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Aleksiander
Grasdaggl
[quote="Frank N Furter"

Ich denke, die meisten Menschen hierzulande merken einfach, dass viele Entscheidungen der Politik schlecht, bis sogar extrem schlecht waren. Die sind nicht unzufrieden, weil es zu viel oder zu wenig Demokratie gibt, sondern weil Vieles in unserem Lande schlichtweg nicht mehr ausreichend gut funktioniert.[/quote]

Wir haben inzwischen eine Bürokratie aufgebaut - und da schließe ich Brüssel mit ein - daß die, die mit all den Regelungen und Vorschriften arbeiten und umgehen müssen, selbst nicht mehr durchblicken.

Ich habe in zwei Ländern gearbeitet und in beiden Ländern Rentenansprüche erworben, in der Schweiz und in Deutschland. Bei der drv-Bund wirst Du nicht erleben, daß einer das Telefon abhebt. Email Kontakte findet man in der Antragsphase auch keine, dafür aber eine Fax Nummer die nicht funktioniert. Rückmeldungen? Vergiss es...

Wenn ich in der SAK, ( die zuständige Rentenkasse in der Schweiz) anrufe, wird beim dritten Läuten das Gespräch angenommen und man wird in die Fachabteilung durchgestellt, wo man auch Menschen findet, die einem sogar Auskunft geben.
In meinem Fall war das die Auskunft, daß die drv- Bund über die drv- Baden-Württemberg seit 8 Monaten vergessen hat, Unterlagen in die Schweiz zu übergeben.

Man googelt sich durch bis man Kontaktformulare findet.... die nach Beendigung mehrtägiger Wartungsarbeiten dann auch mal überraschend funktionieren,..... Und dieses benutze ich nun in wöchentlichem Turnus in der Hoffnung, irgend wann einmal auf einen Menschen zu treffen, der sich in der Lage fühlt, seinen Job zu machen.

Steuereinzug über Abbuchungsermächtigung funktioniert hingegen tadellos. Da sind sie fit.
Nichts muss, aber alles kann.

Local Zero
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Grasdaggl
Aber das ist doch der beste Beweis dafür, dass die Verwaltung genau so funktioniert, wie sie funktionieren soll.

:mrgreen:
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Aleksiander
Grasdaggl
Local Zero hat geschrieben:Aber das ist doch der beste Beweis dafür, dass die Verwaltung genau so funktioniert, wie sie funktionieren soll.

:mrgreen:


Ich glaube, Dein kleines Katerchen möchte beschäftigt werden. :P
Nichts muss, aber alles kann.

Frank N Furter
killroy hat geschrieben:ich schreib hier nur noch eins, dann ziehe ich mich raus, sonst ....

Sonst...? Müsstet Du Dich eventuell mit einer Meinung auseinandersetzen die Du nicht teilst?

killroy hat geschrieben:Egal ob eine Demokratie komplett, vollständig oder fehlerhaft ist. Sie ist nach wie vor die beste Gesellschaftsform, in der Minderheitenschutz zumindest tewileise bis mehr umgesetzt wird. Demokratie geht mit rechtsstaat einher.

Das ist in dieser Vereinfachung halt leider nachweislich nicht richtig. Gegen Homosexuelle gabs noch bis 1991 diskriminierende Gesetze, das sollte eigentlich inzwischen allgemein bekannt sein, obwohl da schon fast ein halbes Jahrhundert die Grundlagen unserer Verfassung galten, inklusive indirekter Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Und dasselbe lässt sich für andere Minderheiten zeigen.


Aleksiander hat geschrieben:Wir haben inzwischen eine Bürokratie aufgebaut - und da schließe ich Brüssel mit ein - daß die, die mit all den Regelungen und Vorschriften arbeiten und umgehen müssen, selbst nicht mehr durchblicken.

Das ist glaube ich systemimmanent. Wenn die Hälfte der Leute die im Bundestag sitzen Juristen sind und das Handlungswerkzeug jedweder Regierung Gesetze sind, ist es nahezu unvermeidlich, dass immer mehr Gesetze und Verordnungen entstehen. Gleichzeitig verlangt eine hyperindividualisierte Gesellschaft nach höchst individueller Beurteilung der eigenen Lebensumstände, was zu einer Flut von Regelungen, von juristischen Streitigkeiten und Klagen vor Gericht führt.

Aleksiander hat geschrieben:Steuereinzug über Abbuchungsermächtigung funktioniert hingegen tadellos. Da sind sie fit.

:lol: Das ist auch exakt meine Lebenserfahrung. Wenn sie was wollen, stehen sie auf der Matte, zumindest was den unbescholtenen Steuerzahler betrifft.


higgi
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Dass die etablierten quasi tatenlos dabei zusehen, wie dieses Land Jahr für Jahr weiter abrutscht, erhöht das Vertrauen in die Demokratie nicht unbedingt.

Und wenn die AFD dann bei einer Bundestagswahl stärkste Partei wird, muss man entweder auswandern, oder Widerstand leisten.
Bin mir heute noch nicht sicher, welche Optionen ich wählen würde
von daher


Local Zero
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Grasdaggl
Je älter ich zu diesem Zeitpunkt wäre - also je weniger ich noch zu verlieren hätte - um so eher neigte ich zu Widerständlertum. 8) Beschde natürlich

Spoiler
Widerstand aus dem sicheren Ausland
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higgi
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Auswurf hat geschrieben:stärkste Partei, oder an der Macht?

Mir würde stärkste Partei ausreichen
Damit wäre in Deutschland alles gesagt
von daher

Aleksiander
Grasdaggl
Ich hätte nur 250 Meter bis in die Schweiz, aber als Flüchtling werde ich nicht anerkannt und für das Auswanderungsprozedere hab ich die Nerven nicht. Da bräucht ich auch wieder Unterlagen aus dem Bürokratiezentrum Europas und das wäre es nicht mehr wert.
Nichts muss, aber alles kann.


Frank N Furter
Äh, so weit kommts noch, dass wir uns von so ein paar wirren Spackos vertreiben lassen.

Wir stehen jetzt am Beginn einer längeren Wirtschaftskrise, deren eine Hauptursache in nicht gemachten Hausaufgaben besteht. Die andere aber bereits einen kulturellen Verfall anzeigt. Deutschlands Zukunft hängt nicht von der AfD ab, sondern davon, ob und wie wir die Wirtschaftskrise überwinden.

Die Hauptwirkung der AfD wird sich historisch darin erschöpfen haben, dass die anderen Parteien wieder zurück in die sogenannte Mitte rutschen, nachdem 16 Jahre Merkel die CDU auf den Platz der SPD geschoben hat, die SPD auf den Platz der Linken, und Grüne, Linke und die FDP komplett ihren Kompass verloren haben.

Sobald das Migrationsthema erledigt ist - also auf Europaebene, denn nur dort kann es abschließend, human und zufriedenstellend gelöst werden - wars das mit der AfD.

Außerdem sollte jedem klar sein, dass man vor der "AfD" nicht fliehen kann. Es gibt sie inzwischen in nahezu jedem Land in irgendeiner Form. Der Rollback ist kein exklusiv deutsches Problem.

lester
Seggl
Local Zero hat geschrieben:
lester hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:Das nicht. Aber für einen Teil wird es ungemütlich bis gefährlich. Ich stehe auf deren Seite.
Solche Argumente höre ich oft- von Weißbroten, die im Alltag keinen Bezug zu migrantischem oder queerem leben haben. Selbstverständlich meine ich damit nicht dich oder andere hier, kenne euch ja alle nicht

Heutzutage sieht das aber eben anders aus. Die Menschen wollen keine Demokratie mehr, sie sehnen sich nach dem "starken Mann" der alle Probleme löst. Das mit einer Diktatur alles besser wird, ist ja nun auch keine neue Entwicklung.
Alter Schwede...


Ich sehe der Satz war missverständlich. Damit meine ich nicht, dass mit der Diktatur faktisch alles besser wird sondern dass die Menschen denken, dass mit der Diktatur alles besser wird. Dies ist aber höchst selten der Fall...

Zum Rest äußere ich mich später.

Aleksiander
Grasdaggl
Wirtschaftskrise.....

die Art und Weise wie VW das derzeitige Problem lösen will, spielt den bürgerlichen Parteien nicht in die Karten... im Gegenteil.

Es ist brutal verzwickt derzeit, sehr viel gravierende und verschiedene Probleme und eine zerstrittenen Ampel.

Man wünscht sich eine große Koalition zurück, bzw. einen Streithansel weniger.
Nichts muss, aber alles kann.

Auswurf
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Ich fände erfrischend, wenn die CDU ohne CSU ne Koalition bilden würde.

Interessant wäre bei schwarz,rot,grün,
ob automatisch die CDU den Kanzler stellen würde, wenn SPD und die Grünen zusammen mehr Stimmen auf sich vereinigen, als die CDU

Wahrscheinlich leider ja..
Obwohl, auf Scholz, werden sie sich garantiert auch nicht einigen


Kann man wirklich noch von großer Koalition sprechen, wenn die SPD bestenfalls auf Rang 3 einläuft?
das ist doch keine Musik

higgi
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Grasdaggl
Aleksiander hat geschrieben:Wirtschaftskrise.....

die Art und Weise wie VW das derzeitige Problem lösen will, spielt den bürgerlichen Parteien nicht in die Karten... im Gegenteil.

Es ist brutal verzwickt derzeit, sehr viel gravierende und verschiedene Probleme und eine zerstrittenen Ampel.

Man wünscht sich eine große Koalition zurück, bzw. einen Streithansel weniger.

VW ist nur die Spitze des Eisbergs
Wir werden in ein paar Jahren über Arbeitslosenzahlen sprechen, die wir nicht mehr für möglich gehalten haben. Das zieht sich komplett durch alle Wirtschaftszweige durch. Chemie, Bau, Auto, Maschinenbau, Mittelstand.
Resultat werden wir dann an der Urne sehen
von daher

Local Zero
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Grasdaggl
Immerhin. Beim Dieselskandal waren sie noch die anderen 90 Prozent des Eisbergs.
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:Ich fände erfrischend, wenn die CDU ohne CSU ne Koalition bilden würde.

Interessant wäre bei schwarz,rot,grün,
ob automatisch die CDU den Kanzler stellen würde, wenn SPD und die Grünen zusammen mehr Stimmen auf sich vereinigen, als die CDU

Wahrscheinlich leider ja..
Obwohl, auf Scholz, werden sie sich garantiert auch nicht einigen


Kann man wirklich noch von großer Koalition sprechen, wenn die SPD bestenfalls auf Rang 3 einläuft?


Lebte der Pfälzer noch, könnte es zu einer Grünkohl-Koalition kommen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Frank N Furter
higgi hat geschrieben:Wir werden in ein paar Jahren über Arbeitslosenzahlen sprechen, die wir nicht mehr für möglich gehalten haben. Das zieht sich komplett durch alle Wirtschaftszweige durch. Chemie, Bau, Auto, Maschinenbau, Mittelstand.

Das wäre bis etwa 1970 sicherlich so zu erwarten gewesen. Aber neben der Wirtschaftskrise hat sich noch eine zweite krasse Entwicklung ergeben: Frauen gebären hierzulande nur noch 1,38 Kinder im Schnitt. Wir verlieren also gerade durch den demografischen Wandel auch massiv Arbeitskräfte. Ohne gezielte, gesteuerte Zuwanderung würden wir trotz Wirtschaftskrise netto mehr qualifizierte Arbeitskräfte durch Ruhestand verlieren, als durch Arbeitslosigkeit freigesetzt werden. Es ist ja sogar noch drastischer: die Wirtschaftskrise wird sich sogar noch weiter verschärfen, weil qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

Die AfD will aus "völkischen" Gründen keine weitere Migration, alle anderen Parteien sind nicht in der Lage ein Einwanderungsgesetz zu formulieren. Beides muss sich aber ändern. Unregulierte Migration zersetzt die Sozialsysteme und macht langfristig Arbeit in Deutschland unerschwinglich. Ohne gezielte Einwanderung stürben hier aber bald ganze Gewerbezweige aus.

higgi
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Grasdaggl
Das sind mE verschiedene Zeithorizonte
Ich bezog mich auf die nächsten 2-5 Jahre
Der demographische Wandel wird uns erst danach (> 10 Jahre) so richtig zu schaffen machen
von daher

Local Zero
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Grasdaggl
Die sogenannte Boomergeneration fängt jetzt an, in Rente zu gehen. Da rechnet jedes Land zwar ein bisschen anders, aber in D geht das so seit (inkl. Vorruhestand etc.) ca. 5 Jahren. Und wird noch mindestens 10 Jahre so anhalten. Der demogr. Wandel ist jetzt und kostet jetzt.
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Local Zero
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Grasdaggl
Die ganz Alten bekommen für die Auslagen bei Türkensteuerlisten natürlich Rentenpunkte angerechnet.

Ein "Verteidiger des Abendlandes"-Korrekturfaktor sozusagen.
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Local Zero
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Grasdaggl
Das Geld dafür ziehen wir bei den Berlinern ab.
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