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Ich denke das Ungleichgewicht rührt daher, dass sich der gemeine Fan bei der Analyse gern auf die Vermeidung von offensichtlichen Fehlern konzentriert, während viele Leute vom Fach die als unvermeidlich betrachten.

Bzw. deren Vermeidung zu teuer: Spieler mit einer Zweikampfquote, die man sich als VfB-Fan wünscht, sind schlicht unbezahlbar. Deshalb stehen Leute wie Baumgartl und Pavard auf dem Platz, denen bei allem Talent ganz klar eine gewisse Erfahrung fehlt, die auf solchen Positionen besonders hilfreich ist.

Man spricht ja ganz allgemein von zwei verschiedenen Philosophien bzw. Richtungen: proaktiv und reaktiv, oder wie man es auch immer nennen mag. Anhänger der Letzteren wollen eine Führung nach Hause schaukeln. Das ist aber sauschwer, für so einen Fußball brauchst du in der Defensive halt bis zu zehn (wenn man die Bank mitzählt) richtig fähige, eingespielte Typen.

Kein Wunder wenn ein Trainer wie Wolf, der auch noch gar keine Gestaltungsmöglichkeiten beim Kader hatte, sein Heil erstmal eher in der Offensive sucht. Zumindest auf die aktuelle Saison bezogen – obwohl ich mir natürlich auch sicher bin, dass sie beim VfB nicht nein sagen werden, wenn sich ein interessanter Sechser anbietet.

Kronenclub
Granadaseggl
Spieler mit einer Zweikampfquote, die man sich als VfB-Fan wünscht, sind schlicht unbezahlbar.


Dadurch, dass unsere Gegner bessere Werte haben und deren Kader sicherlich nicht unbezahlbar sind, stimmt deine These nicht.


Kronenclub hat geschrieben:
Spieler mit einer Zweikampfquote, die man sich als VfB-Fan wünscht, sind schlicht unbezahlbar.


Dadurch, dass unsere Gegner bessere Werte haben und deren Kader sicherlich nicht unbezahlbar sind, stimmt deine These nicht.


Wenn sie noch zweimal absteigen, haben sie im Vergleich zu den jeweiligen Gegnern alle Traumquoten. Das ist doch keine Thesen, das ist ein simple Feststellung.


crown
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Granadaseggl
Kronenclub hat geschrieben:
Spieler mit einer Zweikampfquote, die man sich als VfB-Fan wünscht, sind schlicht unbezahlbar.


Dadurch, dass unsere Gegner bessere Werte haben und deren Kader sicherlich nicht unbezahlbar sind, stimmt deine These nicht.

Sehr richtig, sie macht die These sogar zur Phrase. Fragt man sich wem solche Aussagen was bringen?

crown
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Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:
Kronenclub hat geschrieben:
Spieler mit einer Zweikampfquote, die man sich als VfB-Fan wünscht, sind schlicht unbezahlbar.


Dadurch, dass unsere Gegner bessere Werte haben und deren Kader sicherlich nicht unbezahlbar sind, stimmt deine These nicht.


Wenn sie noch zweimal absteigen, haben sie im Vergleich zu den jeweiligen Gegnern alle Traumquoten. Das ist doch keine Thesen, das ist ein simple Feststellung.

Die ist aber simple falsch..., bzw. höchstens eine Behauptung auf der Basis von nichts Handfestem.

Sunny
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Lombaseggl
Wie ist denn Messis Zweikampfquote?

Sorry Fussball geht auch spielerisch und nicht nur über den Kampf,
den darf man halt nicht vergessen.
Aber alles am Zweikampfverhalten festzumachen ist ein bisschen dünne.
Wir brauchen weder Leichtathleten noch Wrestler, ich will Fussballer haben
die Spaß am Job haben und denen man das auf dem Platz auch anmerkt.
Die können großteils Zweikampf, sie haben halt keinen Bock.
Hat halt bissle was mit Berufsausfassung und Einstellung zu tun.
Wir brauchen einen Strategen auf der 6 keine Zweikampfmonster.

exmatthes
Lombaseggl
Dadurch, dass unsere Gegner bessere Werte haben


ohne en Detail zu recherieren: das ist doch mit Sicherheit mal wieder typisches forenkirscheninnachbarsgartengeschwätz.

zumindest so, wie's da steht.
"unsere Gegner", ohne weitere zusätze bedeutet "alle Gegner".
und zumindest das ist mit hinlänglicher Sicherheit nicht richtig.

weiter: wie überhaupt?
auf die ganze Mannschaft, spieler für spieler, bezogen?
oder wie oder was?

keiner hier bestreitet, daß uns auch in der hinsicht echte Verstärkungen guttun würden.

was an der Lächerlichkeit der aussage nix ändert.

nach diesen konziliant-haromiesüchtigen Ausführungen:

schöne weihnachten allerseits!


Mago
Lombaseggl
Wie ist denn Messis Zweikampfquote?

Es geht nicht um einzelne Spieler, sondern um die Zweikampfquote der gesamten Mannschaft. Und im Vergleich zu den anderen Mannschaften schneiden wir unterdurchschnittlich ab.
Daraus kann man nun ableiten, dass die Zweikampfwerte nicht besonders aussagekräftig sind, wenn wir trotz unserer unterdurchschnittlichen Werte Dritter sind. Man kann aber auch daraus ableiten, dass wir ergebnistechnisch sehr von unserer Effizienz vor dem gegnerischen Tor leben.

