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Strafraumgitarre
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Halbdaggl
publicenemy hat geschrieben:Der Dresdner LKA-Pöbler bekommt jetzt eine andere Aufgabe in der Administration des Freistaates.

Vielleicht Medienkoordinator oder dergleichen... und irgendwann Lügenpressesprecher. :?:
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Airwin
@UWe


die von dir so geschätzte Hans-Böckler-Stiftung und deren WSI halten den fachkräftemangel für ein märchen und meinen ferner
ein Zuwanderungsgesetz mit dem Ziel, möglichst viele potenzielle Arbeitskräfte zu gewinnen, so wie die Bundesregierung es derzeit plane, sei nicht nötig, sondern im Gegenteil schädlich.[...]Das Problem sei weniger, dass es nicht genug Arbeitskräfte gebe – sondern dass Unternehmen nicht bereit seien, angemessene Löhne zu zahlen, sagt Eric Seils, Verfasser des jüngsten WSI-Reports zur Situation des Arbeitsmarkts. „Die Klagen vieler Unternehmer über ein angebliches Geschäftsrisiko Fachkräftemangel dienen nur dem Ziel, den Anstieg der Arbeitskosten im deutschen Niedriglohnsektor zu dämpfen“, so Seils.



eigentlich genau das was du hier immer behauptest :nod: .

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... uecke.html

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
und das stimmt sogar! Es gab mal einen Wahlkampfslogan im NRW-Wahlkampf....irgendwann...."Kinder statt Inder", der wurde in der Luft zerrissen.
Ok er war saudumm formuliert aber 150% korrekt, einer der Punkte, die mich an der deutschen Bildungspolitik seit vielen Jahren ankotzen und zwar eimerweise....zumal die Kinder ja schon da sind.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:@UWe


die von dir so geschätzte Hans-Böckler-Stiftung und deren WSI halten den fachkräftemangel für ein märchen und meinen ferner
ein Zuwanderungsgesetz mit dem Ziel, möglichst viele potenzielle Arbeitskräfte zu gewinnen, so wie die Bundesregierung es derzeit plane, sei nicht nötig, sondern im Gegenteil schädlich.[...]Das Problem sei weniger, dass es nicht genug Arbeitskräfte gebe – sondern dass Unternehmen nicht bereit seien, angemessene Löhne zu zahlen, sagt Eric Seils, Verfasser des jüngsten WSI-Reports zur Situation des Arbeitsmarkts. „Die Klagen vieler Unternehmer über ein angebliches Geschäftsrisiko Fachkräftemangel dienen nur dem Ziel, den Anstieg der Arbeitskosten im deutschen Niedriglohnsektor zu dämpfen“, so Seils.



eigentlich genau das was du hier immer behauptest :nod: .

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... uecke.html


Möchtest Du,
dass ich Dir sofort antworte oder
soll ich warten,
bis Du hier die Gegendarstellung des DIW veröffentlicht hast?
8)

Ich meine, wegen der Arbeitsökonomie.
:arr:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:und das stimmt sogar! Es gab mal einen Wahlkampfslogan im NRW-Wahlkampf....irgendwann...."Kinder statt Inder", der wurde in der Luft zerrissen.
Ok er war saudumm formuliert aber 150% korrekt, einer der Punkte, die mich an der deutschen Bildungspolitik seit vielen Jahren ankotzen und zwar eimerweise....zumal die Kinder ja schon da sind.


Falls jemand der Sache nachgehen möchte:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 68369.html
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


de mappes
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Spamferkel
@fachkräfte
Klar stimmt das...da haben Uwe und trampel recht (und Airwin?!)

Uwe interessehalber:
Wir hatten uns ja schon öfter über GEZ gestritten
Ich merke, dass du fast nur Links der ÖR postest
Aber du liest sicher auch andere Zeitungen wie Spiegel oder Zeit ect?!
Schätze dich so ein aber wollte nur sicher gehen
Don't criticize what you can't understand

Tifferette
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Grasdaggl
publicenemy hat geschrieben:Der Dresdner LKA-Pöbler bekommt jetzt eine andere Aufgabe in der Administration des Freistaates.

