Herr Dietrich tut nur, wofür er geholt wurde. Das Vorgehen beschädigt allerdings das Vertrauen in seine Person massiv.

jein. mein eindruck ist eher, dieses vorgehen zementiert deine meinung über ihn.

Das Gleiche gilt, wenn Herr Dietrich sagt, er habe – wörtlich – kein Mandat der Vereinsmitglieder und keine Zeit gehabt, um mit anderen Ankerinvestoren als mit Daimler zu verhandeln. Da stellt sich mir zunächst die Frage, woher er das Mandat hatte, diese Verhandlungen mit Daimler zu führen. Von den Mitgliedern jedenfalls nicht. Viel wichtiger: Wenn man keine Zeit hat, mit anderen Investoren zu verhandeln, kommt der Zeitpunkt der Abstimmung zu früh.

das ist in der tat ein scheißargument gewesen. er bzw. der vorstand hat qua amt das mandat solche gespräche zu führen. ob mit daimler oder sonstwem.

Natürlich, Zeit ist im schnelllebigen Fußballgeschäft Mangelware. Aber so wird die außerordentliche Mitgliederversammlung erzwungen und die Entscheidung übers Knie gebrochen. Warum wurde tatsächlich nicht mit anderen Investoren verhandelt?

also ich glaube tatsächlich nicht, dass andere investoren eben mal so auf den bäumen wachsen und darauf warten 40 mio in einen fußballverein zu investieren - OHNE erträge, OHNE entscheidungsgewalt.

Wurden zumindest Versuche unternommen, beispielsweise Finanzinvestoren – wie KKR bei Hertha BSC – zu gewinnen?

in so einem fall würde ICH sofort mit „NEIN“ stimmen!

Oder haben Teile des Aufsichtsrats und allen voran die beiden Daimler-Vertreter jede Möglichkeit, andere Investoren zu finden, von vorn herein unterbunden? Auch wenn Herr Porth dies in einem Interview in den Stuttgarter Nachrichten vom 26. Mai 2017 bestritten hat, kann doch niemand verleugnen, dass von Anfang an nur Daimler als Ankerinvestor vorgesehen war und Herr Dietrich auch mit keinem anderen Unternehmen reden wollte. Herr Porth sagte in diesem Interview: „Und wer dies kritisiert, soll uns doch bitteschön sagen, wer denn als Ankerinvestor noch hätte mitbieten wollen.“ Der Präsident redet nur mit einem einzigen Käufer und wer dies auch nur kritisiert, der solle bitte einen anderen Investor bringen. So kann man es natürlich auch drehen. Meine Güte…

ob es einem nun gefällt oder nicht. daimler und der vfb sind miteinander verbunden. ich selbst habe jahrelang darüber sinniert, dass ich als vfb-chef den herrn toyota oder den herrn hyundai anrufen würde, wenn daimler nicht endlich ernsthaft was tut. sie tun es jetzt. und sie tun es ernsthaft.

An einem anderen Punkt gebe ich Herrn Porth allerdings Recht: Der Zeitpunkt für eine Ausgliederung wurde verschlafen. Nach der Meisterschaft 2007 wäre die Möglichkeit da gewesen, den VfB so aufzustellen, um dauerhaft die Perspektive Champions League zu haben. Egal. Ich will nicht über verschüttete Milch reden.

wäre es. aber mit welchen entscheidungsträgern? so gesehen, können wir extrem froh sein, dass es 2017 ist und endlich leute das sagen haben, die was von diesem geschäft verstehen. und damit meine ich auch dietrich, denn das wird man ihm kaum absprechen können.

