2105 Beiträge

Local Zero
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Grasdaggl
Vielleicht muss man das mit dem Informationsfreiheitsgesetz dem Fritze nur besser verkaufen. Wenn man ihm beibringt, dass die Abschaffung des IFG ein Standortnachteil gegenüber der USA wäre, weil Journalisten dort von Politikern direkt aus erster Hand per Messengerdienst informiert werden, pfeift er sein Spitzmäuschen vielleicht wieder zurück.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

de mappes
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Spamferkel
Nice Weather hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Sie haben Schiss. Zu recht:

Union will Informationsfreiheitsgesetz abschaffen

In den Koalitionsverhandlungen drängen CDU und CSU darauf, das Recht auf staatliche Informationen abzuschaffen. Angetrieben wird das Vorhaben von Philipp Amthor – der wegen seiner umstrittenen Nebentätigkeiten bei Augustus Intelligence selbst unter IFG-Anfragen zu leiden hatte.


https://fragdenstaat.de/artikel/exklusi ... bschaffen/

Das ist jetzt wieder so’n Ding wo ich mir bis ans Ende meines Lebens merken werde, obwohl ich mich eigentlich von den Nachrichten fernhalte und eigentlich auch versuche, die Politik als die Wurstfabrik zu akzeptieren, in der man oftmals Sachen in den Darm stopfen muss, die man da eigentlich nicht drin haben möchte.

“Da sich die Arbeitsgruppe von Union und SPD nicht einigen konnten, müssen jetzt die Parteispitzen ran: Die Parteivorstände von CDU, CSU und SPD werden sich in den nächsten Tagen darüber verständigen, ob sie sich auf eine Abschaffung des Rechts auf Informationen einigen.”

Hört sich für mich ganz einfach an – ich würde das zur allerersten Bedingung für weitere Verhandlungen machen: wenn dieses Vorhaben nicht ersatzlos vom Tisch geschmissen wird, kann man direkt Neuwahlen vorbereiten. Und ich würde das auch sehr laut so kommunizieren, und dafür sorgen, dass der Name Amthor fest mit diesem schmierigen Winkelzüglein verbunden ist und bleibt.

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P.S. Wäre auch ein guter Aufhänger, dem Volke den Begriff Demokratie nochmal näher zu bringen; viele wissen nicht, was das eigentlich ist und was alles dazugehört.


Völlig richtig
Ich weiß auch garnicht wie man sowas überhaupt abschaffen wollen möchte ohne logischerweise ganz klar Präsenz dafür zu zeigen, empfänglich für derlei Zusatz Einkommen zu sein
Irre
Don't criticize what you can't understand

Frank N Furter
Heute kam mir (mal wieder) aus heiterem Himmel und ohne ersichtlichen Assoziationshintergrund eine Textzeile aus einem Song in den Sinn. Guck ich also kurz bei einer der einschlägigen Lyrik-Songtext-Webseiten nach. Jetzt muss ich da plötzlich ein Formular ausfüllen, soll meine Daten hinterlegen und Werbung akzeptieren. Name kannst Dir ja ausdenken, aber die Form und die Art der Werbung ist einfach nur noch penetrant.

Für was muss denn eigentlich inzwischen jeder Fitzel Öffentlichkeit herhalten, um diesem selten dämlichen Werbeterror zu nutzen. Ich kauf von der ganzen Scheiße eh nichts. Gerade zum Bossen, mit je mehr Werbung mich die Arschlöcher voll spamen. Ich dachte eigentlich, wir hätten jetzt irgendwann mal das Maximum an Werbe-Penetranz erreicht?

Frank N Furter
Dass wir ein Werbemaximum erreicht haben, bzw. dass es überhaupt eines gibt?

Das ist doch offensichtlich, irgendwann sind die Werbebudgets aller Firmen erschöpft. Man kann nicht mehr werben, als man an Umsatz einnimmt. Ich habe aber inzwischen das Gefühl hier greift eher Cantors Theorie über verschiedene Mengen der Unendlichkeit.

Frank N Furter
Dann reden wir zumindest teilweise aneinander vorbei. Ich meine mit der Penetranz nicht nur den "Stil", sondern das Ausbreitungsvermögen. Mal ein paar Beispiele, vielleicht ists dann klarer:

Es gibt Millionen von Dödeln die nur durch Werbung, als Influenzer oder ernsthaftere Content-Leute inzwischen ihren Lebensunterhalt dadurch verdienen, dass sie für Klicks von Werbeagenturen bezahlt werden. Das müssen inzwischen Billionen-Summen sein. Und die müssen ja erstmal erwirtschaftet werden. Irgendwann muss doch mal Ende Gelände sein?

PS: Stell Dir Werbung mal ganz konkret als von Menschen abgesonderten Kot vor. Da gibts auch ne Kot-Obergrenze pro Tag. Du kannst die Welt nicht jeden Tag meterhoch mit Menschenkot zuscheißen. Soviel kann der Planet gar nicht an Nahrung produzieren. Aber für Werbung scheinen solche Gesetze eben nicht zu gelten. Vielleicht zahlen ja auch noch ein paar Trottel dafür, dass auf ihrer Seite ne Firma wirbt, oder wat weiß ich...

jagdhuette
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Halbdaggl
Dafür kämpfen die ganzen klassischen Werbekanäle ums überleben.
Pro7 hat grad Teile verkauft und wird eventuell bald von der Berlusconi Holding übernommen und RTL zerlegt grad Gruner & Jahr weiter.
Die haben vermutlich früher in Deutschland einen Großteil der Werbebudgets bekommen und nun kriegts halt der DubaiMike und die Sylt-Inge.

Frank N Furter
Das ist interessant, Jagdhütte, und auch sicherlich zu berücksichtigen. Trotzdem kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Gesamtwerbeaktivität weit überproportional zugenommen hat in den letzten 10-15 Jahren.

Privat nutze ich einen web.de-Account. Kann ich fast nicht mehr nutzen, weil inzwischen komplett vollgespamt mit Werbung. Wenn ich online einen Artikel lesen will, muss ich inzwischen nahezu überall zigfach Einblendungen wegklicken, die aber sofort wieder kommen. Du willst Dir bei einer Zeitung ein Video angucken, weißt noch nicht, dass das nur 20 sec. lang ist und kaum nennenswerten Inhalt hat, bekommst aber vorab 3x20 Sekunden-Werbescheiße reingerückt. Wenn Du zwischendurch was anderes lesen willst, bleibt die Scheiße einfach an der Stelle stehen.

Die Werbeindustrie ist inzwischen dafür verantwortlich, dass Menschen einen guten Teil ihres Lebens mit Rezeption wider Willen verbringen. Und das wird immer ekelhafter und penetranter. Und gleichzeitig bleibt ja jede klassische Werbefläche in Deutschland mit Werbung zugepflastert.

Ich habe dazu leider keine Zahlen, aber ich halte die These für zumindest vorab plausibel, dass durch das Internet, das Gesamtwerbeaufkommen deutlich stärker gestiegen ist, als zu gleicher Zeit die Umsätze der Firmen weltweit. Und falls das zuträfe, müsste man sich ja auch aus Sicht eines Controllers oder Managers ernsthaft fragen, ob das wirtschaftlich überhaupt klug ist.

Wenn die Löhne in dem Zeitraum um vielleicht 50 zur Basis zugenommen haben, die Werbung aber um 100%, dann ist sie unweigerlich ineffektiver geworden. Ich vermute jedoch, dass die Zahlen über den Zeitraum der Primärdigitalisierung der Gesellschaft, noch viel drastischer aussehen.

Aber wie auch immer: als ich ein Kind war, bestand Werbung hauptsächlich aus ein paar Litfaßsäulen und bizarren Spots im Vorabendfernsehen. Heute wirst Du auf jedem gedanklichen Meter den du zurück legen willst, mit Werbung komplett eingeschissen und sie ist wirklich zu einem ernsthaften neurologischen Problem geworden.

Aber vielleicht sehe ich das ja auch zu extrem, keine Ahnung....

