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Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai
Unter Westfalen hat geschrieben:0:1
Spielgerät hat geschrieben:Gegenspieler müssen vor Dominik Kohr beschützt werden
Der Mainzer Verteidiger nennt sich neckisch „HardKohr“ und nimmt für seine Spielweise Verletzungen seiner Gegner in Kauf. Dass er das kann, liegt auch an den Schiedsrichtern.
Kommentar von Thomas Hürner, Hamburg
Zweikämpfe können und sollen keine vergnügliche Angelegenheit sein, das gilt selbstverständlich auch für Zweikämpfe mit dem Mainzer Dominik Kohr. Denn der Defensivmann hat alles, was Angreifer hassen: Der 30-Jährige ist unnachgiebig, energiegeladen, willensstark. Er hat sich in Sonderschichten einen derart stählernen Körper antrainiert, dass sogar bekannte Bodybuilder unter seinen Social-Media-Schnappschüssen aus dem Fitnessstudio anmerken, wie „stabil” er aussehe. Und Kohr lässt seine Mitspieler nie hängen, während seine Gegenspieler schon mal blaue Flecken kassieren.
Es ist allgemein betrachtet keine Geschmacksache, sondern total okay, wenn Profifußballer einen bedrohlichen Eindruck erwecken. Nicht okay dagegen ist es, wenn Fußballer für andere Fußballer zur Bedrohung werden.
Am vergangenen Wochenende hat Kohr die Grenzen des respektvollen Betragens mindestens ausgereizt, eher hat er sie sogar deutlich übertreten. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Kohr hat den St. Pauli-Angreifer Elias Saad am Samstag aus dem Hamburger Millerntorstadion getreten, in der 88. Minute, beim Stand von 3:0 für Mainz, dem Augenschein nach mit voller Absicht. Wie ein entgleister Güterzug rauschte er auf den an der Seitenlinie dribbelnden Saad heran, mit gestrecktem Fuß und ohne Rücksicht – zu einer anderen Einschätzung kann bei Durchsicht der Bilder kaum jemand kommen. Für seinen Kontrahenten hatte die Sprunggrätsche, wie am Montag bekannt wurde, eine Bänderverletzung zur Folge, er wird wahrscheinlich bis in die Adventszeit ausfallen.
Kohr einfach nur niedere Beweggründe zu unterstellen, wäre nun ein Leichtes, aber andererseits ist es auch so: In seiner Strafakte hat sich in den vergangenen Monaten derart viel belastendes Material angesammelt, dass man nur schwer vom wohlwollenden Gegenteil ausgehen kann. Im Spiel gegen Heidenheim fasste er einem Gegenspieler in den Schritt. Im Spiel gegen Augsburg wischte er einem Gegenspieler mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Für beide Aktionen, eigentlich klare rote Karten, wurde Kohr nicht vom Platz gestellt. Stattdessen hat er sich fünf gelbe Karten in sechs Spielen und somit die früheste Gelbsperre der Bundesliga-Geschichte eingehandelt.
Das führt auch direkt zu den (Mit-)Schuldigen daran, dass Kohr, der sich in den sozialen Netzwerken stolz als „HardKohr“ präsentiert, mit vergleichsweise milden Strafen davonkommt. Da ist eine Medienöffentlichkeit, vor allem im Fernsehen, die lustig intonierte Vorberichte dazu verfertigt, wann Kohr wohl endlich die Karrierekartenrekorde von David Jarolim, Bernd Hollerbach und Stefan Effenberg knackt. Da ist die deutsche Schiedsrichtergilde, die wissen sollte, mit wem sie es zu tun hat – die aber zu oft auf angemessene Sanktionen verzichtet und darin auch noch permanent vom DFB-Schiedsrichtersprecher Alexander Feuerherdt verteidigt wird, obwohl das Einräumen von Fehlurteilen langfristig die Urteilskraft erhöhen könnte. Und da ist natürlich Kohr selbst, der seine harte Gangart mittlerweile als eine Art Imagepflege zu betreiben scheint.
„Es geht auch darum, Spieler zu schützen“, kritisierte St. Pauli-Coach Alexander Blessin am Samstag: „Das Gefühl hatte ich da nicht.“ Elias Saad dürfte das ähnlich sehen.
Unter Westfalen hat geschrieben:Unter Westfalen hat geschrieben:0:1
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Unter Westfalen hat geschrieben:Wieso?
4 Mio für einen Weltklassetorhüter ist doch ok.
Aleksiander hat geschrieben:Freiburg still und leise auf Platz 2. Die machen mit Ihren Trainern wohl doch ne ganze Menge richtig.
Aleksiander hat geschrieben:Freiburg still und leise auf Platz 2. Die machen mit Ihren Trainern wohl doch ne ganze Menge richtig.
Nice Weather hat geschrieben:
Trotzdem meinetwegen eine Aufsteiger-Geschichte: die kaufen deinen Spieler und verhauen dich mit dem. Trotzdem trotzdem: haben die Dortmunder auch nicht geschafft. Von daher.