Frank N Furter hat geschrieben:Und darauf ebenfalls "nochmal": der aktuelle Fall zeigt doch überdeutlich, dass die Idee einer "klaren Fehlentscheidung" jedesmal völlig kontrovers diskutiert wird - hier und in den entsprechenden Sportmedien. Sie existiert einfach so gut wie gar nicht, diese "klare Fehlentscheidung". ....
Ein gewisser Interpretationsspielraum besteht immer. Dennoch kann man mit mehr Informationen zu besseren Entscheidungen kommen. Es muss halt am Ende praktikabel sein. Bei der roten Karte gegen Freiburg würde auch die überwiegende Mehrheit sagen, dass weiterspielen lassen eine klare Fehlentscheidung war. Einige, weil sie ein Foul von Ginczek sehen, die meisten, weil sie ein absichtliches Handspiel sehen und einige, weil sie Handspiel plus Vereitlung einer Torchance sehen.
Es gibt aber auch eine Reihe anderer Entscheidungen, wie bspw. den Elfer gegen Frankfurt zurückzunehmen, weil das Foul vor dem Strafraum stattfand. Und so gibt es durchaus eine ganze Reihe von strittigen und folgenschweren Entscheidungen, die mit Videoansicht aufgelöst werden können. Nicht nur, weil man die Szene in Zeitlupe sieht, sondern auch, weil man verschiedene Perspektiven hat, während der Feldschiri halt auf eine beschränkt ist. Daher, so lange es praktikabel ist: pro Videobeweis.
Dass es noch den positiven Nebeneffekt gibt, dass versteckte Fouls oder krasse Schwalben nicht mehr vorkommen, kann sein. Überprüfen kann man das schwer, aber ich meine schon, dass sich Ex-Spieler in der Hinsicht geäußert haben. Da hatte aber wohl schon das "Shaming", wenn man von einer Kamera entdeckt wurde Effekte oder die Option nachträgliche Bestrafung. Da finde ich den Videobeweis v.a. von Vorteil, weil dann die betroffene Mannschaft im aktuellen Spiel profitieren kann und nicht wie bei einer nachträglichen Sperre vor allem die späteren Gegner profitieren.
@mathes:
guter Beitrag
Zuletzt geändert von fkAS am 2. November 2017 13:48, insgesamt 1-mal geändert.


