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Tamasi
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Granadaseggl
Und besonders gut fand ich's auch nicht. Die Figuren bisschen zu drüber, dieser Macho-Cop, mehr Klischee geht nicht. Auch das zankende Ehepaar am Anfang (Zeugen, Einbruch)... Viel zu gewollt.

Ich hab mich gelangweilt.

Nilkheimer
Granadaseggl
Wer was Gescheites aus Wien sehen will, muss mittlerweile halt die SOKO schauen.
Brandstiftung, Steuerhinterz. (inkl. Zollzeug), UrhG-Verstöße, vers. Körperverletzung, (evtl.) Kindesmisshandlung und TierschG-Delikte, Umweltdelikte u. Betrug u. nun - NOCH TAUFRISCH - BtMG-Sachen: Stern des Südostens.
-- Volle Steuern. Echt wahr, Mann.


Tamasi
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Granadaseggl
Ja, zweifelsohne. Aber grad bei dem war's mir halt doch zu sehr eine Nummernrevue.

Vielleicht war der Fall auch zu dünn und vorhersehbar. Der Vollmacho war ja so dermaßen unglaubwürdig als potenzieller Verdächtiger, wohingegen der so empathisch geführte alte Kollege...

Ich habe bei den Wiener Tatorten aber auch eine sehr hohe Erwartungshaltung. Die haben einfach schon sehr großartige Stücke hingelegt und das Teil vom Sonntag kam da m.E. nicht ran.

muffinho
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Granadaseggl
Habe den Dortmund Tatort in der Mediathek jetzt angeschaut. Nicht schlecht, aber es gab bessere Folgen aus Dortmund. Es zeigt sich halt, dass ähnlich wie beim Fussball alle Positionen gut besetzt sein müssen, damit eine Topleistung raus kommt. Der SEK Chef z. B. hat eine grausame schauspielerische Leistung abgeliefert. Auch der Verdächtige, den sie in der Moschee festgenommen haben, wäre hinter der Kamera besser aufgehoben. Es reicht halt nicht, die Protagonisten mit guten Schauspielern aufzufüllen. Wäre mehr drin gewesen.

Von der Story her war es ok.

Auswurf
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Halbdaggl
jetzt wird alles gut!

Meiner these nach trägt der momentan in stuttgart gedrehte tatort den titel "kevin"
Die waren vor ein paar tagen am wilhelmsplatz zu gange mit verlegten kameraschienen in die weberstrasse.
Vorm immerbierherzen stand der lilane porsche von..
ne, der da
Bild

das konnte ich sehen,
weil ich einen blumenstrauss zu anne in zimmer 6 des edelweiss liefern durfte.
Wie sie aussieht weiss ich allerdings leider nicht,
sie war beschäftigt.
Die dame von zimmer 5 verwies mich an den zuhälter
und dessen größte sorge war der absender
der blumenpracht

:evil: von wem kommt der strauss???? :evil:


Tifferette
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Granadaseggl
Der letzte Münchener Tatort war ja mal.... anders.

Mein Lieblingsdialog:
"Ivo!"
"Franz!"
"IVO!!!"
"WAS?!??!"
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'

muffinho
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Granadaseggl
Wenn ich Zwerg Nase schon wieder sehe, vergeht mir die Lust auf Tatort. Tausende Schauspieler und sie schaffen es nicht, irgendwas Besseres an Land zu ziehen, am besten mit schwäbischem Hintergrund. Vielleicht sollten sie mal Thomas D. testen, oder Hannes und Bürgermeister. Könnte mir auch Airwin vorstellen, da würde der Schuldige immer gleich zu Beginn schon feststehen: "Mutti zur Fahndung ausschreiben" :arr:

Cleansman
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Granadaseggl
muffinho hat geschrieben:Wenn ich Zwerg Nase schon wieder sehe, vergeht mir die Lust auf Tatort. Tausende Schauspieler und sie schaffen es nicht, irgendwas Besseres an Land zu ziehen, am besten mit schwäbischem Hintergrund. Vielleicht sollten sie mal Thomas D. testen, oder Hannes und Bürgermeister. Könnte mir auch Airwin vorstellen, da würde der Schuldige immer gleich zu Beginn schon feststehen: "Mutti zur Fahndung ausschreiben" :arr:


Du, den nächsten Stuttgart-TATORT inszeniert Dominik Graf. Das dürfte ein eher ungewöhnlicher und spezieller TATORT werden. Immerhin hat Graf den genialen Münchner POLIZEIRUF 110 "Der scharlachrote Engel" mit (dem derzeitigen Staatstheater.Stuttgart-Ensemble-Mitglied) Edgar Selge gedreht. Und der "Er sollte tot..." ebenfalls mit Selge war auch ganz gut. Nicht zu vergessen der BR-Kult-TATORT "Frau Bu lacht". Wobei der "Knusperfrosch"-Gag natürlich dreist von Monty Python geklaut war.

Den Kollegen von Richy Müller kann man derzeit in Martin Walsers EHEN INPHILIPPSBURG am Staatstehater sehen, ich finde das Stück aber etwas fade. Nicht jeder Roman taugt als Theaterstück.

*SPOLIER WARNUNG*
Zum Münchner TATORT: Der hatte natürlich einen Mords-Rucksack der Vorgängers "Die Wahrheit" zu stemmen, der ja das bewusst unbefriedigende (und IMO großartige) Ende, dass der Täter nicht identifiziert und gefasst wurde, hat. Nun ist der Mörder zurück. An sich ein vielversprechender Ansatz, allerdings verschenkt man das dadurch, dass der Täter auf dem Band einer Überwachungs-Kamera zu sehen ist und schnell verhaftet werden kann. Seltsamerweise hatte er es in der Vorgänger-Folge geschafft, auf keinem Überwachungs-Video sichtbar gewesen zu sein. Was nun folgt, ist ein blutiger und brutaler Cop-Thriller, der auch vielversprechend beginnt. Allerdings ist spannungstechnisch schnell die Luft raus, denn das geneigte Publikum glaubt ja nicht, dass Ivo Batic ein eiskalter Doppel-Mörder ist. Die Lösung mit der zurückgekehrten Witwe als Rache-Engel und Mörderin hat mich dann auch nicht so ganz überzeugt. Da wäre es überzeugender gewesen, wenn sie einen Auftragskiller angeheuert hätte, allerdings wäre dann der TATORT schnell durch gewesen. An den Vorgänger kommt die Folge nicht ran, aber es kommt immer noch ein halbwegs annehmbarer Krimi dabei raus, auch wenn es zahlreiche "plot holes" gibt, die man einfach ignorieren muss. Aber anschauen kann man Batic und Leitmayr eigentlich fast immer.

muffinho
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Granadaseggl
Cleansman hat geschrieben:Du, den nächsten Stuttgart-TATORT inszeniert Dominik Graf. Das dürfte ein eher ungewöhnlicher und spezieller TATORT werden. Immerhin hat Graf den genialen Münchner POLIZEIRUF 110 "Der scharlachrote Engel" mit (dem derzeitigen Staatstheater.Stuttgart-Ensemble-Mitglied) Edgar Selge gedreht. Und der "Er sollte tot..." ebenfalls mit Selge war auch ganz gut. Nicht zu vergessen der BR-Kult-TATORT "Frau Bu lacht". Wobei der "Knusperfrosch"-Gag natürlich dreist von Monty Python geklaut war.


Nur bleibt Zwerg Nase halt Protagonist... anders formuliert: das beste Rezept bringt nichts, wenn Steve Wonder am Herd steht.

Nilkheimer
Granadaseggl
So ein Quatsch.
Brandstiftung, Steuerhinterz. (inkl. Zollzeug), UrhG-Verstöße, vers. Körperverletzung, (evtl.) Kindesmisshandlung und TierschG-Delikte, Umweltdelikte u. Betrug u. nun - NOCH TAUFRISCH - BtMG-Sachen: Stern des Südostens.
-- Volle Steuern. Echt wahr, Mann.


