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Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%



Mike the Bike
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Granadaseggl
Räpper hat geschrieben:Wir wären dem Paradies viel näher, würde es keine Religionen geben.



dem möchte ich entschieden wiedersprechen ,..
das Problem ist nicht die Religion sonder das was die Menschen und die Kirche daraus macht.

Für Gewalt und Grausamkeit braucht der Mensch keine Religion, er hat oft genug bewiesen das recht schnell Ideologien den Platz einnehmen können,... siehe Hitler, Stalin und Mao.

Schönen Gruß von einem Gläubigen Menschen ;)
Zuletzt geändert von Mike the Bike am 1. März 2016 07:09, insgesamt 1-mal geändert.

RedBlues
Halbdaggl
Mike the Bike hat geschrieben:
Räpper hat geschrieben:Wir wären dem Paradies viel näher, würde es keine Religionen geben.



dem möchte ich entschieden wiedersprechen ,..
das Problem ist nicht die Religion sonder das was die Menschen und die Kirche daraus macht.

Für Gewalt und Grausamkeit braucht der Mensch keine Religion, er hat oft genug bewiesen das recht schnell Ideologien den Platz einnehmen kann,... siehe Hitler, Stalin und Mao.

Schönen Gruß von einem Gläubigen Menschen ;)
leider wahr

Airwin
so verzeihung wenn ich beim thema etwas springe :oops:


Heute morgen um kurz nach 7 anmoderation vonmärchenonkel mitri sirin (o.ä.) zu mazedonien: "nachdem die kanzlerin nach ihrem auftritt bei anne will für ihre standhaftigkeit :shock: gefeiert wird ...." .

:?:

:D Ja klar in der kaffeeecke der momaredaktion ganz sicher . Da das geseiere nicht auszuhalten war bin ich gleich zu anderen medien gewechselt und sogleich über diese einleitung in der FAZ gestolpert :

TV-Kritik: Hart aber fair
Kanzlerin ohne Haushalts-Check
In der ARD werden Kaffeemaschinen kritischer beleuchtet als die Kanzlerin. Aber immerhin hat sich Frank Plasberg diesem Trend in seiner Sendung zur Integrationspolitik nicht angeschlossen.


wohl wahr :mrgreen:

So und jetzt thematisch weitergesprungen diesmal zu RTL : letzte woche hatte ERV hier einen schweren brechanfall, weil ein CDU politiker (?) auf SPON gesagt hatte leipzig und sachsen hätte ein problem mit linksextremen.
Gestern abend bei spiegel TV magazin ein bericht über leipzig connewitz (wie man ihn sich bei den öffentlich rechtlichen gar nicht vorstellen kann ). Bin mir jetzt nicht sicher wie ich die leute die dort gezeigt wurden benennen soll: besorgte anarchisten, linke faschos, deppen,vollspacken?
reporter anrotzen, gegen kameramänner handgreiflich werden, sich mit der polizei prügeln,autos abfackeln und backsteine durch kinderzimmerfenster schmeißen. Der dicke packmann hat sich diesbzgl. meines wissen nicht geäußert und der kleine facebookheiko auch nicht - wo er doch sonst per twitter 24 stunden am tag den rechtsstaat verteidigt :mrgreen: . Und das moma kann eh keine wertvolle kanzlerinnensendezeit verschwenden :) .

Leider finde ich den bericht nicht (spiegelTVmagazin stellt das erst eine woche nach tv ausstrahlung online?), werde es aber extra für Rudi noch nachreichen :prost: .


Airwin
der oben erwähnte artikel - in dem die FAZ die standhaftigkeit der kanzlerin feiert :mrgreen: - ist übrigens zutreffend:

TV-Kritik: Hart aber fair
Kanzlerin ohne Haushalts-Check
In der ARD werden Kaffeemaschinen kritischer beleuchtet als die Kanzlerin. Aber immerhin hat sich Frank Plasberg diesem Trend in seiner Sendung zur Integrationspolitik nicht angeschlossen.

Manchmal gibt es seltsame Zufälle. Am Montag wurde der Auftritt der Kanzlerin bei Anne Will für ihre Deutlichkeit gelobt, wenigstens bei einigen Kommentatoren. Sie hätte keinen anderen Plan, außer den auf die bekannte „europäische Lösung“ zu vertrauen. Angela Merkel wies dabei sogar auf den Glauben hin, der als Antwort auf die Machbarkeit dieses ambitionierten Plans gedacht war :mrgreen: . An ihren Zielen, die Fluchtursachen zu bekämpfen oder die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren, machte sie dabei keine Abstriche.

Nun gab es gestern Abend einen Brennpunkt der ARD zu den Ereignissen an der griechisch-mazedonischen Grenze. Die Zuschauer sahen eine Eskalation, die die österreichische Innenministerin so kommentierte: Es könne nicht sein, dass „Flüchtlinge mit Gewalt ihren illegalen Grenzübertritt“ durchsetzen wollten. Johanna Mikl-Leitner machte zudem deutlich, welche politische Alternative den Europäern zur Verfügung steht. Entweder die Politik des „Durchwinkens“ des vergangenen Jahres weiterhin zu dulden, und somit die ungesteuerte Zuwanderung, oder diese Politik zu beenden. Das bedeutete die europäischen Außengrenzen zu schützen, selbst wenn Mazedonien noch nicht einmal Mitglied der EU ist.

Praxistest, allerdings nur beim Kaffee
Das alles hat aber scheinbar nichts mit der Politik der Kanzlerin zu tun, die sie bei Anne Will erläuterte. Offenbar will niemand in Europa diese an der Grenze gestrandeten Flüchtlinge aufnehmen. So bliebe noch Deutschland übrig, um ihnen in einem humanitären Akt die Einreise zu gestatten. Allerdings hätte das die seit September vergangenen Jahres bekannten Folgen. Alle nachkommenden Flüchtlinge könnten sich darauf berufen, womit die erwähnte Politik des „Durchwinkens“ ihre Fortsetzung fände.

Oder Deutschland verweigert diese Einreise, was bedeutete, diese Politik der Grenzschließung zu akzeptieren. Damit hätte Deutschland eine faktische Obergrenze eingeführt, die die Kanzlerin noch am Sonntag entschieden ablehnte. Es wäre sicherlich nicht zuviel verlangt, wenn die deutsche Politik darüber Auskunft gibt. Aber im ARD-Brennpunkt kam niemand auf die Idee, die wolkigen Glaubenssätze der Kanzlerin vom Sonntag dem Praxistest am Montag zu unterziehen.

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner will ein Ende der „Politik des Durchwinkens“.
Diese „europäische Lösung“ findet mit einem Deutschland statt, das es sich im Ideenhimmel bequem gemacht hat :D , weil die politische Wirklichkeit zu trist geworden ist. Selbst die von Frau Mikl-Leitner geschilderte Alternative überfordert schon die Kanzlerin und Teile der Berichterstattung. Da begnügt man sich lieber mit der Universalformel vom „Versagen der Europäer“, obwohl nur die Deutschen in Europa allen Flüchtlingen eine Aufnahme versprochen haben.


Dafür ließ der dem Brennpunkt folgende „Haushalts-Check“ mit Yvonne Willicks keine investigativen Wünsche offen. Alle Formen der Kaffee-Zubereitung wurden sorgfältig begutachtet. Zur Kompostierbarkeit von Kaffeekapseln war Betrübliches zu berichten: Die von den Herstellern versprochene Obergrenze konnte nicht eingehalten werden :lol: .

Anschließend machte Frank Plasberg den „Integrations-Check“ zur Flüchtlingspolitik: Jung, männlich, ungebildet, so lautete die Fragestellung. Die Sendung war differenzierter als der Titel zum Ausdruck bringt. Zudem war lediglich Cem Özdemir als Parteivorsitzender der Grünen in einer moderat zu nennenden Wahlkampfstimmung. Er beließ es gegenüber der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller (CSU) bei einigen Spitzen zum CSU-Parteivorsitzenden.

Ansonsten diskutierte man sachlich über das, was dieses Land in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen wird. Wie integrieren wir die Zuwanderer in unsere moderne Arbeitsgesellschaft? Die beiden Pole waren schnell diagnostiziert. So wies der Porsche-Betriebsrat Uwe Hück auf den absehbaren Arbeitskräftemangel in der alternden Gesellschaft hin. Die Flüchtlinge müssten unseren Wohlstand sichern, so seine These. Aber Hück war natürlich nicht so naiv, dieses Ziel umstandslos mit der schon gelungenen Umsetzung zu verwechseln.

Welche Probleme dabei auftreten werden, machte der Münchner Bildungsökonom Ludger Wößmann an einer interessanten Zahl deutlich. In Deutschland erreichten 19 Prozent der Schüler nicht die Kompetenzstufe 1 bei den Pisa-Tests. In Syrien lag diese Zahl bei einer vergleichbaren Untersuchung schon vor Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011 bei 66 Prozent. Die Syrer gelten als die Flüchtlingsgruppe mit den besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Auch wenn eher besser gebildete Syrer einreisen sollten, wird an diesen Zahlen das Problem deutlich. Unter den von Hück erwähnten migrationspolitischen Aspekten sucht sich Deutschland die falschen Zuwanderer aus. Aber die humanitäre Motivation sollte solche utilitaristischen Überlegungen in den Hintergrund treten lassen.

Es ist diese fehlende Abgrenzung zwischen Einwanderung und Asyl, die die deutsche Debatte bis heute belastet. Darauf wies Özdemir hin als er ein Einwanderungsgesetz forderte. Aber diese Trennung kann nicht funktionieren, wenn er gleichzeitig die fehlenden Perspektiven für Flüchtlinge ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus kritisierte. Dabei ist das durchaus nachvollziehbar. Vor allem wenn man die Praxis kennt, gut integrierte Flüchtlinge nach jahrelangen Verfahren wegen eines negativen Asylbescheids doch noch abzuschieben. Aber damit ist das deutsche Asylrecht erst zu einem de facto Einwanderungsverfahren geworden. Allerdings mit dem Zwang, politische Verfolgung nachweisen zu müssen.

Obwohl jeder längst weiß, dass es in vielen Fällen darum überhaupt nicht geht. Hier werden alle Beteiligten zur Lüge gezwungen. Der deutsche Staat tat so als wenn er politisches Asyl gewähren wollte, obwohl es ihm um die Begrenzung der Zuwanderung ging. Die Zuwanderer taten dafür so als wären sie politisch verfolgt, obwohl sie lediglich die Chance auf eine besseres Leben suchten.

So konnte sich niemand über die praktischen Probleme wundern, die Plasberg thematisierte. So berichtete der Templiner Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) :shock: von den ernüchternden Erfahrungen mit den bisherigen Integrationsanstrengungen von Flüchtlingen. Sie brachen von der mittelständischen Wirtschaft angebotene Praktika ab, weil sie sich vom Achtstundentag und den Herausforderungen tayloristischer Produktionsverhältnisse überfordert fühlten.

Hück, der in jede Richtung eine erfrischende Deutlichkeit an den Tag zu legen weiß, nannte den betreffenden jungen Mann schlicht „faul“. Aber selbstredend kennt ein führender IG Metall-Funktionär die Sozialisationsvoraussetzungen, um aus einem Jugendlichen einen hochqualifizierten Facharbeiter zu machen. Die kann man nicht umstandslos in Syrien oder Afghanistan erwarten. Die Flüchtlinge aus solchen Ländern müssen sie nachträglich erwerben, was besondere Herausforderungen an die beteiligten Unternehmen und Belegschaften stellt. Das gilt um so mehr in einer Gesellschaft, wo unqualifizierte Arbeit an Reputation verloren hat und vor allem mit Einkommensverlusten verbunden ist.

Daher war der Einwand berechtigt, den Petra Busse-Huber formulierte. Solche Probleme, wie mit den jungen Flüchtlingen in Templin, gäbe es auch mit jungen Deutschen, so die Auslandsbischöfin in der Evangelischen Kirche. Das ist so. Hück bemüht sich seit Jahren, solchen jungen Leuten eine Perspektive zu bieten. Aber was ist von einer Einwanderungspolitik zu halten, die sich erst damit beschäftigt, wenn diese Menschen im Land sind? Es wäre wahrscheinlich sinnvoller, erst die Voraussetzungen für Einwanderung zu schaffen, um anschließend den betroffenen Menschen eine Perspektive zu bieten.

Über die Gastarbeitergeneration der Eltern von Özdemir wurde gesagt, wir suchten Arbeitskräfte und es kamen Menschen. Heute kommen Menschen und wir suchen für sie Arbeit. Das ist allerdings auch kein überzeugendes Konzept, wie gestern Abend deutlich wurde. Man könnte es vielleicht in Zukunft mit der Idee versuchen, Menschen einwandern zu lassen, für die wir Arbeit haben. Aber dieser Pragmatismus überfordert den deutschen Idealismus :roll: .

Oder doch nicht? Im Brennpunkt wurde ein Syrer an der griechisch-mazedonischen Grenze mit folgenden Worten zitiert: „Wenn ich gewusst hätte, wie hier die Situation ist, hätte ich Syrien nie verlassen.“ Es ist nicht auszuschließen, das hier die eigentliche Botschaft der Kanzlerin und der ihr angeschlossenen Rundfunkanstalten zu finden ist. Das wäre allerdings ein Pragmatismus in Form eines lupenreinen Machiavellismus. Aber einen Vorteil hätte das schon. Den Deutschen und ihrer Kanzlerin könnte man nicht mehr ihren wolkigen Idealismus vorwerfen.

Airwin
@Manolo

hat 0,0 mit der landtagswahl zu tun.


bzgl leipzig richtig, aber ERV hatte zum selben thema hier in den fred gereihert, daher wolte ich ihm auch hier antworten.

bzgl rest: flüchtlingskrise und merkelfreundliche berichterstattung seitens der öffentlich rechtlichen paßt natürlich auch in einen landtagswahlfred, daher der zweite beitrag :bounce: .


Manolo
Grasdaggl
ach so stimmt. merkelt steht ja in ba-wü zur wahl und ba-wü wird auch künftig die flüchtlingspolitik besteimmen, wenn erst die afd-hansel im parlament ihren völkisch angehauchten unsinn verzapfen dürfen.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

thoreau
Granadaseggl
Iron hat geschrieben:
thoreau hat geschrieben:Was soll die Verallgemeinerung? Wie in jedem Beruf gibt es auch bei den Lehrer kompetente und weniger kompetente Exemplare. Was ich wiederum mitbekomme ist ein gewisses Defizit an einem Mindestmaß an erzieherischer und fördernder Leistung vieler Eltern. Geschweige denn eine halbwegs objektive Einschätzung der Begabung ihrer Kinder. Oder - wenn man das nicht erwarten kann - zumindest eine gewisse Beratungsoffenheit. Aber es ist natürlich deutlich einfacher die Schuld bei den Lehrern (allen!) zu suchen und zu hoffen, dass sie endlich kompetenter werden...


Ich suche nicht die Schuld an den Lehrern. Ich habe auch nicht von allen gesprochen. Es gibt sie schon die sehr guten Lehrer. Ich sehe aber gerade in der Grundschule eben die nicht die Häufigkeit von guten Lehrern.


Was fehlt dir bei denen? Also inwiefern siehst du bei ihnen, dass sie ungeeignet sind?

Airwin
@thoreau

ich bin die ruhe selbst 8) . Beweise gibt es keine, argumente schon. Dass dich das benennen derselben irritiert, irritiert nun wiederum mich :oops:


@manolo

ach so stimmt. merkelt steht ja in ba-wü zur wahl und ba-wü wird auch künftig die flüchtlingspolitik besteimmen .....


achso stimmt. die flüchtlingspolitik spielt für die wahl in BaWü keine rolle :bounce:

Auswurf
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Grasdaggl
thoreau
Du musst leider 35 mal nachfragen, bis Du ungefähr zusammen bekommst, was iron vielleicht denkt,
wenn er bock hat.

Ich find blöd, dass männer keine lust haben, grundschullehrer zu werden.
Die wollen mehr kohle und höheres ansehen.
Dann gefällt mir nicht, dass sich scheinbar viele leher nie die frage gestellt haben,
ob sie überhaupt geeignet sind sich vor ne klasse zu stellen.
Da gibts ja immer welche, die von schülern nicht ernstgenommen werden.
Viele lehrer ziehen einfach (vor allem nach einigen dienstjahren) ihren stiefel einfach durch
und haben einfach aus bequemlichkeit keinen bock auf irgendwelche neuerungen.

Dies ist alles sehr menschlich und ich weiss nicht, wie man da was ändern kann.
das ist doch keine Musik

Manolo
Grasdaggl
für die wahl spielt die flüchtlingspolitik eine rolle, nach der wahl nur über den bundesrat. in diesem wiederum wird zum glück weiterhin kein afd-vertreter sitzen. abgesehen von seehofer natürlich.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Mike the Bike
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Granadaseggl
Manolo hat geschrieben:ach so stimmt. merkelt steht ja in ba-wü zur wahl und ba-wü wird auch künftig die flüchtlingspolitik besteimmen, wenn erst die afd-hansel im parlament ihren völkisch angehauchten unsinn verzapfen dürfen.


yep ,.. deswegen hat Frau Merkel den Termin bei Stihl abgesagt ,... "Zeitprobleme wegen Flüchtlingsgipfel" ,.. wahrer Grund ,... der Pumuckel Wolf will nicht das Kretschman Merkel auf einem Bild sind ,.. wenn es die CDU vergeigt dann sicher nicht wegen Merkel sondern wegen der Karrikatur eines Kandidaten ,.. der Typ ist nur noch peinlich


Merkel sagt kurzfristig Termin bei Stihl ab

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen Termin beim Waiblinger Sägenhersteller Stihl am Freitag überraschend abgesagt.

DPA | 01.03.2016 0 0 0

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen Termin beim Waiblinger Sägenhersteller Stihl am Freitag überraschend abgesagt. Die Absage des Besuchs, bei dem sie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) begegnet wäre, sei mit der Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels zur Flüchtlingspolitik begründet worden, sagte gestern ein Unternehmenssprecher. Stihl hatte zur Eröffnung des Entwicklungszentrums und der neuen Produktionslogistik geladen. Zum Parteitag der Landes-CDU am Freitag in Ettlingen wird die Kanzlerin aber erscheinen.

In der CDU wird zwei Wochen vor der Landtagswahl am 13. März die Nähe Kretschmanns zur Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik diskutiert. Vermutungen der SPD, dass die Absage auf Druck der Landes-CDU zustande kommt, weil Fotos von Merkel mit Kretschmann unerwünscht seien, wies CDU-Wahlkampfmanager Thorsten Frei zurück. "Das ist absoluter Blödsinn." Niemand solle glauben, die Südwest-CDU habe Einfluss auf die Terminplanung der Kanzlerin. Wegen Gesprächen vor dem Gipfeltreffen werde auch ihre Rede auf dem Parteitag nach vorne verlegt.