Sehr schön war jedenfalls die Formulierung, er müsse seinen Hut nehmen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Airwin
Unter Westfalen hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:@UWe


die von dir so geschätzte Hans-Böckler-Stiftung und deren WSI halten den fachkräftemangel für ein märchen und meinen ferner
ein Zuwanderungsgesetz mit dem Ziel, möglichst viele potenzielle Arbeitskräfte zu gewinnen, so wie die Bundesregierung es derzeit plane, sei nicht nötig, sondern im Gegenteil schädlich.[...]Das Problem sei weniger, dass es nicht genug Arbeitskräfte gebe – sondern dass Unternehmen nicht bereit seien, angemessene Löhne zu zahlen, sagt Eric Seils, Verfasser des jüngsten WSI-Reports zur Situation des Arbeitsmarkts. „Die Klagen vieler Unternehmer über ein angebliches Geschäftsrisiko Fachkräftemangel dienen nur dem Ziel, den Anstieg der Arbeitskosten im deutschen Niedriglohnsektor zu dämpfen“, so Seils.






eigentlich genau das was du hier immer behauptest :nod: .

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... uecke.html


Möchtest Du,
dass ich Dir sofort antworte oder
soll ich warten,
bis Du hier die Gegendarstellung des DIW veröffentlicht hast?
8)

Ich meine, wegen der Arbeitsökonomie.
:arr:



du darfst gerne sofort antworten, ich hatte nicht vor irgendwas vom DIW nachzuschieben ;)

Plan B
Grasdaggl
Der Spruch vom Rüttgers hat jetzt aber auch schon etwas Schimmel angesetzt.

Ich glaube aber, die Biodeutschen vermehren sich nicht ordentlich genug.
Also alle ab, zwansgweise, zum Vögelurlaub nach Borkum. :arr:
Carpe diem.

de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:
publicenemy hat geschrieben:Der Dresdner LKA-Pöbler bekommt jetzt eine andere Aufgabe in der Administration des Freistaates.

Sehr schön war jedenfalls die Formulierung, er müsse seinen Hut nehmen.


:lol:
Don't criticize what you can't understand

Airwin
Die Jungen Liberalen Jena zu Chemnitz - Kommentar bei TE:

In diesen Tagen stehen Chemnitz und Sachsen bundesweit und international erneut im Schatten des Rechtsextremismus. Die Bilder randalierender Hooligans, deren Schlägereien mit Einsatzkräften der Polizei und Straftaten gegenüber Migranten sind umso bedrückender, wenn sie nicht nur in den 20-Uhr-Nachrichten zu sehen sind, sondern plötzlich Teil der eigenen Lebenswirklichkeit werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Vorkommnisse in den nächsten Wochen gründlich aufgeklärt werden.

Gleichermaßen will ich an dieser Stelle mein Unbehagen in Bezug auf die Reaktionen in weiten Teilen der Medienöffentlichkeit und der politischen Kräfte dieses Landes äußern. Die Vereinnahmung durch den rechten Mob, deren Hass und Straftaten, dürfen nicht dazu führen, dass keine grundsätzliche Diskussion in sensiblen Themen mehr möglich ist – sei es durch die Sorge, das eigene Amt in einer politischen Organisation zu verlieren oder von Freunden und Bekannten gescholten zu werden.

Was die Berichterstattung betrifft:
„Ein Mord ist immer schlimm, egal, von wem er begangen wurde oder wer das Opfer ist.“ Stimmt. Es stimmt aber auch, dass eine einzelne Straftat umso stärker thematisiert werden muss und darf, wenn sie Ausdruck gesellschaftlicher Konflikte ist und in einem größeren Kontext steht. Die Tötung in der Brückenstraße in der Nacht vom Samstag zum Sonntag steht zweifelsohne im Kontext der seit drei Jahren verstärkt geführten „Einwanderungsdebatte“ in Deutschland. Dass darüber hinaus eine schwere Straftat am Rande eines regelrechten Volksfests begangen wurde, das für viele Chemnitzer, Jugendliche und junge Erwachsene auch aus dem Umland Jahr für Jahr ein echter Magnet ist, sollte die große Empörung einigermaßen verständlich machen, wenngleich dies mitnichten die Ausschreitungen rechtfertigt.

„Es ist noch völlig unklar, was passiert ist.“ Der genaue Tathergang ist freilich unklar und wurde in den sozialen Medien unzulässig bereits in den krassesten Farben ausgemalt und durch die Polizei später dementiert. Klar ist mittlerweile, dass die Tatverdächtigen Syrer und Iraker sind und am Ende mindestens ein Mensch infolge der Auseinandersetzung verstarb. Vielleicht lassen sich just daraus keine Schlüsse ziehen – allein die Tat zum Anlass zu nehmen, um auf Missstände in der deutschen Migrationspolitik hinzuweisen, ist allerdings nicht unzulässig.

Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft:
Dass deutsche Politikjournalisten im Allgemeinen besondere Parteienpräferenzen haben, ist nichts Neues, was sich auch in der Berichterstattung zur Flüchtlingskrise ab 2015 zeigte. An den „Öffentlich-Rechtlichen“ wird die Entfremdung des Journalismus von der politischen Wirklichkeit dann aber noch deutlicher. Etwa die WELT berichtete bereits von der Straftat, bevor der rechte Mob durch die Chemnitzer Innenstadt zog. Für tagesschau.de wurde das Thema dagegen erst interessant, als Sachsen als originäre Heimat des Rechtsextremismus dargestellt werden konnte.

Tagesschau und ZDF Heute standen erst kürzlich in der Kritik, nachdem bewusst auf die Berichterstattung zu einer durch einen Asylbewerber verübten Tötung verzichtet wurde. Neben diversen Problematiken, die von anderer Seite bereits ausführlich aufgearbeitet worden sind (unsachliche Berichterstattung zu Donald Trump, zum Ukraine-Konflikt, antiisraelisch, überschwänglich zu den Grünen etc.), fällt mir persönlich immer und immer wieder auf, mit welcher Energie sich ARD und Co. darum bemühen, auch das letzte antimarktwirtschaftliche Ressentiment zu bedienen; seien es die „Paradise Papers“, große Teile des Angebots an Dokumentationen in den ARD- und ZDF-Mediatheken, DLF-Nova, beliebte Narrative in Heute-Show und Extra 3 oder auch kürzlich – anekdotisch – streckenweise die sogenannten Sommerinterviews. Die Mentalität, dass vermeintliche Probleme durch Steuern und Staatsausgaben gelöst werden, durchzieht die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien – von ausbleibender sachgerechter Darstellung ökonomischer Zusammenhänge ganz zu schweigen.

Journalisten und Medien sind natürlich unabhängig und dürfen publizieren, was sie wollen. Die gemein- und zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender sollten sich allerdings schon von ihrem Selbstverständnis her als neutrale und objektive Quelle ausgewogener Berichterstattung begreifen. Derzeit ist das nicht der Fall. Und darum haben Tagesschau und andere auch in der Chemnitz-Frage kein Anrecht darauf, als neutral und objektiv angesehen zu werden.

Was politischen Extremismus betrifft:
Dass wir in Sachsen ein Problem mit Rassismus und Rechtsextremismus haben, ist evident. Umso stärker erschüttert mich, wie kopflos und fanatisch der „Kampf gegen Rechts“ in den Feuilletons, sozialen Medien und von einem Großteil der politischen Kräfte in Deutschland geführt wird. Da wird die Abgrenzung von rechter Gewalt mit linker Identitätspolitik vermischt, Antikapitalismus gehört zum guten Ton (dazu auch eindrücklich ein Spruchbanner in Chemnitz), linker Extremismus wird unter dem Deckmantel von Zivilcourage und Aktivismus plötzlich salonfähig. All das macht rechtsextreme Ausschreitungen nicht besser oder schlechter. Es muss nur klar sein:

