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Auswurf
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Grasdaggl
neeeeee soooorry,
heut ismir nicht nach zwischenmenschlichem

ganz kurz zur erklärung - ach ne, uwe hat's ja schon erklärt.

Aus meiner sicht hast Du schwierigkeiten ironie und ähnliches zu erkennen,
oder Du bist mittlerweile ein echter schweizer. :arr:

War auch nicht der geringste vorwurf - nur ein aus/einwurf mit einem anflug von verzweiflung.
Was ist schlimmer als einen "witz" zu erklären....
das ist doch keine Musik

Monitor
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Granadaseggl
Nilkheimer hat geschrieben: Aber gerade das Thema Sterbehilfe liegt mir sehr am Herzen, und ich könnte jedes mal ausrasten, wenn die Christen mit Verweis auf "die Heiligkeit des Lebens" o.ä. dem einzelnen die Bestimmungsfreiheit über sein Schicksal nehmen wollen - und es jüngst ja mit der Einführung von § 217 StGB wieder mal teil- und skandalöserweise geschafft haben.

So hat jeder seine persönlichen Reizthemen.


@Nilkheimer, danke nochmals zur Erinnerung / Hinweis auf § 217 StGB.
Das wird wohl allen bekannt sein.

1)

Legal Tribune Online - 11.12.2015

Gesetz zur geschäftsmäßigen Sterbehilfe

https://www.lto.de/recht/hintergruende/ ... e-analyse/


Insgesamt ist der objektive Tatbestand des neuen § 217 StGB sehr weit ausgefallen: Er umfasst z.B. den Fall, dass A dem B eine größere Dosis an Medikamenten überlässt, mit denen dieser sich u.U. töten kann. A verschafft damit dem B die Gelegenheit zu einem Suizid. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich bei A um einen Arzt, etwa einen Palliativmediziner, oder eine Person ohne fachärztliche Ausbildung handelt. Erfüllt ist der Tatbestand auch, wenn Hospizarzt A dem B einen Raum zur Verfügung stellt, in welchem dieser nach dem Absetzen lebensnotwendiger Medikamente oder Nahrung (sog. Sterbefasten) sterben kann, eine Praxis, die in Hospizen und Palliativstationen häufiger vorkommt. Eine zwangsweise Weiterbehandlung (gegen den aktuellen oder in einer Patientenverfügung festgelegten früheren Willen des Patienten) wäre sogar strafbar, § 223 StGB.

In der Regel werden eigene Sterberäume für Fälle dieser Art vorgehalten. Natürlich lassen sich die Fallgestaltungen noch fortspinnen: Wenn etwa ein Palliativmediziner einem ambulant behandelten Krebspatienten eine in hohen Dosen tödliche Medikamentenmenge zur Verfügung stellt und dieser sich damit in die Obhut einer Sterbehilfevereinigung begibt, die ihm ein Zimmer zum Sterben zur Verfügung stellt, hätten beide, der Palliativmediziner und der verantwortliche Vertreter der Sterbehilfevereinigung, den objektiven Tatbestand des § 217 n.F. erfüllt.

Voraussetzung ist in allen diesen Fällen, dass die Unterstützungshandlung geschäftsmäßig erfolgt, also nicht auf den Einzelfall beschränkt ist. Dies dürfte aber in allen oben genannten Fällen regelmäßig anzunehmen sein. Hier zeigt sich, dass dem Merkmal der Geschäftsmäßigkeit in § 217 StGB nur insofern Bedeutung zukommt, als Einzelhandlungen vom Tatbestand ausgeschlossen werden. Personen, die, wie Hospiz- und Palliativmediziner oder andere professionelle Sterbehelfer, regelmäßig mit Sterbenden zu tun haben und ihnen z.B. durch Überlassung von Medikamenten die Gelegenheit zur Selbsttötung geben, handeln stets auch geschäftsmäßig.

~
2)

Gesetz zur geschäftsmäßigen Sterbehilfe

Ärzte Zeitung online, 10.09.2018 - Sterbehilfe

Spahn wartet auf Urteil aus Karlsruhe

Anträge auf tödlich wirkende Arznei werden keine reelle Chance haben, das BMG wartet ab.

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat bekräftigt, dass sich Antragsteller, die ein tödlich wirkendes Betäubungsmittel erwerben wollen, um Suizid zu begehen, keine großen Hoffnungen machen können. 57 der 111 Anträge, die beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gestellt wurden, seien bereits abgelehnt wurden, "die anderen werden demnächst entschieden", sagte Spahn der "FAZ".