Auswurf
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Grasdaggl
Werbung blockiert man doch mit kleinem Aufwand, wo es nur geht.
Wenn's nicht geht, meide ich die Seite,
oder finde mich mit dem Widrigkeiten ab.

Filmchen auf web oder GMX sind eh für die Tonne und Spiegel Filme von Belang, finden sich auf YouTube, was ohne Werbekiller oder Abo aber fürn Arsch ist
das ist doch keine Musik

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Seitdem ich bei Youtube den Wiedergabe- und Suchverlauf abgeschaltet habe, bekomme ich keine Aufforderungen mehr, mir Clips von Jürgen Elsässer reinzuziehen bzw. von der Alice, wie sie wieder mal die Altparteien fertig gemacht hat.
:mrgreen:

Und alles nur, weil ich mal meiner Informationspflicht nachgegangen bin.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Local Zero
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Grasdaggl
Kicker geht wieder mal da hin, wo es richtig weh tut:

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Tamasi
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Allmachtsbachel
Ich war neulich überrascht, dass es zu Kimmichs-Vertragsverlängerung keinen ARD-Brennpunkt gab. Dafür quasi eine Sportstudio-Sondersendung, immerhin.


Goofy
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Grasdaggl
Das Verbot, das keiner kennt: Beleuchtung an Häusern ist von April bis September gesetzeswidrig

In Karlsruhe und der Region bleiben viele Lichter an Häusern widerrechtlich an. Umweltschützer sind frustriert. Dabei kann es bei wiederholtem Verstoß teuer werden – wenn auch auf Umwegen.

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Von April bis September gilt in Baden-Württemberg ein Beleuchtungsverbot an sämtlichen Gebäuden. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

von Christoph Kölmel
vor 7 Stunden
4 Minuten
vor 1 Stunde






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So lobe ich mir Journalismus. Nicht lange Blabla, bevor man irgendwann zur eigentlichen Information kommt. Nee, direkt zur Sache, kurz, knapp, bündig. Schickes Bild dabei.

Und dann die Bezahlschranke, die mich abhält, vier Minuten lang Text zu lesen.

Top.


Und jetzt, Licht aus!


Tamasi
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Allmachtsbachel
kicker hat geschrieben:Befriedigen kann diese Königsklassen-Saison niemanden beim FC Bayern, der die Ansprüche dieses Klubs lebt und verinnerlicht hat.

Vielleicht eher: Zufriedenstellen.

Wenngleich es außerhalb der Bauernwelt sicher das ein oder andere glückliche Lächeln gab. Ich zitiere dazu mal Lukas Kwasniok, ebenfalls im kicker:

"Da wird ein Taschentuch nicht reichen"


https://www.kicker.de/nur-kimmich-redet ... 81/artikel
https://www.kicker.de/kwasniok-ueber-ab ... 44/artikel

Local Zero
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Grasdaggl
Die deutsche Medienlandschaft hat über Jahre hinweg eine klare Deutungshoheit in der Darstellung des Nahostkonflikts etabliert. Besonders die Beiträge von ARD und ZDF haben maßgeblich beeinflusst, wie hierzulande über den jüdischen Staat gedacht und wie die Vorgänge in Israel bei uns wahrgenommen werden.

Die geopolitische Komplexität des Landes, die Bedrohungen durch islamistischen Terror sowie die zunehmende Radikalisierung im Gazastreifen und auch im Westjordanland bleiben in den Berichten weitgehend unberücksichtigt. Stattdessen wird Israels Regierung häufig als Auslöser von Gewalt und sogar als »Kriegstreiber« dargestellt.

Die Nachrichten über Israel und über den Gaza-Krieg sind zumindest bei ARD und ZDF von großer Einseitigkeit geprägt. Es geht nicht um eine absichtliche Verbreitung von Lügen. Das Hauptproblem ist vielmehr das Weglassen von Kontext, die selektive Darstellung von Ereignissen und die Auswahl wiederkehrender Themenfelder, die dank des häufigen Vorkommens in der Berichterstattung künstlich aufgebauscht werden.


https://www.juedische-allgemeine.de/mei ... usgewogen/

Die 17 Minuten Videoanalyse einer Golineh Atai-Reportage sind durchaus sehenswert, blitzsauber die schweren handwerklichen Mängel der Journalistin offengelegt. Deutsches Journalismus.
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Auswurf
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Grasdaggl
Ich würde mal sagen, dass das genaue Gegenteil zutrifft.
Das mag in der einen Reportage so sein,
aber ganz grundsätzlich sind wir das Israel am unkritisch gegenüberstehendste Land weit und breit und diese Vorsicht, sehe ich auch medial abgebildet.