SPD-Generalsekretärin Katja Mast sprach von der "hellen Panik" in der Landes-CDU und bei ihrem Spitzenkandidaten. "Guido Wolf zeigt in den letzten Tagen, dass er sich in einer Angstspirale befindet, wie man sie von der CDU nie für möglich gehalten hätte."


Auswurf
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Grasdaggl
danke für die schöne antwort haber!
ich kenne halt nur junge lehrer(innen),
die realtiv schnell von vielen aus dem kollegium gefrustet sind,
weil sie sich als ausgebremst empfinden, die aber auch von ebenfalls jungen lehrkräften erzählen,
die keinen bock haben mehr, als das unbedingt nötige zu tun
das ist doch keine Musik

Räpper hat geschrieben:Wir wären dem Paradies viel näher, würde es keine Religionen geben.


Das ist nicht nur richtig, sondern besitzt auch eine schöne poetische Wahrheit.


Mike the Bike hat geschrieben:dem möchte ich entschieden wiedersprechen ,..
das Problem ist nicht die Religion sonder das was die Menschen und die Kirche daraus macht.


Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto entschiedener muss ich den Unterschied zwischen diesen Begriffen ablehnen. Wenn du die Menschen und die Kirche abziehst, bleibt keine Religion mehr übrig. Selbst wenn es einen Gott oder Götter geben sollte – ohne uns hätten die niemanden, der ihre Religion ausübt.

Wir haben die Religion erfunden: wir haben ein paar wichtige Verhaltensregeln niedergeschrieben – und noch ein paar hinzugefügt, die für die Herrschenden in der Gemeinschaft ungemein nützlich sind und deren Macht zementieren.

Die Menschen haben die Religion über die Jahre hinweg zum Teil auch verbessert: in vielen Fällen haben wir die hässlichsten Sachen zwar nicht rausgestrichen – darf man ja nicht – aber wir ignorieren sie. Darf man zwar eigentlich auch nicht, aber das Risiko nehmen die gläubigen Menschen auf sich. Da besinnen sich die Leute nicht nur auf den guten Kern ihrer Religion, sondern wenden sich auch aktiv gegen den ekligen Kern. Der nächste Schritt kommt irgendwann auch noch, leider sind wir noch lange nicht so weit.

Ein ganz kleines Beispiel, ohne den großen philosophischen Bogen zu spannen: Brasilien ist insgesamt ein sehr frommes katholisches Land, aber da wird gebumst und verhütet, dass es eine helle Freude ist. Die Verkaufszahlen von Kondomen passen überhaupt nicht mit den konfessionellen Bekenntnissen der Bevölkerung zusammen. So viele Sünder – aber die Leute nehmen das nicht als Widerspruch wahr – glücklicherweise. Der neue Kuschelpapst hat dann dazu passend auch eine Ausrede erlassen: das Verhüten ist nach wie vor eine Sünde, aber zum Schutz vor Krankheiten sind Kondome mittlerweile okay, wenn ich das richtig mitgekriegt habe. Very clever.

Dein persönlicher Glaube ist unantastbar, aber ohne Gemeinsamkeiten mit dem persönlichen Glauben anderer Menschen gibt’s keine Religion, und auch keine Kirche. Ich finde man muss sich schon fragen, ob man da wirklich so sauber trennen kann, und ob das ehrlich ist, oder ob einen die Mitgliedschaft in dem Club nicht vor ein paar moralische oder philosophische Schwierigkeiten stellt.


Mike the Bike hat geschrieben:Für Gewalt und Grausamkeit braucht der Mensch keine Religion


Das nicht, aber ab einer gewissen Größenordnung schon, wie es scheint. Steven Weinbergs berühmtes Zitat:

“Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit oder ohne ihr hat man gute Menschen, die Gutes tun und böse Menschen, die Böses tun. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.”


Mike the Bike hat geschrieben:[der Mensch] hat oft genug bewiesen das recht schnell Ideologien den Platz einnehmen können,... siehe Hitler, Stalin und Mao.


Absolut richtig: den Platz einnehmen – alle drei haben (mit gewissen Unterschieden) einen Personenkult betrieben, der einer Religion ähnlicher war als allen anderen Formen und von den selben Mitteln Gebrauch gemacht hat. Religionen und totalitäre Staatsformen werden ständig in entgegengesetzte Ecken getan, obwohl die Parallelen unübersehbar sind.

Mike the Bike
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Granadaseggl
@Nice :prost: es ist schön das du dich mit Glauben und Religion beschäftigst, auch wenn wir beide zu unterschiedlichen Resultaten kommen akzeptier und respektiere ich deine Meinung umfänglich.

Die entstehung und existens eines so gigantisches Universum ohne tieferen Hintergrund ist für mich nicht vorstellbar. Selbst die Existenz nur eines Atoms würde mich dem Glauben nahebringen.

Auch ein Atheist glaubt ,... eben an das NICHTS ,.. da scheint mir der Glaube an Gott perspektivreicher :mrgreen:

Auswurf
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Grasdaggl
Wer hat gott erschaffen und könnten wir dummbatze überhaupt verstehen, was er uns zu sagen hat und warum könnten wir dann selbst nicht drauf kommen?
Und warum nur ein gott und nicht viele, kommt der nicht mit anderen klar?
Was ist beruhigend daran hinter allem einen plan zu sehen?

göttlichkeit anzustreben im sinne vom erkennen der wahrheit - sowas find ich interessant.
Im gegensatz zu vielen, bin ich der meinung, dass es tatsächlich nur eine wahrheit gibt,
die halte ich aber für unabhängig von der existenz eines gottes.
Also seine existenz/nicht existenz für belanglos

jetzt kleb ich noch ne frage dran mike..
würdest Du anders handeln auf der welt, wenn ich Dir eine nichtexistenz gottes nachweisen könnte?
das ist doch keine Musik

Mike the Bike hat geschrieben:Auch ein Atheist glaubt ,... eben an das NICHTS ,.. da scheint mir der Glaube an Gott perspektivreicher :mrgreen:


Das finde ich wirklich blöd, weil die Wortbedeutung eindeutig ist: Atheismus bezeichnet die Abwesenheit eines Glaubens an Gottheiten. Es gibt verschiedene Definitionen, über die man sich ewig streiten kann, aber das ist der kleinste gemeinsame Nenner. Es ist schon doof, das einfach so umzudichten oder mit Nihilismus gleichzustellen. Atheisten glauben an jede Menge Sachen, nur an eins eben definitiv nicht, sorry.


Mike the Bike
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Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:
jetzt kleb ich noch ne frage dran mike..
würdest Du anders handeln auf der welt, wenn ich Dir eine nichtexistenz gottes nachweisen könnte?


Ohaa Auswurf ,.. diese Frage wird sich für mich nich stellen, denn es kann mir niemand beweisen ,.. genau so wenig wie ich es wirklich beweisen kann. Ich habe den Glauben in mir , kann nichts dagegen machen.
Aber wie gesagt , es kommt auch auf die Interpredation eines Gottes an ,.. ist nicht allein die Natur göttlich ? Man sollte die ganze Sache ein wenig globaler sehen und nicht jeden Bibelsatz auf die Goldwaage legen.

Ich glaube fest daran, dass Mike the Bike auch ohne den Hergott ein feiner Kerl wäre.

Ohne zu weit auszuschweifen: ich unterstelle den meisten Leuten, dass sie einer hingefallenen Oma aufhelfen, und zwar nicht, weil sie sonst in die Hölle kommen, sondern weil die Oma hingefallen ist und Hilfe braucht.