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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Friedrich Merz hat ein Problem: Der CDU-Vorsitzende könnte bald mit Russlands Präsident Wladimir Putin verwechselt werden. Wille Felix Zante kann sich jedenfalls gut vorstellen, dass sich bei Gehör­losen für Merz derselbe Gebärdenname durchsetzen wird wie für Putin: Bei der Geste fahren Daumen und Zeigefinger über die Nasenspitze und ziehen sie scheinbar in die Länge. „Das würde zu Merz passen, er hat auch eine spitze Nase“, sagt Zante, der für den Deutschen Gehörlosen-Bund arbeitet.

Während Merz als Oppositionsführer noch unter dem Radar fliegt, wird in der Gemeinschaft der Gehörlosen gerade viel über die Gebärdennamen für die neuen Kabinettsmitglieder diskutiert. Aufmerksamkeit erregte kürzlich zum Beispiel, dass der Gebärdenname für Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) die Gebärde Porsche ist. „Mit dem Gebärdenname wird einer Person immer ein Stempel aufgedrückt, aber das ist nicht böse gemeint“, sagt Zante. Es gehe nur darum, was die Menschen mit der Person verbinden – und bei Lindner sei eben dessen Vorliebe für schnelle Autos hängengeblieben.



https://www.reddit.com/r/de/comments/se ... n_lindner/

:bounce: :twisted: :bounce:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Tamasi
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Allmachtsbachel
Nochmal kurz zu Steinmeiers Ausladung:

Bild

Selenskyi mit den Präsidenten von Polen, Estland, Lettland und Litauen. Geeint in ihrer jahrelangen Skepsis (milde ausgedrückt) gegenüber Russland.

Steinmeier mit auf diesem Foto... sorry, aber: :lol: :lol: :lol:

Hätte er alleine hinfahren wollen, hätte man das sicher entsprechend vorbereiten und dann auch realisieren können. Ja, die Fehleinschätzungen in der Vergangenheit sind aus heutiger Sicht katastrophal. Aber "Brücken bauen" ist nicht grundsätzlich falsch und wenn man heute mit aller Kraft versuchen würde, die Fehler wieder gut zu machen, spräche auch nichts gegen einen Besuch. Nur halt nicht im Rahmen einer Gruppenreise der Putin-Durchschauer. Wie lächerlich.

Auswurf
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Grasdaggl
ich halte die nicht alle für durchschauer. Denen steckt ja auch einfach die vergangenheit in den knochen.
Deren distanz beruhte teilweise auf generellen, aber schon immer nachvollziehbaren ängsten
das ist doch keine Musik

Tamasi
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Allmachtsbachel
Das ist natürlich richtig, Vergangenheit als Startvorteil. Trotz allem gehört Steinmeier nicht in diese Runde. So rein wäscht nichtmal Persil. Oder so.

Ich finde das nicht richtig, und ich find’s nicht in Ordnung zu sagen “ja gut, die hatten halt immer Schiss.”

Es war nicht schwer, den Unterhosenvergifter richtig einzuschätzen, und diese Länder hatten den Arsch in der Hose, das auch laut zu sagen, während die anderen fröhlich Geschäfte mit der Drecksau betrieben.

Auswurf
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Grasdaggl
ich bin lediglich der auffassung, dass egal, wer in russland regiert, in betreffenden ländern eine kritisch/angstgeleitete grundhaltung dem ehemaligen großen bruder gegenüber besteht
das ist doch keine Musik

factotum
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Granadaseggl
NW hat geschrieben:

Ich finde das nicht richtig, und ich find’s nicht in Ordnung zu sagen “ja gut, die hatten halt immer Schiss.”

Es war nicht schwer, den Unterhosenvergifter richtig einzuschätzen, und diese Länder hatten den Arsch in der Hose, das auch laut zu sagen, während die anderen fröhlich Geschäfte mit der Drecksau betrieben.


Ich bin wahnsinnig gern und auch häufig der Meinung vom Auswurf, aber hier nicht.
NW hat komplett recht, komplizierter ist es nicht und war es die letzten 20 Jahre nie.
The shit that used to work, won`t work now.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Naja, ist schon was anderes, ob du eine russische Besatzung - mit allem Drum & Dran - in der DNA hast oder nicht.

Ich weiß, die DDR stand auch unter sowjetischer Fuchtel, aber sie war sicher kein Spielball wie Polen, das man eben mal von Ost nach West verschieben kann oder die kleinen baltischen Bengel, die man mit einer Ohrfeige züchtigt und dann die Schwester vergewaltigt.