Man kann gerne mal pro palästinensische Kreise befragen, ob sie deine Meinung teilen

Der Wahnsinn, welcher im Gazastreifen abläuft findet im Vergleich zur Ukraineberichterstattung
kaum Beachtung - trotz der viel größeren Opferzahlen auf Seiten der Zivilbevölkerung
das ist doch keine Musik

Local Zero
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:aber ganz grundsätzlich sind wir das Israel am unkritisch gegenüberstehendste Land weit und breit und diese Vorsicht, sehe ich auch medial abgebildet.
Es geht nicht um "uns" als "Land". Es geht hier um eine ganz bestimmte Form der un-/gewollt (manchmal ist es auch nur Unfähigkeit) manipulativen Berichterstattung an einem ganz konkreten Beispiel. Eine Berichterstattung, die i.Ü. nicht neu ist. Diese widersprüchlichen, eine äußerst komplexe politische, seit Jahrzehnten andauernde Krisensituation mit aus dem Zusammenhang gerissenen, undatierten und nicht gegengeprüften O-Ton-Orgien wegreportieren zu können gab es schon in den 80ern, als man meinte, New Journalism mit Reporterquark a la "Da machen wir ein Lieschen-Müller-Erzählstück draus" kreuzen zu können. Und diesen handwerklich hochgradig schlampigen Unfug gabs/gibts nicht nur beim Thema "Nahost/Israel/Palästinenser".
Auswurf hat geschrieben:Man kann gerne mal pro palästinensische Kreise befragen, ob sie deine Meinung teilen
Wurde doch ausgiebig gemacht. Oder hast Du gesehen, dass Goline Atai in ihrer Reportage auch nur eine einzige israelische Stimme zu Wort kommen lassen hat? Wie es jede beschissene kleine deutsche Presserechtskammer zu Recht kritisieren würde, praktizierte Frau Atai diese Form der Berufsausübung bei hier in Deutschland lebenden Protagonisten? Da würde sie hochkant ausm Gerichtssaal fliegen und ARD/ZDF würden die Hälfte ihrer Sendezeit nur noch mit Gegendarstellungen verbraten.
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Auswurf
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Grasdaggl
Ich habe die Reportage nicht gesehen,
werde mein Urteil aber nicht an einer Reportage festmachen.
Für mich ist im Gesamtbild eher auffällig, wie wenig Netanjahu und seine Kriegsverbrechen thematisiert werden.
Es wird meiner Meinung nach im Gesamtbild objektiv berichtet, aber eben nicht in der Vordringlichkeit, wie es diesem Krisengebiet gerecht würde.
Die israelischen Opfer, saßen zum Teil bei Lanz
- was ich gut finde. Der Krieg findet nun aber auf palistinensischem Boden statt und Opfer unter der Zivilbevölkerung sind zu (halb geschätzt, halb gegugelt) weit über 80% Palästinenser.

Ein Verteidigungskrieg auf fremden Territorium,
der auch geführt wird um die eigene Macht zu erhalten, bedarf gelinde ausgedrückt, einer sehr kritischen Beobachtung
das ist doch keine Musik

Auswurf
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Grasdaggl
Local
Habe jetzt den von Dir verlinkten Artikel gelesen.
Ja wer wählt den Netanjahu und das rechte Gesocks - die Mehrheit der Israelis.
Die vertreten also keine Minderheit.

Allerdings vergesse ich dabei nicht die Vielen,
welche Angst haben, dass ihr Land immer totalitärer regiert wird und die sich nach Aussöhnung sehnen.
Nur haben die derzeit wenig Mittel sich durchzusetzen.
das ist doch keine Musik