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Goofy
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Granadaseggl
Früher kostete ein Platz in allen Spielen gleich viel. Nur manchmal gab es einen Topzuschlag drauf. Und es gab, soweit ich mich erinnere, einen Vorverkaufsstart für die Vorrunde und einen für die Rückrunde. Und wenn für einen Gegner Topzuschlag ausgeknobelt wurde, und die haben dann total abgekackt, dann gab es Beschwerden, warum man für den schlechten Gegner mehr zahlen soll.

Heute gibt es mehr Dauerkarten. Die Karten werden ein paar Wochen vorher erst verkauft. Und die Preise gehen vermutlich nach eigener Platzierung, nach Spieltag und Uhrzeit, Fanzuspruch der letzten Monate, Tabellenplatz des Gegners, Entfernung zur gegnerischen Stadt, Attraktivität durch Tradition, und wer beim Würfeln gewonnen hat. Oder so ähnlich.

Goofy
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Granadaseggl
Aus einem der Stuttgarter Blätter (im Internet erkennt man ja nicht mehr, welche Zeitung es druckt).

In die Mercedes-Benz-Arena passen 60 449 Besucher. Wann wurde diese Personenzahl beim VfB zuletzt erreicht?

Genau genommen war das Stadion bei Spielen der Weiß-Roten noch nie komplett voll. Dies ist aus Gründen der Sicherheit so. Es können nicht alle Plätze verkauft werden, weil Sicherheitssperren errichtet werden müssen. So wird beispielsweise zwischen dem Fanblock der Gäste und der Gegengerade stets eine Pufferzone eingerichtet, um die Besucher dort etwa vor illegal abgebrannten Feuerwerken oder Krawall zu schützen. In der Sicherheitszone dürfen nur die Ordner mit ihren gelben Leibchen Platz nehmen.

Warum schwankt auch bei ausverkauften Spielen die Besucherzahl?

Das ist abhängig vom jeweiligen Gastverein. Diesem steht laut Statuten der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zehn Prozent des Ticketkontingents zu. Große Clubs wie der FC Bayern bringen ihre Karten locker unter ihre Anhängerschaft. Daher waren am vergangenen Samstag auch Teile der Untertürkheimer Kurve von der Münchner Fanschaft belegt. Der Sicherheits-Korridor wandert dementsprechend weiter Richtung Mitte der Untertürkheimer Kurve. Einige Clubs wie etwa der VfL Wolfsburg haben dagegen Mühe, allein den Gästeblock in der Mercedes-Benz-Arena voll zu bekommen. Weitere Tickets gehen in diesen Fällen an den VfB zurück – und die maximal mögliche Zahl an Besuchern im Stadion schwankt dadurch.

Warum hat das Stuttgarter Stadion dann überhaupt 60 449 Sitzplätze?

Bereiche, die beim Fußball ungenutzt bleiben, sind bei anderen Veranstaltungen – etwa großen Konzerten wie dem von Helene Fischer im Juli – oft sehr begehrt.

Werden immer alle Dauerkarten mitgezählt?

Der VfB ist weiter sehr beliebt. Also hat der Club in diesem Sommer den Verkauf der Dauerkarten bei 33 500 abgesetzten Exemplaren gestoppt. Diese Zahl ist an jedem Spieltag in der offiziellen Zuschauerzahl enthalten. Aber nicht alle Dauerkarten-Besitzer sind immer da. Anders als an einigen anderen Bundesliga-Standorten müssen sie allerdings nicht mindestens zehn Spiele pro Saison im Stadion gewesen sein, um wieder eine Dauerkarte beantragen zu können. Der Rest der Tickets geht bei jedem Spiel abzüglich des Gästekontingents in den Einzelverkauf. Zunächst sind hierbei die VfB-Mitglieder am Zug, ehe der freie Handel startet. Um mit dem Ticketing zu beginnen, muss allerdings erst der jeweilige Spieltag exakt terminiert sein. Dies macht die DFL stets in Blöcken von etwa sechs bis acht Spielen.

Wie wichtig sind die Erlöse durch den Kartenverkauf für den VfB?

