ich denke, er hat recht:
Deutlicher wurde Heidel in Bezug auf die Gefahr eines Bundesliga-Ausverkaufs durch die Premier League. Dort garantiert der neue TV-Vertrag knapp sieben Milliarden Euro von 2016 bis 2019, alleine aus der Inlandsvermarktung. "Ich kann die Panikmache gegen England nicht nachvollziehen." Gerade die großen britischen Klubs seien nicht auf das TV-Geld angewiesen. "Der Scheich, dem Manchester City gehört, lacht sich doch über diese Summen kaputt. Kevin De Bruyne wäre auch ohne den neuen TV-Vertrag zuManchester City gegangen."
Im Zentrum von Heidels Rechnung: Die Gehaltsliste
Die Mittelklasseklubs dagegen hätten durch die Fernsehgelder neue Möglichkeiten - auch das verunsichert Heidel nicht. An einen solchen Mittelklasse-Klub, namentlich Leicester City, hatte er im Sommer zwar für zehn Millionen Euro seinen Topstürmer Shinji Okazaki (29) verloren. Doch für einen Bruchteil dieses Geldes, 2,8 Millionen Euro, holte er mit Yoshinori Muto (23) einen deutlich jüngeren Offensivmann. "Die Engländer stecken das meiste in die Gehälter. Und da werden sie ihr blaues Wunder erleben."
Was der Mainzer Macher meint: Auch die Bankspieler auf der Insel sind extrem teuer. "Niemand außerhalb Englands wird das Gehalt von Shinji Okazaki bezahlen." Der Japaner steht aber in Leicester noch drei Jahre auf der Gehaltsliste. Entsprechend schwer sei es im Umkehrschluss für die finanziell nun betuchten Klubs der Premier League, Reservisten von ebendieser zu bekommen. Und hohe Gehälter für aufgeblähte Kader, so Heidels Rechnung im Wesentlichen zusammengefasst, fressen auf Sicht einen großen Teil des TV-Geldes auf.
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