Wenn ein Gros von Gegendemonstranten tief in linken oder linksradikalen Denkmustern verwurzelt ist, kann niemand ernsthaft erwarten, dass diese Leute eine starke politische Mitte abbilden und einen Querschnitt der Gesellschaft adressieren. Damit sind insbesondere Denkmuster wie die des ausbeuterischen Unternehmers oder des Elfenbeinturms der männlich-weißen Mittelschicht gemeint. Wer Eigentum nur als minderwertiges Grundrecht betrachtet und Enteignungen für ein probates Mittel hält, um die eigene politische Agenda durchzusetzen, der ist selbst keinen Deut besser als die Ideologen von der anderen Seite.

Warum?
Die nun wieder eindrücklich vorgeführte Spaltung der deutschen Gesellschaft wird nicht von denen geschlossen, die sich ihrer moralischen Überlegenheit gewiss sind. Am Ende werden die Täter der Ausschreitungen verurteilt, Wut und Hass bleiben.

Warum sollte nun ausgerechnet die Avantgarde der politischen Korrektheit etwas Positives zu diesen immensen gesellschaftlichen Konflikten beizutragen haben? Stattdessen ist jetzt die Stunde einer starken, bürgerlichen und freiheitlichen Mitte.



Würde ich in weiten teilen unterschreiben, wohlwissend dass die fdp hier ja geächtet wird :D .

Unter Westfalen
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:@fachkräfte
Klar stimmt das...da haben Uwe und trampel recht (und Airwin?!)

Uwe interessehalber:
Wir hatten uns ja schon öfter über GEZ gestritten
Ich merke, dass du fast nur Links der ÖR postest
Aber du liest sicher auch andere Zeitungen wie Spiegel oder Zeit ect?!
Schätze dich so ein aber wollte nur sicher gehen


Wer hat das Dir durchgestochen? :cyclops:

Also, ich bin da völlig aufgeschlossen.

Früher, als Student, habe ich den SPIEGEL von A-Z durchgelesen. Dafür benötigte ich fast einen halben Tag. Das hat zwar - neben anderen Geschichten weiblicher Natur - mein Studium um ein Semester verlängert, aber dafür mein Politikbewusstsein geschärft. Du weißt ja, 68er und so weiter. Damals, zur Zeit der 1. Großen Koalition war der SPIEGEL, neben der FR und eingeschränkt der SZ, Sprachrohr der außerparlamentarischen Opposition. Jetzt lese ich ihn beim Frisör (Türke!) und beim Arzt, also regelmässig. ;)

Die ZEIT habe ich nicht mehr abonniert. Soviel Zeit, um die ZEIT ganz zu lesen, habe ich nicht mehr. Mein Zeitbudget wird ja auch immer geringer. :( Und als Schwabe schmeißt man ja auch nichts weg, was man bezahlt hat. Folglich kauft man auch nichts, was man nicht verbrauchen kann. ;)

Die auch dir inzwischen bekannte MZ hat ihren Politikteil vor einigen Monaten verbessert, so dass ich da auch aktuell bin. Gestern kam ein ganzseitiger Artikel über Chemnitz, heute über die Deutsche Automobilindustrie, die es verpasst hat, rechtzeitig Fabriken für die Batterieherstellung zu errichten, so dass in den nächsten Jahren die Batterien für die E-Autos aus Asien zugekauft werden müssen. Wusstest Du das? Ich nicht. :oops:

Ja und dann erlaube ich mir natürlich als gewissenhafter GEZ-Gebührenzahler, viel von dem, was die ÖR ins Netz stellen, kostenlos abzugreifen. Wenn ich meine, dass es auch für andere interessant sein könnte, gebe ich es gerne weiter. Du scheinst ja Deine Abneigung gegen die GEZ inzwischen auch auf die Berichterstattung der ÖR ausgedehnt zu haben oder wie soll ich Deine Frage verstehen? 8)

Doch jetzt zu Dir.

