Vermutlich hat es harte finanzielle Konsequenzen, wenn die DFL selber die Spiele absagt, nur so kann ich mir ein derartig unvernünftiges Verhalten erklären.
Noch viel unverantwortlicher finde ich es, dass Clubverantwortliche eines Teams, deren Spieler in den letzten zwei Wochen Kontakt mit einem ausländischen Team hatten, das jetzt in Quarantäne steht, nun darauf pochen, dass man erst den ersten erkrankten Spieler in der 1. Liga abwarte, bevor man einen Spieltag absage.
Der zweite Fall in Hannover und der aktuelle Fall in Nürnberg wurden übrigens nur durch Zufall entdeckt, weil man die Mannschaften, die vergangenes Wochenende gegeneinander angetreten waren, aufgrund des ersten Falls in Hannover sicherheitshalber durchchecken ließ
Wenigstens
eine Stadt in Deutschland hat den Mut, ein Fußballspiel der 1. Bundesliga abzusagen
Während die DFL weiterhin an der Durchführung des 26. Spieltags festhält, hat die Stadt Bremen nun konsequent die Reißleine gezogen und die Partie am Montagabend zwischen dem SV Werder und Bayer Leverkusen (20.30 Uhr) abgesagt. Sie ist damit die vorerst erste Bundesliga-Begegnung, die wegen des Coronavirus nicht stattfindet. Die Stadt Bremen hatte trotz des vorgesehenen Geisterspiels mindestens 2000 bis 3000 Menschen rund ums Weserstadion erwartet und daher diese Entscheidung getroffen.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -