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de mappes
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Spamferkel
Unter Westfalen hat geschrieben:Vorweg:
Ich hoffe, Du weißt, dass wir schon wieder im OT-Bereich sind? :cyclops:

Zu Deiner Frage:

Nein, "durchgestochen" ist z.B. eins meiner neu dazu gelernten Wörter. Man muss im Alter ja darauf achten, dass man sprachlich mit den jungen mithalten kann. :arr:

Der Haftbefehl in Chemnitz wurde einem Bremer Bürgerschaftsabgeordneten "durchgestochen".
Wiki-Leaks hat geheime Informationen an investigativ tätige Journalisten "durchgestochen".
usw.
8)

Edit: wie ich sehe, bist Du zur Groß- und Kleinschreibung übergegangen. Einsicht? Oder anderes Schreibprogramm? :mrgreen:



Zu mir ist die Redewendung noch nicht durchgestochen

Anderes schreibprogramm ;)
Don't criticize what you can't understand

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Zu mir ist die Redewendung noch nicht durchgestochen


Doch, zu Dir wurde die Redewendung durchgestochen!

Und zwar von mir.
8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



Manolo
Grasdaggl
thoreau hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Jemand gerade Maischberger zum Thema Chemnitz gesehen?
Finde ja, dass der Bosbach einen sehr vernünftigen Standpunkt eingenommen hat.

Er meinte es wäre an der Zeit damit aufzuhören, die unübersehbaren Probleme infolge der Flüchtlingspolitik seit September 2015 zu ignorieren oder gar zu tabuisieren.

"Wir schaffen das!" wird sich nur dann bewahrheiten, wenn auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass wir das schaffen können, was wir schaffen müssen.

Dazu gehört auch die bittere Erkenntnis, dass sich die Sicherheitslage unseres Landes verändert hat. Aber wehe dem, der das offen ausspricht. Da wird man reflexartig in die rechte Ecke gestellt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Es sind ja angeblich alles "nur Einzelfälle", die man natürlich "nicht politisch instrumentalisieren darf". Heißt übersetzt: Nur nicht offen darüber reden.

Die allermeisten gehören nicht in die rechte Ecke. Aber sie wollen besser geschützt werden – ganz gleich, aus welcher Richtung sie von Gewalt bedroht werden. Aber wenn man sie trotzdem in diese Ecke stellt, dann darf man sich nicht wundern, dass sich viele auch so verhalten.

Keine Frage, diese organisierten Nazihorden, die ja aus der ganzen Republik nach Chemnitz gereist sind, sind an niederträchtiger Widerwärtigkeit schwer zu überbieten und gehören mit der ganzen Härte des Rechtsstaat verfolgt. Aber all die aus der bürgerlichen Mitte erodierenden Menschen, die sich von der Politik der Volksparteien im Stich gelassen fühlen, sollte man nicht über den Kamm scherend in Sippenhaft nehmen. Auch nicht wenn Sie in ihrem Protest das Kreuz bei der AfD machen. Wäre es nicht angebrachter die zu hinterfragen, die das nahezu kometenhafte Erstarken der Populisten durch ihre weitestgehend nur reagierende, gestaltungs- und vermittlungsarme Politik erst möglich gemacht haben?


Darkred, ich verstehe schon was du meinst, aber ich finde nicht, dass das zu Ende gedacht ist und mir ist da zu viel Verständnis für Dinge dabei die kein Verständnis in diesem Ausmaß verdient haben - bei allem Verständnis.

Inwiefern hat sich die Sicherheitslage verändert? Was sind die konkreten unübersehbaren Folgen der Flüchtlingspolitik? Und warum darf man darüber nicht sprechen? Es wird doch mit allerletzter Konsequenz darüber gesprochen. Und genau das ist doch das Problem. Mit Schaum vor dem Mund und dem stetigen Hinweis, man dürfe nicht darüber sprechen - während man genau das tut. Inwiefern ist das denn ein Versuch sachlich zu sein und zur Lösung beizutragen?
Und aus meiner Sicht tust du von der anderen Seite nichts anderes. Du verharmlost Probleme indem Du Verständnis zeigst für Entwicklungen und Verhalten, die nicht verständlich sind. Warst du mal in Dresden? Lauf da mal über die Haupteinkaufsstraßen und stell dir vor du bist auf der Königstraße. Das erste was dir auffallen wird ist, dass es da eigentlich keine Moslems gibt. Und von dort entwickelt sich PEGIDA? Aus Sachsen? Was ist in Stuttgart und Umgebung? Haben wir in die ganzen Käffer um Stuttgart andere Migranten und Flüchtende bekommen? Da sind teilweise Zahlen gekommen, die über 5% der Stadtbevölkerung ausmachen. Und natürlich gibt es da oft Mentalitätsunterschiede. Aber die gibt es auch wenn der Deutsche/Engländer... in Malle auf den Gehweg kotzt. Sind die wirklichen Probleme wirklich so schwerwiegend? Man muss darüber sprechen und sprechen können, dass es Probleme gibt in bestimmten Bereichen mit bestimmten Menschen. Und die gibt es definitiv und die bekomme auch ich täglich mit. Aber und hier ist der springende Punkt:
Die Diskussion wird nicht von denen unterdrückt, denen man das so gerne vorwirft, nämlich die, die differenzieren wollen. Sondern von denen, die jeden Einzelfall instrumentalisieren und nutzen, um erst laut geifernd zu verallgemeinern um dann aber zu sagen man dürfe ja nicht darüber reden - und mit genau dieser Kombination JEDE sachliche Diskussion von Vorneherein verhindern.

Und Menschen wollen besser geschützt werden? Wovor konkret? Von einem Arschloch, das mit einem LKW auf einen Weihnachtsmarkt rast? Davor schützt kein Einwanderungsgesetz und kein Grenzzaun der Welt. Im Osten herrscht massive Unzufriedenheit aus verschiedensten Gründen. Zu entschuldigen, dass diese von vielen Seiten verursachte Unzufriedenheit auf dem Rücken von Flüchtenden und anderen Migranten ausgetragen wird, ist nicht der richtige Weg damit umzugehen.
Und wenn, wie hier geschehen, betont wird, dass man ja nicht mal dagegen (Wogegen?) demonstrieren darf - während ausschließlich die Angriffe auf Fremdaussehende (Ein anderer hier hat ja auch diese Angriffe relativiert und angezweifelt) kritisiert werden, dann zeigt sich doch wieder ganz klassisch diese vermeintliche Opferrolle, die in diesen Fällen seit Jahrzehnten immer wieder angewendet wird. Und darkred... es werden nicht alle Menschen blind als rechts bezeichnet, auch das ist eine Anschuldigung die immer wieder jegliche Diskussion mit dem Hammer erledigt. Natürlich gibt es unterschiedlichste Meinungen und Ausprägungen verschiedenster Denkrichtungen und ich glaube, dass dieser Vorwurf der Verallgemeinerung sehr reflexartig kommt und eigentlich gar nicht begründet ist.

Auf der anderen Seite: Wenn etwas aussieht wie ein Pferd, riecht wie ein Pferd, wiehert wie ein Pferd und sich verhält wie ein Pferd, ist es meistens eigentlich nicht mehr nötig es als Pferd zu bezeichnen.

Und nein. Ich habe kein Verständnis für Menschen, die ihr Kreuz bei der AfD machen. Auf keinen Fall und unter keinen Umständen. Nicht nach dem wie sich diese Partei entwickelt hat. Es gibt dafür keine Begründung. Wer keine bessere Protestpartei für sich findet muss sich diesen Schuh eben anziehen. Da brauche ich keine Relativierung mehr.



Sehr guter Beitrag. Ich sehe es auch nicht so, dass es zu spät sei, gegen die afd vorzugehen. Ich halte diesen Standpunkt sogar für gefährlich. Denn wo tu Beginn noch vor allem stand: "Das wird man wohl noch sagen dürfen" geht die Saat der Hetze nun immer mehr auf und nun heißt es: das wurd man doch wohl machen dürfen. Die Toleranz gegenüber Hasspredigern muss endlich enden und die Demokratie endlich wirklich wehrhaft sein.

Jedem Journalisten würde ich auch einen Boykott der Afd dringend nahelegen. Es kann einfach nicht sein, dass man denjenigen eine Bühne bietet für die Pressefreiheit ein Fremdwort ist. So viel Selbstachtung sollte man aufbringen.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

witzfeld
Lombaseggl
Man sollte die Stütze für die AfDler erhöhen, damit sie künftig den Rentner nicht die Pfandflaschen wegnehmen.
Obwohl, runde, glattrasierte Birne stempelt eher zur Habituskramperei, also Pfandflaschenmanifest.


Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Selten so einen Schwachsinn gelesen. :lol:
AfDler sind von irrationalen Ängsten geplagt aber nicht wirklich benachteiligt, das wusste ich nun auch vorher.
Die Politik muss sich drum kümmern indem sie....."gute" Politik macht, weil dann gehen die Ängste weg und keiner wählt mehr AfD. Das ist so ziemlich das Dümmste was hierzu jemals gesagt wurde und gesagt werden wird. :lol: :lol: :lol:

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Dann sag mir dazu doch mal so ziemlich das Intelligenteste, was man jemals dazu sagen kann.

Deine Posts,
so sehr ich manche Formulierungen schätze,
kommen für mich überheblich, arrogant und besserwisserisch rüber.
Konstruktives kann ich ihnen nicht entnehmen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



Auswurf
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Grasdaggl
der artikel ist schon irgendwie omastyle

die menschen abholen, wo sie sind - hätte ich früher auch gesagt.
In echt kotzt mich diese verkackte sorge um das kleines bisschen ich auf dieser welt total an.
Die bedrohung der kackblase eines kleinbürgerideals , welches auf die spitze getrieben den sicheren untergang des planeten bedeuten würde
Hechelte die polik diesen ängsten hinterher,
wäre das die bankrotterklärung und das ende des zukünftigen.
Diese ängste betreffen nie die wirklich wichtigen fragestellungen.

wie toro sagte "demonstration gegen was?" (aus der erinnerung).

Völlig abgedriftet in anspruchshaltung und gnadenloser selbstüberhöhung und die feierstunde zelebriert in gemeinschaftlicher Hetze auf marktplätzen

typischer nachtbeitrag- mal schauen wie er sich morgen früh liest ;)

hasi, bisch au scho doa, odr heid ned?
das ist doch keine Musik





Unter Westfalen
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:der artikel ist schon irgendwie omastyle

die menschen abholen, wo sie sind - hätte ich früher auch gesagt.
In echt kotzt mich diese verkackte sorge um das kleines bisschen ich auf dieser welt total an.
Die bedrohung der kackblase eines kleinbürgerideals , welches auf die spitze getrieben den sicheren untergang des planeten bedeuten würde
Hechelte die polik diesen ängsten hinterher,
wäre das die bankrotterklärung und das ende des zukünftigen.
Diese ängste betreffen nie die wirklich wichtigen fragestellungen.

wie toro sagte "demonstration gegen was?" (aus der erinnerung).

Völlig abgedriftet in anspruchshaltung und gnadenloser selbstüberhöhung und die feierstunde zelebriert in gemeinschaftlicher Hetze auf marktplätzen

typischer nachtbeitrag- mal schauen wie er sich morgen früh liest ;)

hasi, bisch au scho doa, odr heid ned?


Mit "Omastyle" meinst Du, der Artikel ist nur für Rentner geschrieben?
8)

Könnte stimmen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
thoreau hat geschrieben:Ach was. 95%. So viele sind wir doch gar nicht.


Wir sind hier maximal 10....da geht 95% nur bei nachweislicher Schizophrenie oder Besessenheit :twisted:

Thema: ganz kurz, meine Meinung hab ich dazu oft genug gesagt.

Ich WILL diese Affen nicht abholen politisch, weil das eine ekelerregende krude Mischung aus Verschwörungstheorie, Sozial- und wahrscheinlich auch Penisneid, geistiger Verdunklung und Rassismus bedeuten würde....Nein danke!!

Die sind nicht heilbar, da ist nix abzuholen. Das sind irrationale Sorgen und Ängste, die man nur in einer geschlossenen Anstalt heilen kann, nicht mit besser erklären.

Und dann redet dieser Trottel von besserer Politik...Löhne, Wohnungen, Integrationspolitik blablabla. Ja ...ist alles total wünschenswert und bringt genau NULL Stimmen weniger für die AfD, aber ganz null.
Dieses Interview offenbart eine wissenschaftlich untermauerte komplette Ahnungslosigkeit und Negierung der Realität.

