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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Mein erster Film im Vorstadt-Kino (unter 6 Jahren in Begleitung meiner Mutter, die wie ich von der großen weiten Welt träumte) war "Windjammer".


Dann war es nicht in Stuttgart oder der Film wurde nicht in Cinemiracle wiedergeben.

Er lief im Atrium bestimmt über ein Jahr.
Meine Schwester war damals im Zweitjob Platzanweiserin, weil die Gehälter beim Bleyle nicht gerade exorbitant waren. Ihrer Tätigkeit verdanke ich, dass ich alle Blockbuster jahrelang im Atrium umsonst ansehen konnte.
Sie kannte den Film auswendig, wie später auch Ben Hur und Der längste Tag.



Windjammer war übrigens vorwiegend ein Promotionfilm.
Für die neue Technik, den jungen Pianisten Sven Erik Libaek, dem leider die ganz große Karriere verwehrt blieb, Terry Gilkyson and "The Easy Riders". Und natürlich alle Orte, die von der Christian Radich angelaufen wurden. Pablo Casals hatte dies nicht mehr nötig.

Bewegend die Begegnung mit der Pamir. Ihr Untergang wurde noch im Film thematisiert.

Die Technik hat sich nicht durchsetzen können. Das lag hauptsächlich an 2 Punkten.
1. Kaum ein Kino konnte sich die erforderlichen 3 gekoppelten Projektoren leisten.
2. So beeindruckend das Bild auf der Leinwand war, war doch deutlich zu sehen, dass die Streifen links und rechts etwas blasser waren. Das war der Spiegelung geschuldet. Der Streifen links wurde über einen Spiegel rechts vor den Projektoren projiziert, der Streifen rechts umgekehrt.

Die Filmmusik schrieb Morton Gould. Für Vinylophile: Der Originalsoundtrack wurde von der amerikanischen Columbia (später CBS) veröffentlicht und in Europa von Philips. Er war in Mono. Da der Ton aber schon bereits in Stereo aufgenommen war, konnte man den Soundtrack auch in Stereo erwerben.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Monitor
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Granadaseggl
@Unter Westfalen,

ein Kind in dem Alter (geschätzt) vergisst solche Ereignisse nie. Meine Mutter hat nicht nur einmal den Film gesehen und mich auch öfters in das große Vorstadtkino mitgenommen, Karl-May-Filme und mehr. Über Windjammer wurde am meisten daheim oder anderswo noch Jahre danach gesprochen. Sinngemäß, nicht wörtlich, wurde von einer speziellen Vorführ-Technik gesprochen, was mir egal war. Hauptsache Film ansehen. Ich kann mich sogar noch an die Reihe und den Platz im Kino erinnern und an einige Szenen. Wir saßen viel zu weit vorne. Ansonsten habe ich öfters heimlich bei Nachbarn oder Freunde meiner Eltern ferngesehen, da mein Stiefvater strikt gegen ein TV-Gerät war. Das gab es erst, als ich 16,5 war. Da war ich eh schon ein fleißiger Kinobesucher.

Deine Infoquellen könnten ein Update vertragen. Es war so, ich schwör. Ich war als Zeitzeuge dabei. ;) Wir konnten zu Fuß hinlaufen und brauchten nicht ins Atrium zu fahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cinemiracle

https://www.in70mm.com/news/2012/3_stre ... /index.htm

https://duskofdigital.wordpress.com/201 ... e-im-kino/
I could write several novels about what I do not know.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
@Monitor

Ich bitte um Nachsicht, dass ich als Innenstädtler das Kinoprogramm in den Vororten nicht so aufmerksam verfolgt habe. Meines Wissens nach war ich überhaupt nie in einem Vorortkino. War ja nicht erforderlich.
Insofern danke für das Update.

Zwei der geschickten Links (einen kannte ich schon) sind hochinteressant, insbesondere das Interview mit dem Filmvorführer Detlef Mähl, der sich ja höchst akkurat an die damalige Stuttgarter Kinolandschaft erinnern kann.
Ich kann das Interview jedem Stuttgarter Cineast nur höchsterwärmend ans Herz legen. Das ist wirklich das Who's Who.
:prost:

Interessant ist auch der andere link, in dem der Unterschied zwischen Cinemiracle und Cinerama erläutert wird.

Ich kann mich an 2 Cineramafilme erinnern (natürlich im Atrium ;) )
Die 7 Weltwunder und
Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm

Bekannteste Film in dieser Technik war "How the West was won".

Technisch fand ich Cinemiracle trotz der Streifen gelungener als Cinerama.

Bei dem Film "Die 7 Weltwunder", der eigentlich ein Dokumentarfilm war, erinnere ich mich noch sehr gut an die Schlussszene. Nachdem die 7 Weltwunder abgekurbelt waren, war man wieder in den USA angekommen, von wo die Weltreise gestartet war. Eine Frau wurde befragt, ob es denn in den USA auch ein Weltwunder gäbe. Darauf rief sie ihre erwachsenen 7 Söhne herbei. "Das ist unser Weltwunder".
Ein paar Jahre später, als die Studenten auf die Straßen gingen, dachte ich manchmal daran, ob von den Jungs welche in den Vietnamkrieg ziehen mussten und ob sie die Heimat wiedergesehen haben?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Hasenrupfer
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Aber was ganz anderes: Loki, anyone? Die haben Dr. Who im Marveluniversum gemacht. Wenn sturgi das noch erleben würde (forumstechnisch gesehen)....


Find's immer noch schade, nicht mit ihm über die Star Wars-Prequels diskutiert haben zu können, wäre amüsant geworden.


Monitor
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Granadaseggl
@ Unter Westfalen,

der 7 Weltwunder-Film kommt mir irgendwie bekannt vor.

https://www.muse-o.de/2012/05/ausstellu ... -in-einem/

Im Stuttgarter Osten gab es nicht weniger als sechs Kinos. Eine neue Ausstellung im MUSE-O stellt sie in Wort und Bild vor. Gleichzeitig wird ein Ausstellungsraum zum Kleinstkino, gezeigt werden klassische Filme aus den 1910er- bis 1970er-Jahren.


Den Stuttgarter Osten meinte ich aber nicht mit dem Vorstadt-Kino.

~

Dr. Frank n Furter alias Tim Curry > Wild and Untamed Thing

it's all over :(

habe ich auch nicht wirklich erlebt

Riff Raff:
Franknfurter its all over
your misson is a failure
Your lifestyles too extreme
I'm your new commander
You now are my prisoner
We return to Transylvania
Prepare the Transit beam



Bild
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Monitor
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Granadaseggl
Es dauert ein wenig länger als zuerst gedacht mir die ukrainische TV-Serie

Diener des Volkes

anzusehen.

Ich bin jetzt bei Folge 17 von 23 Folgen (parallel lese ich G.Kasparow, das kann dauern, da Englisch, wie schon hier berichtet) . Hauptdarsteller des ukrainischen Präsidenten in der inzwischen ziemlich bekannten TV-Serie ist Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj, der amtierende sechste Präsident der Ukraine (Jurist, Schauspieler, Komiker, Synchronsprecher, Regisseur, Fernsehmoderator, Filmproduzent und Drehbuchautor).

Ich gehe davon aus, dass viele die Serie schon gesehen haben.

Auf keinen Fall möchte ich zuviel Spoiler-Infos wissen, bevor ich Folge 23 zu Ende geschaut habe.

Während ich die Folgen ansehe, ertappe ich mich manchmal dabei , nicht mehr zu unterscheiden, wer
jetzt der echte Präsident der Ukraine ist. Allerdings holen mich dann die täglichen Nachrichten sowie
die Berichte aus dem persönlichen Umfeld (die mit den Geflüchteten und kranken und verletzten ukrainischen Kindern direkt ganz nah zu tun haben) wieder ein. Es gibt auch keine Folge, bei der ich nicht daran erinnert wurde, was aus den Menschen (Bewohnern, Darstellern, Statisten) und Gebäuden, Straßen, Parks, Schulen, Krankenhäusern etc. jetzt geworden ist bzw. getötet, verletzt, zerstört wurde. "So sah alles mal aus...!"
Was wird übrigbleiben?

https://www.arte.tv/de/videos/104351-00 ... lkes-1-23/

Ein wenig möchte ich doch spoilern.

