1309 Beiträge


exmatthes
Granadaseggl
Jetzt braucht es zunächst mal Geduld

mal wieder.
wie in x anderen bereichen auch.
so richtig das ist: die zweifel, ob das beim vfb jemals durchgehalten wird, sind mit hitz und auch vogt zwar kleiner geworden - weg sind sie aber nicht.
na gut: im nachwuchsbereich noch am ehesten: da leuchtet vielleicht tatsächlich auch dem letzten dödel ein, daß es ein paar jahre braucht, bis aus knirpsen profitaugliche spieler werden.

Rufus
Granadaseggl
Wow :!:
Jordan Mayer soll gleich mal 2 Verträge beim :vfb: unterschreiben:
- 15 Jahre als Spieler. Ausstiegsklausel 1 Milliarde
- Anschlussvertrag als Sportdirektor (wahlweise Vorstands- oder AR-Vorsitzender oder alles zusammen)
:mrgreen:

de mappes
Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:
Rufus hat geschrieben:Aber früher (ja ich weiß früher war eh alles besser, auf alle Fälle anders) blieben mMn mehr Spieler.


Früher war der VfB Stuttgart ein etablierter Erstligist (auf dieses Niveau muss er erst mal wieder kommen :!: )

Früher spielte unsere 2. Mannschaft in der 3. Liga (heute haben die Unaussprechlichen diesen für Nachwuchsspieler sehr attraktiven Wettbewerbsvorteil), letzte Saison war der VfB II sogar nur fünftklassig.

Früher gab es noch keine Vorchristlichen und auch nicht Freiburg, die mit attraktiven Angeboten wie besseres "Kleingeld", Fahrdienst, innovative AUSbildung etc.) dem VfB das Reservoir an begabten Nachwuchskickern streitig machen.

Früher gab es so was wie Kontinuität der handelnden Personen im Nachwuchsbereich, danach fast jährliche Wechsel. Die erfolgreiche NLZ-Führung wechselte seinerzeit übrigens zum Reißbrett nach Leipzig.


Jetzt braucht es zunächst mal Geduld, bis die Neuorientierung des NLZ unter Thomas Krücken greift. Und die Hoffnung, dass der neue Spirit dafür sorgt, dass die absoluten Toptalente bleiben, trotz der mittlerweile intensiven Anbaggerei der Unaussprechlichen :!:


:nod: :nod: :nod: :prost: :vfb:
Don't criticize what you can't understand

de mappes
Spamferkel
exmatthes hat geschrieben:
Jetzt braucht es zunächst mal Geduld

mal wieder.
wie in x anderen bereichen auch.
so richtig das ist: die zweifel, ob das beim vfb jemals durchgehalten wird, sind mit hitz und auch vogt zwar kleiner geworden - weg sind sie aber nicht.
na gut: im nachwuchsbereich noch am ehesten: da leuchtet vielleicht tatsächlich auch dem letzten dödel ein, daß es ein paar jahre braucht, bis aus knirpsen profitaugliche spieler werden.


:nod:
Musste just nach den Verpflichtungen der beiden jungen, talentierten Spielern Kobel und Anton an folgendes denken:

Wenn ein Spieler einen Karriereplan vorgelegt bekommt...in Freiburg und beim VfB...dann weiß er: In Freiburg werde ich mit diesen Leuten, die mir den Plan aufzeigen, viele Jahre zusammen arbeiten.

Beim VfB kann es so kommen: 3 Monate nach dem Wechsel ist der Trainer ein anderer; setzt vielleicht nicht mehr auf mich, lieber auf Routiniers.
in 6 Monaten ist auch der Sportdirektor ein anderer...holt für meine Position warum auch immer einen anderen Spieler.
Zuletzt wird dann auch der Vorstandsvorsitzende erneuert, weil das Personal darunter auch nie was taugte und gewechselt werden musste.

Wo gehe ich also als junger, aufstrebender Spieler lieber hin? Höchstens Geld versüßt dann die Entscheidung ein wenig
Don't criticize what you can't understand

exmatthes
Granadaseggl
den kopfnicker geb ich smileylos gern zurück.
denkbar bis sehr wahrscheinlich, daß ruhe und kontinuität im klub ein argument für solch eine entscheidung sein können.
je nachdem vielleicht gar nicht mal das allerunwichtigste.
da soll sich jemand über jahre binden - und weiß nicht, ob näxt ganz andere vorgesetzte am werk sind, die womöglich vom geschwätz der vorgänger nix mehr wissen wollen.
so leider traditionell z.b. bei hsv und vfb.
weniger anderswo.
und am allerwenigsten *seufz* bei freiburg.





CoachingZone
Halbdaggl
Nachdem ich heute mal wieder ein bisschen Zeit habe, hier ein "kleines" Update zum VfB-Nachwuchs.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es kleinere Veränderungen im Trainerstab und insbesondere eine Aufrüstung mit Personal für den Athletikbereich und die psychologische Betreuung des Nachwuchses (vergleichbar zur 1. Mannschaft). Dabei wurden gezielt Leute gesucht, die bereits erfahren sind und nachgewiesenermaßen (anderswo!) erfolgreich gearbeitet haben - ähnlich wie man beispielsweise bei der Verpflichtung von Thomas Krücken als Leiter des NLZ vorgegangen ist.

Die Trainerteams im Einzelnen:

U21:
Trainer: Frank Fahrenhorst; Cotrainer: Heiko Gerber; Torwarttrainer: Thomas Walter; Cotrainer Athletik:
Tobias Heizmann

U19:
Trainer: Nico Willig; Cotrainer: Tobias Rathgeb; Torwarttrainer: Markus Krauss; Cotrainer Athletik:
Philipp Lang; Cotrainer Analyse: Sebastian Hägele

U17:
Trainer: Markus Fiedler; Cotrainer: Patrick Krätschmer; Torwarttrainer: Dennis Rudel; Cotrainer Athletik:
Niklas Klasen (s.u.); Cotrainer Analyse: Dominik Probst

U16:
Trainer: Florian Wolff; Cotrainer: Marco Fischer; Torwarttrainer: Frank Welz; Cotrainer Athletik:
Benedikt Kosak (s.u.); Cotrainer Analyse: Yannick Herkommer

U15:
Trainer: Kai Oswald; Cotrainer: Tomislav Zoric; Torwarttrainer: Yusaburo Matsuoka; Cotrainer Athletik:
Philipp Lang; Cotrainer Analyse: Yannick Herkommer

U14:
Trainer: Andreas Weinberger; Cotrainer: Marcel Pfeiffer; Torwarttrainer: Yusaburo Matsuoka; Cotrainer Athletik: Alexander Maier; Cotrainer Analyse: Yannick Herkommer

U13:
Trainer: Mischa Leibfarth; Cotrainer: Maurizio Blunda; Torwarttrainer: Walter Eschenbächer; Cotrainer Athletik: Alexander Maier

U12:
Trainer: Deniz Ercetin; Cotrainer: Niklas Bühler; Torwarttrainer: Walter Eschenbächer; Cotrainer Athletik: Oliver Otto

U11:
Trainer: Sasa Janic; Cotrainer: Moritz Pfeiffer; Torwarttrainer: Walter Eschenbächer; Cotrainer Athletik: Oliver Otto

Insgesamt finde ich mehrere Dinge gut verändert.
Mit Tobi Rathgeb und Heiko Gerber sind in den beiden obersten Juniorenteams ehemalige Profifußballer mit reichlich VfB-Vergangenheit als Cotrainer eingesetzt, die zum einen von den beiden sehr erfahrenen und erfolgreichen Nachwuchstrainern viel lernen können, zum anderen die Verbundenheit zum VfB vorleben und Erfahrungen aus ihrer Profizeit weitergeben können (auch wenn Frank Fahrenhorst natürlich letzteres auch (weitergeben) kann).

In Summe sind für die Mannschaften bis zu 5 Trainer zuständig, das ist im Juniorenbereich eine Anzahl, wie sie selbst für die Profimannschaften erst in neuerer Zeit üblich wurden (im Nachwuchsbereich nur bei den Clubs, die sich sehr modern aufgestellt haben, wie beispielsweise die Vorchristlichen oder die Reißbretter aus Leipzig).