(Jetzt könnte man natürlich auch sagen, dass Steinmeier ebenso vom Kalten Krieg geprägt wurde und deshalb erst Recht misstrauisch hätte sein müssen.)

factotum
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Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:

Hätte er alleine hinfahren wollen, hätte man das sicher entsprechend vorbereiten und dann auch realisieren können. Ja, die Fehleinschätzungen in der Vergangenheit sind aus heutiger Sicht katastrophal. Aber "Brücken bauen" ist nicht grundsätzlich falsch und wenn man heute mit aller Kraft versuchen würde, die Fehler wieder gut zu machen, spräche auch nichts gegen einen Besuch. Nur halt nicht im Rahmen einer Gruppenreise der Putin-Durchschauer. Wie lächerlich.



Auszug zum Zwecke der Betonung:

Aber "Brücken bauen" ist nicht grundsätzlich falsch und wenn man heute mit aller Kraft versuchen würde, die Fehler wieder gut zu machen, spräche auch nichts gegen einen Besuch.


Konjunktivus Irrealis. Man will gar nichts wieder gut machen, sondern nur nicht mehr dastehen wie der Haufen Scheisse, der man ist. Und: Die Rechnung will man natürlich auch nicht bezahlen.
The shit that used to work, won`t work now.

Tamasi
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Allmachtsbachel
factotum hat geschrieben:NW hat komplett recht, komplizierter ist es nicht und war es die letzten 20 Jahre nie.

Das ist mir ein bisschen zu viel "im Nachhinein". Natürlich hätte man früher die Zeichen erkennen und gegensteuern müssen. Aber für mich zählt's erst richtig seit der Krim-Annexion. Bis dahin war viel realpolitisches Wegschieben. Nicht schön, erst Recht nicht in der Rückschau. Schon klar.

Das ganz große Versagen war - aus meiner Sicht - aber erst, dass man nach dem Krim-Klau weitergemacht hat als wäre nix passiert.

Tamasi
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Allmachtsbachel
factotum hat geschrieben:Auszug zum Zwecke der Betonung:

Aber "Brücken bauen" ist nicht grundsätzlich falsch und wenn man heute mit aller Kraft versuchen würde, die Fehler wieder gut zu machen, spräche auch nichts gegen einen Besuch.


Konjunktivus Irrealis. Man will gar nichts wieder gut machen, sondern nur nicht mehr dastehen wie der Haufen Scheisse, der man ist. Und: Die Rechnung will man natürlich auch nicht bezahlen.

War mir durchaus bewusst. :-)

Ich meine, ein Einzelbesuch von Steinmeier wäre möglich gewesen - aber ganz klar nur unter der Wenn-Bedingung.

Dass das nicht realistisch ist, zeigt ja das aktuelle Zaudern.

factotum
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Granadaseggl
Tamasi hat auch geschrieben:
(Jetzt könnte man natürlich auch sagen, dass Steinmeier ebenso vom Kalten Krieg geprägt wurde und deshalb erst Recht misstrauisch hätte sein müssen.)


Die Arschkrampe hat viel besser und genauer gewusst, mit wem er es zu tun hatte all die Jahre, als z.B. irgendjemand hier drin.
Misstrauen my ass. Scheiss auf die Probleme anderer Leute, more like.
The shit that used to work, won`t work now.

Die leisten auch aktuell schon wieder gute Arbeit:

Russland: “Bin mal eben Ukraine holen”
Finnland und Schweden: “Wenn das so ist, sollten wir vielleicht doch in die NATO”
Russland: “Das hätte schwerwiegende Konsequenzen”
Finnland und Schweden: “Einmal NATO, bitte”
Russland: “Dann stellen wir da Atomraketen auf”
Baltikum: “JA KLAR, als ob diese Region nicht schon seit Jahrzehnten von euren Atom-Eimern bedroht wäre. Fuck you sideways.”

factotum
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Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:

Aber für mich zählt's erst richtig seit der Krim-Annexion.


Das hab ich hier auch schon reingeschrieben. (Obwohl die betreffenden Entscheider immer schon detaillierte Infos hatten über den Kerl. Die kriegen alles an Geheimdienstinfos auf den Tisch.)
Aber seither gilts wirklich, und seither entschuldige ich gar nichts mehr.
Zuletzt geändert von factotum am 16. April 2022 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Auswurf
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Grasdaggl
man müsste die jelzinära durchforsten, welche ich, vielleicht fälschlich, als eine auszeit, von großrussischen bestrebungen erachte, was das verhältnis der oststaaten zu russland betrifft,
obschon diese zeit natürlich noch näher an den vorwende jahren liegt.
das ist doch keine Musik

factotum
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Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:

Ich meine, ein Einzelbesuch von Steinmeier wäre möglich gewesen - aber ganz klar nur unter der Wenn-Bedingung.