Was liest Du, außer dem Kicker und diversen Fußballmedien noch? Bitte die Medien angeben und wieviel Zeit pro Tag Du neben Deiner zeitaufwendigen Tätigkeit hier dafür aufbringen kannst.

:prost:

PS: Wir haben uns nicht über die GEZ gestritten. Ich habe versucht, mit Hilfe anderer Foristen, Dir die Notwendigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens nahezubringen, allerdings, wie ich befürchte, mit bescheidenem Erfolg.
:mrgreen:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

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Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:Die Jungen Liberalen Jena zu Chemnitz - Kommentar bei TE:

In diesen Tagen stehen Chemnitz und Sachsen bundesweit und international erneut im Schatten des Rechtsextremismus. Die Bilder randalierender Hooligans, deren Schlägereien mit Einsatzkräften der Polizei und Straftaten gegenüber Migranten sind umso bedrückender, wenn sie nicht nur in den 20-Uhr-Nachrichten zu sehen sind, sondern plötzlich Teil der eigenen Lebenswirklichkeit werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Vorkommnisse in den nächsten Wochen gründlich aufgeklärt werden.

Gleichermaßen will ich an dieser Stelle mein Unbehagen in Bezug auf die Reaktionen in weiten Teilen der Medienöffentlichkeit und der politischen Kräfte dieses Landes äußern. Die Vereinnahmung durch den rechten Mob, deren Hass und Straftaten, dürfen nicht dazu führen, dass keine grundsätzliche Diskussion in sensiblen Themen mehr möglich ist – sei es durch die Sorge, das eigene Amt in einer politischen Organisation zu verlieren oder von Freunden und Bekannten gescholten zu werden.

Was die Berichterstattung betrifft:
„Ein Mord ist immer schlimm, egal, von wem er begangen wurde oder wer das Opfer ist.“ Stimmt. Es stimmt aber auch, dass eine einzelne Straftat umso stärker thematisiert werden muss und darf, wenn sie Ausdruck gesellschaftlicher Konflikte ist und in einem größeren Kontext steht. Die Tötung in der Brückenstraße in der Nacht vom Samstag zum Sonntag steht zweifelsohne im Kontext der seit drei Jahren verstärkt geführten „Einwanderungsdebatte“ in Deutschland. Dass darüber hinaus eine schwere Straftat am Rande eines regelrechten Volksfests begangen wurde, das für viele Chemnitzer, Jugendliche und junge Erwachsene auch aus dem Umland Jahr für Jahr ein echter Magnet ist, sollte die große Empörung einigermaßen verständlich machen, wenngleich dies mitnichten die Ausschreitungen rechtfertigt.

„Es ist noch völlig unklar, was passiert ist.“ Der genaue Tathergang ist freilich unklar und wurde in den sozialen Medien unzulässig bereits in den krassesten Farben ausgemalt und durch die Polizei später dementiert. Klar ist mittlerweile, dass die Tatverdächtigen Syrer und Iraker sind und am Ende mindestens ein Mensch infolge der Auseinandersetzung verstarb. Vielleicht lassen sich just daraus keine Schlüsse ziehen – allein die Tat zum Anlass zu nehmen, um auf Missstände in der deutschen Migrationspolitik hinzuweisen, ist allerdings nicht unzulässig.

Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft:
Dass deutsche Politikjournalisten im Allgemeinen besondere Parteienpräferenzen haben, ist nichts Neues, was sich auch in der Berichterstattung zur Flüchtlingskrise ab 2015 zeigte. An den „Öffentlich-Rechtlichen“ wird die Entfremdung des Journalismus von der politischen Wirklichkeit dann aber noch deutlicher. Etwa die WELT berichtete bereits von der Straftat, bevor der rechte Mob durch die Chemnitzer Innenstadt zog. Für tagesschau.de wurde das Thema dagegen erst interessant, als Sachsen als originäre Heimat des Rechtsextremismus dargestellt werden konnte.