Folge 5/23

[spoiler]Wassyl Petrowitsch Holoborodko, Präsident der Ukraine) muss hilflos zusehen, wie sich ein Teil
der Abgeordneten vor seinen Augen im Parlament teils heftig angehen und sich verprügeln.

Niemand kann sie beruhigen, auch nicht die Anwesenheit des Präsidenten hält sie davon ab, weiter
aufeinander einzuschlagen.

Präsident: Geschätzte Parlamentsabgeordnete....! Putin wurde gestürzt!

Schlagartig hören die Auseinandersetzung auf und man hört keinen Laut mehr im Saal.

Präsident: Das war nur ein Witz. Ich sah keine andere Möglichkeit, Sie zu stoppen.
[/spoiler]

Folge 15/23 so ziemlich am Ende hat mir auch gut gefallen:

[spoiler]Im Gespräch mit der Presse redet er Klartext zur Korruption im Land.[/spoiler]

~

OT

Heute verbrachte ich den Tag mit jemanden aus meinem allernächsten Umfeld, der mir aus erster Hand
von den Eindrücken mit erkrankten und verletzten ukrainischen Kindern und deren Begleitern
erzählte. Es gibt auch einige krebskranke Kinder darunter. Klar, das kannte ich wie die meisten aus den aktuellen TV-Berichten und der Presse. Erst gestern Abend sah ich einen Beitrag über ca. 18 krebskranke Kinder in einer anderen deutschen Stadt, die aufgenommen wurden.

Inzwischen können diese Eindrücke (direkt hier ums Eck) schon wieder überholt sein (nach einigen Stunden oder einem Tag).
Dort, wo sie zur Zeit (auf die Schnelle) untergebracht sind, gab es bis gestern nur einen einzigen Dolmetscher.
Es wurde mit einem Übersetzungprogramm am Handy o. ä. kommuniziert. Interessant war auch die
aktuelle Adressangabe.
Die kranken Kinder und Eltern (Begleiter), die wieder zurück zur Unterkunft sollten, mussten teilweise bis zu drei Stunden warten, da es keine Taxi-Scheine mehr gibt (wurden wohl abgeschafft, so mein
Gedächtnisprotokoll) und auch sonst nicht genug Transport-Fahrzeuge.
Daran wird sicher gearbeitet und optimiert. Das war nur ein Bruchteil von dem Austausch von heute und
es wird wohl mehr davon geben. Ich hatte so viele Fragen und mehr....
Wie gesagt, ein Gedächtnisprotokoll von heute.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/land-bw-soll-staedten-mit-ukraine-fluechtlingen-helfen-100.html

~
OT vom OT

Vor einigen Tagen habe ich Fischer Z - Cruise Missiles gehört (keine vorgeschlagene Playlist, die Platte habe ich schon lange, aber bequemerweise dann auf youtube gehört).

https://www.youtube.com/watch?v=p_FoL8Wm_uw

Getankt habe ich heute für 2,15 € p. ltr.
I could write several novels about what I do not know.

Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Sodele, habe mir gestern THE BATMAN angesehen. Ursprünglich wollte ich nach BATMAN VS SUPERMAN Comic-Verflimungen boykottieren, doch die Trailer haben mich dann doch interessiert.

Meine Eindrücke:

1. Der Film ist lang. Sehr lang. 175 Minuten.
2. Der Film ist düster. Und zwar
a. Im Wortsinn düster. In Gotham City ist die meiste Zeit ist es Nacht und es regnet (Matt Reeves hat sich
da wohl vom ersten BLADE RUNNER inspirieren lassen. Was ja nicht das schlechteste Vorbild ist)
b. Auch was die Stimmung angeht, ist es düster. Depressiv. Christoper Nolans DARK KNIGHT Trilogie wirkt
da wie eskapistische Feel-Good-Movies-
3. Robert Pattinson macht seine Sache als Batman richtig gut. Gibt den wohl depressivsten dunklen Ritter
bislang.
4. Der Riddler als Bösewicht ist richtig schön übergeschnappt, aber nicht die lärmige Witzfigur wie Jim
Carrey in BATMAN FOREVER.
5. Colin Farrell spilet den Pinguin. Muss man wissen, denn man erkennt ihn unter dem Latex-Prothesen-
Gesichts-Make-Up und in seinem Fatsuit wirklich nicht.
6. Andy Serkis als Butler Alfred darf mal endlich wieder richtig schauspielern und wird nicht als
eingescannte CGI-Kreation gezeigt.
7. Am Ende bekommt man einen Vorgescmhack auf den nächsten Teil. In Gestalt einer (noch gesichtslosen)
Gestalt im Arkham-Asylum. Und zwar
Spoiler
den Joker
.

Alles in allem trotz der Länge und der düsteren Depression ein doch unterm Strich sehenswerter Film.
Und Matt Reeves hat ja den hier im alten Forum sehr gefeierten CLOVERFIELD gedreht.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Ich mach es mal kürzer: hat sogar meiner Frau gefallen. :shock:

Aha... Good or bad sign?
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).



higgi
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Grasdaggl
Bundes-Jogi hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Ich mach es mal kürzer: hat sogar meiner Frau gefallen. :shock:

Aha... Good or bad sign?

Sie hat Tiffi geheiratet
Viel zu lachen gibts da nicht












:mrgreen: :P
von daher







Stell dir vor du bist ein mit einem Grammy ausgezeichneter Rapper mit tausenden von öffentlichen Auftritten und dir fällt nichts besseres ein als auf dieser Bühne gewalttätig zu werden, weil du einen geschmacklosen Witz gehört hast*.

Stell dir weiterhin vor, dass du, anstatt achtkantig rausgeschmissen zu werden, dir kurze Zeit später einen Oscar in die Hand drücken lässt und den versammelten Deppen einen verheulten Bullshit von Respekt und Liebe auftischst.

Man kann nur ahnen, was in diesen Kreisen hinter verschlossenen Türen abgehalten wird, aber was öffentliche Vorstellungen angeht, war das einer der widerlicheren Auswüchse dieser verschissenen Celebrity Culture. Was für eine Arschgeige – seinen blöden Preis hätten’s ihm in eine Tüte packen und auf die Fahrt zur Polizeiwache mitgeben sollen, aber dazu hätte es einen Organisationschef mit sehr viel Geistesgegenwart gebraucht.

Übrigens:





*Bzw. weil du erst über den Witz gelacht hast wie ein debiler Seehund, dann aber die Reaktion deiner Frau gesehen hast – aber das ist wieder eine andere Büchse der Pandora.

Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Plus, das der Willster dann noch gebrüllt hast, Rock solle den Namen seiner Frau nicht mehr in seinen "f****** mouth" nehmen. Wurde überbleept. Ach ja, übrigens, die Debatte, ob die Oscars rassistisch seien oder nicht, wurde damals losgetreten von Jada Pinkett Smith, und angeblich war der Anlaß - neben der zurecht beklagenswerten und kritikwürdigen Tatsache, dass tatsächlich damals keine schwarzern Regisseur*innen oder Schauspieler*innen nominiert waren - dass ihr Göttergatte wieder eingeschnappt und sauer war, weil er wieder nicht nominiert worden war. Scheinbar hat auch Smith am Anfang über den "GI Jane"-Spruch von Rock gelacht, und erst, als er das Gesicht seiner Frau sah, ist er auf die Bühne getürmt und hat Rock eine geschmiert. ,Natürlich ist es jetzt so, dass alle über diesen Eklat reden, und die Oscar-Gewinner irgendwie untergehen.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Tifferette
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Grasdaggl
Naja.