Sorry Fussball geht auch spielerisch und nicht nur über den Kampf, den darf man halt nicht vergessen.
Aber alles am Zweikampfverhalten festzumachen ist ein bisschen dünne.

Niemand hier macht alles am Zweikampfverhalten fest. Die spielerische Lösung von Situationen wird für meinen Geschmack aber zu oft nach dem "Hacke-Spitze-1-2-3-Prinzip" versucht und scheitert entsprechend oft, weil entweder auf unserer Seite die spielerische Qualität für solche Lösungen fehlt oder der Gegner eben einfach mit Robustheit dagegenhält und auf diese Weise den Ball gewinnt.
Ich würde mir also mitunter einfachere spielerische Lösungen und eine größere Geschicktheit in den Zweikämpfen wünschen. Ist doch Weihnachten, oder? :mrgreen:

Sunny
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Lombaseggl
Du bringst es mit deinem letzten Satz auf den Punkt.

Da kann KC noch so viele Einzeiler absondern, klar sind die Werte nicht gut,
aber das ist eben nicht alles und sagt erstmal garnichts aus, Statistik Bla Bla eben.

Um es zu belegen:
Frankfurt ist 4. in der Bundesliga, die Zweikampfewerte: 47,75 % / 50,03 %
Unterirdisch!
(Übrigens hat Maxim eine Zweikampfquote über dem Schnitt!)

Klar brauchen wir eine bessere Zweikampfquote aber die wäre schon besser wenn der ein oder
andere von unsere Himbeerla auch mal in einen Zweikampf gehen würde.
Wichtiger fände ich dass unsere mal an der Passquote arbeiten!
Wir benötigen durchaus Neuzugänge, die dürfen auch gerne Zweikampf können, aber sie sollten
uns vor allem spielerisch voran bringen, fighten sollten alle endlich mal.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten und lassen wir uns überraschen welche Präsente uns JS
unter den Baum legt. :prost:

Manolo
Halbdaggl
Das Frankfurt-Beispiel hast von mir geklaut ;)

Fragen, die sich stellen sind:
1. Welche Stastiken sind wirklich wichtig.
2. Sind die Daten zu denen wir Zugang haben detailliert genug.

2. Mein ich Nein. Kommt eben auch beispielsweise darauf An, wo zweikämpfe verloren und Engpässe gespielt werden etc.

1 ist schwieriger und auch nicht allgemeingültig zu beantworten, da es auch auf die spielidee ankommt. Guardiola Teams werden immer mehr ballbesitz haben als Klopp teams etc. Für jede spielidee braucht man aber fitte spieler, die möglichst schnell handeln und laufen können. Da trennt sich imo dann auch am meisten die Spreu vom Weizen.
Hier könnte ihre Werbung stehen.




Franky3103
Granadaseggl
Jo, von mir auch, frohe Weihnachten....
Ich halte Frauen für intelligent. Und wir schaffen das auch noch, Täter in einer Notsituation ins Bein zu schießen, nachdem diese in Zügen Menschen schwerstverletzt haben.





Franky3103
Granadaseggl
@deMappes: Also für mich erklärt das genau das nicht. Schliesslich hat er wenn er davor gespielt hat, nicht unbedingt geglänzt...
Ich halte Frauen für intelligent. Und wir schaffen das auch noch, Täter in einer Notsituation ins Bein zu schießen, nachdem diese in Zügen Menschen schwerstverletzt haben.


CoachingZone
Granadaseggl
Passt vielleicht am besten hierher:

Warum der VfB Besuschkow ziehen lässt

[...]

Die Verantwortlichen sind sich der Tragweite ihrer Entscheidung durchaus bewusst. Sie wissen um das Echo, das ihnen in den Ohren klingen wird, sollte aus dem Jungstar ein echter Star werden. Die Freigabe für den Spieler, der im Sommer nach seiner Rückkehr von der U-19-Europameisterschaft entgegen aller Planungen statt bei den Profis beim VfB II landete, wurde unter Abwägung aller Vor- und Nachteile getroffen. Am Ende zum Wohle des Spielers, dem großes fußballerisches Potenzial, aber auch mangelndes Tempo nachgesagt wird.

"Ich kenne Max schon lange und schätze ihn sehr", erzählt Trainer Wolf. "Aber in der Art, wie und auf welcher Position er spielt, hat es in diesem Moment nicht gepasst." Der 35-jährige Trainer, der den Weg Besuschkows allein schon durch seine Tätigkeit in der U 19 von Borussia Dortmund ziemlich genau verfolgt hat, will der weiteren Entwicklung des Spielers nicht im Weg stehen.

Es wäre ein Leichtes gewesen, die Freigabe aus dessen bis 2018 datierten Kontrakt zu verweigern, Besuschkow beim VfB II in der Regionalliga zu parken und bei Bedarf doch noch hochzuziehen. Wolf und Sportvorstand Jan Schindelmeiser entschieden anders. "Die Problematik lag am Spielertyp", meint Wolf. "Er ist vom Typ her zu ähnlich zu anderen Spielern, die wir schon haben. Ab einem bestimmten Punkt macht es keinen Sinn, noch einen solchen Spielertypen in den Kader zu packen. Dadurch haben sich für ihn die Türen zum Profikader nicht geöffnet. Und dann kam sein Wechselwunsch..."

Dem nach kurzen Beratungen zugestimmt wurde. Oberflächlich gesehen vielleicht ein Fehler. Genau betrachtet ein Transfer der Fairness. Die Zukunft wird es zeigen, wessen Sichtweise am Ende mehr Liebhaber findet.


http://www.kicker.de/news/fussball/2bun ... smtwkicker