Tagesschau und ZDF Heute standen erst kürzlich in der Kritik, nachdem bewusst auf die Berichterstattung zu einer durch einen Asylbewerber verübten Tötung verzichtet wurde. Neben diversen Problematiken, die von anderer Seite bereits ausführlich aufgearbeitet worden sind (unsachliche Berichterstattung zu Donald Trump, zum Ukraine-Konflikt, antiisraelisch, überschwänglich zu den Grünen etc.), fällt mir persönlich immer und immer wieder auf, mit welcher Energie sich ARD und Co. darum bemühen, auch das letzte antimarktwirtschaftliche Ressentiment zu bedienen; seien es die „Paradise Papers“, große Teile des Angebots an Dokumentationen in den ARD- und ZDF-Mediatheken, DLF-Nova, beliebte Narrative in Heute-Show und Extra 3 oder auch kürzlich – anekdotisch – streckenweise die sogenannten Sommerinterviews. Die Mentalität, dass vermeintliche Probleme durch Steuern und Staatsausgaben gelöst werden, durchzieht die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien – von ausbleibender sachgerechter Darstellung ökonomischer Zusammenhänge ganz zu schweigen.

Journalisten und Medien sind natürlich unabhängig und dürfen publizieren, was sie wollen. Die gemein- und zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender sollten sich allerdings schon von ihrem Selbstverständnis her als neutrale und objektive Quelle ausgewogener Berichterstattung begreifen. Derzeit ist das nicht der Fall. Und darum haben Tagesschau und andere auch in der Chemnitz-Frage kein Anrecht darauf, als neutral und objektiv angesehen zu werden.

Was politischen Extremismus betrifft:
Dass wir in Sachsen ein Problem mit Rassismus und Rechtsextremismus haben, ist evident. Umso stärker erschüttert mich, wie kopflos und fanatisch der „Kampf gegen Rechts“ in den Feuilletons, sozialen Medien und von einem Großteil der politischen Kräfte in Deutschland geführt wird. Da wird die Abgrenzung von rechter Gewalt mit linker Identitätspolitik vermischt, Antikapitalismus gehört zum guten Ton (dazu auch eindrücklich ein Spruchbanner in Chemnitz), linker Extremismus wird unter dem Deckmantel von Zivilcourage und Aktivismus plötzlich salonfähig. All das macht rechtsextreme Ausschreitungen nicht besser oder schlechter. Es muss nur klar sein:

Wenn ein Gros von Gegendemonstranten tief in linken oder linksradikalen Denkmustern verwurzelt ist, kann niemand ernsthaft erwarten, dass diese Leute eine starke politische Mitte abbilden und einen Querschnitt der Gesellschaft adressieren. Damit sind insbesondere Denkmuster wie die des ausbeuterischen Unternehmers oder des Elfenbeinturms der männlich-weißen Mittelschicht gemeint. Wer Eigentum nur als minderwertiges Grundrecht betrachtet und Enteignungen für ein probates Mittel hält, um die eigene politische Agenda durchzusetzen, der ist selbst keinen Deut besser als die Ideologen von der anderen Seite.

Warum?
Die nun wieder eindrücklich vorgeführte Spaltung der deutschen Gesellschaft wird nicht von denen geschlossen, die sich ihrer moralischen Überlegenheit gewiss sind. Am Ende werden die Täter der Ausschreitungen verurteilt, Wut und Hass bleiben.

Warum sollte nun ausgerechnet die Avantgarde der politischen Korrektheit etwas Positives zu diesen immensen gesellschaftlichen Konflikten beizutragen haben? Stattdessen ist jetzt die Stunde einer starken, bürgerlichen und freiheitlichen Mitte.



Würde ich in weiten teilen unterschreiben, wohlwissend dass die fdp hier ja geächtet wird :D .


