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Hasenrupfer
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Grasdaggl
Die haben leider nun mal keinerlei Opposition sowie den Großteil der Presse auf ihrer Seite, auch den seriösen Bereich. Labour hat sich selbst nach Corbyn noch mal nen Schritt beudeutungsloser gemacht, die Johnson-Bande hat quasi freie Hand, ihre Scheiße als Gold zu verkaufen.

Faszinierend zu beobachten, aus der Ferne natürlich.


RedBlues
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Sagen wir mal so, moralisch rede ich von beidem. ;)


Ok, ich komm ja eher aus der Praxis bei solchen Diskussionen. Angenommen du hast einen Unternehmen, der hat ein Unternehmen in dem im großen und ganzen sein Vermögen steckt. Das Unternehmen ist nicht Börsengelistet, sagen wir es ist eine GmbH. Er zahlt sich im Jahr dass er gut Leben kann mit seiner Familie 50k an Gehalt. Er ist verheiratet, seine Frau arbeitet im gleichen Unternehmen gleichberechtigt mit ihm und hat ebenfalls ein Gehalt von 50k. Damit kommen die beide zusammen nicht in den Spitzensteuersatz, wenn ich nicht nicht täusche.

Das Unternehmen beschäftigt 500 Mitarbeiter und läuft prächtig.

Was zahlt er dann Vermögenssteuer?
Wie will man den Wert des Unternehmens berechnen?
Ist echt sinnvoll, dass er jedes Jahr Kapital aus dem Unternehmen ziehen muss um eine Vermögenssteuer zu entrichten?

Anderes Beispiel. Angenommen ich hab für 80k Daimler Aktien, also 1000 Stück.ich hab noch ein paar andere damit ich mich für die Vermögenssteuer qualifiziere, aber um es einfach zu machen bleiben wir mal nur bei den Aktien von Daimler. Letzten März hatte ich 40k, weil Daimler nur die Hälfte wert war. Im Jahr davor waren es sagen wir 60k. Zu dem welchem Stichtag soll man das Vermögen bewerten? Kommt ein Börsencrash halbiert sich auch mal ein Vermögen, evtl bin ich dann ein Jahr später oder nur ein paar Monate später überhaupt nicht mehr reich genug Vermögenssteuer bezahlen zu müssen.

Oder Immobilien, bewerten wir da alles? Oder nur alle in denen ich nicht wohne?

Lange Rede …
Ich halte eine Vermögenssteuer für extrem schwer umsetzbar, ohne dass es massiv Geld kostet diese einzutreiben, Rechtssicher und Gerecht.

Was man am gerne machen darf, die Sozialbeiträge nicht zu Deckeln, denn ab einem gewissen Einkommen zahlt man nicht mehr den prozentualen Anteil, das finde ich höchst ungerecht. Das würde die Sozialsysteme sofort entlasten.


Schade, dass das verärgerte Wasenhuhn (hoffentlich nicht für immer) forumsflüchtig ist. Er könnte als Fachmann etwas dazu sagen.

Ich musste mich damit noch nicht beschäftigen. Die einzige Frage, die mich vermögensseitig interessiert ist, ob unsere Töchter das Haus erbschaftssteuerunbehelligt bekommen können oder nicht.

Wenn wir uns einig wären, dass etwas getan werden muss, um das Ungleichgewicht anzutarieren, wäre das ein Anfang.

Edit: Haber wie er leibt und lebt. Das macht ihn so sympathisch.


Wir sind uns einig darin, dass das Gleichgewicht notwendig ist und ein elementarer Bestandteil einer funktionierenden Demokratie.

Noch was interessantes:
Der Anteil der Löhne am Volkseinkommen ist zuletzt klar gestiegen. Zugleich zahlen Gutverdiener einen höheren Anteil der Einkommensteuern als 1998.  


https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/ei ... 55510.html



@haber
Man muss dich einfach gern haben. Bitte bleib uns noch lange erhalten. :vfb:

RedBlues
Halbdaggl
Möchte noch was hinzufügen.
Ich halte die Akkumulation von einem Großteil des Kapitals in den Händen von sehr wenigen Menschen innerhalb eines Landes für ausgesprochen gefährlich. Das führt im Regelfall zu Verwerfungen innerhalb einer Gesellschaft innerhalb des politischen Systems. Weil Kapital auch Macht ist. Zu sehen beispielsweise in Südkorea mit dem Samsung Clan. Oder in anderer Form in der USA, wo mit Bezos, Gates, Zuckerberg sehr viel Kapital auf sehr wenige Menschen gebunden ist. Wie damals zu Zeiten der vanderbilts, Rockefellers und so weiter.

Für ein Land in zweiter Stufe gefährlich halte ich, wenn der Besitz von Unternehmen des Landes außerhalb dieses Landes ist. Also wenn zum Beispiel ein Daimler nur in der Minderheit deutschen Aktionären gehört. So können die Interessen der Volkswirtschaft und des Staates nur unzureichend erfüllt werden, ein Antrieb des Unternehmens aus sich heraus zum Wohl des Staates zu arbeiten wird dadurch minimiert.

Mein Idealzustand wäre eine Volkswirtschaft in der die Bürger des Landes Miteigentümer der Unternehmen sind, in der Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt sind und nicht nur durch Gehalt und Erfolgsprämien vom unternehmerischen Erfolg profitieren, sondern auch durch Dividenden wenn solche ausgeschüttet werden. So würden Sie auch vom Wertzuwachs des Unternehmens profitieren, sollte es einen solchen geben.
In einer solchen Welt würden die Bürger vom wirtschaftlichen Erfolg der Wirtschaft direkt profitieren, die Gewinne der Konzerne blieben zu einem größeren Teil im Land und damit bei den Bürgern. Auch könnten in einer solchen Welt die Bürger auf jährlichen Aktionärsversammlungen über den Kurs dieser Unternehmen mitbestimmen.

Das würde den Wohlstand im ganzen Land fördern und so auch dabei helfen die Schere zwischen arm und reich auszupendeln.



higgi
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Grasdaggl
Quatsch, seit wann arbeiten Unternehmen zum Wohle des Staates?
Sammal gehts noch?
Der Staat klaut den allermeisten hart arbeitenden Menschen einen erheblichen Anteil ihres Gehalts und gibt das Geld für irgend einen Mist aus.
In Deutschland immer noch mehr als in den meisten anderen Ländern dieser Welt.
Vergessen wir das bitte nicht
von daher

RedBlues
Halbdaggl
Äh, Higgi
Nicht der Staat in seiner Form als die Verwaltung ist Eigner der Unternehmen, sondern die Bürger, die Angestellten, die Arbeiter. Die Unternehmen funktionieren weiterhin wie Unternehmen funktionieren. Also ganz gewöhnliche Aktiengesellschaften deren erste Aufgabe das Streben nach Gewinn ist, unter Maximierung der vorhandenen und verfügbaren Resourcen.

Aber als Anteilseigner haben die Aktionäre und damit die Bürger die Möglichkeit auf Entwicklungen in Unternehmen zu reagieren. Und sie sind wie jeder Aktionär am Erfolg des Unternehmens beteiligt.

Und weil die Bürger der Staat sind, ist ihr Interesse per Definition das Interesse des Staates. Andersherum, im Sozialismus, ist das Interesse des Staates sehr häufig nicht im Interesse seiner Bürger gewesen. Eine Staatswirtschaft lehne ich von ganzem Herzen ab!

higgi
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Grasdaggl
So rum ok, hab dich dann falsch verstanden.

Wobei ich mir nicht sicher bin ob die Angestellten als Hauptanteilseigener unternehmerisch die richtigen Entscheidungen treffen
von daher



de mappes
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Spamferkel
Der Spitzensteuersatz soll erst ab 90 000€ greifen, Reichensteiner, Vermögenssteuer, braucht man nicht.


Reichensteiner braucht man wohl nicht, aber ne Vermögenssteuer finde ich deutlich sinnvoller als die hohe Besteuerung von Einkommen ab 90.000
Hier nimmt man es von Leuten, die beispielsweise hohe Kredite fürs Eigenheim/Familie abzuzahlen haben
Während man Leute verschont, die seit zig Generationen ihr Geld unter sich verteilen.

Das ist nicht richtig
Don't criticize what you can't understand


higgi
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Hehe,
aber erst mal draufhauen gell?
8)
Mache ich auch manchmal.
:mrgreen:

er hat es mir aber auch einfach gemacht, ihn falsch zu verstehen
:P
von daher

RedBlues
Halbdaggl
higgi hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Hehe,
aber erst mal draufhauen gell?
8)
Mache ich auch manchmal.
:mrgreen:

er hat es mir aber auch einfach gemacht, ihn falsch zu verstehen
:P


War extra so formuliert, dass jeder Sozialist erst einmal zustimmt 8)

Goofy
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Quatsch, seit wann arbeiten Unternehmen zum Wohle des Staates?
Sammal gehts noch?
Der Staat klaut den allermeisten hart arbeitenden Menschen einen erheblichen Anteil ihres Gehalts und gibt das Geld für irgend einen Mist aus.
In Deutschland immer noch mehr als in den meisten anderen Ländern dieser Welt.
Vergessen wir das bitte nicht


Egal, ob da jemand anderes dich durch seine Aussagen etwas provoziert hat - die Denkweise, die hinter solchen Sätzen steckt, die gefällt mir überhaupt nicht.
Nicht der Staat klaut den Bürgern ihren Reichtum!
Die Bürger sind der Staat!


In Deutschland haben wir mehr Reichtum als in den meisten anderen Ländern.

Schulen, Kindergärten, sonstige öffentliche Einrichtungen, geteerte Straßen, ein Auffangsystem für "gescheiterte" Menschen ... ich breche ab, das wird sonst eine endlose Aufzählung.