Anfang Juli hatte BMG-Staatssekretär Lutz Stroppe das BfArM in einem sogenannten Nichtanwendungserlass angewiesen, entsprechende Anträge abzulehnen. Es könne nicht Aufgabe sein, Suizide durch behördliche Erlaubnisse zu unterstützen, hieß es darin. Spahn machte klar, dass man das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht abwarten wolle.

In wenigen Wochen werden die Karlsruher Richter über mehrere Verfassungsbeschwerden entscheiden. Darin wenden sich Antragsteller gegen das vom Bundestag im November beschlossene Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung.

Das BMG werde "im Lichte dieser (Karlsruher, die Red.) Entscheidung unsere Position überprüfen", kündigte Spahn an. Bereits im Mai waren 20 Antragsteller gestorben. Monatelang hat das BMG in der Sache nicht Stellung bezogen und stattdessen auf ein vom BfArM bestelltes Gutachten des des ehemaligen Verfassungsrichters Udo di Fabio verwiesen.

Dieser hatte sich kritisch zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Mai 2017 geäußert. Die Verwaltungsrichter urteilten damals, in "extremen Ausnahmefällen" müssten Schwerkranke die Erlaubnis zum Kauf tödlicher Arzneimittel erhalten. (fst)

~
3)

Ärzte Zeitung online, 18.05.2018


Sterbehilfe
104 Menschen wollen tödliche Arznei

Tödliches Medikament mit behördlichem Segen? Die Regierung zaudert, derweil sterben die Antragsteller.

~~~
4)

Ein Artikel aus Canada - CBC Radio · December 8 - lesenswert auch die Kommentare

Family fighting for better end-of-life care for people with severe disabilities after son's painful death

'A lack of expertise in the community'

https://www.cbc.ca/radio/whitecoat/fami ... -1.4935131

Both Rapoport and Sue said palliative care teams should talk to the families and spend time to understand their concerns and how best to help them and the patient.

Sue added that if palliative care doctors are unable to manage an adult patient's problem, they should consult pediatric palliative care physicians, as well as colleagues across the country.

Canada is lagging behind other Western countries when it comes to palliative care for adults with severe disabilities, Sue said.
I could write several novels about what I do not know.


Blue passportses. Der Witz ist natürlich, dass die Briten ihre blauen Nostalgiepässe jederzeit hätten haben können, denn die EU schreibt gar keine Farbe vor. Das weinrot ist angeblich einfach nur günstiger als blau.

Der Auftrag für die blauen Unabhängigkeitspässe ging jetzt an eine französisch-holländische Firma, die haben den britischen Hersteller unterboten, der die Pässe bisher gedruckt hat.

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Granadaseggl
Nebenbei bemerkt zu passports und Brexit

I'm ethnically Iranian, but I was born and raised in the UK.....

I could write several novels about what I do not know.

factotum
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Granadaseggl
Ich hätts auch ohne Geklimper genommen, aber Danke, muffi.

(Man soll nicht siebzehn tabs gleichzeitig aufhaben)
The shit that used to work, won`t work now.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Für Viva

Deine Beiträge haben mich angesprochen, angerührt und auch betroffen gemacht.

Es ist nicht die Angst vor dem Tod, es ist die Angst vor dem Sterben, vor den Begleitumständen, der Dauer, den Schmerzen, die uns umtreibt. Wir Männer neigen ja dazu, den Tod oder das Sterben eher aus unseren Gedanken auszublenden, oder, wenn es gar nicht anders geht, zu ironisieren, damit wir unsere Gefühle von dem Thema fernhalten können. Wenn man älter wird, ändert es sich, gezwungenermaßen, weil die Anlässe, um zusammenzukommen, weniger Hochzeiten, Taufen, Kommunion oder Konfirmation betreffen, sondern eben immer häufiger Todesfälle und Beerdigungen. Als Betriebsratsvorsitzender war ich auch nicht selten am Kranken- und Todeslager von Kolleginnen und Kollegen. Man verliert dadurch die Scheu und ist manchmal beschämt, wie manche Menschen offen und bewusst mit ihrem bevorstehenden Tod umgehen.