Die Stuttgarter nahmen mit dem Verkauf ihrer Logen und Business Seats (12,5 Millionen Euro in 2017 mit einem halben Jahr zweite Liga) fast soviel ein wie mit dem Verkauf der restlichen Tickets (14,8 Millionen in 2017). Dies machte 24 Prozent des Gesamtumsatzes aus. In reinen Erstligajahren wie 2018 ist der Prozentsatz aber noch geringer.

exmatthes
Granadaseggl
trotzdem seltsam.
über die hp vom vfb ist das Stadion verlinkt: "bei ligabetrieb 60449".
meinend ja wohl die Bundesliga, und eben nicht irgendwelche Konzerte oder sonstige Veranstaltungen (daß bei Konzerten, je nach Bühnengröße, Bestuhlung oder nicht im Innenraum etc. die Kapazität höchst variabel ist, ist ja sowieso klar).
anderswo scheint's anders zu sein. habe jedenfalls bei den Beispielen schalke, hsv und köln bei ausverkauften spielen keine derartigen Abweichungen der tatsächlichen zusachauerzahlen zur offiziellen Kapazität gefunden.

sehr lang liegt der umbau und damit die Ermittlung der kapa in stgt ja nun noch nicht zurück (2011).
man sollte annehmen dürfen, daß damals alle Sicherheitsfragen berücksichtigt worden sind - von seither zusätzlich verordneten sicherheitspuffern weiß man (ich) nichts (habe niemals davon gehört und konnte einschlägig auch nichts eruieren).
diese hätten, falls doch erfolgt, ja auch in der aktuell kommunizierzen max. Kapazität ihren niederschlag finden müssen.

BlauesTrikot
Granadaseggl
Und ich habe habe gemeint, dass läge an der Ausdehnung des Stadions (im Sommer durch die Hitze größer und im Winter durch die Kälte kleiner) ;)

Ernsthaft.
Wenn bestimmt Sitzreihen oder gar Blöcke freigehalten werden müssen, wäre das ein Planungsfehler.
Und das Argument, dass bestimmte Sitzreihen wegen illegal abgebrannter Feuerwerkskörper freigehalten werden müssen ist deshalb hanebüchen, da Feuerwerkskörper da einschlagen , wo sie wollen.

Plan B
Granadaseggl
BlauesTrikot hat geschrieben:Und ich habe habe gemeint, dass läge an der Ausdehnung des Stadions (im Sommer durch die Hitze größer und im Winter durch die Kälte kleiner) ;)

...


Die Zuschauer werden auch dicker oder dünner je nach Jahreszeit. ;)
Meine Muttersprachen sind Ironisch, Sarkastisch und Zynisch.

BlauesTrikot
Granadaseggl
Plan B hat geschrieben:
BlauesTrikot hat geschrieben:Und ich habe habe gemeint, dass läge an der Ausdehnung des Stadions (im Sommer durch die Hitze größer und im Winter durch die Kälte kleiner) ;)

...


Die Zuschauer werden auch dicker oder dünner je nach Jahreszeit. ;)



Deshalb findet bei uns auch immer eine Weihnachtspause statt :mrgreen:


Goofy
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Granadaseggl
exmatthes hat geschrieben:trotzdem seltsam.
über die hp vom vfb ist das Stadion verlinkt: "bei ligabetrieb 60449".
meinend ja wohl die Bundesliga, und eben nicht irgendwelche Konzerte oder sonstige Veranstaltungen (daß bei Konzerten, je nach Bühnengröße, Bestuhlung oder nicht im Innenraum etc. die Kapazität höchst variabel ist, ist ja sowieso klar).
anderswo scheint's anders zu sein. habe jedenfalls bei den Beispielen schalke, hsv und köln bei ausverkauften spielen keine derartigen Abweichungen der tatsächlichen zusachauerzahlen zur offiziellen Kapazität gefunden.

sehr lang liegt der umbau und damit die Ermittlung der kapa in stgt ja nun noch nicht zurück (2011).
man sollte annehmen dürfen, daß damals alle Sicherheitsfragen berücksichtigt worden sind - von seither zusätzlich verordneten sicherheitspuffern weiß man (ich) nichts (habe niemals davon gehört und konnte einschlägig auch nichts eruieren).
diese hätten, falls doch erfolgt, ja auch in der aktuell kommunizierzen max. Kapazität ihren niederschlag finden müssen.


Der Gästeblock ist wohl kleiner als die vorgeschriebenen 6000 Leute. Sah man ja gegen den KSC letztes Jahr, mehr als 6000 haben die bestimmt nicht bekommen, trotzdem hat der Block nicht ausgereicht. Da haben sie die Sicherheitslage gleich so eingeschätzt, dass sie einen zusätzlichen Zaun in der Untertürkheimer Kurve gebaut haben.
Die 10% passen in den Käfig nicht rein. Wenn der Käfig nicht ausreicht, werden Karten ausserhalb an die Gäste verkauft. Und dann kommt es drauf an, wer das ist und wie die Lage eingeschätzt wird. Wäre der Gästeblock größer, wären eben dort öfter Plätze frei. Auch nicht optimal.
Vielleicht haben andere etwas variablere Gästebereiche? Oder sie geben einfach immer die gleiche Zuschauerzahl an - beim VfB waren es eine Zeit lang ja auch immer 60 000.

Vielleicht, wenn völlig harmlose Gästefans kommen, und es genau passt, dass sie sich genau in den Zaun einsortieren, dann wären es vielleicht mal 60 449.