Jetzt ist jedoch der falsche Zeitpunkt für die Ausgliederung. Die Aktien an der VfB AG kann man nur ein einziges Mal verkaufen. Deswegen sollten sie nur aus einer Position der Stärke heraus abgegeben werden. Jetzt wäre es erforderlich, durch gute Arbeit in den nächsten zwei bis drei Jahren zu überzeugen, um dann die Beteiligung von (weiteren) Investoren zu prüfen.

wenn du eine so gut funktionierende glaskugel hat, die dir sagt, was in den nächsten 3 jahren so passiert, dann bitte her damit. ich hätte da unabhängig vom vfb ein paar fragen. aber ernsthaft: vielleicht hat der vfb einen riesen dusel, alles kommt zusammen, wir machen es wie leipzig und spielen übernächste saison CL. und das ohne ausgliederung. und übernächste auch wieder. DANN greift dein szenario! investoren und jugendspieler reißen sich um den vfb, alles wird gut. und wenn nicht? zwei jahre dümpeln in der liga, abstiegskampf ist durchaus auch möglich (auch mit ausgliederung!), weniger fans, die kommen, geringere einnahmen, talente gehen dort hin, wo trainingsbedingungen und strahlkraft des vereins deckungsgleich sind… und gleichzeitig enteilen große teile der liga immer mehr und mehr. ich glaube nicht, dass alles besser wir mit der AG. ich glaube auch nicht, dass sollten wir erfolg haben nächstes jahr, dies ausschließlich mit 40 mios zu tun hat, aber ich bin sehr überzeugt, dass du in diesem irrenhaus von fußballzirkus der konkurrenz was entgegen setzen musst. mit besseren strukturen. mit ideen. und mit geld diese umzusetzen!

Das ist nicht einfach. Gerade die TV-Gelder werden nicht reichlich sprudeln. Jetzt schlagen die ganzen letzten fünf Jahre mit Abstiegskampf und dem Abstieg voll durch: Platz 12, Platz 15, Platz 14, Platz 17 und 2. Liga. In die Schlange am Topf der TV-Gelder stellen wir uns erst einmal auf die vorletzte Stelle. Aber hat nicht beispielsweise Borussia Mönchengladbach es in den letzten zehn Jahren auch ohne Investoren eindrucksvoll bewiesen, wie man aus der zweiten Liga kommend es wieder nach Europa schafft? Mit einer klaren Strategie und überzeugenden Personen in der sportlichen Führung (die wir definitiv haben). Das sollte unser Vorbild sein. Und ja: Schaffe isch a Gschäft.

gladbach hat vieles richtig gemacht. und damit sind sie sehr alleine auf ganz weiter flur. ganz alleine, um es genau zu sagen. vorbild? ja, trotzdem. aber gladbach hat auch einen haufen glück gehabt, das es braucht und immer brauchen wird. (dito köln, bin gespannt wie das nächstes jahr aussieht.)

I
nsgesamt möchte der VfB 24,9 % an der VfB AG verkaufen. Wer neben Daimler die weiteren bis zu 13,15 % der Aktien erwerben soll, ist völlig unklar. Ich bin nicht glücklich darüber, dass wir als Mitglieder nicht über diese weiteren Investoren mitentscheiden können. Darüber werden nur der Aufsichtsrat der VfB AG und das Präsidium des Vereins abstimmen. Es wäre juristisch leicht möglich gewesen, vor der Veräußerung weiterer Anteile das Votum der Mitgliederversammlung einzuholen.

wozu? wer soll denn schlimmes einsteigen, den wir fans so vehement ablehnen würden? mir ist das zuviel teufel-an-die-wand-gemale

Nicht einverstanden bin ich damit, dass so schnell Aktien an verschiedene weitere Investoren verkauft werden sollen. Bis 2019 will der VfB insgesamt 24,9 % an der VfB AG veräußert haben.

das sind rund 14 prozent in den kommenden beiden jahren und weitere 60 mios an einnahmen. ein anderes vorgehen wäre für mich gänzlich unplausibel. natürlich, es ein risiko dabei, wer würde das negieren? aber mit klug eingesetzen 100 mio in 2 jahren läßt sich schon bissle was bewegen!

Man muss auch mal gut finden, was der FC Bayern macht: 2002 stieg Adidas dort ein, 2010/11 Audi und 2014 die Allianz. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Heute halten die drei Investoren jeweils 8,33 % der Aktien an der FC Bayern München AG, der Verein FC Bayern München e.V. die restlichen 75 %. Adidas bezahlte pro 1 % der Anteile rund 9,2 Mio. Euro, Audi bereits ca. 10,8 Mio. Euro und die Allianz rund 13,2 Mio. Euro pro 1%-Anteil. Immer dann, wenn die Bayern einen neuen Investor hinzugeholt haben, dann aus einer starken Verhandlungssituation heraus. Das sehe ich beim VfB bis 2019 – bei allem Optimismus – nicht. Eine vergleichbare Wertsteigerung der Anteile (und damit einer deutlicher höherer Verkaufspreis) wäre beim VfB allenfalls möglich, wenn man zumindest nicht so schnell neue Investoren suchen, sondern es zunächst bei dem Einstieg von Daimler belassen würde. Weitere Investoren sollten jedenfalls erst dann hinzugenommen werden, wenn man vorher erfolgreich mit den 41,5 Mio. Euro von Daimler gewirtschaftet hat. Über Jahre.


naja, bayern ist vorsichtig geschätze 100 lichtjahre vom vfb entfernt in wirtschaftlicher hinsicht. und von nationalen wie internationalen titeln reden wir besser mal nicht. ausgerechnet die als beispiel zu nehmen, na, ich weiß nicht. wenn alles toll liefe und man gut gewirtschaftet hat, dürfen von mir aus gerne weitere 5,1 prozent für dann 50 mios verkauft werden.

Auch die Rechtsform der Aktiengesellschaft halte ich aus der Perspektive der Mitglieder für verfehlt. Die GmbH oder die GmbH & Co. KGaA würden den Bedürfnissen des Vereins und der Vereinsmitglieder viel besser Rechnung tragen. Man muss die Dinge klar beim Namen nennen: Die Aktiengesellschaft ist die Rechtsform, in der der Verein die wenigsten Einflussmöglichkeiten hat, was an zwingenden Regelungen des deutschen Aktiengesetzes liegt. Nach § 76 Abs. 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand eine Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Auch wenn der Verein 75,1 % der AG hält und im Aufsichtsrat die Stimmmehrheit haben wird: Weisungen oder andere Einflussmöglichkeiten auf den Vorstand haben weder der Aufsichtsrat noch die Hauptversammlung der AG. Bei anderen Rechtsformen wäre es möglich, die Rechtsbeziehungen zwischen dem Verein und der Gesellschaft, so auszugestalten, dass der Verein möglichst wenig an Einflussmöglichkeiten verliert.

in diesem punkt vertraue ich darauf, dass du dich besser auskennst. was ich nur nicht ganz verstehe: weshab sollte der präsident des eV, der heute der chef ist, unbedingt nix mehr zu sagen haben wollen?

Bestimmte Projekte, die mit dem Geld aus der Ausgliederung gezahlt werden sollen, könnten anders und meines Erachtens zum heutigen Zeitpunkt besser finanziert werden. Die mittelfristig von den Profis unabhängige Finanzierung der VfB-Jugend und des Nachwuchsleistungszentrums etwa. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine zweckgebundene Fananleihe mit einer langen Laufzeit von zehn oder mehr Jahren genügend Planungssicherheit da wäre. Und angesichts des momentan immer noch sehr niedrigen Zinsniveaus, wäre es für den VfB sicher möglich, eine langlaufende Anleihe zu sehr niedrigen Zinsen zu begeben. Ob man quasi keine Zinsen auf dem Tagesgeldkonto von der Bank bekommt oder wenig Zinsen vom VfB und dafür noch etwas Sinnvolles unterstützt: Ich denke, viele VfB-Anhänger würden das unterstützen. Natürlich müsste eine Fananleihe irgendwann zurückgezahlt werden. Das ist so. Aber eine Aktie kann man immer nur einmal verkaufen. Und deswegen würde es auch deswegen Sinn machen, mit der Ausgliederung, jedenfalls aber mit der Veräußerung von den 11,75 % an Daimler hinaus, abzuwarten.

eine anleihe sind schulden. egal wie man das nennt und egal bei wem. man muss sie zurückzahlen, und steht in bonitätsfragen um längen schlechter da - im gegensatz zur AG. der vfb wird auch mit AG banken etc brauchen, um planungen (welcher art auch immer) umzusetzen. da wäre eine anleihe ein gewaltiger nachteil.

Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Ausgliederung ist nicht alternativlos. Der Zeitpunkt der Ausgliederung, das mangelnde Vertrauen in den Präsidenten und den Aufsichtsrat, die verfehlte Rechtsform, der zu schnell geplante Verkauf weiterer Anteile an andere Investoren sprechen für mich dagegen, bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung mit „Ja“ zu stimmen.