Hab ich eine bessere Lösung? Nein, weil es dagegen keine gibt, ausser hartes Durchgreifen und Strafe, damit diesen Hirnwürstchen nicht zu wohl wird in unserer doch recht angenehm-liberalen Gesellschaft.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
sprach's
und setzte sich wieder auf seinen Richterstuhl.

Jetzt gehe ich erst einmal zum Sport, um mich abzureagieren.

8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


fkAS
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Halbdaggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:...Die sind nicht heilbar, da ist nix abzuholen. Das sind irrationale Sorgen und Ängste, die man nur in einer geschlossenen Anstalt heilen kann, nicht mit besser erklären.

Und dann redet dieser Trottel von besserer Politik...Löhne, Wohnungen, Integrationspolitik blablabla. Ja ...ist alles total wünschenswert und bringt genau NULL Stimmen weniger für die AfD, aber ganz null.
Dieses Interview offenbart eine wissenschaftlich untermauerte komplette Ahnungslosigkeit und Negierung der Realität....

Ich les im Interview gar nicht, dass AfDler "geheilt" werden sollen oder dass man sie bei ihen Positionen abholen soll. Der Vorschlag ist, konkrete politische Probleme aufzugreifen und sich nicht übermäßig mit der Flüchtlingsfrage zu befassen bzw. so wie die AfD das tut alle politischen Fragen als Flüchtlingsproblem zu definieren.
Stattdessen passiert aber grad das Gegenteil. Die CSU vorne dran macht die Flüchtlingsfrage zum Hauptproblem und geht der AfD auf den Leim, aber auch aus anderen Parteien versuchen sich Politiker mit dem Thema zu profilieren. Sie bereiten das Feld für die AfD und vernachlässigen im politischen Diskurs die zentralen Fragen massiv.

Schwer zu sagen. Aber womöglich wäre es wichtig, den Blick wegzulenken von dem Vergleich mit Flüchtlingen. Die Politik sollte Alltagssorgen konsequent aufgreifen und deutlich machen: Wir versuchen, eure Lebenslage zu verbessern - zum Beispiel hinsichtlich des Arbeitsmarktes, der Alterssicherung, der Wohnungssituation und hinsichtlich des Niveaus von Löhnen.

Das ist ja wohl die entsprechende Passage. Was vorher im Interview steht ist ja lediglich die Beobachtung, dass der typische AfD-Wähler nicht der unterprivilegierte Tropf ist, der befürchten müsste, ihm würds schlechter gehen als dem Flächtling. Kein neuer Befund, aber eine sinnvolle Klarstellung, nachdem man immer noch oft liest, dass v.a. ökonomisch benachteiligte auf die AfD reinfallen.

factotum
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Granadaseggl
Die CSU vorne dran macht die Flüchtlingsfrage zum Hauptproblem und geht der AfD auf den Leim, aber auch aus anderen Parteien versuchen sich Politiker mit dem Thema zu profilieren. Sie bereiten das Feld für die AfD und vernachlässigen im politischen Diskurs die zentralen Fragen massiv.


Ja und aber eigentlich nein, weil Henne / Ei.

Die Flüchtlingsthematik ist eine emotionale im Wesentlichen, jedenfalls Stand heute. Auch das kann sich mal wieder ändern, und wird sich wieder ändern, aber derzeit gehts politisch hauptsächlich um Gefühle. Und die sind in den Wahlbürgern drin, ganz egal, ob die staatstragenden Parteien sich jetzt mit dieser Thematik befassen möchten, oder sich lieber anderweitig profilieren.
Mit anderen Worten, das Thema ist sauhoch auf der Agenda, ganz und gar unabhängig davon, wie irrelevant die gut- und bestgebildeten, westlich modern Sozialisierten hierzulande das finden mögen.

Insofern hilft es grad gar nichts, noch dickere Rentenbonbons zu wickeln. Man muss eine vernünftige Einwanderungspolitik hinbekommen, endlich endlich endlich. Das geht bzw. ginge.
Wenn das weiterhin unterlassen wird, dann geht es den Bach runter, no matter what. Es ist schon ziemlich kurz vor knapp.
The shit that used to work, won`t work now.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Wie sollte die Politik dann aber reagieren?

Schwer zu sagen. Aber womöglich wäre es wichtig, den Blick wegzulenken von dem Vergleich mit Flüchtlingen. Die Politik sollte Alltagssorgen konsequent aufgreifen und deutlich machen: Wir versuchen, eure Lebenslage zu verbessern - zum Beispiel hinsichtlich des Arbeitsmarktes, der Alterssicherung, der Wohnungssituation und hinsichtlich des Niveaus von Löhnen.


das ist doch wohl im Gesamtzusammenhang auf AfDler bezogen. Zuvor redet er zutreffend von überzogenem Pessimismus und Kontrollverlust dieser Wählergruppe.
Und zieht dann diese vollkommen hirnrissige Schlussfolgerung und Handlungsempfehlung.

Vllt sollte er mal genauer hinschauen worin die "Ängste" dieser Gruppe bestehen, dann würde ihm auffallen, dass die Flüchtlinge rein zufällig grade als Blitzableiter dienen....sonst wäre es immer noch der Euro, der faule Grieche, der böse Ami, der gute Russe etcetcetc.
Politik, die diese Leute abzuholen imstande ist, wäre schlicht...siehe oben. Und selbst das würde nicht reichen.

Gut in einem Punkt hat er recht...ansatzweise: Man darf diesen Vollspacken nicht mehr dieses Riesenforum bieten...totschweigen!

Der Neuigkeitswert der AfD liegt bei exakt NULL...das interessiert keinen. Man lädt sie nicht ein zu Diskussionen, aber redet ständig über sie...komplett verfehlt.

PS ja AfDler sind nur GEFÜHLT unterprivilegiert, de facto nicht mehr als andere....und dieses gefühlt ist das Problem. Mich stört nicht seine Ist-Analyse, die ist richtig aber weitgehend trivial. Was er daraus folgert ist...siehe oben.

Airwin
Unter Westfalen hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:Die Jungen Liberalen Jena zu Chemnitz - Kommentar bei TE:

In diesen Tagen stehen Chemnitz und Sachsen bundesweit und international erneut im Schatten des Rechtsextremismus. Die Bilder randalierender Hooligans, deren Schlägereien mit Einsatzkräften der Polizei und Straftaten gegenüber Migranten sind umso bedrückender, wenn sie nicht nur in den 20-Uhr-Nachrichten zu sehen sind, sondern plötzlich Teil der eigenen Lebenswirklichkeit werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Vorkommnisse in den nächsten Wochen gründlich aufgeklärt werden.

Gleichermaßen will ich an dieser Stelle mein Unbehagen in Bezug auf die Reaktionen in weiten Teilen der Medienöffentlichkeit und der politischen Kräfte dieses Landes äußern. Die Vereinnahmung durch den rechten Mob, deren Hass und Straftaten, dürfen nicht dazu führen, dass keine grundsätzliche Diskussion in sensiblen Themen mehr möglich ist – sei es durch die Sorge, das eigene Amt in einer politischen Organisation zu verlieren oder von Freunden und Bekannten gescholten zu werden.

Was die Berichterstattung betrifft:
„Ein Mord ist immer schlimm, egal, von wem er begangen wurde oder wer das Opfer ist.“ Stimmt. Es stimmt aber auch, dass eine einzelne Straftat umso stärker thematisiert werden muss und darf, wenn sie Ausdruck gesellschaftlicher Konflikte ist und in einem größeren Kontext steht. Die Tötung in der Brückenstraße in der Nacht vom Samstag zum Sonntag steht zweifelsohne im Kontext der seit drei Jahren verstärkt geführten „Einwanderungsdebatte“ in Deutschland. Dass darüber hinaus eine schwere Straftat am Rande eines regelrechten Volksfests begangen wurde, das für viele Chemnitzer, Jugendliche und junge Erwachsene auch aus dem Umland Jahr für Jahr ein echter Magnet ist, sollte die große Empörung einigermaßen verständlich machen, wenngleich dies mitnichten die Ausschreitungen rechtfertigt.

„Es ist noch völlig unklar, was passiert ist.“ Der genaue Tathergang ist freilich unklar und wurde in den sozialen Medien unzulässig bereits in den krassesten Farben ausgemalt und durch die Polizei später dementiert. Klar ist mittlerweile, dass die Tatverdächtigen Syrer und Iraker sind und am Ende mindestens ein Mensch infolge der Auseinandersetzung verstarb. Vielleicht lassen sich just daraus keine Schlüsse ziehen – allein die Tat zum Anlass zu nehmen, um auf Missstände in der deutschen Migrationspolitik hinzuweisen, ist allerdings nicht unzulässig.

Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft:
Dass deutsche Politikjournalisten im Allgemeinen besondere Parteienpräferenzen haben, ist nichts Neues, was sich auch in der Berichterstattung zur Flüchtlingskrise ab 2015 zeigte. An den „Öffentlich-Rechtlichen“ wird die Entfremdung des Journalismus von der politischen Wirklichkeit dann aber noch deutlicher. Etwa die WELT berichtete bereits von der Straftat, bevor der rechte Mob durch die Chemnitzer Innenstadt zog. Für tagesschau.de wurde das Thema dagegen erst interessant, als Sachsen als originäre Heimat des Rechtsextremismus dargestellt werden konnte.

Tagesschau und ZDF Heute standen erst kürzlich in der Kritik, nachdem bewusst auf die Berichterstattung zu einer durch einen Asylbewerber verübten Tötung verzichtet wurde. Neben diversen Problematiken, die von anderer Seite bereits ausführlich aufgearbeitet worden sind (unsachliche Berichterstattung zu Donald Trump, zum Ukraine-Konflikt, antiisraelisch, überschwänglich zu den Grünen etc.), fällt mir persönlich immer und immer wieder auf, mit welcher Energie sich ARD und Co. darum bemühen, auch das letzte antimarktwirtschaftliche Ressentiment zu bedienen; seien es die „Paradise Papers“, große Teile des Angebots an Dokumentationen in den ARD- und ZDF-Mediatheken, DLF-Nova, beliebte Narrative in Heute-Show und Extra 3 oder auch kürzlich – anekdotisch – streckenweise die sogenannten Sommerinterviews. Die Mentalität, dass vermeintliche Probleme durch Steuern und Staatsausgaben gelöst werden, durchzieht die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien – von ausbleibender sachgerechter Darstellung ökonomischer Zusammenhänge ganz zu schweigen.

Journalisten und Medien sind natürlich unabhängig und dürfen publizieren, was sie wollen. Die gemein- und zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender sollten sich allerdings schon von ihrem Selbstverständnis her als neutrale und objektive Quelle ausgewogener Berichterstattung begreifen. Derzeit ist das nicht der Fall. Und darum haben Tagesschau und andere auch in der Chemnitz-Frage kein Anrecht darauf, als neutral und objektiv angesehen zu werden.

Was politischen Extremismus betrifft:
Dass wir in Sachsen ein Problem mit Rassismus und Rechtsextremismus haben, ist evident. Umso stärker erschüttert mich, wie kopflos und fanatisch der „Kampf gegen Rechts“ in den Feuilletons, sozialen Medien und von einem Großteil der politischen Kräfte in Deutschland geführt wird. Da wird die Abgrenzung von rechter Gewalt mit linker Identitätspolitik vermischt, Antikapitalismus gehört zum guten Ton (dazu auch eindrücklich ein Spruchbanner in Chemnitz), linker Extremismus wird unter dem Deckmantel von Zivilcourage und Aktivismus plötzlich salonfähig. All das macht rechtsextreme Ausschreitungen nicht besser oder schlechter. Es muss nur klar sein:

Wenn ein Gros von Gegendemonstranten tief in linken oder linksradikalen Denkmustern verwurzelt ist, kann niemand ernsthaft erwarten, dass diese Leute eine starke politische Mitte abbilden und einen Querschnitt der Gesellschaft adressieren. Damit sind insbesondere Denkmuster wie die des ausbeuterischen Unternehmers oder des Elfenbeinturms der männlich-weißen Mittelschicht gemeint. Wer Eigentum nur als minderwertiges Grundrecht betrachtet und Enteignungen für ein probates Mittel hält, um die eigene politische Agenda durchzusetzen, der ist selbst keinen Deut besser als die Ideologen von der anderen Seite.

Warum?
Die nun wieder eindrücklich vorgeführte Spaltung der deutschen Gesellschaft wird nicht von denen geschlossen, die sich ihrer moralischen Überlegenheit gewiss sind. Am Ende werden die Täter der Ausschreitungen verurteilt, Wut und Hass bleiben.

Warum sollte nun ausgerechnet die Avantgarde der politischen Korrektheit etwas Positives zu diesen immensen gesellschaftlichen Konflikten beizutragen haben? Stattdessen ist jetzt die Stunde einer starken, bürgerlichen und freiheitlichen Mitte.



Würde ich in weiten teilen unterschreiben, wohlwissend dass die fdp hier ja geächtet wird :D .


Ich weiß genau, was Du mit den"weiten teilen" meinst. Es ist immer gut, wenn man eine Gruppierung als Kronzeuge für etwas benennen kann, die im Gegensatz zu Deiner Partei noch ein gewisses Ansehen in der Gesellschaft hat.
Doch, wenn der Text tatsächlich von den Jungen Liberalen stammt, was ich trotz meiner erheblichen Vorbehalte gegen die Klientelpartei nicht glauben mag, ist offenkundig, warum die F.D.P. geächtet wird und zwar nicht nur hier.




Also abgesehen davon , dass ich als bekennender wexelwähler keine partei habe, was schreibt den der junge liberale deiner meinung nach so schlimmes?

Airwin
Guter kommentar in der FAZ - auch da nochmals ein FDPler (Kubicki ) mit durchblick :nod:

Allein Gelassen
Viele Städte, Dörfer und Kreise haben das Gefühl, von der Bundesregierung mit dem Zuzug von Asylbewerbern alleingelassen worden zu sein. Allen Warnungen zum Trotz. Das rächt sich nun. Ein Kommentar.


Es gab nur einen kurzen Augenblick in den Empörungstagen nach den Ereignissen von Chemnitz, da nach Ursachen gefragt wurde. Kurz sind diese Augenblicke in solchen Tagen immer, da in Deutschland die Ursachen sofort im „Rassismus“ und Phobien aller Art gesucht werden – eine bequeme Art, unbequemen Fragen und noch unbequemeren Antworten aus dem Wege zu gehen. „Die Wurzeln für die Ausschreitungen liegen im ,Wir schaffen das‘ von Kanzlerin Angela Merkel“, sagte jetzt Wolfgang Kubicki und bekam dafür sofort Prügel – aus allen Parteien, bis auf die AfD. Auch das ist nicht neu: Bevor die Bundespolitik und Merkel kritisiert werden, taugen „Sachsen“ oder der Ministerpräsident viel besser als Sündenbock. :lol:

Kubicki hatte recht, nur hätte er es anders formulieren sollen, nämlich so wie die SPD-Oberbürgermeisterin von Chemnitz: „Wir wurden allein gelassen.“ Das war von Beginn an der Fehler der Flüchtlingspolitik des Kanzleramts, dass vermeintliches Mutmachen im imaginären „Wir“ mit Überrumpelung und Bevormundung verschmolz. Denn es ist nicht die Bundespolitik, die „es“ schaffen muss, sondern es sind die Städte, Dörfer, Kreise, die auch mit noch so viel Erfolgen nicht verhindern können, dass sich Ermüdung, Frust und das Ende von Illusionen breitmachen. Für diejenigen, die das in aller Sachlichkeit artikulieren möchten, gibt es kaum Raum zwischen rechtsradikalen Agitatoren sowie asozialen Trittbrettfahrern auf der einen und den moralisierenden Agitatoren auf der anderen Seite. Wer ist ihr Sprachrohr?

Vor zwei, drei Jahren wurde die Bundesregierung wieder und wieder aus den Kommunen darauf hingewiesen, dass die Stimmung kippen könnte. Das ist nun das Ergebnis: Viel wurde getan, um den Zuzug von Asylbewerbern zu drosseln. Weder bekommt Deutschland aber die Rückführungen in den Griff noch ist sich Berlin im Klaren darüber, was es heißt, dass in den Orten mit drastisch gestiegenem Ausländeranteil nicht gekleckert, sondern geklotzt werden muss – was Wohnungen, Sicherheit oder auch Schulunterricht angeht. Hat sich jemand in Berlin einmal angeschaut, was nach 1945 bis weit in die fünfziger Jahre hinein getan wurde, um Flüchtlinge in der Bundesrepublik zu integrieren und die Stimmung in der Bevölkerung nicht überkochen zu lassen? Es lohnt sich. Dagegen ist das, was jetzt geschehen ist, kaum der Rede wert.