Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
Zum ersten heißt es nun, dass viele Leute im Verein mit Robin Dutt wirklich nicht besonders glücklich waren, und zwar von oben bis unten. Das ist auch gar nicht so neu*, nur reden die Zeitungen da immer sehr ungern Klartext. Es sprechen aber einige Dinge dafür – zum Beispiel die Geschichte, dass Leute wegen der Bekanntgabe der Verlängerungen so verärgert waren: da steckt ja oft was anderes dahinter, wenn eine Sache so hochkocht. Ich fand seine Auftritte immer souverän, habe mich aber auch *von Anfang an gern darüber lustig gemacht, dass er immer den Teamgedanken beschworen, aber gleichzeitig null Zweifel daran gelassen hat, wer in dem Laden jetzt das letzte Wort hat. Deshalb ja der Spitzname Team Dutt.
Dazu kommen nun Meldungen, dass die Scouts angeblich von Toni Sunjic abgeraten hätten, und dass Kravets nach einer ganz grottigen Vorstellung gegen Chelsea geholt wurde. Das Ulkige daran ist, dass Dutt noch per Abmahnung darauf bestanden hat, dass er sich persönlich davon überzeugt hatte, wie scheiße der Kravets ist. Naja. Man hört auch, dass Bernd Wahler sich von Robin Dutt mehr erhofft hatte – offensichtlich vor allem mehr Erfolg, dafür muss man ja kein Hellseher sein.
Zum zweiten wird verstärkt mit Zaunpfählen in Richtung der Nachbarn gewunken: Daimler hat einen Porsche-Deal verhindert, Daimler hat dem VfB einen Trikotsponsor besorgt, Jockel Schmidt hat sich mit Thomas Tuchel getroffen und Zetsche war dabei, Daimler soll “Sockelinvestor” werden, die Leute erhoffen sich von Daimler ein Machtwort, und am Ende kriegt der Daimler-Aufsichtsrat seinen Willen: dass sich der Schrauben-Schäfer vom Presseecho hat leiten lassen, halte ich für eine abenteuerliche Interpretation der Ereignisse – das war vielleicht ein Teilaspekt.
Man kann also zu Dutt stehen wie man will – wenn am Ende der Sponsor die Entscheidungen trifft, heißt das nix Gutes. Es fragt sich, wie und von wem in so einem Verein überhaupt Politik im Sinne des Vereins gemacht werden kann.