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Paleto Gaffeur
Halbdaggl
fkAS hat geschrieben:Geruch ist nicht gleich Bilanz...
gleich "Arbeitsnachweis" Bis auf Allgöwer haben da alle n bissl was gemacht, aber nichts positives


Nur um das klarzustellen: Ich halte KEINEN davon für auch nur ansatzweise geeignet.....sich mal in einem spannenden neuen Beruf auszuprobieren....das können sie beim Girlsday beim Rewe an der Kasse machen, aber nicht beim VfB!!!

Ich hasse diesen Stallgeruchschwachsinn...der ist seit Jahren MITverantwortlich für die ganze Misere!!

Frank N Furter
fkAS hat geschrieben:
Sunny hat geschrieben:Im Nachhinein hat er enorm viel für den VfB, den DFB und den deutschen Fussball generell geleistet.
Und er hatte Ahnung vom Geschäft und den Respekt vieler anderer Vereine.
Das können die die danach kamen kaum von sich behaupten, bis auf Haas vielleicht.

Im Nachhinein betrachtet hat MV den Verein auf den Weg gesetzt, den er jetzt beschritten hat. Zur MV-Zeit wurde es verpasst neue Entwicklungen im Management und in der Fußballtaktik aufzugreifen. Die Leute waren da. Man hätte Vorreiter sein können und läuft nun hinterher.
Das macht die Leistung von Staudt/Wahler etc. nicht besser, aber man sollte MV nicht verklären.


Widerspricht sich doch nicht. Im MV-Zeitalter war die Gutsherrenart in der Vereine geführt wurden und verdiente Ehemalige versorgt wurden noch Usus. Man denke nur an Uli Höneß, die Verkörperung von Erfolg, der auch für jeden seiner ehemaligen Gefährten noch ein Pöstchen gefunden hat, einige darunter, bei denen das dann eher Reha-Charakter annahm....

MV kannte es offensichtlich nicht anders, war ja auch Vollblutpolitiker. Er wäre einer der Allerersten gewesen, die in Europa einen Fußballverein neu ausgerichtet hätten und das konnte man von ihm in seiner Situation (und Alter) nicht realistischer Weise erwarten. Damals war der VfB auch noch vergleichsweise sehr erfolgreich und die Not grundlegende Änderungen herbeizuführen nicht so offensichtlich.

Und trotzdem hatte MV eine Eigenschaft, die dann allen Nachfolgern zusätzlich noch abging, wo sie schon keine Reformatoren waren. Die Nachfolger von MV waren durchweg Sonntagsredner und keine Macher, jedenfalls nicht im Kernbereich Sport (und das ist eben fatal für einen Fußballverein).

Das heißt aber nun sicherlich auch nicht, dass ich MV jetzt Tränen nachweinen würde oder ihn nachträglich zu Volkshelden stilisieren wollte. Man sollte da eher nüchtern die Vergangenheit aufarbeiten und Schritt für Schritt feststellen bei welchen wichtigen Personalwechseln etwas wichtiges geschah bzw. ersatzlos verloren ging. Aus meiner Sicht wird man bei einer gründlichen Analyse gar nicht umhinkommen bis zu MV zurück zu gehen (das Misstrauensvotum kam ehemals von einer Gruppe um Hansi Müller und Ullrich Schäfer, das sei nebenbei auch nochmal erwähnt - das erinnert mich heute ein wenig an das Motto "Nun kenn ich deine würd'gen Pflichten. Du kannst im Großen nichts vernichten. Und fängst es nun im Kleinen an...").

darkred
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trampel

100% d'accord.
Ich kann dieses beschissene Traditionsgeschwafel und "Derjenige muss den VfB kennen"-Geschwätz nicht mehr hören. Was verspricht man sich denn bitte davon? Vor allem nach all den Fehlschlägen der letzten Jahre?
Diese krampfhafte "einen Bezug zum VfB herstellen müssen" ist ja fast schon manisch.
Letztlich nur ein weiteres Zeichen dafür, dass man strategisch nix, aber auch gar nix auf der Pfanne hat.



CoachingZone
Halbdaggl
Hallo. Wieder zurück aus der wunderschönen Toskana - und absolut fassungslos, was da gerade passiert (ist).

