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flux
@NiceWeather: Es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Nämlich die Entscheidung (besser: die Bewertung), ob eine Schiedsrichterfehlentscheidung "klar und schwerwiegend" war, demjenigen zu überlassen, der von ihr benachteiligt wurde.

Das ist zeitlich nicht machbar, und ich bin absolut dagegen, den Trainern irgendwas aufzuhalsen: Challenges finde ich deswegen auch schlecht – du hast vier Schiedsrichter anwesend, plus die im Keller, die müssen in der Lage sein, ein Spiel zu leiten. Herrgottzack nochmal.

flux
Diese Challenges müssen natürlich verbunden mit dem Verwirken dieser Möglichkeit, wenn eine angeprangerte Fehlentscheidung gar keine war. Dann reduziert sich die Inanspruchnahme ganz automatisch auf die wenigen Fälle, in denen die Fehlentscheidung wirklich klar war. Und man halst damit den Trainern nichts auf. Sie haben nur die Möglichkeit, berechtigten Ärger über Schiedsrichterentscheidungen während des Spiels zu äußern und nicht ersta danach, wenn es zu spät ist.

higgi
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Grasdaggl
Also eine Prüferübereinstimmung mit attributiven Daten
50 Szenen
42 Schiris (1. + 2. BL)
3 Wiederholungen

=6300 Prüfungen

Eine VAR Prüfung dauert im Schnitt 79 Sekunden, somit dauert die ganze Aktion also 8295 Minuten = 138 Stunden = 5,7 Tage
Wenn man die Schiris das 8 Stunden lang machen lässt, vorausgesetzt die können sich überhaupt 8 Stunden lang konzentrieren, dann könnte man das in 17 Tagen geschult haben.

Do it
von daher

Tifferette
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Grasdaggl
Die bekommen alle genau das Gleiche gezeigt, und zwar gleichzeitig. Das kann sogar ein fucking Video sein, in dem sie mal kurz zurückspulen können. Und alle anderthalb Minuten muss man "ja" oder "Nein" ankreuzen. 15 Personen in einem Raum. 2x anderthalb Stunden mit Pause. Danach Mittagspause und Diskussion.

Alles ganz low key.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

higgi
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Grasdaggl
Wenn man das nach Lehrbuch machen will müssen die Schiris das unabhängig und unvoreingenommen machen.
Also mit Kopfhörer in einer eigenen kleinen Kabine oder wenigstens Leitz Ordner dazwischen
von daher



Wundermann
Granadaseggl
Da wären wir wieder bei der Realspielzeit mit angehaltener Uhr. Das wäre im Profibereich leicht umzusetzen. Dazu wäre damit auch die Zeitschinderei erledigt.

de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:Es geht gar nicht um die Technik, die Technik funktioniert. Es geht um den haarsträubenden Unfug, dass die Videoten eine Fehlentscheidung sehen (bestenfalls bis jedenfalls) und dann nicht eingreifen, weil es diese idiotische Hilfsregelung mit “klar und offensichtlich” gibt. Weil man sonst 15 Minuten nachspielen müsste. Während die Leute zuhause das ja auch sehen können. Dann hocke ich da und denke “ja gut, diese Fehlentscheidung war jetzt eine Fehlentscheidung, aber laut Regel nicht klar und offensichtlich” – das hat ja mit Fußballgenuss nix zu tun, das ist totaler Scheißdreck.


Es ist schon richtig, einigermaßen unbestimmte Begriffe wie eben "klar und offensichtlich" zu verwenden. Nur muss man sicherstellen, dass es dann einheitlich gehandhabt wird (vor Gericht ist das ganz genauso). Eigentlich (!) wäre das sehr einfach lösbar gewesen: Vor Einführung des VAR müssen alle Bundesligaschiris eine besondere Schulung durchlaufen und dort in schneller Folge (zB 2x45 Minuten lang, harhar) Szenen bewerten. Sie haben nur 15 Sekunden Zeit, das zu tun. Die Frage ist lediglich, auf Grundlage der Schulung davor: ist das jetzt klar und offensichtlich oder nicht? Und danach wird verglichen und diskutiert.

Wer zu weit vom Mittelwert abweicht, durchläuft es noch mal. Nicht als Strafe, sondern "nur" zur Übung.

Zack, Bumm, da haste nach kürzester Zeit ein ganz hohes Level an Vergleichbarkeit drin. Hat man aber nicht gemacht. Vielmehr hat jeder Schiri irgendwie nach Gutsherrenart entschieden und das Chaos war perfekt. Vorhersehbarer Mist. Ein etwas schlaueres Vorgehen hätte zwar nicht alle, aber sehr viele Probleme des VAR gelöst bzw. von vornherein vermieden.


Ich weiß nicht ob sie sowas gemacht haben, aber offenbar nicht, ja
Und es wäre wirklich naheliegend, derartige Seminare abzuhalten
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de mappes
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Spamferkel
flux hat geschrieben:Diese Challenges müssen natürlich verbunden mit dem Verwirken dieser Möglichkeit, wenn eine angeprangerte Fehlentscheidung gar keine war. Dann reduziert sich die Inanspruchnahme ganz automatisch auf die wenigen Fälle, in denen die Fehlentscheidung wirklich klar war. Und man halst damit den Trainern nichts auf. Sie haben nur die Möglichkeit, berechtigten Ärger über Schiedsrichterentscheidungen während des Spiels zu äußern und nicht ersta danach, wenn es zu spät ist.


Dann besprechen das die Trainer Teams untereinander länger und strategisch, finde ich nicht so gut gelöst
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Down Under
Lombaseggl
Was ich nicht verstehe, warum die jeweilige Szene nicht im Stadion gezeigt wird. Dann wüssten wenigstens die Zuschauer, was da gerade überhaupt überprüft wird. So hockt man als Zuschauer im Stadion minutenlang ahnungslos da, ob man nun jubeln darf oder nicht bzw. was überhaupt gerade Phase ist.

flux
de mappes hat geschrieben:Dann besprechen das die Trainer Teams untereinander länger und strategisch, finde ich nicht so gut gelöst

Was besprechen welche Trainerteams? Ob sie eine Überprüfung fordern sollen? Sollen sie doch, Spiel läuft weiter. Und freilich kann nach einer festgesetzten Frist (z.B. 30 Sek.) keine Schiedsrichterfehlentscheidung bzw. Spielereignis mehr in Frage gestellt werden. Wär ja doof sonst.

Wundermann hat geschrieben:Da wären wir wieder bei der Realspielzeit mit angehaltener Uhr. Das wäre im Profibereich leicht umzusetzen. Dazu wäre damit auch die Zeitschinderei erledigt.

Das wäre eine andere Sportart.

de mappes
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Spamferkel
flux hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:Dann besprechen das die Trainer Teams untereinander länger und strategisch, finde ich nicht so gut gelöst

Was besprechen welche Trainerteams? Ob sie eine Überprüfung fordern sollen? Sollen sie doch, Spiel läuft weiter. Und freilich kann nach einer festgesetzten Frist (z.B. 30 Sek.) keine Schiedsrichterfehlentscheidung bzw. Spielereignis mehr in Frage gestellt werden. Wär ja doof sonst.


Find ich nicht überzeugend, tut mir leid :cry:

Ich wäre sowieso dafür, einfach alles ordentlich zu nutzen, wie es zur Verfügung steht
Glaube das ist möglich
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Tamasi
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Allmachtsbachel
In der NFL funktioniert das mit den Challenges.

Und wenn die Schiris nach Ansicht trotzdem bei ihrer Meinung bleiben, dann...

...

...

...

... dann geht's halt weiter.

flux
de mappes hat geschrieben:
Find ich nicht überzeugend, tut mir leid :cry:


Kannst du noch irgendwelche Argumente für deine Sichtweise nachliefern? Oder wenigstens meine Frage beantworten, was denn von welchen Trainerteams besprochen würde?

Tamasi hat geschrieben:In der NFL funktioniert das mit den Challenges.

Da wird ja auch immer nur drei Sekunden am Stück gespielt, der Rest ist Werbung und jede Menge Getue. Da ist genug Zeit für Challenges.

Wie stellt man sich das denn vor? Wieviel Zeit hat ein Trainer, um was anzufechten, während das Spiel vielleicht schon weiterläuft? Schmeißt der ein Fähnchen rein und darf dann noch entscheiden, ob er wirklich challengen will oder vielleicht doch nicht? Völlig unpraktikabel.

flux
Nice Weather hat geschrieben:Wie stellt man sich das denn vor? Wieviel Zeit hat ein Trainer, um was anzufechten, während das Spiel vielleicht schon weiterläuft?

30 Sekunden wären angemessen. Es geht ja um die Situation, bei denen die gesamte Trainerbank normalerweise sofort wie von der Tarantel gestochen aufspringt. Ein kurzer Blick auf das Laptop muss dann genügen für den, der eine klare Fehlentscheidung erkannt haben will.
Nice Weather hat geschrieben:Schmeißt der ein Fähnchen rein und darf dann noch entscheiden, ob er wirklich challengen will oder vielleicht doch nicht?

Nein, es geht ja darum, die klaren Fehlentscheidungen heraus zu filtern. Eine Challenge, die man wieder zurück ziehen kann, wenn der erste Ärger über die vermeintliche Fehlentscheidung verraucht ist, wäre da kontraproduktiv.
Nice Weather hat geschrieben:Völlig unpraktikabel.

Ließe sich alles völlig praktikabel regeln.

higgi
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Grasdaggl
Das Fähnchen schmeißt eh nicht der Trainer, sondern ein Vereinsvertreter der ebenfalls vor dem Bildschrim hockt und über Funk mit dem Trainer verbunden ist.
Der signalisiert dem Trainer dann ob die Challange Aussicht auf Erfolg hat oder net
von daher

de mappes
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Spamferkel
flux hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:
Find ich nicht überzeugend, tut mir leid :cry:


Kannst du noch irgendwelche Argumente für deine Sichtweise nachliefern? Oder wenigstens meine Frage beantworten, was denn von welchen Trainerteams besprochen würde?


Klar
Also hab ja mehr geschrieben als diesen Satz vorneweg

Und zur Frage: du meintest ja man kann die challenge ggfs nur einmal einsetzen, wenn sie verwirkt ist durch nicht-Berechtigung
Also müsste man nochmal drüber gucken und dann drüber reden, weil es ja nochmal dazu kommen könnte
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flux
de mappes hat geschrieben: mappes"]
Und zur Frage: du meintest ja man kann die challenge ggfs nur einmal einsetzen, wenn sie verwirkt ist durch nicht-Berechtigung
Also müsste man nochmal drüber gucken und dann drüber reden, weil es ja nochmal dazu kommen könnte

Über was müsste man "nochmal reden"? Eine Challenge war nicht erfolgreich, weil der VAR festgestellt hat, dass gar keine Fehlentscheidung vorlag. Damit erlischt die Möglichkeit einer weiteren Challenge für den Rest des Spiels. Über was müsste man da jetzt nochmal drüber gucken oder drüber reden? Und zu was soll es "nochmal kommen"?