Übrigens: Wer „Nein“ stimmt, sagt trotzdem „Ja zum Erfolg!“ des VfB. Wer hin geht: Lasst Euch da am Donnerstag keinen Bären aufbinden.

stimmt. jedoch sollte man beim emotionalen kernthema „mitbestimmung“ bitte nicht so tun, als wenn wir mitglieder heute etwas zu sagen hätten. das ist unsinn :-)

Mietmaul
@ayala
1. In absoluten Beträgen hätte der VfB 2007 weniger Geld bekommen. Davon bin ich überzeugt, weil damals so viel weniger Geld im Fußball war, was zwangsläufig zu niedrigeren Umsätzen und damit zu niedrigeren Unternehmensbewertungen führte. Die Stimmungslage ist denke ich nicht identisch. Damals hatte der VfB etwas erreicht, heute nur eine Scharte wieder ausgewetzt. Damals wäre es strategisch möglich gewesen, sich hinter den Bayern als Nummer 2 bis 4 in der Bundesliga zu etablieren. Mit regelmäßigen Champions League-Teilnahmen und laufend höheren Einnahmen. (Bessere Transfers immer vorausgesetzt. Aber Fehleinkäufe hätte man besser kompensieren können.)

2. Mir ging es nur um Dietrichs Behauptung, die Rechte des Vereins und der Mitglieder auf den Profisport würden unverändert bleiben. Und das ist nonsens. Und so wie Mainz transparent und fair unterschiedliche Positionen darstellt, so hätte ich mir das gewünscht. Wir machen naive Erklärvideos.

3. Mir geht es nicht um die absoluten Wertsteigerung der Bayern. Nur darum, dass sie in der Frage der Investoren alles richtig gemacht haben. Und kein Start up-Gründer würde unnötig auch nur eine Aktie seine Unternehmens an Investoren abgeben, wenn es nicht wirklich sein müsste oder er sich viel mehr davon versprechen würde.

4. Den Punkt verstehe ich nicht. Mir geht es um die Vereinsmitglieder, nicht um die Fans.


Mietmaul
@zeugwart
Ich weiß, dass wir in der Frage an vielen Stellen anderer Meinung sind. Trotzdem ist die vernünftige Diskussion wichtig. Wir alle müssen am Freitagmorgen wieder den VfB unterstützen können. So wie ich auch nach der Wahl von Dietrich den VfB mit allem unterstütze. Und trotzdem kritisch bleibe.

Wenn ich sehe, wie die Vereinsentwicklung lief, der Zukunftsworkshop, die Regionalversammlungen: Das wäre die Form der Diskussion gewesen, die ich gerne fortgeführt hätte. Aber das hat Dietrich nach seiner Wahl sofort beendet. Und in den Mitgliederausschuss wurde ich leider - trotz brillantem Bewerbungsschreiben ;) - nicht aufgenommen.

Klar, Zeit ist Mangelware (wie ich ja auch schon schrieb). Deswegen wäre es mir lieber, nach und nach etwas aufzubauen. Warum wird jetzt schon wieder über das obere Tabellendrittel diskutiert? Wir müssen sehen, dass wir nächste Saison den Klassenerhalt möglichst früh klar machen und vor allem guten Fußball spielen. (Und tatsächlich denke ich, dass mit der Mannschaft, einigen klugen Transfers, der Stimmung und der Euphorie etwas geht.)

Was wäre so falsch an KKR & Konsorten? Warum jetzt nicht deren Geld nehmen, damit wieder zurück nach Europa kommen und dann KKR erlauben, die Anteile an ein anderes Unternehmen zu verkaufen (natürlich nur mit Zustimmung des Vereins zum Käufer, z.B. über vinkulierte Aktien)? Was ist gegenüber Daimler (die uns bei Porsche Chancen verbaut haben, die uns und die Stadt bei den Namensrechten am Stadion über den Tisch gezogen haben) soviel schlechter? Daimler will nur für überschaubares Geld für Ruhe sorgen. Das ist doch kein Startschuss in eine glänzende Zukunft.