Ich habe es anhand einiger Vorzeichen zwar befürchtet, aber nie gedacht, dass eine Mannschaft tatsächlich so auseinanderfallen kann.

Und im Verein soll wohl die Ausgliederung mit aller Gewalt und um jeden Preis durchgedrückt werden, anders verstehe ich die genannten Personalien - die zur Zeit zum Glück erst mal NUR in der Presse herumgeistern - nicht. Vielleicht ist es aber auch lediglich ein Ausdruck von gefundenem Fressen für die Presse, schließlich gibt es wohl doch noch etliche VfB-Fans, die auch Leser der Stuttgarter Zeitungen sind.

Klar, man kann Wahler die Kompetenz absprechen, man kann Dutt an den Ergebnissen messen. Und dann feststellen, dass das beides NICHT ERFOLGREICH war. Und man kann entscheiden, deshalb mit diesen Leuten nicht weiterzumachen.

Aber in dem Fall auch nur daran zu denken, Leute ohne Berufserfahrung oder Leute, die nachweislich bei jeder Aufgabe erfolglos geblieben sind, einzustellen, nur weil ihr Odeur so heimelig ist - das grenzt an bewusster Sabotage am Verein. Zumal beispielsweise der neue Sportvorstand mehr oder weniger eine neue Mannschaft (voraussichtlich für die zweite Liga) zusammenstellen darf, und das unvorbereitet und in ziemlich kurzer Zeit.

Zum Thema Stallgeruch vs. Kompetenz fällt mir da nur ein: Einer, der schon richtig mitmüffelt, der wird halt auch nichts zur Aufklärung beitragen.

Und was macht man dann mit den vielen Personen im Scouting- und Jugend-Bereich etc., die Dutt ausgesucht und eingestellt hat? Entlassen und Abfinden? Insofern kann ich mir einen Rauswurf von Dutt nur schwer vorstellen, einfach, weil das bedeuten würde, alles einzureißen, was an grundlegenden Veränderungen im Verein in den letzten eineinhalb Jahren durchgeführt worden ist. Und zwar, ohne zumindest das mittelfristige Ergebnis abzuwarten. Das wäre dann mal wieder Geld zum Fenster hinausgeschmissen (nicht, dass der Verein da bisher keine Übung darin hatte... :evil: )

Trotz der Misere in der IV und den Fehlgriffen bei der Trainerauswahl hat Dutt bei mir noch nicht jeden Kredit verspielt. An den meisten Spielern, die er für die jetzige Saison geholt hat, kann ich wenig aussetzen - insbesondere, wenn man die Situation des VfB betrachtet: Spät die Liga gehalten und nur geringer finanzieller Spielraum. Da würde ich gerne sehen, wie die Mannschaft ab Sommer auftritt, wenn insbesondere das Kartell des Mittelmaßes endlich gesprengt ist, das seine Stellung im Bundesligaverein mit aller Macht verteidigt hat.

Entscheidend ist für mich hier zuallererst die Personalie des Trainers. Wenn Dutt tatsächlich mit Kramny weitermachen will, dann gute Nacht, DANN, und NUR dann, würde auch ich nicht mit Dutt weitermachen wollen.

Zum Schluss möchte ich anmerken, das es tatsächlich etwas gibt, das bei mir die Enttäuschung über die sportliche Talfahrt des VfB ein wenig auffängt:
Schön, dass es wenigstens das Forum gibt, in dem das echte Herzblut für unseren Verein vorhanden ist (das sich vielleicht unterschiedlich äußert, aber stets spürbar ist) - wenn schon alles andere so düster ausschaut!

:vfb: :vfb: :vfb:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


Airwin
@coachingzone - siehe dutt-fred , da habe ich eben auch geschrieben, dass die nachteile einer duttentlassung zu gravierend wären. Einen neuen trainer sehe ich als selbstverständlichkeit, ich will wie geschrieben einen mit nachgewiesener aufstiegskompetenz.

Paleto Gaffeur
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Tifferette hat geschrieben:Schöner Beitrag.


