Die Frage - welche auch heilsamer Weise oder nicht Tiffi ebenfalls ansprach - ist bissle versteckelt, gell. Aber dann schon gut heraus zu lesen: Hier muss ja die Meinungsfreiheit der beiden Nobelpreisträger abgewogen werden, gegen ihren wie auch immer interpretierten Funktionscharakter als NationalspielerInnen.
Vorsicht högschd gefährliches Gedankenexperiment: Was wär denn, wenn Özil auf der Pressekonferenz gesagt hätte: meine lieben Journalisten, nur fürs Protokoll, ich finde die Gudrun, der Andreas und die Ulrike haben genau das richtige getan. Sie haben sich gegen einen faschistoiden Staat zur Wehr gesetzt.....
Da würde es auch rauchen, heute noch, inner Kombüse. Gäb auch sicherlich ein paar, die deren soforige Entfernung aus dem nationalen Dienst fordern würden. Du etwa auch? Oder wärst Du noch bereit einen Nati-Spieler das als seine persönliche Meinungsäußerung durchgehen zu lassen....?
Warte, bitte, antworte noch nicht. Nimm in Dein Urteil bitte mit rein, dass wir häufig erwarten, dass sich Prominente allgemein auch gesellschaftspolitisch engagieren, äußern oder auch nur verhalten. Eine Kampagne wie "no racism" ist schließlich auch eine klare politische Stellungnahme. Du müsstest also irgendwie Kraft Deiner Dir verliehenen Wassersuppe eine Grenzziehung inhaltlich begründen können. Kannze das?