Und der Bereich Sportpsychologie und Athletik wurde personalmäßig eingeführt und/oder deutlich verstärkt.


Neu als Athletiktrainer für den Nachwuchs wurden verpflichtet:
Niklas Klasen
- zuvor u.a. bei Bayer Leverkusen und Mainz 05
- Leiter Athletik des NLZ und Athletiktrainer U17

Benedikt Kosak
- zuvor u.a. beim 1. FC Köln
- Athletiktrainer U16

Neu als Sportpsychologen für den Nachwuchs wurden verpflichtet:
Dr. Christian Heiss
- seit mehr als zehn Jahren im olympischen Sport aktiv, Begleitung von Einzelathleten und Teams bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen
- für den Grundlagen- und Aufbaubereich (U11-U16) verantwortlich

Ingo Goetze
- von 2007 an Trainer im Nachwuchs von Holstein Kiel, danach Sportpsychologe in den Leistungszentren von Werder Bremen und Bayer Leverkusen sowie bei den Profis von Arminia Bielefeld
- für die die Trainer und Spieler U17 bis U21 verantwortlich

Interessant und wichtig zu sehen, dass man - wie bei der 1. Mannschaft - den sportpsychologischen Dienst auch für die Unterstützung und Weiterentwicklung der Trainer nutzen will.


Auch inhaltlich werden neue Blickwinkel und Ideen hineingenommen: Gestern waren zwei Nationaltrainer des deutschen Hockeynachwuchses zu Gast und haben Ideen und Möglichkeiten vorgestellt, wie man bei jungen Spielern das Spielverständnis fördern kann.


Wer Interesse daran hat, dem kann ich übrigens empfehlen, immer mal wieder auf dem Twitter-Account des VfB-Nachwuchses nachzusehen. In den vergangenen Tagen und Wochen wurden dort diese recht interessanten Infos zu den Trainerteams und Zugängen - sowohl Spieler als auch Staff - veröffentlicht.

https://twitter.com/jungundwild
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -




CoachingZone
Halbdaggl
Muss noch zwei Dinge korrigieren bzw. nachtragen:

Tatsächlich sind die beiden Sportpsychologen nicht neu zusätzlich dazugekommen, sondern sie ersetzen die zwei bisherigen Sportpsychologen im NLZ Philip Feichtinger und Thorsten Leber, die sich beruflich verändern wollen bzw. aus privaten Gründen ausscheiden, wie Philipp Maisel im aktuellen STN-Artikel schreibt. Es sieht aber danach aus, als ob man gezielt nach in bestimmten Bereichen erfahrenen und erfolgreichen Personen gesucht und diese dann verpflichtet hat (und eben nicht nur "irgendwelche" Sportpsychologen angeheuert hat).

„Die zwei Sportpsychologen ergänzen sich von ihrer Herangehensweise sehr gut. Christian Heiss hat viel Erfahrung im Individualsportbereich und wird sich vornehmlich um die Persönlichkeitsentwicklung der ganz jungen Spieler kümmern. Ingo Goetze bringt viel Erfahrung aus dem Juniorenleistungs- und Profibereich mit“, führt Krücken aus.


https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... bddd7.html


Außerdem hat man mittlerweile mit den SV Kickers Pforzheim und dem 1. FC Eislingen die zwei letzten Kooperationspartner gefunden, mit denen man nun endlich auch den Osten (quasi im Vorgarten des KSC :mrgreen: ) und den Westen Württembergs abdeckt, was das Scouting und die Grundlagenausbildung junger Fußballtalente betrifft, die man dann im gegebenen Fall dem NLZ des VfB zuführen will.

Der SV Kickers Pforzheim entstand im Jahre 2011 durch die Fusion der beiden Pforzheimer Traditionsvereine Germania Brötzingen und dem 1. FC Eutingen. Aufgrund der nachweislich positiven Entwicklung der letzten Jahre sowie insbesondere der Ausbildungsinhalte und der Gründung einer leistungsbezogenen Nachwuchsakademie bietet der Verein die besten Voraussetzungen, nachhaltig exzellente Jugendarbeit und Ausbildungsinhalte anzubieten. Diese positive Entwicklung möchte der VfB unter anderem durch gemeinsame Aktivitäten wie der Durchführung von Sichtungsveranstaltungen oder Trainerfortbildungen unterstützen.

Murat Sanlitürk, 1. Präsident SV Kickers Pforzheim: „Der SV Kickers Pforzheim freut sich riesig über diese Zusammenarbeit. Mit dem VfB Stuttgart als starken und professionellen Partner an unserer Seite werden wir in der Talentförderung in Pforzheim und der Region neue Maßstäbe setzen.“

Mit dem 1.FC Eislingen besteht schon seit längerer Zeit ein enger und partnerschaftlicher Kontakt, der insbesondere darin begründet ist, dass in der Vergangenheit schon etliche Eislinger Talente den Sprung zum VfB geschafft hatten. Als leistungsstarker und sich ständig weiterentwickelnder Verein mit einer tollen Infrastruktur hat der 1.FC Eislingen viel zu bieten. Der VfB Stuttgart möchte seine gesamte Nachwuchs-Philosophie und das spezifische Wissen guter Jugendarbeit in die Zusammenarbeit einbringen, um auch hier die nächsten Entwicklungsschritte der Talente der Region einzuleiten und zu fördern.

Filip Bilac, Leiter Jugend 1.FC Eislingen: „Es erfüllt uns mit Stolz, im Jugendbereich offizieller Kooperationspartner des VfB Stuttgart zu sein. Wir hoffen, dass die bereits sehr guten Beziehungen weiter ausgebaut werden können und noch mehr Talente von uns ins Blickfeld des VfB geraten. Unsere eigene Nachwuchsarbeit entwickelt sich bereits toll und wir erhoffen uns viele neue Impulse durch den Austausch mit den VfB Verantwortlichen.“


https://www.vfb.de/de/vfb/aktuell/neues ... rtner-nlz/

Über die öffentliche Ankündigung von ersten Sichtungsveranstaltungen Anfang September 2020 wurde ja bereits berichtet.
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

Spätzlesboi
Benutzeravatar
Seggl
Hier noch ein Stz Plus Artikel zum Nachwuchs:

Mohamed Sankoh oder: Das Geschäft mit der Hoffnung
Stuttgart - Thomas Krücken hat sie ständig vor Augen: Alexander Hleb, Christian Träsch und Antonio Rüdiger. Auf dem Weg zu seinem Büro im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des VfB Stuttgart geht der Jugendchef täglich an den zahlreichen Bildern derjenigen Fußballer vorbei, die es von den eigenen U-Mannschaften bis zu den Profis geschafft haben und mindestens 30 Einsätze in der Fußball-Bundesliga für den VfB vorweisen können.

Die Fotos aus der Vergangenheit an den Wänden der Nachwuchsakademie sollen den Jugendlichen von heute den Weg in die Zukunft weisen. Hleb, Träsch und Rüdiger verbindet nicht nur, dass sie das Trikot mit dem Brustring getragen haben, sie dienen Krücken auch in anderer Weise als leuchtende Beispiele: Alle drei kamen jung, aber nicht als Kinder. Hleb war 19 Jahre alt, Träsch ebenfalls und Rüdiger 18.

Ein Coup auf dem Talentemarkt
Jetzt gelten sie als erfolgreiche Absolventen der Stuttgarter Schule – Eigengewächse, die im Fall von Hleb (FC Arsenal, FC Barcelona) und Rüdiger (AS Rom, FC Chelsea) sogar zu internationalen Stars aufgestiegen sind. Eine ähnliche Karriere wird Mohamed Sankoh vorausgesagt. Allerdings ist der niederländische Juniorennationalspieler erst 16 Jahre alt.

Der VfB hat Sankoh erst kürzlich für wohl 150 000 Euro Ausbildungsentschädigung von Stoke City geholt und anschließend vertraglich für fünf Jahre an sich gebunden. Ein Coup, da auch europäische Schwergewichte wie Atlético Madrid und der FC Chelsea um den Stürmer buhlten. „Mo Sankoh ist ein sehr begehrter Spieler auf dem Markt. Wir konnten ihn mit unserem inhaltlichen Programm davon überzeugen, den aufgezeigten Weg beim VfB zu gehen“, sagt Krücken.


Konzepte und Kompetenzen statt Geld und Versprechungen sollen entschieden haben. Dennoch ist rund um die Personalie Sankoh beim VfB wieder die Grundsatzdebatte entflammt, ob es die Stuttgarter tatsächlich ernst meinen mit dem Motto, wieder verstärkt auf die eigene Jugend zu setzen. Die Verantwortlichen des Clubs antworten mit einem klaren Ja. Und Krücken sieht keinen Widerspruch im Vorgehen: „Es liegt in der DNA des VfB, Talente aus der Region zu sichten, zu verpflichten und zu fördern, schulisch wie fußballerisch auszubilden – wenn möglich für unsere Profimannschaft“, sagt der NLZ-Direktor, „dafür haben wir in den zurückliegenden Monaten unsere Strukturen und Prozesse weiterentwickelt.“

Das Hauptaugenmerk der Stuttgarter liegt also weiter auf der „regionalen Stärke“, wie es Krücken nennt. „Das schließt jedoch nicht aus, dass wir uns auch um Talente von außerhalb bemühen, national wie international. Das sind wie im Fall Mo Sankoh sehr gezielte Verstärkungen mit Perspektive“, erklärt der Nachwuchschef.

Nur keine Vergleiche mit Stars
Über reichlich Potenzial verfügt auch der erst 17-jährige Momo Cissé, der jetzt ablösefrei aus Le Havre geholt wurde – für die Profis. Sankoh soll in der U 19 spielen. Er bringt körperliche Voraussetzungen und fußballerische Fähigkeiten mit, die in seinem Jahrgang in dieser Verbindung selten anzutreffen sind. In den VfB-Reihen gab es sie bisher gar nicht. 2003 ist Sankoh in Rijswijk geboren. Über Sparta Rotterdam führte der Weg nach England. Als „neuer Lukaku“ wurde der Teenager auf der Insel gefeiert – ein athletischer Angreifer, der auch noch trifft.

Krücken mag solche Vergleiche nicht. Er will, dass Jugendspieler frei aufspielen und keinen Rucksack voller Erwartungen mit sich herumschleppen. „Wir wollen unserer hohen sozialen Verantwortung nachkommen, damit sich Mo Sankoh sowohl im Club als auch in Stuttgart gut integriert“, sagt der einstige Gymnasiallehrer. Der neue Schützling trainiert bereits mit der U 19 von Coach Nico Willig. Es hat sich gut angelassen, nach einer Zwangspause durch die Corona-Pandemie.

Im März hat Sankoh letztmals ein Spiel bestritten – im Pokal gegen Manchester City. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt, in Begleitung seiner Mutter und seines Bruders Abdul, ebenfalls ein Fußballtalent. 20 Jahre alt, Rechtsaußen, aber im Moment vereinslos. Zuletzt gehörte er zur U 23 von Stoke City. Nun trainiert er ein paar Tage beim VfB II mit. Mehr soll nicht sein.

Die Hoffnungen der Familie, die aus Sierra Leone stammt, ruhen auf dem Kleinen. Eine große Verantwortung für einen Jungen, wenn er spürt, was alles an seinem Fortkommen hängt. Der U-17-Europameister von 2019 hat offenbar früh gelernt, die Last zu tragen. Er sei bereits reif für sein Alter, heißt es. „Mo Sankoh bringt eine sehr hohe innere Motivation mit. Ihm ist aber auch bewusst, dass er bis zum Profi noch einen weiten Weg zu gehen hat und er hart an sich arbeiten muss. Wir werden ihn dabei in allen Bereichen möglichst optimal begleiten“, sagt Krücken.
*What ain't no country I've ever heard of! They speak English in What?*


*English, Motherfucker, do you speak it?*

CoachingZone
Halbdaggl
Zwei Stürmer-Abgänge bei der U19 bzw. U21:

Maurice Kramny wechselt zur U19 von Eintracht Frankfurt.