Ich weiß genau, was Du mit den"weiten teilen" meinst. Es ist immer gut, wenn man eine Gruppierung als Kronzeuge für etwas benennen kann, die im Gegensatz zu Deiner Partei noch ein gewisses Ansehen in der Gesellschaft hat.
Doch, wenn der Text tatsächlich von den Jungen Liberalen stammt, was ich trotz meiner erheblichen Vorbehalte gegen die Klientelpartei nicht glauben mag, ist offenkundig, warum die F.D.P. geächtet wird und zwar nicht nur hier.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
du darfst gerne sofort antworten, ich hatte nicht vor irgendwas vom DIW nachzuschieben


Hatte mir das schon gedacht, dass Dich das wahrscheinlich nicht interessieren wird.

Meine Meinung, die ich hier vor Monaten gepostet habe und an der ich festhalte ist,
dass die Rente um so sicherer ist, je mehr Beitragszahler in das System hineinwachsen.
Weiter hatte ich geschlussfolgert, dass es gut ist, wenn diese Beitragszahler ehemalige Migranten sind und mit ihrer Hilfe die Folgen des demographischen Wandels abgemildert werden können.

Und was hat das jetzt mit der Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu tun?

8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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de mappes hat geschrieben:@fachkräfte
Klar stimmt das...da haben Uwe und trampel recht (und Airwin?!)

Uwe interessehalber:
Wir hatten uns ja schon öfter über GEZ gestritten
Ich merke, dass du fast nur Links der ÖR postest
Aber du liest sicher auch andere Zeitungen wie Spiegel oder Zeit ect?!
Schätze dich so ein aber wollte nur sicher gehen


Wer hat das Dir durchgestochen? :cyclops:

Also, ich bin da völlig aufgeschlossen.

Früher, als Student, habe ich den SPIEGEL von A-Z durchgelesen. Dafür benötigte ich fast einen halben Tag. Das hat zwar - neben anderen Geschichten weiblicher Natur - mein Studium um ein Semester verlängert, aber dafür mein Politikbewusstsein geschärft. Du weißt ja, 68er und so weiter. Damals, zur Zeit der 1. Großen Koalition war der SPIEGEL, neben der FR und eingeschränkt der SZ, Sprachrohr der außerparlamentarischen Opposition. Jetzt lese ich ihn beim Frisör (Türke!) und beim Arzt, also regelmässig. ;)

Die ZEIT habe ich nicht mehr abonniert. Soviel Zeit, um die ZEIT ganz zu lesen, habe ich nicht mehr. Mein Zeitbudget wird ja auch immer geringer. :( Und als Schwabe schmeißt man ja auch nichts weg, was man bezahlt hat. Folglich kauft man auch nichts, was man nicht verbrauchen kann. ;)

Die auch dir inzwischen bekannte MZ hat ihren Politikteil vor einigen Monaten verbessert, so dass ich da auch aktuell bin. Gestern kam ein ganzseitiger Artikel über Chemnitz, heute über die Deutsche Automobilindustrie, die es verpasst hat, rechtzeitig Fabriken für die Batterieherstellung zu errichten, so dass in den nächsten Jahren die Batterien für die E-Autos aus Asien zugekauft werden müssen. Wusstest Du das? Ich nicht. :oops:

Ja und dann erlaube ich mir natürlich als gewissenhafter GEZ-Gebührenzahler, viel von dem, was die ÖR ins Netz stellen, kostenlos abzugreifen. Wenn ich meine, dass es auch für andere interessant sein könnte, gebe ich es gerne weiter. Du scheinst ja Deine Abneigung gegen die GEZ inzwischen auch auf die Berichterstattung der ÖR ausgedehnt zu haben oder wie soll ich Deine Frage verstehen? 8)

Doch jetzt zu Dir.

Was liest Du, außer dem Kicker und diversen Fußballmedien noch? Bitte die Medien angeben und wieviel Zeit pro Tag Du neben Deiner zeitaufwendigen Tätigkeit hier dafür aufbringen kannst.

:prost:

PS: Wir haben uns nicht über die GEZ gestritten. Ich habe versucht, mit Hilfe anderer Foristen, Dir die Notwendigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens nahezubringen, allerdings, wie ich befürchte, mit bescheidenem Erfolg.
:mrgreen:


@uwe
Danke für die ausführlichen Antworten

Ein paar fragen bzw. Stellungnahmen meinerseits:
Fange vorne an:

Was meinst du mit durchgestochen?

