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de mappes
Spamferkel
Die U19 beendet die Saison auf Platz drei, aufgrund des schlechteren Quotienten hinter den Unaussprechlichen und auch Mainz 05, die beide eine Partie weniger (nämlich die gegeneinander) auf dem Konto haben. Da hatte man in den letzten Spielen die Verletzungen und das Fehlen von mehreren Schlüsselspielern nicht mehr kompensieren können und die Führungspositon, die man lange Zeit innehatte, verloren


ja so war das am ende leider; im Grunde jetzt aber egal, da ja keine Endrunde gespielt wird
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CoachingZone
Halbdaggl
Herr Reschke redete in seiner doch eher kurzen Amtszeit ja von Kooperationsvereinen (Großaspach, Heidenheim) - aber man hatte bei ihm eher den Eindruck, als ob diese Vereine dankbar sein müssten, dass der große VfB Stuttgart ihnen die Spieler zur Leihe abgeben würde, die er selber noch nicht gebrauchen konnte, jedoch immer zum Vorteil des VfB. Dies klang für mich damals sehr abgehoben und von oben herab. Jedenfalls hat es mich nicht gewundert, dass die angedachten Vereine seinerzeit dankend ablehnten.

Ganz anders schaut die Kooperation des VfB Stuttgart mit anderen württembergischen Vereinen unter Thomas Krücken aus. Neben dem langjährigen Partnerverein MTV Stuttgart hat man nun Kooperationspartner in den Vereinen

- SG Sonnenhof Großaspach
https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues ... ossaspach/

- SC Pfullendorf
https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues ... ullendorf/

- VfB Friedrichshafen
https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues ... ichshafen/

sowie
- VfR Heilbronn
https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues ... heilbronn/

gefunden.

Die Kooperation besteht zunächst einmal in einem Wissenstransfer vom VfB Stuttgart zu den Vereinen (Trainingsmethodik, Trainerfortbildung, regelmäßiger Kontakt vor Ort durch VfB-Jugendtrainer, Nachwuchssichtung), um dort Kinder im Alter bis 13 Jahren bestmöglich auszubilden. Geeignet talentierte junge Fußballer können anschließend ins NLZ des VfB Stuttgart wechseln oder erhalten bis 15 Jahre eine entsprechende Vor-Ort-Förderung.

Es sieht jedenfalls nach einer Win-Win-Situation für jeweils beide Kooperationspartner aus. Der VfB ist in verschiedenen Landesteilen wieder präsenter. Die Ausbildung junger Fußballer wird auf eine deutlich breitere Basis gestellt, das Ausbildungsniveau angehoben und die Sichtung vor Ort verstärkt. Die Kooperationsvereine profitieren vom Knowhow und in den unteren Jahrgangsstufen von einer höheren Qualität ihrer Nachwuchsteams.

Bin jedenfalls gespannt, welche Ergebnisse diese Kooperation zeitigt, auch wenn wir dafür mindestens fünf bis zehn Jahre veranschlagen müssen. Aber diese Zeit muss man dem Ganzen auch geben, jetzt, nachdem die Nachwuchsarbeit jahrelang unter ständigen Führungs- und Strategiewechseln gelitten hat. Hoffe sehr darauf, dass hier endlich Kontinuität einzieht, um gegen die Konkurrenz aus Freiburg und Hoffenheim wieder bestehen zu können :!:
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

de mappes
Spamferkel
find ich auch sehr gut, wie hier vorgegangen wird

und bitte bitte lasst die leute auch einige jahre arbeiten.
Krücken ist beispielsweise in der entsprechenden Fachwelt sehr anerkannt
Es ist zum kotzen, dass die Jugend dermaßen leiden musste, weil aufgrund des Misserfolgs der Profiabteilung die sportliche Richtung mit jedem Wechsel in der Führungsriege umgegraben wurde
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exmatthes
Granadaseggl
ein weiterer beleg dafür, daß die das mit der nachwuchsförderung wirklich ernst meinen.

bleibt abzuwarten, wie das mit dem einbau der - künftig irgendwann hoffentlich reichlich nachdrängenden - Talenten vonstatten geht.
DAS ist dann ja die spannende frage.
nicht so gut dazu ja aktuell die geschichte mit Massimo: macht einmal wirklich punktekostende fehler - und schon Isser aktuell irgendwie weg vom fenster (von Verletzung oder so ist mir nix bekannt).
dies obwohl stenzel ja nicht immer über jeden zweifel erhaben ist (so say the least).

das alte Dilemma:
man weiß, daß man jungspunden fehler zugestehen muß - und braucht gleichzeitig ganz furchtbar dringend jeden punkt.