Kommt jetzt vielleicht ein wenig überraschend. Wenn man aber genau hinschaut, dann könnte es einfach daran liegen, dass sein Vater Jürgen Kramny für die kommende Saison Trainer der Frankfurter U19 ist. Zudem war Maurice Kramny im vergangenen Jahr fast komplett wegen Rückenbeschwerden ausgefallen, die wohl auch noch nicht behoben sind, worauf die Aussagen auf der Homepage der Frankfurter schließen lassen.


David Tomic wechselt aus der U21 ablösefrei zum MSV Duisburg.

Ist zwar schade, weil Tomic in der 2. Mannschaft ein absoluter Aktivposten war. Ein Wechsel zeichnete sich jedoch schon länger ab, u.a. weil Tomic keine Vertragsverlängerung beim VfB II anstrebte. In Duisburg, einem Drittligisten (!), haben sie sich wie folgt geäußert:

„Seine Karriere ist ein bisschen ins Stocken geraten, aber wir wollen jetzt gemeinsam daran arbeiten, sein Talent, auf engsten Räumen spielerische Lösungen zu finden und Torchancen zu kreieren, wieder in Schwung zu bringen. Er bringt die Anlagen mit, sich in unserer Offensiv-Reihe peu à peu an unser Niveau zu gewöhnen und eine Alternative zu werden.“


Sieht also durchaus so aus, als ob die Einschätzung seitens des VfB, dass Tomic für die oberen Ligen noch Entwicklungszeit braucht, auch dort geteilt wird.
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

CoachingZone
Halbdaggl
Aus einem Bericht vom März 2020 über Maximilian Wagner, 16, seit 2018 beim VfB (mittlerweile U17), kann man einige Maßnahmen herauslesen, mit denen die Sportvorstände und Sportdirektoren Schindelmeiser, Hitzlsperger und Krücken die Nachwuchsarbeit im NLZ des VfB Stuttgart sehr attraktiv auch für umworbene externe Spieler umgebaut haben:

Bereits mit vier Jahren hat Maxi im Heimatclub beim SV Pattendorf mit dem Fußballspielen angefangen, wo er vom Vater trainiert worden ist. In der U13 folgte dann der nächste logische Schritt und Wagner wechselte in die Nachwuchsabteilung des SSV Jahn Regensburg. Zwei Jahre spielte er dort, ehe er im Sommer 2018 gleich mehrere interessante Anfragen vorliegen hatte. Über die Bayernauswahl hatte er sich in den Fokus gespielt. Die Bayern fragten ebenso an wie Augsburg, Leipzig und eben Stuttgart.

"Alle Vereine haben sich damals super präsentiert", sagt der Vater. Die Entscheidung pro Stuttgart war letztlich aber doch eine sehr klare. "Das Gesamtpaket", betonen Papa und Sohn unisono, hat den Ausschlag gegeben. "Als Eltern war uns vor allem wichtig, wie es in puncto Internat und Schule aussieht und wie man mit den Jungs dort umgeht. Das hat uns beim VfB ganz toll gefallen und es war relativ schnell klar, dass der Weg Richtung Stuttgart geht", berichtet Dennis Wagner.

[...]

In Stuttgart legen sie sehr viel Wert darauf, die Spieler individuell weiterzubringen. Dreimal pro Woche wird zusätzlich vormittags in Kleingruppen trainiert. „Maxi kommt dadurch als Stürmer über das Mannschaftstraining hinaus zu etwa 100 weiteren Torabschlüssen pro Woche. Ein Stürmer benötigt andere Trainingsreize als ein Innenverteidiger, das berücksichtigen wir. Für seine Entwicklung ist es ganz wichtig, immer wieder in die Situation zu kommen, die er am Wochenende in den Spielen hat – genau dabei wollen wir ihn fördern“, sagt Thomas Krücken. „Bei den individuellen Trainingseinheiten ist Maxi als ein Teil einer kleinen Gruppe an Stürmern immer mit einem Fußballtrainer, einem Videoanalysten und einem Athletiktrainer auf dem Platz, die dann seine Torabschlüsse unter verschiedenen Gesichtspunkten, zum Beispiel unter dem Aspekt Biomechanik, analysieren und mit ihm besprechen.“