Vor allem das hier:

Aber in dem Fall auch nur daran zu denken, Leute ohne Berufserfahrung oder Leute, die nachweislich bei jeder Aufgabe erfolglos geblieben sind, einzustellen, nur weil ihr Odeur so heimelig ist - das grenzt an bewusster Sabotage am Verein. [...] Zum Thema Stallgeruch vs. Kompetenz fällt mir da nur ein: Einer, der schon richtig mitmüffelt, der wird halt auch nichts zur Aufklärung beitragen.


Schon im Scheissforum haben etliche Leute das kritisiert...und etliche Vollkrampen haben dagegengehalten, weil Externe würden sich ja nicht identifizieren...heisses herz usw.....

Gut, wenn man Typen wie den Daimlerschnauzer Schmidt ranlässt, gerät auch extern zum Fiasko: Wahler!! Obwohl in dessen veröffentlichem CV ALLES aber auch wirklich ALLES auf "geht nicht" hinwies...dauernde Wechsel der Rolle, weg von Adidas, nach kurzer Zeit zurück, weil es da nicht ging...eine Gnadeneinstellung...die waren froh, den billig entsorgt zu haben.

Tifferette
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Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:@coachingzone - siehe dutt-fred , da habe ich eben auch geschrieben, dass die nachteile einer duttentlassung zu gravierend wären. Einen neuen trainer sehe ich als selbstverständlichkeit, ich will wie geschrieben einen mit nachgewiesener aufstiegskompetenz.

Ich auch. Zum Beispiel Luhukay. Drei Mal aufgestiegen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Grasdaggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:Schon im Scheissforum haben etliche Leute das kritisiert...und etliche Vollkrampen haben dagegengehalten, weil Externe würden sich ja nicht identifizieren...heisses herz usw.....


Als Nicht-Schwabe habe ich das ohnehin noch nie verstanden. Geistige Wagenburgmentalität, das.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)



Airwin
Frank Schmidt ist mit heidenheim auch 3 mal aufgestiegen. Das sind trainer die wissen wie es geht.
nagelsmann und Tuchel sind mit ihren A-jugend-tems meister geworden - auch unter diesen trainer darf man sich umschauen. Ob es beim VfB auch ein trainer-scouting-konzept gibt? :oops:

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Keine Chance bei Hollerbach. In Würzburg wurde dieses ganze "Projekt" mit Ausgliederung etc langfristig angelegt, da wäre ein Verbleib in Liga 3 überhaupt kein Beinbruch. Eher im Gegenteil, selbst der Aufstieg letztes Jahr war kein Muss.
Hollerbach ist Würzburger und DER zentrale Mann im Verein, insofern seh ich die Wahrscheinlichkeit seines Abschieds bei unter einem Prozent.



Iron
Grasdaggl
Wer soll den Trainer aussuchen? Den Aufstieg von Vereinen verbinde ich mit guten Managern. Die sind für Trainerstab und Mannschaft verantwortlich. Schmadtke z.B

Einen Trainer zuerst aussuchen macht nur Sinn wenn der auch selbst die Manschaft aussucht usw.

Frank N Furter
Airwin hat geschrieben:Ob es beim VfB auch ein trainer-scouting-konzept gibt? :oops:


Das habe ich mich in den letzten Jahren schon so oft gefragt und ich befürchte mittlerweile die Antwort lautet nein. Jedenfalls wenn wir über ein Scouting reden im einem Sinne, dass vielversprechende Trainer durchgehend beobachtet und gefiltert werden, so dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt 5-10 Kandidaten mit Vita und einer Einschätzung von Stärken, Schwächen, Persönlichkeit etc. existiert.

Ich weiß nicht ob das andere Vereine haben. Sollte man es allerdings noch nicht haben als Verein, muss man so was schleunigst installieren. Das ist ja kein Vollzeitjob. Da reichen 3-4 Leute im Verein, die sich hin und wieder treffen (vielleicht alle 2 Monate) und die letzten Ergebnisse und Entwicklungen bei den beobachteten Kandidaten Revue passieren lassen, um diese wieder mit einem Update neu zu bewerten. Trainer gibt es ja in Europa um einen Faktor mindestens 30 weniger als Profispieler. Im Prinzip sollte es kein Problem sein alle Trainer ab einer bestimmten sportlichen Liga systematisch zu beobachten....

....aber das sind eben genau die Felder der "Professionalisierung" wo man leider vermuten muss, dass sie der VfB in den letzten Jahren vollkommen verschlafen hat.

darkred
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Halbdaggl
Airwin hat geschrieben:Frank Schmidt ist mit heidenheim auch 3 mal aufgestiegen. Das sind trainer die wissen wie es geht.
nagelsmann und Tuchel sind mit ihren A-jugend-tems meister geworden - auch unter diesen trainer darf man sich umschauen. Ob es beim VfB auch ein trainer-scouting-konzept gibt? :oops:


Mein Reden. :prost:
Frank Schmidt ist für mich eine der ganz heißen Personalien, wenn man sich beim Klepperlesveroi dazu hinreißen ließe, wirklich etwas Neues aufbauen zu wollen. Was der beim FCH in den letzten drei Spielzeiten rausgeholt ... a la bonne heure.

Frank N Furter
Iron hat geschrieben:Wer soll den Trainer aussuchen? Den Aufstieg von Vereinen verbinde ich mit guten Managern. Die sind für Trainerstab und Mannschaft verantwortlich. Schmadtke z.B

Einen Trainer zuerst aussuchen macht nur Sinn wenn der auch selbst die Manschaft aussucht usw.


Das ist korrekt. Die Diskussion eines neuen Trainers als erste Personalie, war jetzt auch unter der Voraussetzung, dass man jetzt so kurzfristig nicht mit Dutt brechen kann, bzw. dass dann der Schaden evtl. größer wäre als der Nutzen.

Ich bin mir da übrigens nicht so sicher. Wann, wenn nicht jetzt will man denn Saustall ausmisten? Jetzt hat man auch öffentlich jede Legitimation dazu. Falls sich der VfB in 2-3 Jahren im Mittelfeld der zweiten Liga verirrt haben sollte, wird der Managerwechsel wieder zu einem internen Kräftemessen.

Es ist letztlich eine persönliche Bewertung, ob man Dutt die beiden Hauptfehler die er relativ zweifellos gemacht hat (Trainerfrage, IV) nochmal verzeiht, weil man grundsätzlich an seine Fähigkeiten glaubt oder nicht.

Ich kann hier nur für mich selbst sprechen: So menschlich angenehm ich Herrn Dutt finde, der Bock mit Trainer Zorniger ist für mich so unfassbar, dass ich da einfach kein Vertrauen mehr habe. Wie gesagt, Dutt war lange genug selbst Trainer, mir fehlt hier völlig die Phantasie mir vorzustellen, wie er glauben konnte das Harakiri-System von Zorniger könne jemals funktionieren.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Iron hat geschrieben:Wer soll den Trainer aussuchen? Den Aufstieg von Vereinen verbinde ich mit guten Managern. Die sind für Trainerstab und Mannschaft verantwortlich. Schmadtke z.B

Einen Trainer zuerst aussuchen macht nur Sinn wenn der auch selbst die Manschaft aussucht usw.


Jep....womit Du das VfB-Kernproblem auch schon wieder treffend beschrieben hast.

Sunny
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Granadaseggl
Vor Jahren hab ich mal gesagt der Schmadtke wäre einer für uns.
Wenn ich sage ich wurde belächelt dann drückt es das seeeeehr freundlich aus.
Tja so ändern sich die Zeiten.
Aber ich schimpf ja selber über die "ich habs gewusst" Kasper also halt ich, was
das anbelangt, wieder meine Klappe.


Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Von dort holte ihn dann der FC Bayern, und als Kimmich vergangenen Herbst erstmals gegen den VfB spielte (und siegte), tobte Stuttgarts Trainer Alexander Zorniger: "Sie hätten ihn niemals ziehen lassen dürfen. Ich würde gern jeden erschlagen, der an dieser Entscheidung beteiligt war."


Dieses Zitat muss ich posten....Herr Zorniger, wenn Sie das getan hätten, würde ich Ihnen alles verzeihen!!!

Sehr schön lesbarer Artikel, teilweise naturgemäß etwas dramaturgisch verkürzt aaaaaaber....es stimmt