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letzterschwob
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Granadaseggl
Mississipi geht wohl ganz knapp an die Demokraten. :lol: Dass die Republikaner sich in 2 Jahren die Kontrolle über den Senat zurückholen wird nahezu unmöglich.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

Local Zero
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Grasdaggl
Interessant war für mich zu sehen, dass es neben den Benzinpreisen und der so häufig genannten „Affordability“ in den letzten Wochen noch ein weiteres Thema gab, was viele Wähler in den USA umgetrieben hat: das unfassbare Ausmaß an Korruption seitens Donnie und seiner ehrenwerten Gesellschaft. Dieses Thema wurde kurz vor der Wahl sogar zur größten Sorge der Wähler. Gab zwei Umfragen, eine bei CNN (?), da waren es 36 Prozent und bei Fox News (sic) sogar 60 Prozent die sagten, dass die Korruption in der Trump- Administration für sie noch wahlentscheidender sei, als die Inflation und die Spritpreise.

Ich finde das bemerkenswert, weil außerhalb der USA - und offenbar in deutschen Medien besonders gern - bei jeder sich bietenden Gelegenheit die It's the economy, stupid –Sau zur alleinigen Erklärung des Wahlverhaltens der Amis durchs Dorf getrieben wird. Und wenn die Demokraten nicht völlig vernagelt sind, dann versenken sie ihren Kulturkampf, mit dem sie angeblich die Demokratie retten wollen, irgendwo in den Sümpfen des Mississippi. Und verfolgen dasselbe Ziel dadurch - und schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe -, dass sie auch noch die allerletzte Drecksau, die der ehrenwerten Familie entstammt oder sich mit dieser im Sumpf suhlte, vor den Kadi zerren und verknacken. Donald Junior wäre da die erste Adresse. Inwieweit man an seinen Alten rankommt, muss man erst mal sehen, der Persilschein des Supreme Court war ja ziemlich groß.

Dieser Wahlausgang gestern (vor allem auch auf lokaler Ebene) war so fundamental, dass er den Republikanern für sehr lange Zeit schwerst geschadet haben könnte. Und Kansas umzudrehen ist ja fast noch ein größerer Coup, als Texas blau anzumalen. Der Vorsprung, den die Demokraten jetzt im Senat und im House haben ist so groß, dass die Republikaner ihn in zwei Jahren wohl nur schwer wieder umdrehen werden. Zumal von den 15 Staaten, in denen gestern keine Senatswahlen stattfanden ohnehin nur vier in republikanischer Hand sind (zwei Bundesstaaten fifty-fifty). Und Trump hat ja gestern sogar bei seiner wichtigsten Wählerschicht - Weiße ohne Hochschulabschluss - massiv in den Sack gehauen. Bei der Wählergruppe junge weiße Männer haben die Demokraten beispielsweise einen 28 Prozent Rückstand bei den letzten Wahlen in einen 17 Prozent Vorsprung gestern umgewandelt. Ich kann mir deshalb auch nicht so richtig vorstellen, dass Donnie jetzt das tun wird, was einige befürchten: den Ausnahmezustand ausrufen und die Verfassung aussetzen mit der Begründung, dass die Wahlen manipuliert gewesen seien, so wie er es 2022 schon einmal gefordert hat. In der Hoffnung, sein eigenes Lager derart mobilisieren zu können, dass die Mehrheit der Amerikaner ob der Gefahr des Ausbruchs eines Bürgerkrieges aus Angst stillhält. Seine wichtigsten Bürgerkrieger, junge weiße vertrottelte Männer mit Knarren, sind ihm gestern in Scharen von der Fahne gegangen. Bzw. gar nicht erst ins Hillbilly-Wahllokal. Eigentlich war das gestern ein Sieg der Normalen über die Extremen.

Mit der Mehrheit im Repräsentantenhaus dürfte es für Todd Blanche auch nicht mehr so leicht sein, die Herausgabe von Ermittlungsunterlagen mit der Begründung zu verweigern, dass es sich dabei doch um Material zu laufenden Ermittlungen handele. Bzw. gibt es im House nun endlich genügend Leute, die ihre Mehrheit dazu nutzen, diese Unterlagen überhaupt erst einmal anzufordern. Bislang waren die Republikaner ja mehrheitlich von einer schwerst ausgeprägten Kontrolllähmung befallen.

Interessant wird es, wenn die Demokraten mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus jetzt ein Amtsenthebungsverfahren starten sollten. Um das durchzubekommen fehlen ihnen jetzt die Stimmen von 15 nichtdemokratischen Senatoren, effektiv aber nur 13. Der unabhängige Senator Angus King stimmt eh immer für die Demokraten und Bernie Sanders dürfte es ein innerer Reichsparteitag sein, seinem Todfeind die Gurgel durchzuschneiden. Ich halte es angesichts der tiefen Spaltung des republikanischen Lagers für nicht ganz ausgeschlossen, dass sich bei denen nicht tatsächlich 13 Senatoren finden lassen, die mit Donnie aus diversen Gründen noch eine Rechnung offen haben. Oder die sich für die Senatswahlen in zwei Jahren gegen den abnehmenden MAGA-Trend profilieren wollen, die Absetzbewegungen in den nächsten Monaten werden massiv sein. Oder die darauf pfeifen können, weil sie als Klasse I-Senatoren ohnehin bis 2030 gewählt sind. Oder die gar nicht mehr antreten zur nächsten Wahl.

Der einzige, der Donnie dann noch vor dem Sturz in die Hölle bewahren könnte, ist John Roberts. Und der hat bereits mehrfach bewiesen dass er kein Problem damit hat, dem orangenen Arschloch in selbiges zu treten. Und selbst wenn die notwendige Zweidrittelmehrheit für ein erfolgreiches Impeachment nicht zustande kommt, könnte das davor geschaltete Anhörungsverfahren selbst bereits sehr unterhaltsam werden. Und darum geht es bei den Amis ja quasi immer. Popcorn für alle!
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

letzterschwob
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Granadaseggl
Republikaner könnten eher eine traditionelle Amtsenthebung befürworten. Aber wenn JD Schwanz der nächste Lyndon B. Johnson wird, ist das auch nicht wirklich gut für die Welt.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

Local Zero
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Grasdaggl
Grima Schlangenzunge halte ich nicht für eine ernsthafte Option. Der wird mit seinem Wirtstier im Lokus hinuntergespült werden.
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Local Zero
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Grasdaggl
And here we go:



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Local Zero
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Grasdaggl
Gefühlt... ok.
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Plan B
Grasdaggl
Goofy hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:innerer Reichsparteitag






Alter.


Hast Du das noch nie gehört?
Carpe diem.

letzterschwob
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Granadaseggl
Ich glaub bei da gehts auch eher um die Zentrumspartei und so als ehemalige Reichtagsparteien.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

Auswurf
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Grasdaggl
"Er wurde von der Bevölkerung mit ironischer Distanz genutzt, um pompösen Jubel, große persönliche Genugtuung oder überschwängliche Freude zu beschreiben – in Anspielung auf die gigantischen und selbstverherrlichenden NS-Reichsparteitage in Nürnberg"

triggert natürlich und bescherte schon Katja Müller Hohenstein einen shitstorm - wobei ich nicht glaube, dass sie sich darüber zuvor auch nur einen sinnvollen Gedanken gemacht hat
Wollte halt mal volksnah rüberkommen
das ist doch keine Musik

Local Zero
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:"Er wurde von der Bevölkerung mit ironischer Distanz genutzt, um pompösen Jubel, große persönliche Genugtuung oder überschwängliche Freude zu beschreiben – in Anspielung auf die gigantischen und selbstverherrlichenden NS-Reichsparteitage in Nürnberg"

triggert natürlich und bescherte schon Katja Müller Hohenstein einen shitstorm - wobei ich nicht glaube, dass sie sich darüber zuvor auch nur einen sinnvollen Gedanken gemacht hat
Wollte halt mal volksnah rüberkommen

Weswegen sie beim Sagen damals (stand sie nicht mit Oli K. in der Ostsee?) ja auch einen schwarzrotgoldenen Glockenrock trug.

Ich hoffe, Bernie macht das nicht. Also glockenrocktragend vor der polnischen Ostseeküste im Wasser stehen.

Wobei.
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