Spiegel hat geschrieben:Vor Maganow kam im Mai bereits der Lukoil-Manager Alexander Subbotin ums Leben – angeblich bei einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht.
Ah. Übersetzt heißt das, er wurde vor seinem Tod gefoltert. Kann ja nicht jeder depressiv sein und fröhlich aus dem Fenster fallen.
Und nochmal zu Gorbatschow:
SZ hat geschrieben:Er erlebte es ja selber, seit den Siebzigerjahren auf seinen ersten Westreisen als Sowjetfunktionär, Italien, Côte d’Azur, Paris, Marseille, Belgien, Deutschland, die Niederlande. Der Lebensstandard dort war so viel besser.
Gorbatschow war beeindruckt. Daheim erlebte er (...) Stillstand. Immer mehr Getreide musste das Land im Ausland einkaufen, immer weniger Geld war dafür da. Was also tun?
Gorbatschow entschied sich für Reformen & Veränderungen.
Lang ist's her. Mittlerweile sind nicht nur "Sowjetfunktionäre" in den Westen gereist, sondern auch normale Menschen. Auch die haben gesehen, dass hier vieles besser war.
Da Putin seinen Laden aber nicht reformieren konnte & wohl auch nicht wollte, blieb ihm nur eine andere Möglichkeit, um gleiche Verhältnisse zu bekommen. Den Westen zerstören.
Angesichts von Gorbatschows Tod habe ich in den letzten Tagen auch darüber nachgedacht, was wohl passiert wäre, wenn damals - Ende der 80er, als die SU mehr oder weniger dem Bankrott entgegengestampft ist - kein Reformer an die Macht gekommen wäre, sondern einer wie Putin. Damals waren ja beide Seiten noch darauf ausgerichtet, dass der Kalte Krieg eskalieren könnte. Trotzdem hätte es wohl keinen Atomkrieg gegeben. Damals hat ja die Abschreckung noch funktioniert; Stichwort "Gleichgewicht". Aber jenseits des Eisernen Vorhangs wäre es womöglich ziemlich brutal geworden.
Quelle SZ:
https://www.sueddeutsche.de/projekte/ar ... d-e141266/