Stell dir vor du bist ein Ehemann und Familienvatermit einem Grammy ausgezeichneter Rappermit tausenden von öffentlichen Auftritten, bist für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert und Dir dem Clown da vorne fällt nichts besseres ein als auf dieser Bühne gewalttätig zu werden, weil du einen geschmacklosen vor aller Weltöffentlichkeit einen Witz über Deine kranke Frau zu machen, die neben Dir sitzt.

Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen, und den Shitstorm in den sozialen Netzwerken noch viel weniger. Man kann da zunächst mal mit ein wenig Empathie rangehen und sich anschauen, was die Kombi Krankheit/Haarausfall für Frauen bedeutet. Und wie das das Leben und die Familie belastet. Dass da dann plötzlich Videos rausgeholt werden, die über 25 Jahre alt sind um zu belegen, dass Will Smith auch mal einen Witz über Kahlköpfigkeit gemacht hat, ist schon ziemlich belämmert. Andere Zeit, anderes Setting, anderer Witz. Kontext ist entscheidend, heißt es doch immer.

Und natürlich ist seine Reaktion inkonsistent, was denn sonst? Bei den Oscars lacht jeder wie blöd über jeden Scheiß. In so einer Situation bräuchte ich auch eine Weile, um zu verarbeiten, was ich da gerade gehört habe. Und natürlich ist ganz entscheidend, wie die Frau das aufnimmt, was denn sonst? Der Smith war mit der Situation offensichtlich überfordert. Darauf ein Scherbengericht aufzubauen fällt mir schwer. Wie gesagt - Empathie. Wollen wir vielleicht mal drüber reden, was in Chris Rock gefahren ist?

Das Verhalten von Will Smith taugt ganz gewiss nicht als Vorbild für sozialadäquate Best Practice. Ich finde es einfach nur ziemlich menschlich. Und hätte er danach nicht diesen larmoyanten Blödsinn von sich gegeben, dann hätte er bei mir ein paar Sympathiepunkte gesammelt.

Dass dieser ganze Hollywoodzirkus von vorne bis hinten verlogen ist - geschenkt.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

schwaebi
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Naja.

Stell dir vor du bist ein Ehemann und Familienvatermit einem Grammy ausgezeichneter Rappermit tausenden von öffentlichen Auftritten, bist für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert und Dir dem Clown da vorne fällt nichts besseres ein als auf dieser Bühne gewalttätig zu werden, weil du einen geschmacklosen vor aller Weltöffentlichkeit einen Witz über Deine kranke Frau zu machen, die neben Dir sitzt.

Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen, und den Shitstorm in den sozialen Netzwerken noch viel weniger. Man kann da zunächst mal mit ein wenig Empathie rangehen und sich anschauen, was die Kombi Krankheit/Haarausfall für Frauen bedeutet. Und wie das das Leben und die Familie belastet. Dass da dann plötzlich Videos rausgeholt werden, die über 25 Jahre alt sind um zu belegen, dass Will Smith auch mal einen Witz über Kahlköpfigkeit gemacht hat, ist schon ziemlich belämmert. Andere Zeit, anderes Setting, anderer Witz. Kontext ist entscheidend, heißt es doch immer.

Und natürlich ist seine Reaktion inkonsistent, was denn sonst? Bei den Oscars lacht jeder wie blöd über jeden Scheiß. In so einer Situation bräuchte ich auch eine Weile, um zu verarbeiten, was ich da gerade gehört habe. Und natürlich ist ganz entscheidend, wie die Frau das aufnimmt, was denn sonst? Der Smith war mit der Situation offensichtlich überfordert. Darauf ein Scherbengericht aufzubauen fällt mir schwer. Wie gesagt - Empathie. Wollen wir vielleicht mal drüber reden, was in Chris Rock gefahren ist?

Das Verhalten von Will Smith taugt ganz gewiss nicht als Vorbild für sozialadäquate Best Practice. Ich finde es einfach nur ziemlich menschlich. Und hätte er danach nicht diesen larmoyanten Blödsinn von sich gegeben, dann hätte er bei mir ein paar Sympathiepunkte gesammelt.

Dass dieser ganze Hollywoodzirkus von vorne bis hinten verlogen ist - geschenkt.


Danke. Genau so.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.