CoachingZone
Halbdaggl
@Mietmaul

Danke für deinen ausführlichen kritischen Beitrag. Einige Punkte habe ich ebenfalls mal - allerdings aus Zeitgründen sehr verkürzt - angerissen.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Ausgliederung in einigen Punkten sicherlich nicht alternativlos ist und eben auch nicht transparent kommuniziert wird. Das muss einem nicht gefallen, wenn man nicht nur auf der Euphoriewelle reitet, sondern auch gerne mal ein paar vernünftige Argumente hören will. Die wurden nun zum Teil in den vergangenen Tagen nachgereicht, aber auch nicht zu allen Punkten.

Zugleich muss man jedoch konstatieren, dass sich in den vergangenen Jahren mit der Etablierung von diversen Retortenklubs und nun auch mit der höheren Ausschüttung von Fernsehgeldern (bei denen der VfB aufgrund der schlechten Ergebnisse aus der Vergangenheit und aufgrund des Abstiegs erst mal am unteren Ende der Nahrungskette steht) ein großes finanzielles Loch entstanden ist, das zumindest ein schnelles (und dann ggf. auch nachhaltiges) Aufschließen zur Bundesligaspitze sehr erschwert. Das mit der Ausgliederung generierte Geld kann diese Lücke teilweise schließen. Dass viel Geld automatisch zu mehr Erfolg führt, ist aber eben auch nicht wahr, wie man in dieser Saison an den Ergebnissen einiger "reicher" Klubs sieht. (Und in der jüngeren Vergangenheit auch beim VfB.) Und diese Frage, nämlich was passiert, wenn sich der Erfolg nicht einstellt, bleibt vorerst unbeantwortet.

Bei vielen ist das sicherlich eine Vertrauensfrage, da eben nach der Ausgliederung das Betreiben der AG praktisch unabhängig vom Verein abläuft - und Vorstand und AR beispielsweise keine Rechenschaft mehr vor der MV ablegen müssen. Zumal man in der Vergangenheit nicht gerade gute Erfahrungen mit dem Handeln der Verantwortlichen gesammelt hat. Und die meisten Mitglieder nun mal nicht Mitglied geworden sind, um sich mit Faustball oder Leichtathletik zu beschäftigen.

Für mich persönlich ist der Stil, mit dem die Ausgliederung seitens der Vereinsführung beworben wird, ein Grund, dagegen zu sein. Und zwar, weil ich es nicht mag, wenn man über Emotion statt Vernunft Stimmen zu sammeln versucht, wenn man Behauptungen als Tatsachen hinstellt, ohne diese zu begründen. Und wenn man an einigen Stellen nicht transparent ist. Denn: Wer nicht offen und ehrlich sein kann, der hat was zu verbergen und eine hidden agenda am Laufen. Und mich erinnert dieses Vorgehen halt an diverse Wahlen in der Vergangenheit, bei denen die Vereinsführung ähnlich intransparent und trickreich vorgegangen ist.

Hinzu kommt, dass an mancher Stelle einfach Aussagen getätigt werden, die falsch sind, aber die Hoffnung vieler Fans/Mitglieder nähren. Beispielsweise, dass man ohne Ausgliederung nur noch als Ausbildungsverein fungieren werde. Es wird aber auch mit Ausgliederung sehr lange dauern, bis man KEIN Ausbildungsverein mehr ist - denn welcher Verein ist das nicht (außer den Unaussprechlichen, Barcelona, Real und ein, zwei englischen Vereinen...)?

Mein Standpunkt.

Und selbst wenn ich gegen die Ausgliederung bin, bin ich trotzdem FÜR den Erfolg meines Herzensvereins.
Zuletzt geändert von CoachingZone am 29. Mai 2017 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Nilkheimer
Halbdaggl
Ich weiß genau, was Du meinst.

Man kann nur hoffen, dass da nicht Verborgenes schwelt, sondern dass die Provinzler beim VfB eben meinen, des g'hehrt so, weil der Feen es möchte. (Quasi das Äquivalent zu Anasta-Dingens beim rumreichen CF Beuren zum Säsongabschluss.).
Aber das macht doch nichts.

