Hasenrupfer hat geschrieben:Unter Westfalen hat geschrieben:Für mich hat das, was heute gewissermaßen kulminiert ist, nichts mit der Kommerzialisierung zu tun. Es ist die Verrohung der Sprache, die ich beanstande. Insofern sehe ich keinen Unterschied zwischen dem, was sich in den Arenen abspielt oder auf der Straße, im Internet oder im politischen Diskurs.
Wenn es richtig ist, was Du schreibst, so haben heute die Spieler beider Mannschaften auf "alltägliche Beleidigungen" reagiert. Warum wohl? Für mich war das ein immens wichtiges Zeichen. Die Spieler, oft als geldgeil, uninteressiert und flachgeföhnt beschrieben, haben meine volle Anerkennung und meinen Respekt.
Ach, ich will dir da grundsätzlich gar nicht widersprechen wollen, sondern vieleher auch die andere Seite nahebringen.
Hasi
Das ist schon ok.
Bei den Spielen, die ich live gesehen habe, vor allem die Auswärtsspiele, war ich sehr angetan von unseren Fans. Das ist eine eigene Kultur, die man auch nicht mit allgemeinen Maßstäben messen kann oder sollte. Ich habe auch immer gerne den Blog von Ute gelesen, auch wenn die Fotos nahezu austauschbar waren. Aber sie hat schon sehr deutlich das besondere Gefühl, die Emotionen, die entstandenen Freundschaften geschildert. Einige User hier haben sie ja ziemlich herablassend bewertet. Nun gut.
Aber das Thema, das jetzt hochgekocht ist, hat damit nichts zu tun. Man kann da gerne anderer Meinung sein, aber dann bin ich halt der falsche Diskussionspartner.
Man kann nicht das, was auf den Rängen passiert, von dem trennen, was auf der Straße, im Internet und in unseren Volksvertretungen passiert, seitdem die AFD dort hineingespült worden ist. Nach dem Mord an Lübcke, nach Halle, Thüringen und Hanau kann man auch nicht mehr wegsehen, wenn Personen des öffentlichen Lebens unter der Gürtellinie beschimpft und bedroht werden.
Dietmar Hopp als Sinnbild der "Kommerzialisierung des Fußballs" hinzustellen? Ich weiß nicht. Da könnte man national oder international doch eine Reihe von anderen Namen nennen. Und die User hier, die ihn in diese Ecke schieben wollen, hätten ihm schon längst die Füße geküsst, wären seine Millionen dem VFB zugeflossen.
Und jetzt das Opfer von Schmähungen zum Täter machen zu wollen, ist schon grenzdebil.
Du weißt, dass ich Dich damit nicht meine.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai