7825 Beiträge


Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Für alle, die in den nuen X-MEN gehen wollen:
Spoiler
Es gibt keinen Cliffhanger, man muss also nicht den ewig dauernden Abspann anschauen.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


CoachingZone
Halbdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Übrigens finde ich die letzte Staffel Game of Thrones jetzt doch scheiße. Hatte mir in den letzten Wochen ein paar ältere Folgen angeguckt – viel viel viel besser.


Na also, geht doch! ;)

Spoiler
Tatsächlich fand ich das Ende sogar irgendwie wieder gut. Die Menschen in Westeros haben nun das bekommen, was sie verdienen... Keinen altruistischen Überhelden als Regenten, der sein persönliches Glück dem Wohle aller opfert. Sondern einen König aus dem Hause Stark, der mit seinen Intrigen die Prosperität seines eigenen Hauses gesichert hat und den Rest des Tages versucht, den letzten lebenden Drachen zu finden. Einen Kleinen Rat, in dem diskutiert wird, ob man lieber Straßen oder Bordelle wiederaufbaut - und von Magie ist auch keine Spur mehr zu sehen. Kleinbürgertum rulez...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Du hast einen Spoiler für alle, die den Film sehen wollen? Was bist du für ein Sadist.


Also gestern abend - vor einem Feiertag - waren mich eingerechnet 10 Leute in dem Film. Und
Spoiler
man muss nicht den 10minütigen Abspann anschauen, weil man den Cliffhanger nicht verpassen will. Außer man is ein großer Fan von Hans Zimmer.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).



Southern Comfort
Benutzeravatar
Grasdaggl
So. Ist eh schon ein Scheißtag...
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Hatte den Berichten nach kein wirklich schönes Leben nach bzw. bereits während der Serie.
Die letzten jahre auch noch eine Krebserkrankung und seine langjährige Frau starb ebenfalls.

Machs gut Willie...
Don't criticize what you can't understand


Frank N Furter
Ein Interview mit Meşale Tolu auf Phönix das zumindest mich sehr stark beeindruckt hat:

Aus zwei Gründen:
1. Dass sie es schafft sehr sachlich über die Geschehnisse zu sprechen und dabei trotzdem ihre Gefühle nicht verleugnet. Das zeugt schon von einer herausgehobenen menschlichen Reife.

2. Dass sich im Verlauf dieses Interviews plötzlich ein neuer Raum öffnet, unerwartet und sehr berührend, wenn sie die Geschehnisse auf ihrer eigenen Vita hin reflektiert. Das hat mich dann wirklich ….ja, umgehauen ist schon das richtige Wort.


Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Habe neulich "Dark Tower" geschaut. Okay, die Bücher sind schwer zu verfilmen. Aber gerade die zweite Hälfte des Films wurde einfach nur lieblos runtergenudelt. Und das Ganze in gut 90 Minuten. Als wollten alle Beteiligten schnell nach Hause. Schade um den Stoff und Idris Elba. Vielleicht machen Netflix oder Amazon noch mal eine Serie draus. Das wäre wohl ein passenderes Format.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
"We'll be right back!"

Professionell. Da möchte ich mal unsere Moderatoren im ARD-Frühstücksfernsehen sehen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Southern Comfort
Benutzeravatar
Grasdaggl
Die hatten heute morgen erstmal Verdistreik und mussten ne Aufzeichnung zeigen. :lol:
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Southern Comfort hat geschrieben:Die hatten heute morgen erstmal Verdistreik und mussten ne Aufzeichnung zeigen. :lol:


Hab ich auch gesehen :lol: :lol: :lol:

Und die Tagesschau vorziehen um 3 Minuten
Dafür gabs prompt ne Entschuldigung an das treue Publikum, das Pünktlichkeit erwartet
Don't criticize what you can't understand

Hasenrupfer
Benutzeravatar
Grasdaggl
Mal wieder bissle Kultur:
den Jarmusch'en Zombie-Dinger muss man echt net gesehen haben, leider.

Schon ok das Ganze, aber merkwürdig uninspiriert, und vor allem seeehr meta: den Leuten ist allen bewusst, dass sie in einem Film von Jim Jarmusch mitspielen, dementsprechend kommt dies auch rüber...

Schade.

Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Ich weiß. In was für einer Welt leben wir eigentlich?!?


In einer fortschrittlichen Welt. Darum schreitet alles immer weiter.
(Siegfried Lowitz als Kommissar Köster in DER ALTE, 1980)
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Hasenrupfer
Benutzeravatar
Grasdaggl
:shock:

Guter Spruch, denn ich wollte grad was positives schreiben: Tangerine (LA), cooler Film über zwei schwarze Trans-Prostituierte in West Hollywood, komplett per IPhone mit einigen LaiendarstellerInnen gefilmt...

Klingt erstmal ziemlich durchgeknallt, und genau das ist der Film auch. Aber auf ne schöne Art & Weise.

8)

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Hasenrupfer hat geschrieben:Mal wieder bissle Kultur:
den Jarmusch'en Zombie-Dinger muss man echt net gesehen haben, leider.

Schon ok das Ganze, aber merkwürdig uninspiriert, und vor allem seeehr meta: den Leuten ist allen bewusst, dass sie in einem Film von Jim Jarmusch mitspielen, dementsprechend kommt dies auch rüber...

Schade.


gut, dass du es sagst...wäre letzten freitag fast reingegangen.
Aber der Kollege hatte mich ebenfalls vorgewarnt...
Don't criticize what you can't understand



Four
Muggaseggele
Feine Situationskomik und humorvoller Blick auf Ramallah und Jerusalem.

Sehenswert!

Tel Aviv on Fire - eine Filmkomödie von Sameh Zoabi, der als als einer der wichtigsten palästinensischen Filmemacher der Gegenwart gilt.

Sameh Zoabi: „Wenn die Welt gegen einen ist, braucht man Humor“
Er bezeichnet es auch als "Ghetto Humor".

Die Hauptfigur von Tel Aviv on Fire, Salam Abbass (Kais Nashif), hat noch nie etwas recht hinbekommen, weder beruflich noch privat. Aktuell darf Salam als Produktionsassistent bei den Dreharbeiten der beliebten Fernsehserie Tel Aviv on Fire dabei sein, allerdings weniger seiner Fähigkeiten wegen als deswegen, weil er der Neffe des Ideengebers der Serie ist. Salam kann Hebräisch, und weil er einen Dialogsatz so verändert, dass er der Hauptdarstellerin Tala (Lubna Azabal), einer bekannten Schauspielerin aus Frankreich, besser gefällt, erhält er die Chance, am Drehbuch mitzuarbeiten und schließlich die Rolle des Autors zu übernehmen.


Um das Studio zu erreichen, muss er täglich den Check-Point zwischen seinem Wohnort Jerusalem und Ramallah passieren. Dort trifft er auf Assi, den israelischen Chef des Grenzübergangs, der nicht schlecht staunt, einem Macher der Lieblingsserie seiner Frau gegenüberzustehen. Sameh Zoabi entwickelt aus dieser Anlage eine herrliche Komödie, die genussvoll zwischen dem Schein der Serie und der Wirklichkeit pendelt.


Schon die Grundkonstellation von Tel Aviv on Fire ist genial, mit Leben gefüllt wird der Film aber von den kleinen Einfällen und einem humorvollen Blick auf den Nahostkonflikt. Der Film nimmt die Situation ernst, aber er spielt damit und findet dabei genau den richtigen Ton, um sein Publikum zum Lachen zu bringen, ohne sich über die eine oder andere Seite lächerlich zu machen. Letztendlich bedient sich der Regisseur derselben Mittel wie seine Figuren – oder natürlich andersherum: Er lässt seine Figuren so agieren, wie er es selbst tun würde: Die Liebe und die Sehnsucht nach Romantik und Harmonie über politische Befindlichkeiten zu stellen.


Salam ist schon sehr ungeschickt bzw. verpeilt. Auch bei seiner Flamme kommt es (er) nicht gut an, wenn er
ihr seine Gefühlslage so beschreibt, dass er sich mit ihr "wie ein Fisch im Toten Meer" fühlt.
Im Toten Meer gibt es zwar keine Tiere und Pflanzen, aber salzliebende Bakterien und die gefährlichen Schlucklöcher, die einen buchstäblich verschlucken können.

https://www.trigon-film.org/de/movies/Tel_Aviv_on_Fire

~

Noch Buchtipps:

Ein schönes Attentat: Roman von Assaf Gavron

Autor:
Assaf Gavron wuchs in Jerusalem auf, studierte in London und Vancouver und lebt heute in Tel Aviv.
Er hat mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht und übersetzte Bücher von J.D. Salinger und Jonathan Safran Foer ins Hebräische. Er ist Sänger und Songwriter der israelischen Kultband
"The Mouth and Foot" und hat das Computerspiel "Peacemaker" mitentwickelt, das den Nahostkonflikt simuliert.


Fulminanter, witziger, poetisch sehr inkorrekter Roman über den Wahnsinn im Nahen Osten unserer Tage

Eitan Einoch, ein erfolgreicher Yuppie in einer Hightech-Firma in Tel Aviv, entgeht in kürzester Zeit drei Attentaten und wird zur nationalen Berühmtheit. Er hat überlebt, aber sein Leben ist zerstört: Er wird von den Medien vereinnahmt, verliert Job und Freundin. Als er nach den Hintergründen der Anschläge sucht, begegnet er einem Palästinenser und freundet sich mit ihm an – ohne zu wissen, dass dieser Mann der Drahtzieher der Attentate auf ihn war …


Alles andere als ein Kinderspiel von Yishai Sarid

Autor:
Yihai Sarid wurde in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem und Harvard und arbeitete später als Staatsanwalt in Strafprozessen. Heute ist Yishai Sarid als Rechtsanwalt tätig, und er veröffentlicht Artikel in div. Zeitungen.
2010 erschien sein Roman "Limassol".


Seit Naomi vor fünfundzwanzig Jahren den Kibbuz und ihren Mann verlassen hat, leitet sie mit viel Herzblut einen Kindergarten im Norden Tel Avivs. Als der Eigentümer des Grundstücks stirbt, wittert ein bekannter Architekt seine Chance, Naomi und den Kindergarten vom begehrten Anwesen zu vertreiben. Es ist der Auftakt eines turbulenten Jahres: Naomi leiht sich von zwielichtigen Gestalten Geld und fängt eine Affäre mit dem Vater eines der Kinder an. Und plötzlich taucht auch noch ihr Sohn auf, im Gepäck jede Menge Altlasten. Naomi weiß, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen. Die mitreißende Geschichte einer Frau, die entschlossen um ihre Existenz und für ihre Werte kämpft und nebenbei noch reihenweise Windeln wechselt.