612 Beiträge


Airwin
Granadaseggl
wo der nilk recht hat, hat er recht. Der kritiker hat den film nicht richtig verstanden (und Nice Weather die kritik wohl nicht aufmerksam gelesen).

@Tamasi

also ich habs auch gern angeschaut, aber eine "geschichtsstunde" wars nun ganz sicher nicht.
"wenn man nicht weiß um was es geht, kann man das kaum erkennen"

Tamasi
Benutzeravatar
Halbdaggl
Airwin:
Du hast Recht, 90 Minuten, das war eine Doppelstunde. :-) Aber ich meine Geschichtsstunde nicht negativ. Ich mag Geschichte. (Und ja, schon klar, die sonntägliche Filmversion war eine Auslegung.)

Nilk:
als Erinnerung an die Liebe zweier Menschen, die es nie in bürgerliche Formatierung geschafft hat. Das Glück.

Sowas hätt's halt gebraucht, um zu berühren. Sowas in der Art. Der Kritiker hat sich's halt auch gewünscht, ein bisschen zu sehr vermutlich. :-)

Airwin
Granadaseggl
(Und ja, schon klar, die sonntägliche Filmversion war eine Auslegung.)



schön gesagt - unter linksradikalen gilt das aber als historische wahrheit :mrgreen:
"wenn man nicht weiß um was es geht, kann man das kaum erkennen"

Cleansman
Benutzeravatar
Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:So, am Sonntag habe ich die ersten 45 minuten gesehen, gestern Abend die zweiten. Die Unterbrechung tat nicht gut; da es recht wenig emotionale Andockpunkte gab, hat's gedauert mit dem Wieder-Reinfinden.

Insgesamt hab ich den Film schon gern gesehen und interessant war's eh. Ich fand auch die Grundidee sehr gut. Trotzdem hat - für mich - die Idee in der Umsetzung nicht als Geschichte funktioniert. Die Figuren, die was angeboten haben - Vater & Tochter -, waren nur am Anfang und am Ende präsent. Also keine Geschichte, sondern eine Geschichtsstunde. Ein bebilderter Vortrag.

Vielleicht hätte man statt dieser externen Vater & Tochter-Konstellation doch Figuren nehmen sollen, die einen direkten Bezug haben. Beispielsweise einen Bruder einer Terroristin oder die Ex-Freundin eines damaligen Opfers. Sowas ist zwar das naheliegende & darum fast langweilige, aber es bietet halt mehr Verbindungspunkte. Schwierig. Denn an sich fand ich die Idee mit dem V-Mann, dessen Arschigkeit stets gedeckt & vertuscht wird, ziemlich gut. Diese Grenzüberschreitung, diese tolerierten Verbrechen, gut geheißen von staatlichen Stellen, weil es nunmal "Prioritäten" gibt. Sehr gut. Nur ging's halt insgesamt nicht auf.

Womöglich war's einfach zu viel Inhalt und zu wenig Zeit. Ein Zweiteiler, eine Miniserie... da hätte man mehr rausholen können.

Aber trotzdem, gern geschaut.


Es gibt ja auch einen 100.Minuten-Director's Cut (gut, nur 10 Minuten länger), der parallel am Sonntag im Scala-Kino in LuBu lief. Ob man den dann auch mal so zu sehen bekommt?


muffinho
Benutzeravatar
Granadaseggl
Ich habe mir gestern auf Youtube den letzten Tatort aus Frankfurt angeschaut.... @ manolo, wenn Du mal was unlogisches sehen willst, schau da mal rein. Ehrlich, das waren die mit Abstand schlechtesten 90 Minuten mediale Unterhaltung der letzten Jahre, sowas unlogisches, langweiliges und lächerliches habe ich schon lange nicht mehr gesehen, da wäre jeder Rübenkick aus der 4. kasachischen Liga wohl interessanter gewesen.



muffinho
Benutzeravatar
Granadaseggl
Tsss, nach 10 Minuten umgeschaltet.... solche Leute gehen auch schon beim 0:2 aus dem Stadion oder schalten - wie in meinem Fall - den Videotext aus.

@toro

Sobald mein Videotext endlich mal Spiele der Amateuroberliga in Kasachstan anzeigt, werde ich mich auch zu diesem Thema vollumfänglich äußern.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Es ist echt eine Schande...aus Frankfurt (und neuerdings Wiesbaden) kamen einige der allerbesten Tatorte...ich hab zwar keinen Marktüberblick, aber die Tatorte mit den Gespannen Dellwo/Sänger und danach auch mit Steier/Mey sind ganz erstklassige Krimis im old-school-Style geworden, die einfach wirklich gut waren, ob mit oder ohne Tatort-Vergleich. Schaut man auch bei Wiederholungen immer wieder gern rein.
Allein die Tatsache, dass die Redaktion meint, nur noch mit Klamauk oder nudie-ficken oder Psychostudien der Kommissare halbwegs auf Quote zu kommen am Sonntagabend, zeigt ja schon, wie sehr die ihren Stoffen vertrauen.

Cleansman
Benutzeravatar
Granadaseggl
Lustigerweise fanden die meisten Kritiker den Horror-TATORT klasse und lobten den Mut fürs Experimentelle und Extravagante. Die Zuschauer sahen das doch etwas anders und haben sich fürchterlich über den ganzen Humbug aufgeregt. Naja, küntig solle es ja pro Jahr nach dem Willen der ARD nur noch zwei Experimental-TATORTe geben. Schon der letzte Frankfurt-TATORT, in dem der Dezernatsleiter nur permanent in Jandl-Versen gesprochen hat und im Laufe des Films die Kommissare auch, fand ich sehr grenzwertig.