Ich bin noch nicht ganz einig mit mir, wie ich das jetzt eigentlich finde, aber die Tendenz geht in Richtung Befürwortung. 11 Punkte aus den letzten 10 Spielen und die ominöse "Entwicklung" war zuletzt auch nur noch in negativer Hinsicht erkennbar.
Der VfB hat mit Walter bekommen, was er vor der Saison bestellt hat. Interessant finde ich dabei aber:
Am Anfang war das alles (ergebnistechnisch) durchaus erfolgreich. Dann kamen die ersten Dellen und Walter modifizierte (auf Druck von oben? Von außen? Aus eigener Überzeugung?) seinen proklamierten Stil hier und da ein wenig und damit wurden die Dellen größer statt kleiner. Und zwar je länger Walter mit der Mannschaft arbeitete, desto größer! Für oder gegen wen spricht das dann?
Negativer Höhepunkt dieser "Entwicklung" war dann die erste Halbzeit in Hannover - und das im Wissen der Mannschaft um die Trainerdiskussion! Man kann da auch eine Art Statement reininterpretieren - Walter dagegen meinte sinngemäß, seine Jungs wären mit dem Druck nicht klargekommen, weil sie ihn so sehr lieben. Hm.
Wie gut sollen die dann erst mit dem Aufstiegsdruck klarkommen oder lieben sie den Aufstieg nicht so sehr wie den Trainer? Was, wenn sie den Neuen nicht lieben? Spielen sie dann besser, weil der Druck weg ist?
Wobei: Das sind Profis! Heißt, die spielen nicht für den Trainer, nicht für den Verein, nicht für den Auf- oder gegen den Abstieg, sondern für sich selbst und ihre persönliche Karriere. Mal schauen, was sich im Verlauf der Winterpause noch so alles im Kader tut...
Auf die Social Media Statements von einzelnen Spielern gebe ich nicht viel und dennoch sind sie halt das einzige, was man aus der Außensicht vom (vermeintlichen) Innenleben mitbekommt. Man wird aber wohl davon ausgehen können, dass im Rahmen der Entscheidungsfindung auch Meinungen von Spielern mit bewertet wurden, wie es um das Binnenklima bestellt ist, inwieweit bei der Mannschaft das Vertrauen in den Weg des Trainers noch in ausreichendem Maß vorhanden ist, etc. .
Dann noch der Abgleich von Walters Vorrundenanalyse mit der von Hitz und Mislintat und unterm Strich war dann zumindest das Vertrauen der sportlich Verantwortlichen nicht mehr zur Genüge vorhanden.
Man hat sich die Entscheidung allem Anschein nach nicht leicht gemacht, kam aber unter dem Strich zu diesem Ergebnis, weshalb ich dazu neige, es für richtig zu halten.
Schade ist es trotzdem, aber vollumfänglich beurteilen kann man den Trainerwechsel erst, wenn der Neue nicht nur da ist, sondern auch die komplette Rückrunde mit der Mannschaft bestritten hat. Falls er so lange im Amt bleibt... aber regelmäßige Trainerwechsel sind ja auch eine Form von Konstanz.
Tim to say Good Bye! Der Trainer ist weg, es lebe der Trainer, von daher.
Bis der Nachfolger bekannt gegeben wird, erst mal Frohe Weihnachten nach Bruchsal und natürlich auch an den
Drecksladen.

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