Das ist unser gemeinsamer Reichtum. Und dazu tragen wir alle bei mit den Steuern.
Und wenn man woanders weniger Steuern zahlen müsste, kann man ja auch überlegen, was es dort weniger gibt.


Die Politiker (nicht zu verwechseln mit "der Staat") wollen grundsätzlich das Beste für das Land und das Volk.
Alle* 8)
Auch wenn sie Fehler machen.
Manchmal wollen sie auch das Beste für sich selbst oder ihr Umfeld, oder die Lobby. Aber wer damit ein Problem hat, soll aufhören, von Union und FDP zu erzählen.

*Auf manche Parteien am Rand mag das nicht zutreffen.



RedBlues hat geschrieben:[

Noch was interessantes:
Der Anteil der Löhne am Volkseinkommen ist zuletzt klar gestiegen. Zugleich zahlen Gutverdiener einen höheren Anteil der Einkommensteuern als 1998.


https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/ei ... 55510.html

Was würde man auch erwarten, nach 16 Jahren CDU/FDP-Regierung?

Der Text ging ja noch weiter:
Und der Anteil der Bürger mit Einkommen unterhalb der statistischen Armutsrisikoschwelle sinkt.

Hallo Mindestlohn. Hallo SPD.

higgi
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Grasdaggl
Nein die Bürger sind die Bürger und der Staat ist der Staatsapparat

Die Durchschnittspension eines Beamten ist doppelt so hoch wie das eines Arbeiters, sie kriegen ihre Wehrzeit und Studienzeit als Dienstzeit angerechnet damit sie ja früher in Pension gehen.
Sie haben keine Sozialabgaben
Zusätzlich zum normalen Kindergeld erhalten sie weitere Zuschläge für Ehegatten und Kinder, das sind bis zu 200.000 € in 25 Jahren wenn die Kinder studieren und die/der Alte nicht abhaut
Von den ganzen Steuervorteilen für die Beamten und den Steuerverschwendungen fang ich gar nicht erst an.

Wann warst du letztes Mal in einer dieser Schulen die in den 70er Jahren gebaut wurden?
von daher


RedBlues
Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:


RedBlues hat geschrieben:[

Noch was interessantes:
Der Anteil der Löhne am Volkseinkommen ist zuletzt klar gestiegen. Zugleich zahlen Gutverdiener einen höheren Anteil der Einkommensteuern als 1998.


https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/ei ... 55510.html

Was würde man auch erwarten, nach 16 Jahren CDU/FDP-Regierung?

Der Text ging ja noch weiter:
Und der Anteil der Bürger mit Einkommen unterhalb der statistischen Armutsrisikoschwelle sinkt.

Hallo Mindestlohn. Hallo SPD.


Goofy ich kann dir nicht ganz folgen. Nach 16 Jahren CDU/FDP interpretiere ich so, dass du davon ausgehst dass der Neo Liberalismus dazu geführt hat, dasss zu dieser Zeit die geringsten Steuern auf Einkommen gezahlt wurden und es deshalb kein Wunder ist, dass durch die Regierung der SPD/Grünen und später 3 Regierungsbeteiligungen der SPD die Steuerquote gestiegen ist.

Aber schau dir mal den Verlauf des Spitzensteuersatzes an.
https://de.statista.com/statistik/daten ... d-ab-1958/
Der fiel von 1998 bis 2004 von 53% auf 45%.

Punkt 2, zweifellos hat der Mindestlohn etwas mit dem Risiko von weniger Armut zu tun.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
RedBlues hat Recht.

Die Senkung des Spitzensteuersatzes war CDU/FDP-Politik in Reinkultur und der zweitgrößte Sündenfall der Rotgrünen Koalition.

Schröder wollte die SPD mehr in die Mitte bekommen (Schröder-Blair-Papier usw. Ihr erinnert Euch bestimmt), um der CDU und FDP Wähler abzujagen.

Der Schuss ging nach hinten los. Spätestens nach der Agenda 2010 hatte die SPD die treuesten ihrer Wähler, die Malocher im Ruhrgebiet, verloren.

Interessant ist, dass die Grünen die Agenda 2010 schadlos überstanden haben.

In Jamaica könnte die SPD viele der Verlorengegangen wieder zurückholen. Aber das wird ein verdammt schweres Unterfangen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Haber hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Unsinn.
Das ist genau die Richtung, in die es gehen muss.


:nod:

Die Umkehrung findet grad in Griechenland statt, wozu das führt kann ich gar nicht schreiben, ich müsste :puke:


Ich glaube, wir können zuversichtlich sein.
Allerorten in Europa sieht man ein Erstarken der linken Mitte.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
halensee hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:In Jamaica könnte die SPD viele der Verlorengegangen wieder zurückholen. Aber das wird ein verdammt schweres Unterfangen.


Die Regierungsbeteiligung verweigern, CDU/CSU das Feld überlassen und in die Opposition gehen? Die Schwampel wäre in der Tat ein sehr steiniger Weg für die SPD.


:nod:
Don't criticize what you can't understand