Balbriggan
Granadaseggl
Da wurde in den letzten Jahren regelrecht gepennt. Ich kenn einen Stützpunktleiter vom WfV der mir mal sagte das der SC Freiburg dem VfB mittlerweile komplett das Wasser abgetragen hat. Bei mir in der Ecke halt.
Gingen früher ein Kimmich oder Rudy noch zum VfB die er unter sich hatte, so wechseln sie heute zum SC.
Fahrdienste, schulische Förderung und eben auch €€ spielen da eine große Rolle.
Früher reichte es zu sagen der große VfB hat Interesse, die Zeiten sind vorbei.


de mappes
Spamferkel
klar...und die freiburger erhalten sich halt auch ein Image, das in dem fall halt auch überholt ist. aber sie schaffen es geschickt, in der Öffentlichkeit ganzheitlich als "kleiner" charmanter verein und Außenseiter darzustellen.
dass es im jugendbereich so läuft, ist logo
bei hoffe natürlich auch
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fkAS
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Halbdaggl
CoachingZone hat geschrieben:Herr Reschke redete in seiner doch eher kurzen Amtszeit ja von Kooperationsvereinen (Großaspach, Heidenheim) - aber man hatte bei ihm eher den Eindruck, als ob diese Vereine dankbar sein müssten, dass der große VfB Stuttgart ihnen die Spieler zur Leihe abgeben würde, die er selber noch nicht gebrauchen konnte, jedoch immer zum Vorteil des VfB. Dies klang für mich damals sehr abgehoben und von oben herab. Jedenfalls hat es mich nicht gewundert, dass die angedachten Vereine seinerzeit dankend ablehnten...

Woher kommt der Eindruck? Ich sehe da vor allem substantielle Unterschiede, was die Kooperation bezwecken soll. Bei Reschke ging es ja darum, den VfB2 aufzulösen und Spieler im Übergang von Jugend zu Profis über kurzfristige Leihen zu fördern, so dass sie besser in die erste Mannschaft integriert werden können. Die jetzige Kooperation mit Vereinen zielt ja auf gemeinsame Ausbildung bis vielleicht U17 und Sichtung für sehr junge Spieler. Da findet man auch eher einen gemeinsamen Nenner. Bei Kooperationen für den Übergang sind die Interessen nicht so leicht in Einklang zu bringen. Es müssen ja Vereine ab 3. Liga sein und die haben dann eigene Ansprüche, was Spielerentwicklung angeht.

CoachingZone
Halbdaggl
@fKAS

Sorry, habe gerade keine Zeit, ausführlich auf deinen Beitrag einzugehen, melde mich später noch mal.

Nur soviel:

Ja, die von Reschke angestrebte Kooperation war für eine andere Ebene (anstelle der Zweiten Mannschaft) angedacht - so wie es Bayer Leverkusen umsetzt. Allerdings haben die auch eine andere Qualität von Talenten, die sofort einen Zugewinn für die Leihvereine darstellen und wo es eher um Spielpraxis, denn um weitere Ausbildung geht. Der Rest, den man nicht an den Mann respektive Verein bringt, fällt dann hintenrunter.

Mir ging es eher um die Haltung Reschkes, das, was ich bei seinen Aussagen zwischen den Zeilen lesen konnte. Das war schon sehr von oben und ausschließlich als Nutzen des VfB kommuniziert (z.B. Spieler zurückholen, wenn der VfB sie selbst braucht). Nicht umsonst hat beispielsweise Heidenheim nach ersten Sondierungen sehr schnell abgewunken.

Die jetzige Kooperation dient imo tatsächlich zunächst einmal dazu, den Pool an Talenten zu vergrößern, die vielleicht einmal später im NLZ des VfB landen, und ihre Grundlagenausbildung breit zu verbessern. Davon profitieren eben beide - VfB und Kooperationsverein. Und ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass die Kooperation später einmal tatsächlich auch den Boden für Leihgeschäfte von Nachwuchsspielern bereitet, denn es ist davon auszugehen, dass die Kooperationsvereine in einigen Jahren auch im Seniorenbereich aufsteigen werden, weil sie eben von der guten Nachwuchsarbeit auch selbst profitieren werden. Deswegen ist dies für mich eine Kooperation auf mindestens teilweise Augenhöhe :!:

Mist, jetzt habe ich doch mehr Zeit für den Beitrag verwendet als vorgenommen, hoffe aber, du verstehst nun mein Statement besser...
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

de mappes
Spamferkel
Ja, die von Reschke angestrebte Kooperation war für eine andere Ebene (anstelle der Zweiten Mannschaft) angedacht - so wie es Bayer Leverkusen umsetzt. Allerdings haben die auch eine andere Qualität von Talenten, die sofort einen Zugewinn für die Leihvereine darstellen und wo es eher um Spielpraxis, denn um weitere Ausbildung geht. Der Rest, den man nicht an den Mann respektive Verein bringt, fällt dann hintenrunter.


hat man sich mal gefragt, wieso dieser zustand herrscht?
Kann es sein, dass Bayer da sehr agressiv und teuer die Top Talente woanders rauskauft?
Brandt, Havertz, und jetzt den nächsten.
oder wie kommt es dazu?
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de mappes
Spamferkel
Die jetzige Kooperation dient imo tatsächlich zunächst einmal dazu, den Pool an Talenten zu vergrößern, die vielleicht einmal später im NLZ des VfB landen, und ihre Grundlagenausbildung breit zu verbessern. Davon profitieren eben beide - VfB und Kooperationsverein. Und ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass die Kooperation später einmal tatsächlich auch den Boden für Leihgeschäfte von Nachwuchsspielern bereitet, denn es ist davon auszugehen, dass die Kooperationsvereine in einigen Jahren auch im Seniorenbereich aufsteigen werden, weil sie eben von der guten Nachwuchsarbeit auch selbst profitieren werden. Deswegen ist dies für mich eine Kooperation auf mindestens teilweise Augenhöhe :!:


grundsätzlich auch wirklich eine sehr gute Idee
aber zum fetten teil: wie lässt sich das bewerkstelligen?
Sonnenhof spielt nächste Saison in der gleichen Liga wie unsere zweite, der rest darunter
ob von den bisherigen vereinen welche den Aufstieg in Liga 3 oder gar 2 schaffen?
gut vielleicht kommen ja noch weitere vereine hinzu
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CoachingZone
Halbdaggl
Für die U19 wurde heimlich, still und leise der österreichische U17-Keeper Kilian Scharner verpflichtet, der im Winter probeweise mittrainieren durfte. Durchaus interessant, was er darüber berichtete:

Bei einem Training waren wir zwei Torhüter und sechs Torwarttrainer. Alles ging schneller und schärfer


http://meinfussball.at/Aktuelle-Top-Sto ... tgart.html

Wie schon weiter oben berichtet, sieht man hier sehr gut die neue Ausrichtung der Jugendarbeit unter Krücken, bei der mit hohem Personalaufwand an der individuellen Förderung gearbeitet wird.
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CoachingZone
Halbdaggl
Soweit ich das verstanden habe, gibt es nicht sechs Torwarttrainer für die U19. Insgesamt ist wohl das Personal aufgestockt worden, und an ein bis zwei Tagen wird mit hohem Personalaufwand (bis zu 15 Trainer) bei den unterschiedlichen Jugend- und Juniorenmannschaften individuelle Förderung betrieben. So werden hier wohl die Torwarttrainer aller Nachwuchsmannschaften bei einem Training der U19 versammelt gewesen sein. Aber diese individuelle Ausbildung/Förderung hat eben jetzt unter Krücken einen festen Platz im wöchentlichen Terminplan eines jeden Nachwuchsteams.
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Habe meinen Beitrag aus dem Thread "1.Liga" von gestern Nacht hier in diesen Thread verschoben, weil er da eigentlich besser passt.

