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redrum
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Lombaseggl
Boah, so habe ich mir die Ohnmachtscouch nicht vorgestellt.

Mehr so mondän. Mit ein paar Sklaven, die einem frische Luft zufächeln. Und einem butler. Aber das Empire ist auch nicht mehr das, was es mal war. Früher war eben alles später als gestern.


darkred
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Halbdaggl
redrum hat geschrieben:Da geht es schon los. Unter dem Titel „Notstand? Warum eigentlich nicht?“ Entblödet sich ein Redakteur der FAZ nicht, folgendes zu schreiben:

… Politischen Zündstoff bekommt die Weigerung, sich nach der Bedrohungslage zu richten, genau dann: wenn in der Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit die persönliche Freiheit zum absoluten, nicht einschränkbaren Wert erklärt wird. Den Terror in die alltäglichen Lebensrisiken aufnehmen heißt im Gegenteil: Einbußen an persönlicher Freiheit hinnehmen …
Aber nur ein politischer Traumtänzer kann so tun, als ließe sich die Freiheit ohne Freiheitseinbußen verteidigen. … Das Leben in Zeiten des globalen Terrors wird entschleunigter sein: weil Taschen zu checken sind, bevor man ein Einkaufszentrum oder einen Theatersaal betritt; weil die Autofahrt von Polizeikontrollen unterbrochen wird; weil man auch auf Bahngleisen mit Kontrollen rechnen muss, bevor man sich in den Zug setzen kann, und so weiter. … Auch die von Karlsruhe geläuterte Vorratsdatenspeicherung, wie sie derzeit Gesetz ist, taugt nicht für prophylaktische Aufreger. …
Der Staat muss die Freiheit verteidigen, indem er sie seinen Bürgern beschneidet.

Ich verlinke absichtlich nicht. Diesen Schwachkopf sollte man nicht noch durch clicks bestärken.


http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/nach-den-anschlaegen-in-paris-notstand-warum-eigentlich-nicht-13917881-p3.html

Ich mach das jetzt einfach mal, obgleich der Artikel ein wirklich schlecht gemachter ist.
Sowohl von der Form als auch vom Inhalt her. Am Ende weiß man nicht, was uns der Autor mit seiner polarisierten Darstellung von "notwendiger Freiheitsbeschneidung für den Freiheitserhalt" auf der einen und "Hedonismus als Antwort auf die Weltsicht islamischer Fundamentalisten" auf der anderen Seite sagen will..?
Wie schafft man es mit so einer Performance in die FAZ, wenn auch nur online? Erschreckend...

Soll sich aber bei Interesse trotzdem jeder ein eigenes Bild von machen können, zumal mir der grundlegende Kontext in der Diskussion viel zu kurz weg kam. Also wie sich diese neue Qualität von Terrorismus im Clash der Kulturen auf unser tägliches Leben auswirken wird.

Meine Einschätzung dazu ist die, dass die Tiefe der Einschnitte davon abhängen wird, in welcher Frequenz und Schwere solche Greueltaten künftig in der "ersten Welt" vorkommen werden. Und ich fürchte leider, dass wir, ob der Ohnmacht eben dieser, also beim mehr oder minder teilnahmslosen Zusehen wie sich der IS in Syrien und im Irak weiter manifestiert, erst am Anfang einer solchen Anschlagsserie stehen. Und so lange man nicht an die Ursachen geht, wird man sich zunehmend intensiv mit den Symptomen auseinandersetzen müssen...

zeugwart
Granadaseggl
Franky3103 hat geschrieben:
Danke... es gibt noch normal denkende Menschen... Endlich, ich dachte schon ich hätte es nur mit Irren zu tun hier... vielen Dank!!!!!


wo wir gerade beim „denken“ sind… ich sage, dass ich mir recht sicher bin, dass da keine 10.000 nazis durch die gegend laufen in dresden. ich sage aber auch, dass sich da wenig helle leuchten von rechten agitoren dazu verleiten lassen jede eventuell vorhandene restintelligenz an den nagel zu hängen, mitzulatschen und „wir sind das volk" zu skandieren. ängste, befürchtungen oder unsicherheit mögen gar nicht so weit her geholt sein, im gegenteil, es gibt durchaus gute gründe diese nachzuempfinden oder gar zu teilen, aber mit tumber undifferenziertheit hat noch keiner einen blumentopf gewonnen.

redrum
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Lombaseggl
darkred: Über den Hedonismus lässt sich diskutieren. Aber gerade die FAZ hat gestern einen Artikel veröffentlicht, in dem sie offene Grenzen für die Waren fordert und geschlossene für die Menschen. Waffen sind auch Waren.

Haben wir wirklich eine neue Qualität? Was war mit den Anschlägen in Madrid? War das tatsächlich eine andere Qualität? Ich meine, nein. Aber vielleicht bist du anderer Ansicht.

Ich gehe nicht davon aus, dass wir vor einer Serie von Anschlägen dieser Art stehen. Die Logistik stelle ich mir sehr aufwändig vor. Ich brauche das richtige Ziel, die richtigen Leute und den richtigen Zeitpunkt. Wenn der IS die Möglichkeiten hätte, dann hätte er schon längst zugeschlagen. Das heißt nicht, dass ich weitere Aktionen für ausgeschlossen halte. Nur erwarte ich nicht für jedes Wochenende einen Anschlag.

Ich weiß nicht, ob du meine Texte ein paar Seiten vorher gelesen hast. Ich erwähne dort ein paar mal die Französische Doktrin. Ich habe jedoch nicht erklärt, was sie beinhaltet. Kurz gesagt, in einem sogenannten assymetrischen Krieg sind von Folter und Beschneidung der Bürgerrechte bis hin zu standrechtlichen Erschießungen alles erlaubt. Auch die bewusste Falschinformation der Bevölkerung und anderer Regierungen. Dieses Konzept gilt heute noch in Frankreich als adäquates Mittel. So weit die Fakten.

Obacht, jetzt kommt die Verschwörungstheorie. Angeblich wurde die Bundesregierung gestern vom französischen Geheimdienst gewarnt. Gefunden wurde zwar nichts, aber Misstrauen gesät. Passt tatsächlich in diese Strategie.

Das Bild eines mächtigen Feindes stärkt die Solidarität.

Wie gesagt, eine Verschwörungstheorie.

Weiterhin auf der Agenda stehen false flag Operationen. D.h. Der Geheimdienst verübt einen Anschlag und schiebt dem gegner die Schuld in die Schuhe. So geschehen 1960 bei einem Anschlag auf eine Kaserne der Fremdenlegion in Korsika ich meine, es war 1960.

Oder denk an das Celler Loch, das der BND der RAF in die Schuhe schob.

Wir sollten also vorsichtig sein.

Ich halte den IS nicht für so stark, dass er im Jahresrythmus solche Anschläge auf die reihe bekommt. Aber das ist wirklich nur meine Meinung.

Dieses ganze Bohei im Moment dient in meinen augen nur der Verschärfung von Gesetzen und dem Ausbau der Überwachung.

Aber das ist nur meine Paranoia.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:Meine Einschätzung dazu ist die, dass die Tiefe der Einschnitte davon abhängen wird, in welcher Frequenz und Schwere solche Greueltaten künftig in der "ersten Welt" vorkommen werden. Und ich fürchte leider, dass wir, ob der Ohnmacht eben dieser, also beim mehr oder minder teilnahmslosen Zusehen wie sich der IS in Syrien und im Irak weiter manifestiert, erst am Anfang einer solchen Anschlagsserie stehen. Und so lange man nicht an die Ursachen geht, wird man sich zunehmend intensiv mit den Symptomen auseinandersetzen müssen...


Sehe ich ähnlich, wobei nicht vergessen werden sollte, dass diese Attacken lediglich ob ihrer unglaublichen Kaltblütigkeit so überraschend sind. Also junge Franzosen, Belgier, etc. die bereit sind, sich inmitten der Menschen in die Luft zu sprengen, unter/neben derer sie aufgewachsen sind.
Dschihadistische Anschläge in Europa und auf Westler gab es allerdings leider zuhauf: Madrid, London, Bali, Tunesien mehrmals, Paris bereits Anfang des Jahres, Bonn war ein Fehlschlag, usw.

Nur sehe ich Grund zu Hoffnung: Zum Einen dadurch, dass nun wirklich jeder kapiert hat, dass uns Syrien nicht nur wegen der Flüchtlinge betrifft. Dazu hat es leider dieser Tragödie bedarft. Allgemeine Terrorwarnungen verlieren nunmal mit der Zeit ihren Schrecken. Und damit meine ich insbesondere die Politiker.
Aber die einzige Möglichkeit den IS als Territorialmacht zu besiegen ist durch eine größtmögliche Koalition von Staaten. Idealerweise durch eine wie auch immer geartete UN-Resolution. Hierfür waren die Vorraussetzungen nie besser, da nun ausnahmlos alle fünf Vetomächte durch islamistischen Terror auf ihrem Staatsgebiet betroffen waren.



GrinsiKlinsi
Granadaseggl
Manolo hat geschrieben:
thoreau hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:
Mir ging es in erster Linie um Manolos



Habe solche Reaktionen noch nie verstanden. Nur weil es hier so ca. 3 "Besorgte" gibt, die halt in letzter Zeit recht viel posten, komme ich doch nicht im Traum drauf, mit Verboten um mich zu schmeißen oder gar das Forum schließen zu wollen. Fehlt mir offenbar das Gen zu.


Da gebe ich Dir Recht. Zensur oder das Schließen des Forums verlagert das Problem nur. Und es ist richtig, dass man dadurch einen Einblick in verschiedene Gedanken bekommt. Ich weiß nur nicht ob mir dieser Einblick wirklich weiterhilft.
Und es hat mich auch nicht davon abgehalten (erstmals), den Beitrag zu melden, in dem bedauert wird, dass die Kreuzzüge nicht konsequent durchgezogen wurden. Im Interesse des Betreibers. Als Information.


Bingo, um solche Beiträge geht es mir. Ich bin kein Jurist, aber ob solche Postings noch mit Meinungsfreiheit gedeckt sind, bin ich mir nicht so sicher. Ich will jedenfalls mit solchen Leuten absolut nichts zu tun haben - nicht einmal in einem Forum. Auf die von mir oftmals hingewiesene Alternative des Ignorierens kann ich aber auch nicht zurückgreifen, da ich so einen rechten Dreck einfach nicht unkommentiert stehen lassen kann (mit Beleidigungen gegen mich hab ich da weniger Probleme). Da diejenigen, die die Mittel hätten, dies zu ändern, aber offensichtlich Wert darauf legen, dass solche Leute im Forum bleiben, fühle ich mich hier immer stärker fehl am platze. verstehe allerdings nicht warum man wuerttemberger kickte, wenn man solchen äußerungen dann duldet.


@Manolo
Die Meinungsfreiheit ist die Grundlage eines Forums und hat für mich oberste Priorität.
Dieses kleine Forum repräsentiert einen Querschnitt der in unserem Lande vorherrschenden Meinungen und ich finde, dass ein Land wie Deutschland (das unser Forum im kleinen) alle Meinungen aushalten muss, so unterschiedlich sie sein mögen. Die Meinungen mögen so weit rechts oder links liegen wie es zulässig ist.
Das macht für mich Meinungsfreiheit aus. Es ist doch interessant andere Meinungen zu lesen und sich über diese Gedanken zu machen. Jeder hat eine anderen Background und einen anderen Wissensstand, manch einer hat sicher Vorurteile, ein anderer klebt an seinen Idealen. Insgesamt eine bunte Mischung, aber immer lesenswert, auch wenn man nicht immer alles kommentieren muss.

Was absolut nicht sein muss, sind Beleidigungen unter der Gürtellinie, aber wenn einer z.B. der Naivität bezichtigt wird, sehe ich das von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Es sollte sich also keiner abgehalten fühlen seine Meinung zu äussern und sich aber auch keiner aus Gründen der Intoleranz zurückziehen. Man muss andere Meinungen nicht gut finden, aber doch zumindest tolerieren.


Kronenclub
Granadaseggl
zeugwart hat geschrieben:
Franky3103 hat geschrieben:
Danke... es gibt noch normal denkende Menschen... Endlich, ich dachte schon ich hätte es nur mit Irren zu tun hier... vielen Dank!!!!!


wo wir gerade beim „denken“ sind… ich sage, dass ich mir recht sicher bin, dass da keine 10.000 nazis durch die gegend laufen in dresden. ich sage aber auch, dass sich da wenig helle leuchten von rechten agitoren dazu verleiten lassen jede eventuell vorhandene restintelligenz an den nagel zu hängen, mitzulatschen und „wir sind das volk" zu skandieren. ängste, befürchtungen oder unsicherheit mögen gar nicht so weit her geholt sein, im gegenteil, es gibt durchaus gute gründe diese nachzuempfinden oder gar zu teilen, aber mit tumber undifferenziertheit hat noch keiner einen blumentopf gewonnen.


Viele Leute können die Ängste und Befürchtungen nachvollziehen insofern ist es auch wichtig, dass es Pegida gibt, egal wer da mitläuft. Diese ganzen Ängste wurden nämlich in unserer links Liberalen Gesellschaft seither komplett totgeschwiegen. Ohne Pegida würde es solche Diskussionen leider nicht mal geben.
#verpisst euch alle#

thoreau
Granadaseggl
Pegida wird von Lutz Bachmann und anderen Nazis angeführt. Niemand braucht Lutz Bachmann und andere Nazis. Und niemand war in der Lage oder bereit kollektiv auf seine eigene prekäre Situation (wenn überhaupt) hinzuweisen bis es die Asylsuchenden als Sündenböcke für die eigene Situation gab.
Zu behaupten Pegida wäre wichtig oder nötig ist dumm. Und naiv.

Mike the Bike
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Granadaseggl
@thorau die Anfangsbewegung von Pegida hatte durchaus valide Punkte die angesprochen gehören,.. z.B. Religionskrieg auf unseren Strassen,.. Schattengesellschaft..., ect. pp. leider kaperte die rechte Mischpoke diese Punkte und zog es in den braunen Sumpf.


edit: ok anhand des ausgeschriebenen "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" mußte klar sein wohin die Reise geht





Iron
Grasdaggl
thoreau hat geschrieben:Pegida wird von Lutz Bachmann und anderen Nazis angeführt. Niemand braucht Lutz Bachmann und andere Nazis.


Also mal ehrlich, in einem Land in denen solche Leute etwas zu sagen haben, möchte ich nicht mit meinem Kindern leben.

Mietmaul
Die Mittelbayerische Zeitung aus Regenburg hat geschrieben:Seit 2001 sind zwei Menschen in Deutschland durch einen islamistischen Terroranschlag ums Leben gekommen. Im selben Zeitraum starben rund 90.000 Menschen bei Unfällen im Haushalt.

Genau so. Ganz abgesehen vom Risiko, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, weil ein anderer Verkehrsteilnehmer besoffen ist, am Handy rumspielt oder schlicht zu blöd, zum Autofahren ist.




thoreau
Granadaseggl
Iron hat geschrieben:
thoreau hat geschrieben:Pegida wird von Lutz Bachmann und anderen Nazis angeführt. Niemand braucht Lutz Bachmann und andere Nazis.


Also mal ehrlich, in einem Land in denen solche Leute etwas zu sagen haben, möchte ich nicht mit meinem Kindern leben.


Lutz Bachmann oder ich? Wir haben beide (glücklicherweise) in diesem Land wenig zu sagen.

higgi
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Grasdaggl
redrum hat geschrieben:manolo: Auf der einen Seite hast du recht. Ein higgi ist keiner mit dem man im realen Leben auch nur ein Wort wechseln würde. Er ist schlicht und einfach ein Arschloch. Das ist mein Nachbar auch.

Im realen Leben kann ich das ignorieren. Wenn er jedoch auf eine Kiste stiege und versuchte seine Dummheit den anderen Nachbarn nahe zu bringen, würde ich mich dagegen wehren. Und um nichts anderes geht es in so einem Forum.

Nicht um eine Diskussion. Glaubst du ernsthaft, du kannst einem higgi mit Argumenten kommen? Das versteht er gar nicht. Denn er lebt in seiner Welt aus Vorurteilen und Frustration. Vergiss ihn einfach. Aber er versucht, seine Paranoia an andere weiterzugeben. Dem muss man etwas entgegen setzen.

Das ist frustrierend. Und sicher, die Frage steht im Raum, warum man sich mit einem ausgewiesenen Arschloch freiwillig über Fußball unterhalten sollte. Das musst du für dich selbst entscheiden. Negiere ihn bei Diskussionen über eine Schiedsrichterentscheidung, aber lass ihm seinen schwachsinnigen politischen Sermon nicht durchgehen. Beschimpfe ihn, das hilft. Diskussionen sind sinnlos. Aber Notwehr notwendig.


Bild
von daher


cron