Nice Weather hat geschrieben:Unter Westfalen hat geschrieben:Ich hätte da mal wieder eine Frage.
Warum sind so viele scharf auf Neuverfilmungen von Kultfilmen?
In der Regel sind die doch nicht besser.
Das kann man nur andersrum beantworten: warum nicht? Theaterstücke werden auch x-fach inszeniert. Man muss sich halt die guten angucken, nicht die schlechten.
Da hast Du natürlich Recht. Klar, bei Theaterstücken oder Opern kann man auch nach der zigten Neuinszenierung einen anderen Blick auf das Werk gewinnen.
Aber darum geht es mir nicht.
Ich sprach von Kultfilmen, also von Filmen, die einen gewissen Ewigkeitsstatus haben. "M Eine Stadt sucht einen Mörder" hat ihn.
Aus Wikipedia:
Gemäß Positif ist M als Scharnier zwischen Langs nachexpressionistischen Stummfilmen und seinen kühlen, nüchternen, neoexpressionistischen Hollywood-Produktionen „das absolute Meisterwerk, von allen anerkannt, der grosse Pflichtklassiker, der Schulstoff, Bild für Bild untersucht.“[37] Oft greift man bei M zu Superlativen. Es sei „der beste deutsche Kriminalfilm“[38] oder „auf jeden Fall einer der wenigen unabkömmlichen Filme der modernen Zeit“.[39] 1994 gab die Stiftung Deutsche Kinemathek als Ergebnis einer Umfrage unter Filmsachverständigen bekannt, dass M das wichtigste Werk der deutschen Filmgeschichte sei.[40] 2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen Filmkanon mit 35 Werken für die Arbeit an Schulen und nahm M in diese Liste auf.https://de.wikipedia.org/wiki/M_(1931)In der Liste der 100 besten Filme aller Zeiten steht "M" als bester deutscher Film auf Platz 6.
Warum jetzt also eine Neuverfilmung?
Weil das Publikum neue Reize braucht?
Weil man in der Streamingzeit gerne auf Bekanntes und vor allem Bewährtes zurückgreift, man vielleicht sogar auch eine Staffel daraus machen kann?
Da es hier ja einige Cineasten gibt, möchte ich meine Frage präzisieren:
Kann mir jemand Beispiele nennen, bei denen die Neuverfilmung besser war, als das Original?
Weil ich gestern von "Sein oder Nichtsein" schrieb:
Zur Zeit läuft eine Bühnenadaption mit großem Erfolg im Theater Münster (Großes Haus!!).
Sehr interessante Inszenierung mit allerdings einer großen Schwachstelle zum Schluss. Anstelle von Hitler, der die Nazi-Veranstaltung im Opernhaus besucht, wird ein polnischer Mitläufergeneral eingeführt. Die Pointe des Films, nämlich, dass die Auftritte Hitlers von einem kleinen polnischen Schauspieler 1:1 nachgestellt werden können, verpufft damit völlig. Schade.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai