Heute morgen beim Morgenkaffee und noch alles andere als wach, drehe ich meine kleine Runde durch das Netz und klicke dabei auf einen der vorgeschlagenen Artikel, die einem da halt so angeboten werden.
Es geht um den Komiker Mirco Nontschew.
Gleich beim ersten Absatz ärgere ich mich bereits müde in meine Kaffeetasse rein, wie sehr doch die journalistische Qualität immer mehr abnimmt. Und erst das Sprachniveau! Unter aller Sau mittlerweile!!!
Steht doch da in besagtem erstem Absatz des Artikels über Mirco Nontschew, den ich zwischen diversen Schlucken aus meiner Tasse nebenher überfliegen wollte, das Wort "Nachruf".
Noch nicht mal zur Hälfte wach, war ich dagegen schon vollständig sauer: "Nachruf" bedeutet schließlich klipp und klar, dass da jemand gestorben ist, das müsste doch nun wirklich auch dem hinterletzten Praktikanten bewusst sein. Und wenn er die ihm zur Verfügung gestellten - zu befüllenden - Zeilen beim Preisausschreiben der Schülerzeitung von Waldschratingen an der Gesamtschule Schneewittchen gewonnen hätte. Mann!
So sehr kann sich doch selbst von der heutigen Generation niemand in der Bedeutung solch grundlegender Vokabeln vertun, oder? Jedenfalls niemand, der einen Online-Artikel für den Spiegel zusammenkleistern darf!
Sollte man doch wenigstens meinen, aber echt...
Dann lese ich weiter, weil ich jetzt wenigstens wissen will, was der schreibende Depp stattdessen eigentlich wirklich ausdrücken wollte und in dem Artikel steht doch dann tatsächlich drin, dass Mirco Nontschew gestorben ist. Mit 52. Offenbar einfach so.
Puh!