Diese individuelle Arbeit war auch ein Punkt für die Wagners, warum sie den VfB als Verein ausgewählt haben. Und auch, weil es mit der Schule gut vereinbar ist. Denn was die jungen Kicker durch die Vormittagseinheiten verpassen, wird am Nachmittag nachgeholt. "Da kommen die Lehrer zu uns und unterrichten uns in kleineren Gruppen", sagt Maxi Wagner. Sein Vater lobt das als "Luxussituation". Während Maxi Wagner in Bayern "nicht der beste Schüler" war, wie er selbst sagt, hat er nun in Stuttgart – auch dank des Wechsels vom G8 zum G9 – bessere Noten. Die braucht's auch, denn der VfB legt viel Wert auf die Schule. "Wenn es in der Schule nicht passt, dann darf man beim VfB auch nicht trainieren", verrät Maxi Wagner. Ihm selbst sei das aber noch nicht passiert.

Schule und Fußball zu kombinieren, ist in Stuttgart gut möglich. Zwei bis drei Tage pro Woche habe er in Summe auch frei, sagt Wagner. Dazu ist der Tag nach dem Training am Abend gegen sieben, halb acht auch beendet. "Das war uns ganz wichtig", sagt Dennis Wagner. Noch zu Regensburger Zeiten sei sein Sohn oft spätabends noch am Lernen gewesen, das sei in Stuttgart anders geregelt. "Maxi ist ja doch noch ein Jugendlicher und da soll er auch mehr im Leben haben als nur Fußball und Schule."


https://www.idowa.de/inhalt.ostbayern-d ... 0d564.html


Und natürlich darf die Einschätzung des Spielers durch die Verantwortlichen beim DFB und VfB nicht fehlen:

Wagner gehört aktuell zum festen Stamm der Nationalmannschaft. Auch beim Länderspiel gegen Tschechien im November in Bogen war er dabei. Für den Niederbayern quasi ein Heimspiel, viele Bekannte waren mit dabei. Und Wagner durfte seine Mannschaft vor über 2.500 Zuschauern als Kapitän aufs Feld führen. "Die Nationalmannschaft vor so vielen Leuten als Kapitän anzuführen, das war ein unglaubliches Gefühl, das werde ich so schnell nicht vergessen", sagt er. Rund ums Spiel in Bogen bekam Wagner auch viel Lob von Nationaltrainer Prus: "Maximilian ist ein extrem schneller Spieler, der sich im Strafraum immer wieder selbst Chancen erarbeitet. Er hat einen guten Abschluss, ein gutes Kopfballspiel, man kann aber auch gut mit ihm kombinieren. Ich finde, dass er sich aktuell auf einem guten Weg befindet."

[...]

„Maxi ist ein guter Eins-gegen-eins-Spieler, der einen sehr guten Drang zum Tor hat und über einen guten Torabschluss verfügt“, sagt Thomas Krücken, der Direktor Sport Nachwuchsleistungszentrum beim VfB Stuttgart. „Er erkennt die Räume sehr gut und bespielt sie super. Er besitzt eine sehr gute physische Basis und ist sehr lernwillig. Wir sind zufrieden mit seiner Entwicklung.“

[...]„Maxi ist fokussiert, lern- und leistungswillig. Wenn er das so beibehält und sich weiter ganz in Ruhe auf die Schule und den Fußball konzentriert, werden weitere Entwicklungsschritte folgen, ihm stehen Türen offen“, sagt Thomas Krücken, „er ist ein sehr interessanter Spieler und kann nächste Saison in unserer U17 ein sehr dominanter Stürmer werden. Wir wollen den nachhaltigen Entwicklungsprozess mit ihm fortsetzen.“
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

de mappes
Spamferkel
Sportdirektoren Schindelmeiser, Hitzlsperger und Krücken die Nachwuchsarbeit im NLZ des VfB Stuttgart sehr attraktiv auch für umworbene externe Spieler umgebaut haben:


woraus schließt man die Beteiligung des fett gedruckten in den folgenden Textpassagen?

Oder anders gefragt: Was hat er im Vergleich zu Dutt umgeworfen oder neu strukturiert?
Don't criticize what you can't understand

fkAS
Benutzeravatar
Halbdaggl
de mappes hat geschrieben:
Sportdirektoren Schindelmeiser, Hitzlsperger und Krücken die Nachwuchsarbeit im NLZ des VfB Stuttgart sehr attraktiv auch für umworbene externe Spieler umgebaut haben:


woraus schließt man die Beteiligung des fett gedruckten in den folgenden Textpassagen?

Oder anders gefragt: Was hat er im Vergleich zu Dutt umgeworfen oder neu strukturiert?

Schätze mal, das sollte Mislintat heißen und es gab kurz ne Störung im Raumzeitkontinuum durch die der Schindelmeiser geschlüpft ist.


CoachingZone
Halbdaggl
Nö. Wer die Jugendarbeit regelmäßig verfolgt, der weiß, dass Schindelmeiser die Zusammenarbeit mit der Kolping-Schule und die veränderten Trainings- und Unterrichtszeiten incl. Lehrer vor Ort am NLZ angestoßen und umgesetzt hat. Und deswegen habe ich diesen Namen erwähnt.

Quelle könnt Ihr Euch selbst heraussuchen, denn bei so blöder Anmache verschwende ich nicht meine Zeit darauf. Gab einige Artikel darüber in der STZ/STN, v.a. weil die damaligen Kooperationsschulen nicht amüsiert waren.
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -

de mappes
Spamferkel
Daraus jetzt zu schließen, wer welchen Anteil an den hoffentlich sich alsbald einstellenden Erfolgen in der Jugend nun Schindelmeiser, Dutt oder Hitz/Mislintat haben, finde ich sehr verkürzt.

Es wurde imo vieles richtige angestoßen aber hauptsächlich seit Hitz das Ruder übernommen hat und das NLZ selbst führte und dann Krücken einstellte.

Ich lese eigentlich recht viel über die Jugend (vieles davon wie du bei TM), aber das Wirken Schindelmeisers ist mir jetzt nicht so präsent.
Kann auch an mir liegen, will ich nicht in Abrede stellen.

Noch wurden auch keine Erfolge sichtbar, man muss abwarten und schauen, dass sämtliche Maßnahmen Früchte tragen (Glück gehört auch immer dazu), aber ich glaube, dass der von Hitz eingeschlagene Weg mit diesen Personalien und Maßnahmen genau der Richtige ist
Don't criticize what you can't understand


CoachingZone
Halbdaggl
Plan B hat geschrieben:Spielt das jetzt eigentlich eine Rolle, wer sich diese Erfolge ans Revers haften darf?
Es ist doch egal ob es Schindeltat oder Mislinmeister waren resp. sind.


Nein spielt es für mich nicht - und war auch nicht die Absicht bei meinem Post.

Leider hat der Mangel an Lesekompetenz und das unstillbare Bedürfnis, die Leistungen von Schindelmeiser in Abrede zu stellen, bei einem bestimmten User zu dem üblichen Beißreflex geführt.

Wer genau lesen kann, wird feststellen, dass es mir mitnichten um eine Diskussion oder Bewertung ging, wer nun welchen Anteil an den hoffentlich sich künftig einstellenden Erfolgen in der Jugendarbeit hat. Sondern dass ich anhand dieses Artikels aufzeigen wollte, dass die Umbauten in der Jugendarbeit aus den letzten zwei, drei Jahren offensichtlich überzeugende Gründe darstellen, um interessante Jugendspieler zu gewinnen. Und dazu gehören eben auch die Veränderungen bei der schulischen Ausbildung, die Schindelmeiser zu verantworten hat. Deswegen die Erwähnung seines Namens.

Aber auch auf diese Replik meinerseits wird besagter User wieder einen mäandernden und relativierenden Kommentar loslassen - so wie heute morgen bei der Diskussion um das gestrige Nations' League-Spiel ja bereits gut zu beobachten war.

#isso #ischso
Wenn du schnell sein willst, geh langsam.

- Chinesisches Sprichwort -