Spiegel lese ich auch...meist online aber ab und an auch Print
Ansonsten quer Beet...auch häufig ÖR (zb MoMA oder tagssschau)...denke ein breites Spektrum schadet nie...süddeutsche ist auch vertreten und ja auch Bild ...dazu stehen können ja die wenigsten ;)

Warum hast du immer weniger Zeit je älter du wirst? Das ist mir ein Rätsel aber man beobachtet es bei zahlreichen Rentnern und Pensionären

Die zeitauflistung der von mir genannten Medien lasse ich weg...aber auch wenn ich mich wiederhole: mein zeitinvest hierdrin in Bezug auf lesen und schreiben ist deutlich geringer als manch einer hier meint...geht mir eigentlich recht schnell von der Hand bzw.ins Auge/Kopf

Ich muss dich auch korrigieren: die Notwendigkeit der GEZ habe ich nie angezweifelt, wohl aber wie einige andere foristen auch die Zahlweise sowie die Art der einkunftsgenerierung dieses Apparates. Dazu die Verschwendung des eingezogenen Geldes in so viele dunkle Löcher
Falsche invests, schlechte konzipierung und das Zahlen von buhrows haartransplantation :mrgreen:

Also indirekt...was buhrow und andere Führungskräfte dort verdienen erscheint mir deutlich zu hoch
Don't criticize what you can't understand

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Was meinst du mit durchgestochen?


Sorry, für Ironiemodus Ein/Aus gibt es leider keine Knöpfe hier.
Das war ein JOKE! :banane:
Ich wollte damit, allerdings etwas intellektuell überhöht, mein Erstaunen kundtun, dass es Dir auffällt, wenn ich die ÖR linke.

Warum hast du immer weniger Zeit je älter du wirst? Das ist mir ein Rätsel aber man beobachtet es bei zahlreichen Rentnern und Pensionären


Antwort:
Weil Rentner häufig Enkelkinder (in meinem Fall mehr als die durchschnittlichen Reproduktionsquote für zukünftige Rentenkasseneinzahler) haben, die man gelegentlich zur Schule bringt und wieder abholt, die man beaufsichtigt, wenn die Eltern verhindert sind und für die man z.b. ein Tagebuch schreibt, um es ihnen an ihrem 18. Geburtstag zu überreichen, weil sie dreimal in der Woche zum Sport gehen, einen Garten zu versorgen haben, einem iranischen Neubürger Deutschunterricht erteilen (ok, dafür entfällt dann einmal in der Woche das Kochen, bleibt noch dreimal, den Rest besorgt die Frau) und darüber hinaus diverse Hobbies haben, wie z.B. Japanischlernen, Ahnenforschung, Fotografieren etc. pp.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
Dachte mir schon dass es Ironie bzw ein Witz war aber kenne diese Redewendung nicht. Schon etwas älter? :mrgreen:

Finde die Arten deiner Zeiteinteilung toll...schöne hobbies :prost:

Aber schon interessant, dass Opas nach ihren Berichten mehr Zeit mit Kindern zu verbringen scheinen als Berufstätige Eltern selbst ;)
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Vorweg:
Ich hoffe, Du weißt, dass wir schon wieder im OT-Bereich sind? :cyclops:

Zu Deiner Frage:

Nein, "durchgestochen" ist z.B. eins meiner neu dazu gelernten Wörter. Man muss im Alter ja darauf achten, dass man sprachlich mit den jungen mithalten kann. :arr:

Der Haftbefehl in Chemnitz wurde einem Bremer Bürgerschaftsabgeordneten "durchgestochen".
Wiki-Leaks hat geheime Informationen an investigativ tätige Journalisten "durchgestochen".
usw.
8)

Edit: wie ich sehe, bist Du zur Groß- und Kleinschreibung übergegangen. Einsicht? Oder anderes Schreibprogramm? :mrgreen:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai