redrum hat geschrieben:mike: Welcher Religionskrieg denn? Bitte, ich kann mir ungefähr vorstellen, was du meinst, aber solche Vokabeln liegen doch meilenweit neben der Wirklichkeit.
Mal ganz verkürzt dargestellt, was ich glaube:
Na wenn Du mich fragst, versucht der IS genau jenen Religionskrieg mit seinen Anschlägen in Europa auslösen zu wollen. Ein gar nicht so unrealistisches Szenario.
Der Zeitpunkt ist im übrigen perfekt gewählt... Die Einwandererkinder der zweiten und dritten Generation, teilweise, trotz aller Chancen (hier aufgewachsen, in die Schule gegangen, der Sprache mächtig), bildungsmässig nicht angekommen, ziemlich chancenlos auf dem Arbeitsmarkt, angesichts der teilweise für viele noch fremdklingenden Namen, abgeschoben in Betonburgen (zumindest in Frankreich, Belgien...), von der Gesellschaft nicht akzeptiert, machohaftes übersteigertes Männlichkeitsgehabe, das aufgrund einer patriarchischen Erziehung so anerzogen ist, fühlen sich nicht akzeptiert und abgeschoben.
Das lässt sich dann an den diversen Parallelgesellschaften (Berlin-Neukölln, Duisburg-Marxloh, etc. pp.) durchaus nachweisen. Man mag nun von Sarrazin's Machwerk halten, was man möchte, aber in Teilen (und ich habe es nicht gelesen) liegt er nicht unbedingt falsch.
Im übrigen hier (insbesondere wenn man sich die Entwicklung der muslimischen Gemeinde in Frankreich Abb. 4, anschaut definitiv erschreckende Zahlen, da braucht sich wirklich keiner über die Entwicklung in Frankreich zu wundern) eine Verlinkung:
http://www.citizentimes.eu/2011/02/01/m ... 1990-2030/Daß der islamische Terrorismus durch verschiedene westliche Fehlentscheidungen im Irak, Afghanistan (Al Quaida) begünstigt wurde, ist uns allen klar. Zunächst war es nur "Al Quaida", nun ist es, und hier spielt insbesondere der Irak eine entscheidende Rolle (hierzu gab es gestern eine ausgezeichnete Dokumentation im ZDF, die die Entwicklungen die dazu führten ausführlich schilderte) spielte, ist denke ich auch den meisten bekannt. Dass der irakische Ministerpräsident Maliki, der den Sunniten, die vereinbarte Regierungsbeteiligung im Irak verweigerte, war neben brutalen Niederschlagungen von Demonstrationen einer der Auslöser für das massive Erstarken des IS, dass durch den Bürgerkrieg und das damit entstandene Vakuum in Syrien noch massivst beschleunigt wurde.
Tatsache ist nun, daß wenn der IS, der, unabhängig davon, ob er sich nun ausdehnt oder nicht, das perfide Spiel dass er treibt, durchsetzt, wir vor einem "Glaubenskrieg" stehen.
Dass es, "meine ich" in der Bevölkerung brodelt, weil man seit Jahr und Tag zusieht, wie, unabhängig davon ob es sich nun um Straftäter deutscher oder ausländischer Herkunft, Straftaten verüben dürfen, die mit Auflagen, Bewährungsstrafen etc. pp. verharmlost werden (ich erinnere hier nur mal an das Theater um den Fall "Mehmet"), völlig sinnlose Resozialisierungsmaßnahmen (anhand der Resultate!!!) gestartet werden, und nur weil "ein deutscher Pass" vorhanden ist, es europäisches Recht gibt, und diese "Straftäter" nicht abgeschoben werden, liegt ganz klar auf der Hand.
Wenn dann noch andere Faktoren dazukommen, entsteht "Pegida" und "AfD"....
Über das zaghafte und viel zu zahme Vorgehen gegen NPD und deren Sympathisanten habe ich mich schon des öfteren "stinkend sauer" ausgelassen.
Und nun haben wir es (und schaut euch die Entwicklung in Frankreich genau an!!!!) mit einer massiven Flüchtlingsbewegung von Syrern, Afghanen, Irakern und anderen zu tun, die meinen bei uns Ihr Glück zu finden.
Wer sich Frankreich ansieht, wer sich die Vergangenheit und die gescheiterten Integrationsbemühungen ansieht, dem muss eigentlich doch klar sein, unabhängig von der ständigen "wir brauchen Arbeitskräfte, Rentenzahler" etc. was ja mglw. richtig sein mag, aber angesichts von sage und schreibe 5 Mio. H4-Empfängern und weiteren ca. 2 bis 2,5 Mio. Arbeitslosen, völlig daneben ist, zumindest für mich im Augenblick, dem müsste bei allem Verständnis für die Flüchtlinge, doch langsam ein Lichtlein aufgehen???
Wir lassen seit Jahren einfach viel zu viel zu, gedeckt durch Verfassung und Grundgesetz, durch, tut mir leid, mir fällt einfach keine andere Bezeichnung ein "Gutmenschentum, Grünes Integrationsblabla", das völlig und zwar völlig an dem vorbeigeht, was die Bevölkerung sieht und wahrnimmt.
Dann braucht man sich doch nicht darüber zu wundern, weshalb bestimmte Bevölkerungskreise, die den sozialen Abstieg gesetzlich unterstützt "gezwungenermassen" mitmachen, auf die Strasse gehen.
Selbst wenn der IS militärisch besiegt werden sollte, selbst wenn ein Großteil der Syrer wieder in Ihre angestammte Heimat zurückkehren sollte, was ist mit den "Gefährdern" und den Anhängern? Wir haben es hier mit einer "Ideologie" zu tun, die immer wieder aufflammen wird, schon allein deshalb, weil der islamische Glaube in grossen Teilen eine zumindest derzeit "rückwärtsgewandte" Glaubensrichtung ist.
Und eine "Ideologie" aus den Köpfen zu bekommen, ist etwas nicht einfaches. Die sich, immer wieder (wir sehen es doch tagtäglich an den tatsächlichen Nazi's, den rechten dumpfen Parolen) nicht zerstören lassen wird, nur durch "zusehen", H4 bezahlen etc. pp..
Ich habe meine Befürchtungen, und die kann mir keiner nehmen.
Der nächste Anschlag wird bestimmt wieder kommen...
Ich könnte hier jetzt noch vieles schreiben... aber wozu?