Hab ich verstanden, wollte Dir da nicht widersprechen, sondern den Punkt verdeutlichen und wiederholen:-)


Im Hinblick auf den Zorn, den ich speziell auf den fraglichen Herrn habe:

Wenn er ein Minimum an Arsch in der Hose hätte, würde er ein echtes Zeichen / Signal / Symbol etcetcpp. setzen, indem er einfach mal seinen Hut vom Haken nähme und nach Hause ginge. Unter Abgabe einer eindeutigen Erklärung, dass er jahrzehntelang den falschen Typen unterstützt und den richtigen Leuten geschadet hat. Leider zu spät gemerkt, aber deshalb nimmt man ja seinen Hut.

Dann hätte ich vor Ihm wieder ein Minimum an Respekt. Und es wäre objektiv die wichtigste Hilfe, die er den Ukrainern leisten könnte.
Aber natürlich unvorstellbar, so ein Verhalten.
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Spielgerät
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Halbdaggl
Wie selbstkritisch der Frank-Walter sein kann, durfte schon Murnat Kurnaz erfahren.
"Ich würde es heute genau so wieder machen'
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Tamasi
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Allmachtsbachel
factotum hat geschrieben:Wenn er ein Minimum an Arsch in der Hose hätte, würde er ein echtes Zeichen / Signal / Symbol etcetcpp. setzen, indem er einfach mal seinen Hut vom Haken nähme und nach Hause ginge.

Es war halt eine außenpolitisch Fehleinschätzung und aktuell ist er als Bundespräsident doch nur für die deutsche Bevölkerung zuständig. Anders als Frau Spiegel, die auf heimischem Parkett fehlerhaft war.

Ich vermute mal, so dreht man sich's hin.

Mal sehen was passiert, wenn Putin im nächsten Winter den Gashahn zudreht und die deutsche Bevölkerung friert.

Fürs erste hätte es mir gereicht, wenn er auf die Ausladung nicht beleidigt reagiert hätte, sondern souverän. Abhaken, Blick nach vorne. Aber er war ja enttäuscht - und hat damit den Ton vorgegeben und fast die gesamte deutsche Politik hat mit ihm geheult.

Ich dachte, als Bundespräsident sollte man über eine gewisse Größe verfügen.



higgi
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Grasdaggl
Spielgerät hat geschrieben:Wie selbstkritisch der Frank-Walter sein kann, durfte schon Murnat Kurnaz erfahren.
"Ich würde es heute genau so wieder machen'

Für mein Gerechtigkeitsempfinden gehört Schröder und Steinmeier nachträglich der Prozess gemacht.
Anklagepunkt 1: Europafeindliche Politik mit Todesfolge
von daher

Local Zero
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Grasdaggl
Siggi Pop sagt, dass Steini ein guter ist. Eigentlich. Meistens. Sozusagen. Gewissermaßen:

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 2baa490d82

Weil sonst isses Essig mit Frieden.

"Dafür steht der Außenpolitiker Frank-Walter Steinmeier ebenso, wie er als Bundespräsident ein Staatsmann ist, der mit Ausdauer und Augenmaß die politische Lösung sucht. Ihn für diese Haltung zu kritisieren, ist nicht nur kurzsichtig, sondern auch gefährlich. Weil der Frieden anders nicht erreicht werden kann."
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."


Mustermann
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Halbdaggl
Local Zero hat geschrieben:Siggi Pop sagt, dass Steini ein guter ist. Eigentlich. Meistens. Sozusagen. Gewissermaßen:

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 2baa490d82

Weil sonst isses Essig mit Frieden. ...

Nachvollziehbar, dass er seinen Vorgänger/Nachfolger (?) im Amt und Parteigenossen verteidigt.
Aber ich finde schon, dass da einiges (historisch) Nachdenkenswertes drin steht.

Und, das ist zwar nichts umwerfend Neues, aber deshalb nicht weniger wichtig (Formatierungen durch mich):
"... Die Führungsrolle Deutschlands einzufordern, wie es Außenminister Kuleba fordert, kann aber nicht bedeuten, dass diese Rolle nur dann akzeptiert wird, wenn Deutschland sich jede Forderung der Ukraine zu eigen macht und eigene Abwägungen als »zögerlich« und zu »russlandfreundlich« diskreditiert werden. Führung in Europa heißt auch, sich die Konsequenzen einer Ausweitung dieses Krieges bewusst zu machen. ..."
„I guess that concludes negotiations.“