Manolo
Grasdaggl
Mietmaul hat geschrieben:Wir müssen sehen, dass wir nächste Saison den Klassenerhalt möglichst früh klar machen und vor allem guten Fußball spielen. (Und tatsächlich denke ich, dass mit der Mannschaft, einigen klugen Transfers, der Stimmung und der Euphorie etwas


Genau so optimistisch sehen es wohl alle gegner. Ich frag mich da wirklich wieso. Mein Gedächtnis verbietet mir das. Denn so wurde in den Jahren vor dem Abstieg auch immer. Einmal hat es trotzdem erwischt und sonst war es knapp. Man kann nun sagen, da waren es andere Verantwortliche (wobei man denen neuen ja gleichzeitig misstraut, insofern wäre das eine komische Erklärung für einen gegner), ich würde aber auch sagen, es waren andere Vereine. Klubs wie Darmstadt und Ingolstadt, die man als klassische Absteiger einstufen konnte, sehe ich nächstes Jahr nicht. Dafür einige Vereine, die uns mindestens eingeholt oder sogar überhüberholt haben. Ohne Ausgliederung sehe ich uns daher hart gegen den Abstieg kämpfen und dümmstenfalks absteigen. Damit schließe ich eine positive Überraschung nicht aus, aber ich bin zu sehr Realist und zu wenig zocker um auf diese zu setzen.

Cz:
Ein Ausbildungsverein ist für mich Freiburg, die auch im Erfolgsfall ihre Leistungsträger nicht halten können ( kann Dortmund auch nucht) und diese dann auch nicht so ersetzen können, dass man mit den neuen auch einen Erfolg erwarten kann ( kann Dortmund schon). Typisch ist dann auch noch, dass spieler von ausbildungsvereinen auch zu weniger erfolgreichen Vereinen gehen. dies will der vfb vermeiden.
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Manolo
Grasdaggl
CoachingZone hat geschrieben:Fairerweise muss man sagen, dass bis zum letzten Saisondrittel mindestens die Hälfte der Liga gegen den Abstieg kämpft.


Umso unverständlicher die Sicherheit, dass es am Ende andere trifft.
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CoachingZone
Halbdaggl
Manolo hat geschrieben:
Fairerweise muss man sagen, dass bis zum letzten Saisondrittel mindestens die Hälfte der Liga gegen den Abstieg kämpft.


Umso unverständlicher die Sicherheit, dass es am Ende andere trifft.


Die habe ich nicht, und das habe ich auch nie behauptet.

Allerdings schützt Geld alleine nicht vor dem Abstieg. Und selbst bei guter Arbeit der sportlichen Leitung kann es auch dumm laufen (Verletzungen oder Sperren von Schlüsselspielern, mangelnde Effizienz vor dem Tor, ein dummer Abwehrfehler zu viel, Unstimmigkeiten im Team, etc.). Frag mal diese Saison nach bei Leverkusen, Wolfsburg, (wenn man nur die Investitionen ohne gute Arbeit betrachtet, sogar) Hamburg... Da wurde der Abstieg jeweils nur um Haaresbreite vermieden...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Manolo
Grasdaggl
Mietmaul scheint mir da aber sehr zuversichtlich zu sein, dass du das behauptet hast, habe ich nicht geschrieben. Wenn du ähnlich skeptisch wie ich bin verstehe ich allerdings nicht, warum du dennoch gegen die Ausgliederung bist. Und ja auch die garantiert nichts, macht aber zumindest einen nucht- Abstieg deutlich wahrscheinlicher. Übrigens auch in dieser Saison hat es letztlich mal wieder die finanzschwächsten erwischt. So ist es auch ( fast) immer und vor allem so lange es die relegation gibt. Deutlich finanzschwächer ist auchoauch ohne Ausgliederung dummerweise in der nächsten Saison nur Freiburg, die wiederum für uns leider sackgut arbeiten und es vielleicht trotzdem schaffen drin zu bleiben ( eine Wiederholung dieser Saison sehe ich absolut nicht)
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Mietmaul
Geld schießt keine Tore. Aber Geld macht Fehlentscheidungen verkraftbar. Siehe Leipzig. Holst Du einen Spieler, der sich nicht durchsetzt? Egal. Holst Du den nächsten Spieler. Diesen Konnex zwischen Geld und Erfolg sehe ich sehr wohl.