publicenemy hat geschrieben:Sympathische Vereine / Konstrukte unter sich:

https://www.kicker.de/779327/artikel/ho ... abwerbung_


Wenn es nur so witzig wäre :!:

Leider betrifft dieses massive Abwerben von Toptalenten durch die Unaussprechlichen nämlich nicht nur die Plastikclubs wie die Vorchristlichen (die selbst übrigens schon seit einem guten Jahrzehnt mit viel Überzeugungredung - natürlich auch monetärer - beispielsweise im Einzugsgebiet des VfB wildern...)

Erst vor kurzem gab es eine intensive Diskussion auf tm.de unter den Kennern der VfB-Jugend, als das Gerücht herumgeisterte, dass eines der absoluten Kronjuwelen aus der U16 (Laurin Ulrich) an den Münchner Campus wechseln würde.

Hierzu folgende Zitate:

tm.de-User Christ hat geschrieben:Grundsätzlich kann ich aber bestätigen, dass er zu den größten Talenten beim VfB gehört, welches - sofern keine größere Verletzung ihn ausbremsen - in der U17 und U19 des VFB STUTTGART für Furore sorgen wird. (In diesem Kontext darf man VfB dann auch mal groß schreiben, denn Laurin schreibt den VfB groß, ansonsten wäre er bei seinen Möglichkeiten nicht mehr hier. Spricht für den Jungen).


tm.de-User Christ hat geschrieben:
Gab's nicht mal ne Art Gentlemen's Agreement, dass sich die NLZ der Bundesligisten keine Jugendspieler abwerben oder erst ab 17 Jahren?

Bis Kroos...je jünger desto besser gilt als neue Maxime.


tm.de-User Polanski hat geschrieben:
... die Bayern ...

... ne Art Gentlemen's Agreement ...

Es reicht doch nur beispielhaft auf die Transfers von Pavard und Lewandowski zu blicken, stellvertretend für zig weitere, um diese beiden Textabschnitte in einen sich ausschließenden Kontext zu setzen.

Nachdem die Bayern den See für die anderen Vereine ausgetrocknet haben pumpen sie ihnen jetzt auch noch das Grundwasser ab. Das Nestle des deutschen Profifußballs.


tm.de-User Christ hat geschrieben:Wir werden in der Jugend in den nächsten 20 Jahren nur noch in Ausnahmefällen einen anderen Meister sehen als Bayern. Die sind an allen 10 Jährigen dran, die halbwegs kicken können. Suver, Ulrich, Egloff hatten vermutlich schon mehr persönliche Gespräche mit Bayern Verantwortlichen als mit ihren Eltern.
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Halbdaggl
Und weil ich gerade (eigentlich keine ;) ) Zeit habe, möchte ich endlich noch auf einen anderen Beitrag antworten, der sich in den Vereinspolitik-Thread verirrt hatte.

halensee hat geschrieben:Zusammenarbeit zwischen VfB und VfR

https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues/junge-wilde/2020/kooperation-vfr-heilbronn/

Das ist für mich ein absoluter Witz. Der VfR ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Verein nicht zu führen ist. Anfang der 90er spielte die VfR-A-Jugend gegen Dortmund im deutschen Pokalfinale. Von dieser Jugend ist fast niemand bei den Aktiven gelandet. Olaf Schmäler spielte damals beim VfR hatte aber 20 kg zu viel. Eike Immel war Trainer bis er dem Ruf in die Türkei folgte. Dann kamen die Insolvenzen, der VfR fusionierte mit der Union Böckingen zum FC Union Heilbronn, der in der Bezirksliga spielt, und der VfR wurde dann "neu" gegründet.

Der VfR ist aktuell Tabellenführer in der A-Klasse. Da gibt es im Unterland weitaus besser geführte Vereine als den VfR, ausser die langfristige Zielsetzung ist, in naher Zukunft Oberliga zu spielen.

Ich verstehe es echt nicht.


Tja. Wenn man zu spät kommt, muss man halt zunächst nehmen, was übrig bleibt.

Du kannst davon ausgehen, dass alle gut geführten Vereine im Unterland bereits den Vorchristlichen oder den Ostfranzosen zuarbeiten. Da hat der VfB in den letzten zehn oder mehr Jahren die Entwicklung massivst verschlafen.

Gleiches gilt wohl für den Schwarzwald und die Bodensee-Region, die der SC Freiburg fest in der Hand hat. Und auf der Ostalb hat jetzt Heidenheim ein gut geführtes NLZ, dessen U19 mittlerweile im Mittelfeld der Junioren-Bundesliga spielt.

Also sind die Kooperationen mit Heilbronn und Friedrichshafen ein wichtiger erster Schritt, um überhaupt mal wieder einen Fuß in diese Landesteile zu bekommen und von dort ggf. Nachwuchsspieler fürs eigene NLZ zu rekrutieren :!: :!: :!:
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Rufus
Granadaseggl
Interessanter Podcast mit Thomas Krücken vom NLZ (vom 16.7.20)
https://spieltrieb.podigee.io/20-vfb

Er kommt sehr kompetent rüber, will v.a. in den unteren Jugendligen (bis U13) Formen wie
7 gegen 7 oder 3 gegen 3 (auf 4 Tore) installieren.

Das beste Konzept nützt aber leider nix, wenn die Spieler (wier z.B. Per Lockl) dann bei der U19 die Fliege machen.
Hoffen wir mal, dass es wirklich wieder besser wird.


CoachingZone
Halbdaggl
Rufus hat geschrieben:Das beste Konzept nützt aber leider nix, wenn die Spieler (wier z.B. Per Lockl) dann bei der U19 die Fliege machen.
Hoffen wir mal, dass es wirklich wieder besser wird.


Manchmal geht es sich halt nicht aus. Da möchte der Berater (wie im Fall Dajaku) Kohle machen oder der Spieler hat eben seine ganz eigene Karriereagenda (wie im Fall Lockl).

Um Lockl haben sie im NLZ wohl sehr intensiv gekämpft, aber er hatte vermutlich leider nicht die ganz große Verbundenheit zum VfB wie manch anderer Spieler - war auch erst 2016 von Frankfurt zur U17 des VfB gestoßen - und hat sich deswegen für ein für ihn attraktiveres Angebot entschieden.

Man muss auch so ehrlich sein, dass Gladbach momentan und vermutlich auch noch einige Zeit lang gegenüber dem VfB einfach mehr zu bieten hat. Denn Lockl ist da auch zunächst für die 2. Mannschaft mit Perspektive 1. Mannschaft verpflichtet worden (was ihm auch der VfB angeboten hat), aber die 1. Mannschaft von Gladbach ist eben in der BL etabliert, spielt im oberen Drittel mit und startet kommende Saison in der CL. Alles klar :?:
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Rufus
Granadaseggl
@CZ:
Danke für die Infos zu Per Lockl. Das sieht jetzt zwar etwas anders aus.
Aber früher (ja ich weiß früher war eh alles besser, auf alle Fälle anders) blieben mMn mehr Spieler.
Klar hat Gladbach mehr zu bieten, aber da die Konkurrenten dort wohl (leider) stärker sind als bei uns, wird er es noch schwerer haben, sich durchzusetzen.
Aber es ist wie ist es, Lockl ist weg, hoffen wir auf den Durchbruch von Li Egloff beim VfB und dass zukünftig noch mehr gute Junge nach oben kommen und dann HIER BLEIBEN.

CoachingZone
Halbdaggl
A propos Jugend, am vergangenen Freitag gab es in der Print-StZ/StZ+ ein großes (und ausnahmsweise sehr lesenswertes) Portrait des VfB-U19-Juniorenspielers Jordan Meyer (18).

Jordan Meyer gehörte von der U15 aufwärts auch den Juniorennationalteams an, war z.T. Kapitän und hatte vergangenen September die U17-Fritz-Walter-Medaille in Silber erhalten. Leider hatte er sich zwei Monate später einen Kreuzbandriss zugezogen, weswegen er erst mal ausgebremst wurde. Sein verletzungsbedingtes Fehlen hat übrigens auch die U19 des VfB schwer beeinträchtigt, war er doch einer der Spieler im Kader, die den Unterschied machten.

Jordan Meyer hat die Reha-Phase genutzt und in der Zwischenzeit sein Abitur am Wirttemberg-Gymnasium abgelegt, wobei er aufgrund seiner Verletzung in einem seiner LKs von Sport zu Physik wechselte. Herausgekommen ist eine glatte 1,0 und der Scheffelpreis für das beste Deutsch-Abitur seines Jahrgangs :!:

Die StZ schreibt (und ich tippe mal diesen Abschnitt ab ;) ):

... Die Zeiten möchten sich geändert haben, auch im Fußball wächst die Zahl der Profis, deren Horizont nicht an der Eckfahne endet. Nur ganz selten aber ist ein so kluger und gleichzeitig bescheidener junger Mann darunter wie Jordan Meyer (18) vom VfB Stuttgart, der noch nicht dazu gekommen ist, seinen Führerschein zu machen, die Dienste eines Spielerberaters für unnötig hält und auch sonst seinen ganz eigenen Weg geht.

Nicht als lästige Pflicht vor dem vermeintlich glamourösen Leben als Fußballstar hat er die Schule gesehen, sondern den gleichen Ehrgeiz wie auf dem Spielfeld an den Tag gelegt. "Ich wollte Gas geben, schließlich bin ich immer noch kein Profi", sagt er und wird "immer die Motivation haben, mich auch mit anderen Dingen zu beschäftigen." Zum Wintersemester will er ein Studium beginnen, voraussichtlich Wirtschaftswissenschaften, "weil es mir wichtig ist, den Schwerpunkt nicht nur auf den Fußball zu legen".

Kein Trainingslager und kein Lehrgang, auf dem Meyer nicht Bücher gelesen hätte; kein Mitschüler, dem er bei Bedarf nicht seine Hilfe angeboten hätte; keine Klausur, auf die er nicht gewissenhaft vorbereitet gewesen wäre. Im Fach Deutsch war er der beste Schüler seines Jahrgangs und erhält - genau wie sein Vater und sein Großvater - den begehrten Scheffelpreis. In seiner Rede auf der Abiturfeier will er über die derzeitigen Probleme auf der Welt und die Verantwortung seiner Generation sprechen. "Das Besondere an ihm ist, dass er nicht nur ein herausragender Schüler ist, sondern auch über große soziale Kompetenz verfügt. Er ist ein echtes Vorbild", sagt Sportlehrer Boris Pohl ...

Jordan Meyer ist in Bad Cannstatt geboren und aufgewachsen. Sein Vater ist Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Mannheim, seine in England geborene Mutter arbeitet als Rechtsanwältin. Das Thema Bildung war im Hause Meyer immer mindestens so wichtig wie der Sport.
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CoachingZone
Halbdaggl
Rufus hat geschrieben:Aber früher (ja ich weiß früher war eh alles besser, auf alle Fälle anders) blieben mMn mehr Spieler.


Früher war der VfB Stuttgart ein etablierter Erstligist (auf dieses Niveau muss er erst mal wieder kommen :!: )

Früher spielte unsere 2. Mannschaft in der 3. Liga (heute haben die Unaussprechlichen diesen für Nachwuchsspieler sehr attraktiven Wettbewerbsvorteil), letzte Saison war der VfB II sogar nur fünftklassig.

Früher gab es noch keine Vorchristlichen und auch nicht Freiburg, die mit attraktiven Angeboten wie besseres "Kleingeld", Fahrdienst, innovative AUSbildung etc.) dem VfB das Reservoir an begabten Nachwuchskickern streitig machen.

Früher gab es so was wie Kontinuität der handelnden Personen im Nachwuchsbereich, danach fast jährliche Wechsel. Die erfolgreiche NLZ-Führung wechselte seinerzeit übrigens zum Reißbrett nach Leipzig.


Jetzt braucht es zunächst mal Geduld, bis die Neuorientierung des NLZ unter Thomas Krücken greift. Und die Hoffnung, dass der neue Spirit dafür sorgt, dass die absoluten Toptalente bleiben, trotz der mittlerweile intensiven Anbaggerei der Unaussprechlichen :!:
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