13620 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Monitor
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Granadaseggl
Nilkheimer hat geschrieben:Dass Schmidt nicht so komplett linksradikal ist, hat er ja schon immer angedeutet - aber mit Halbnazis fröhlich-sonnig rumposieren, das diskreditiert ihn schon sehr. Und dabei ist er doch der Held meiner Spätadoleszenz. :cry:


About Schmidt:

Harald Schmidt über Die Grünen und AfD

https://www.youtube.com/watch?v=yuoEOaIF9sA

Harald Schmidt als „Pausenclown“ auf dem F.A.Z.-Kongress 2023 über das aktuelle Politgeschehen


https://www.youtube.com/watch?v=Kzze1xnpd30


"Wann kommt der Kanzler endlich - ich habe nicht ewig Zeit!"
I could write several novels about what I do not know.




Tifferette
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Grasdaggl
Das ist dieselbe Schreibmaschine, auf der beim Kicker die Auswechslung von Sosa in der 2. Halbzeit runtergetippt wurde.

Ich erkenne ein Muster.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Tifferette
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Grasdaggl
König Markus der Prächtige lädt seinen durchgeknallten Bauernlandvogt jetzt jedenfalls zum Rapport.

Interessant ist die Einleitung für das Ganze: es gehe, laut König Markus, um das Ansehen Bayerns. Das ist der Moment, in dem ich als Hubert (hilfsweise Helmut oder Herbert) mal ganz genau die Pensionsansprüche für Staatsminister nachschlagen würde. Denn der CSU ist wenig im politischen Leben weniger als dieser Anschein.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)




muffinho
thosn hat geschrieben:Ihr seid tatsächlich nicht in der Lage sachlich zu bleiben, egal worum es geht?


Mich schüttelt es immer wieder, wenn dies ausgerechnet User wie Du hier schreiben, oder hast Du endlich eine Antwort auf Deine Verschwörungstheorien aus der Renner-Diskussion, um die ich Dich mehrmals gebeten habe, Du aber lieber abgetaucht bist.

Ehrlich, hier Scheiße behaupten, bei Nachfragen abtauchen nur um dann eine Woche später die nächste Scheiße zu verzapfen.... sorry aber diese Stelle ist schon von zappa besetzt, such Dir bitte eine andere Beschäftigung.






Unter Westfalen
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Grasdaggl
Aus der taz vom 24.06.2021:

https://taz.de/Schmutzkampagnen-im-Wahlkampf/!5779612/

Auszüge:

Adenauers schmutzige Wahlkampftricks

Das „Rotbuch“ ist ein Beispiel dafür, dass Schmutzkampagnen im Wahlkampf keineswegs ein neues Phänomen sind. Negative Campaigning war als Begriff noch gänzlich unbekannt, da wurde es bereits in Deutschland praktiziert. Vor allem die Unionsparteien verstanden sich seit den Anfängen der Bundesrepublik bestens darauf. Schon Konrad Adenauer war geradezu ein Meister darin.

Auf dem Höhepunkt des Bundestagswahlkampfs 1953 behauptete Adenauer öffentlich, SPD-Politiker ließen sich von der DDR bezahlen. Zwei nordrhein-westfälische Genossen hätten „je 10.000 DM West aus der Sowjetzone erhalten“. Das Geld stamme aus einem Fonds der SED für Wahlkampfzwecke. Einen Beweis blieb der damalige CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler schuldig. Aber er beharrte auf seinen Anschuldigungen – bis zum Wahltag.

Nach seinem Wahlsieg ließ Adenauer Anfang 1954 das Bonner Landgericht lapidar wissen, seine Informationen seien leider falsch gewesen: „Ich nehme deshalb mit dem Ausdruck des Bedauerns meine Behauptung zurück“, teilte er in einer Erklärung mit. Damit war der Fall für ihn juristisch erledigt. „Ein Journalist, der die gleiche Behauptung verbreitet hätte, wäre nach § 187 a StGB wegen ‚politischer übler Nachrede‘ mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft worden“, kommentierte seinerzeit der Spiegel.

Nur wenige Wochen nach seinem schriftlichen Bedauern der Wahlkampflüge spottete der auch ansonsten nicht gerade zimperliche Adenauer im Bundestag in Richtung der zutiefst empörten Sozialdemokraten: „Wenn Sie dieses Auftreten und Reden einige Millionen Stimmen gekostet hat, dann bin ich sehr froh darüber.“

Im Bundestagswahlkampf 1961 richtete Adenauer dann seine Giftpfeile direkt auf den jungen SPD-Kanzlerkandidaten Willy Brandt, „der so vornehm tut“. Auf einer Wahlveranstaltung vor 20.000 Menschen im bayrischen Regensburg sagte Adenauer: „Wenn einer mit der größten Rücksicht behandelt worden ist von seinen politischen Gegnern, dann ist das der Herr Brandt alias Frahm.“

„Wie weiland Adolf Hitler“

Das war ein perfider Satz, mit dem der greise CDU-Vorsitzende auf Brandts Geburtsnamen Herbert Frahm und dessen Herkunft als unehelicher Sohn einer Verkäuferin anspielte. Mit diesem Ausspruch, „der sich wie eine Wendung im Polizeijargon für Hochstapler las“ (Spiegel), zielte Adenauer auf die moralische Integrität seines sozialdemokratischen Herausforderers.

Damit war Adenauer nicht alleine. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Richard Jaeger stellte den Antifaschisten Brandt gleich in eine Reihe mit Hitler: „Wenn es ihn, wie weiland Adolf Hitler, dessen Familienname eigentlich Schicklgruber war, danach gelüstet, unter einem fremden Namen in die Weltgeschichte einzugehen, so ist dies das Geringste, was uns an seinem Vorhaben stören könnte.“
.....
„Volksverhetzer und Brunnenvergifter“

Für die Christsozialen war das „Schwarzbuch“ eine unerträgliche Majestätsbeleidigung, gegen die sie sich mit deftigen Worten verwahrten: Hier würde versucht, Strauß „nach echter Dr.-Josef-Goebbels-Manier zum Volksfeind zu stempeln“, ist im Vorwort des „Rotbuchs“ zu lesen.

Und nicht nur das: „Diese Volksverhetzer und Brunnenvergifter wenden gegen CDU/CSU-Politiker dieselben Methoden an, wie die Nazipresse à la ‚Stürmer‘ gegen die Juden, als man ihnen den Davidstern zur Brandmarkung angeheftet hat – alles zu dem Zweck, Hass zu erzeugen und aufzuwiegeln.“

Damals nahm niemand in der Union – und auch nicht in den zahlreichen ihr nahestehenden Medien – Anstoß an dieser unsäglichen Relativierung des Holocaust, die noch eine zusätzliche zynische Note durch die Tatsache bekommt, dass Strauß während der NS-Zeit dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund und dem Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps angehörte sowie Oberleutnant der Wehrmacht war.

Heute hat die CDU einen Generalsekretär, der über sich sagt, er sei „immer besonders sensibel, wenn ich Vergleiche mit Juden höre“. Auch wenn Paul Ziemiak schon mal eine „geschichtsvergessene Entgleisung“ wittert, wo gar keine ist, wie bei der Rede der Publizistin Carolin Emcke auf dem Grünen-Parteitag, ist das doch ein gesellschaftlicher Fortschritt.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai




flux
Segglforum at its best. Was im von @thosn verlinkten Beitrag vom Deutschlandfunk steht, hat keiner gelesen, geschweige denn verstanden. Stattdessen fröhliches Eierschaukeln: Wir die Guten, die anderen die Bösen! :mrgreen:


jagdhuette
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Halbdaggl
Ich hatte den Artikel gelesen. Mich nur gewundert wieso er ihn verlinkt hatte. Denn es ging nicht um den davor Seitenweise hoch und runter verteidigten Herbert Aiwanger.
Natürlich ist es vollkommen ok, den Stil der SZ zu kritisieren. Allerdings ist dieser Stil bei Springer der Status Quo und wenn man sich mal anschaut aus welchen Nichtigkeiten und offensichtlichen Lügen dort Schmutzkampagnen gebastelt werden, dann ist die Aiwanger Geschichte in der SZ maximal ungeschickt.

Der Artikel von UWe hat übrigens einen sehr starken Themenbezug. Denn neu ist Verleumden in Deutschland nicht. Es passiert nur zu 90% aus der rechten Ecke.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Selbst ich als bekennender SZ-Fanboy fand etwas falsch. Die SZ schreibt von „einem halben Dutzend“ Leuten, die die Story bestätigt haben. Das sind sechs Leute. Nicht gerade viel. Zum Glück klingt „ein halbes Dutzend“ gleich nach deutlich mehr. Schlechter Stil. Gleichzeitig wird aber klar, dass nur diese sechs Leute überhaupt ernsthaft bereit waren, mit der Zeitung zu reden. Viele andere sind ausgewichen - ob aus Solidarität mit Hub-Herbie oder Angst vor Pöbeleien der Rechten, sei mal dahingestellt.

A propos:
Im obigen Artikel wird u.a. kritisiert, dass die SZ die Namen ihrer Whistleblower nicht nennt. Ernsthaft??? Oder dass Aiwangers Dementi hinter der Paywall steckt???? Ich bitte euch, da sollte der Herb-Hubsi froh sein, denn sein Dementi kann man auch als Schuss ins Knie sehen.

Außerdem setzt die SZ den heutigen Aiwanger nicht mit dem 17jährigen Dummbub gleich. Aber sie zeigt eine Verbindungslinie auf und letztlich können sich doch alle Veränderungsängstlinge freuen: Der Hubert ist vielleicht zum Herbert geworden, aber ansonsten ändert sich da wenig. Gut zu wissen.

flux
jagdhuette hat geschrieben:Ich hatte den Artikel gelesen. Mich nur gewundert wieso er ihn verlinkt hatte. Denn es ging nicht um den davor Seitenweise hoch und runter verteidigten Herbert Aiwanger.

Mir liegt es fern, @thosn zu verteidigen - schließlich ist er Vogtianer. Aber ich kann nicht finden, dass er Hubert oder Herbert Aiwanger verteidigt hat. Er hat lediglich das Vorgehen der SZ kritisiert, und du sagst ja selbst:
jagdhuette hat geschrieben:Natürlich ist es vollkommen ok, den Stil der SZ zu kritisieren.


jagdhuette hat geschrieben:Der Artikel von UWe hat übrigens einen sehr starken Themenbezug.

Im Gegenteil: Wenn der Artikel von @UWe eine Replik sein sollte - und so habe ich ihn verstanden - dann war er eine glatte Themaverfehlung. Denn bei der Kritik an der SZ geht es nicht darum, dass Linke Rechte verleumden oder umgekehrt. Und auch nicht darum, wer dabei fieser ist. Sondern darum, ob die SZ journalistische Qualitätskriterien eingehalten hat oder nicht. Dass Politiker, d.h. die Akteure des einen Lagers die des anderen in die Pfanne hauen und vice versa ist ein ganz anderes Thema. Wer dabei als fleissiger betrachtet wird, ist mit Sicherheit Gegenstand subjektiver Wertungen wie dieser:
jagdhuette hat geschrieben:Es passiert nur zu 90% aus der rechten Ecke.

Womit du mich bestätigst: Jede inhaltliche Diskussion wird (nicht nur) im Segglforum relativ schnell heruntergebrochen auf die Verbreitung der unsinnigen (und undemokratischen!) These, dass politische Lager in Gut und Böse einzuteilen seien.