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Tifferette
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Halbdaggl
CoachingZone hat geschrieben:Z.B. dass die russischen Biathletinnen unter dem erklärten Doping-Gegner Pichler als Trainer meinten, dass sie noch nie so viel und intensiv trainiert hätten.


Stimmt, ich erinnere mich. Die hatten dort dann ja zwei Trainingsgruppen (so wie Hoffenheim, harhar), die strikt voneinander getrennt waren. Ich habe mich auch schon mal gefragt, wie der Riggö Groß da ins Bild passt.
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'


CoachingZone
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:
Z.B. dass die russischen Biathletinnen unter dem erklärten Doping-Gegner Pichler als Trainer meinten, dass sie noch nie so viel und intensiv trainiert hätten.


Stimmt, ich erinnere mich. Die hatten dort dann ja zwei Trainingsgruppen (so wie Hoffenheim, harhar), die strikt voneinander getrennt waren. Ich habe mich auch schon mal gefragt, wie der Riggö Groß da ins Bild passt.


Der trainiert ja die russischen Biathlon-Männer, bei denen gibt es qua natura schon mal eine größere Menge körpereigenes Testosteron im Blut.

Spaß beiseite - RG war ja bei der letzten WM in Vilshofen ganz schön angefressen (hat es aber tapfer hinuntergeschluckt), weil man von sportpolitischer Seite über ihn hinweg doch den nach einer Dopingsperre gerade eben wieder startberechtigten Loginov für die Mixed-Staffel nominiert hatte.

Wer sich schon nicht mehr erinnert, was dann passierte:


CoachingZone
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:
CoachingZone hat geschrieben:Hinzu kommt die Schwierigkeit bei Studien zur Lebenszeit, dass man nie ausschließen kann, dass da noch andere Faktoren wichtig sind und das Ergebnis beeinflussen, die man vielleicht noch gar nicht kennt.


Eben deshalb, wie nun bereits mehrfach erwähnt, habe ich ja noch die quasi alle Faktoren umschließende Langzeitbetrachtung verlinkt:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?te ... (1947-2012).


Der Link tut nicht. Würde nämlich gerne wissen, welche Vergleichsgruppe dabei untersucht wurde. Dann kann ich auch antworten.


Frank N Furter
Lombaseggl
knaust hat geschrieben:Und trotzdem ist IMHO die Studie kaum geeignet, eine Aussage zur Gefährlichkeit von Doping Substanzen zu treffen.


So verhält es sich ja auch nicht. Es verhält sich so:
1. Wenn ich eine Substanz auf die Doping-Liste stellen will, müsste ja unter vernünftigen Leuten erstmal eine Art positiv Beweis vorgelegt werden, der belegt, dass diese Substanz a) leistungssteigernd und b) gesundheitsschädlich ist.
2. Da es aber wie unter 1) geschildert leider nicht abläuft - nämlich vernünftig - müssen jetzt Leute hergehen und an einem sehr prominenten Beispiel - hier EPO - aufzeigen, dass die Methode die zur Erstellung der Dopingliste der WADA führt zweifelhaft ist.

Es wäre in der Dopingdiskussion super, wenn alle Teilnehmenden, unabhängig von Alter, Hautfarbe, Geschlecht und Behinderung sich auf diese obige Prämisse der "reinen Vernunft" verbindlich einlassen würden. Da wären Sie nämlich schon ziemlich geholfen. :lol:


Something completely different: Vor einigen Tagen geisterten ja erneut, die Ergebnisse der Studie von Ulrich und Pope durch die Medien. Heute auf IdW auch in einer deutschprachigen Version, samt ein bisschen Hintergrundinformation über die frühe Streuung der Studienergebnisse:
https://idw-online.de/de/news679990
Original-Studie: https://link.springer.com/article/10.10 ... 017-0765-4 (Download full Text, rechts)

Erstaunliich ist an dieser Studie nicht nur die hohe Diskrepanz zwischen der Quote an Dopingtests, die zu einem Positiv-Befund führen (individuell irgendwo zwischen 0,5-4%) und der Quote derer die zugeben tatsächlich zu dopen (30-45%) in der Ulrich&Pope-Quote. Nicht nur dass man daraus befürchten muss, dass Dopingtests nur einen Bruchteil der Dopingsünder überführen, falls man gewillt ist weiterhin zu glauben, es sei überhaupt eine Sünde.....noch interessanter finde zumindest ich, dass sagenhafte 90% der Sportler bereit waren an der anonymen Umfrage teilzunehmen. Ich will das jetzt nicht einen "Hilfeschrei" nennen, doch die Motivation der Öffentlichkeit zu sagen, wie verbreitet Doping ist und wie schlecht die Dopingtests das dokumentieren, kann ich mir nur so erklären, dass die Sportler selbst eine Motivation haben auf die schlechte Situation aufmerksam zu machen (ich muss es hoffentlich nicht ausformulieren.....) ....


Frank N Furter
Lombaseggl
https://idw-online.de/de/news680254

Bin mal gespannt, ob es jetzt nur einen Sturm im Wasserglas gibt nach obig verlinkter Studie, oder ob jetzt wenigstens mal politischer Druck auf die NADAs und die WADA ausgeübt wird. Die Rohre der Kanonen derer, denen die lasche Haltung der nationalen Verbände schon die ganze Zeit auf den Senkel geht, scheinen jedenfalls poliert und mit ziemlich dicken Geschossen befüllt. Bin gespannt, ob da jetzt konzertiert angegriffen wird oder ob sich der Angriff in der Aufmarschzone vorher gegenseitig zerlegt. Dass die Dopingexperten mit dem aktuellen Zustand parteiübergreifend unzufrieden sind, macht die Sache für die NADAs und die WADA aber schon ziemlich heikel.....



Nilkheimer
Granadaseggl
Fußball ist auf dem Dopingauge blind, woisch.
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-- Volle Steuern. Echt wahr, Mann.