Seit dem Tod meines Vaters beschäftigt mich auch das Thema „Würde im Sterben“. Meine Mutter rief mich an einem Heilig Abend aus Stuttgart an, der Vater sei ins Marienhospital eingeliefert worden. Ein zweiter Anruf folgte am Vormittag des 25.12. Es gehe dem Vater sehr schlecht und man müsse mit dem Schlimmsten rechnen. Ich war in der Küche und dabei, die Gans für das Weihnachtsessen vorzubereiten. Ich band mir die Schürze ab und zog mich um. Meine Frau hielt mich davon ab, mit dem Auto nach Stuttgart zu fahren, da die Straßen unter Neuschnee lagen. Also nahm ich den Zug. Wie zu erwarten, waren alle Waggons überfüllt. Bis Frankfurt stand ich auf dem Flur. Meine Gedanken fuhren Karussell, „hoffentlich schaffe ich es noch rechtzeitig, um mich von ihm zu verabschieden.“ Am Bahnsteig holte mich mein Bruder ab. „Der Vater ist vor 2 Stunden gestorben.“ Und dann erzählte er, dass man sein Bett in das Bad auf dem Flur geschoben hatte, weil man den anderen Patienten im Vierbettzimmer den Anblick des Sterbenden nicht zumuten wollte. Hinter einem Paravent hat er sein Leben beendet. Unwürdig, abgestellt.

Hospize gab es damals noch nicht und wenn es sie schon gab, waren sie nicht in das Bewusstsein der Menschen gedrungen.
Im Hospiz war ich immer von der freundlichen, fast fröhlichen Atmosphäre des Hauses beeindruckt. Und ich habe allergrößte Hochachtung vor den Menschen bekommen, die diese Aufgabe auf sich genommen haben. Das ist kein Beruf, das ist Berufung. Das ist Hilfe und Begleitung zusammen. Aus jeder Zeile Deiner Schilderung kann man herauslesen, wie sehr Du diese Aufgabe angenommen hast.

Zur Sterbehilfe.
Natürlich war dieses Thema in Deutschland wegen unserer unheilvollen Geschichte jahrzehntelag tabuisiert. Ganz langsam, wie beim Thema §218, kommt Bewegung in das Thema. Aber genau so wenig, wie damals, sollte man auf den Zeitfaktor setzen. Ja, ja, wenn man lange genug wartet, sterben sie weg. Aber es kommen halt immer wieder neue nach und es werden mehr.

Nilk: Ob es nur die Christen sind, die sich entgegenstemmen, weiß ich nicht. Ich habe auch, auf mich selbst bezogen, darüber nachgedacht. Ich möchte diesen Weg nicht gehen. Aber wie denke ich, sollte ich monatelang unerträgliche Schmerzen haben und keine Lebensqualität mehr erkennen?

Ein guter Freund von mir, 80 Jahre alt, ist vor einem Jahr gestorben. Er hatte mit 60 einen Herzinfarkt (die üblichen Faktoren: Rauchen, Alkohol, unregelmäßige Lebensführung als Handelsvertreter). Er sagte, als er wegen seiner COPD nicht mehr rauchen durfte, „hoffentlich geht es schnell, ich habe nichts mehr vom Leben.“ Aber es ging nicht schnell und es war auch kein zweiter Herzinfarkt. Es war Blasen- und Prostatakrebs. Sein adoptierter Sohn hat ihn zu Hause liebevoll gepflegt und über die Monate hinweg betreut, in denen er sich zu Tode gehungert hat. Wie er entschieden hätte, weiß ich.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



Hasenrupfer
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:viele finden sich selbst lustig (zb. ich)
und mit manchen teilt man den humor, andere starren einen befremdet an.

wenn's pflutscht, ischs schee - gell hasi :cyclops:



Jaja, du me au...

Auswurf
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:
Was ist schlimmer als einen "witz" zu erklären....
Hasenrupfer hat geschrieben:
Jaja, du me au...


kannsch mir bitte Deinen witz erklären ? :shock:
weil ähm, bisch Du jetzt grad ironisch odr ned?
das ist doch keine Musik





darkred
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Halbdaggl
Nächstes Jahr dann womöglich Schleusen mit Taschendurchsuchung und Metalldetektoren vor dem Eintritt ins hermetisch abgeriegelte Weihnachtsmarktgelände. Heimelig. Scheiß Zeiten. :(

muffinho
Nein, das wird niemals passieren, jedenfalls Metalldetektoren, denn das wäre nicht durchsetzbar. Schon Taschenkontrollen wären ein Zuschauerkiller, denn das würde lange Schlangen und Frust bedeuten. Man kann nur das Schlimmste verhindern, aber wenn ein Fanatiker jemanden auf dem Weihnachtsmarkt töten will, dann schafft er es, und wenn er mit einem Keramikmesser rumläuft.

Muss man nüchtern sehen, es sterben wohl mehr Menschen an einer durch den Weihnachtsmarkt verursachten Lebensmittelvergiftung als durch islamistischen Terror, Verkehrsunfälle und Alkohol will ich mal gar nicht berücksichtigen.

Wenn es trotz statistisch miserablen Werten dann dennoch mich treffen sollte, dann kannsch halt nix machen, es kann mich morgen auch der Blitz beim Scheißen treffen.

Airwin
steht ja jetzt schon an jedem zugang polizei mit maschinenpistolen (!), aber man gewöhnt sich ja an alles.

Nach strassburg auf den weihnachtsmarkt würde ich trotzdem nicht mehr gehen, erstens ist der bewacht wie fort knox und zweitens sind 240 tote durch islamistischen terror allein in fronkreich seit 2015 für mich schon ein hinderungsgrund.

factotum
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Granadaseggl
Schon Taschenkontrollen wären ein Zuschauerkiller, denn das würde lange Schlangen und Frust bedeuten


Das machen sie so dreiviertelernsthaft auf der Wiesn mittlerweile, das geht schon. Aber wenn jemand attentieren will, partout, dann macht er das eben in der Menschenmenge am Einlass, anstatt dahinter. Das ist grad wurscht.
The shit that used to work, won`t work now.

muffinho
factotum hat geschrieben:
Schon Taschenkontrollen wären ein Zuschauerkiller, denn das würde lange Schlangen und Frust bedeuten


Das machen sie so dreiviertelernsthaft auf der Wiesn mittlerweile, das geht schon. Aber wenn jemand attentieren will, partout, dann macht er das eben in der Menschenmenge am Einlass, anstatt dahinter. Das ist grad wurscht.


Halt ich persönlich für kontraproduktiv, denn der Weihnachtsmarkt lebt ja - anders wie im Stadion - auch davon, dass Leute einfach mal so drüberlaufen, weil es eben direkt in der City ist und sich dann spontan irgendwo niederlassen, kurz ne Wurst reinpfeifen, man trifft Freunde oder Kollegen und schon ist man dabei. Sollte es abgesperrt werden und Schlangen an den Einlasspunkten bilden, gehen dann wirklich nur noch die Leute gezielt hin, was ein ziemlicher Umsatzeinbruch wäre. Wird daher imho nicht kommen.



Airwin
und spaß beiseite - wahrscheinlich geht es bei den anschlägen ja gerade darum diese profitsüchtige gottlosigkeit auf weihnachtsmärkten zu sanktionieren. Eine form der komsumkritik also. Und wichtig ist es an dieser stelle mal wieder zu betonen, dass die probleme in frankreich nichts, aber rein gar nichts mit der gescheiterten integration einer ganz bestimmten gruppe von menschen zu tun haben.

und notabene, wenn es so wäre, müßten wir uns auch keine sorgen machen, bei uns gelang und gelingt die integration ja bekanntermaaßen schon immer hervorragend. Ich freu mich drauf.


factotum
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Granadaseggl
Und wichtig ist es an dieser stelle mal wieder zu betonen, dass die probleme in frankreich nichts, aber rein gar nichts mit der gescheiterten integration einer ganz bestimmten gruppe von menschen zu tun haben.

Airwin ist und bleibt ein open - borders - fanatiker. Komme was wolle.

Im Ernst glaube ich nicht, dass ein verkrachter Berufskrimineller wie der Typ da Profitsucht und Konsumgeilheit kritisieren will. Das ist doch ganz genau sein Ding, der war ja kein Robin Hood.

Ich denke, es hat für sozial verwahrloste Viertelmuslime einen gewissen appeal, zum krönenden Abschluss noch ein paar Ungläubige abzumurksen, wg. besserem standing im fürderhin und jetzthin. Irgendwie so eine Art von Torschlusskarriere, wenigstens Dschihadi sein, wenn schon sonst nichts ging.
The shit that used to work, won`t work now.