Cleansman
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Granadaseggl
RAF-„Tatort“
Die Stammheimer Zellen werden nachgebaut
Von Adrienne Braun 04. Mai 2017 - 16:32 Uhr
Schatten der Vergangenheit: in diesem Tagen dreht der SWR in Stuttgart einen neuen „Tatort“, der an die RAF und viele offene Fragen erinnert.

Stuttgart - Natürlich hätte man gern in der JVA Stammheim gedreht, die während der RAF-Prozesse Geschichte schrieb. In dieser Woche haben der Regisseur Dominik Graf und sein Fernsehteam dem legendären Gefängnis einen Besuch abgestattet, allerdings nicht zu Dreharbeiten. „Wir waren dort, um die Zellen nachbauen zu können“, sagt Dominik Graf. Denn der Stuttgart-„Tatort“ „Der rote Schatten“, der im Oktober ausgestrahlt werden soll, taucht tief in die Vergangenheit ein und knüpft an den Deutschen Herbst an: Angeblich stirbt eine Frau bei einem Unfall. Ihr Lebensgefährte aber war in den Siebzigerjahren für den Verfassungsschutz gegen die RAF eingesetzt. Deshalb beginnen die Kommissare mit der Ermittlung.


Derzeit ist das Fernseh-Team an vielen Ecken Stuttgarts unterwegs, am gestrigen Donnerstag wurde in der Gausstraße gedreht. „Eine große logistische Herausforderung“, sagt der Ludwigsburger Produzent Jochen Laube, da die Verkehrssituation in der Stadt auch Filmteams das Leben schwer macht. Der Regisseur Dominik Graf ist sogar überzeugt: „Stuttgart hat die längsten Ampelphasen von ganz Deutschland.“ Auch in der nächsten Woche stehen Richy Müller und Felix Klare als Kommissare Lannert und Bootz noch in der Stadt vor der Kamera, während die Szenen auf dem Kommissariat in Baden-Baden gedreht werden.

Viele Verdruckstheiten und Verlogenheiten

„Der rote Schatten“, das verrät Dominik Graf schon jetzt, soll alles andere als ein „braver ,Tatort’“ werden, sondern will „etwas riskieren“, so der erfolgreiche Film- und Fernsehregisseur. Er gehe „weit in offene Fragen hinein“. Denn ambivalent ist der Stoff durchaus, da es im Zusammenhang mit dem RAF-Terrorismus auch auf staatlicher Seite zu Fehlern und Versäumnissen kam. Es gebe sehr wohl „verbrecherische Energie in den Staatsdiensten“, meint Dominik Graf. Man müsse allerdings unterscheiden zwischen „verbrecherischen Absichten innerhalb des Staatsapparats und unfassbaren Pannen und Schlamperei.“

Ob es um den Zweiten Weltkrieg, die DDR oder die RAF geht, er ist überzeugt, dass es „viele Verdruckstheiten und Verlogenheiten“ gibt. „In Deutschland wird viel unter den Teppich gekehrt“, meint Graf. Sein „Tatort“, der auf einem realen Fall basiert, könne zwar keine Lösungen anbieten, soll aber Fragen aufwerfen. Die zuständige SWR-Redakteurin Brigitte Dithard hofft sogar, dass diese Fragen „womöglich dazu führen, anders über die Dinge nachzudenken.“

Richy Müller, der den Kommissar Lannert spielt, kann sich noch gut an den Deutschen Herbst erinnern. „Wir haben das am eigenen Leib erlebt“, erzählt er. Der gebürtige Mannheimer besuchte damals in Bochum die Schauspielschule. „Auf der Autobahn bin ich oft in RAF-Sperren gekommen, bei denen man aus dem Auto gezogen wurde.“ Viele hätten damals Sympathien für den Protest der jungen Generation gehabt, sagt er, „dass das so geendet ist, ist bitter“. Umso wichtiger findet er, auch mit einem Krimi daran zu erinnern, „dass es nicht so lange her ist, dass der Terror auf der Straße war.“

Auch dokumentarische Material kommt zum Einsatz

Felix Klare kam 1978 auf die Welt, ein Jahr nach der sogenannten Todesnacht von Stammheim, in der die Anführer der RAF Selbstmord begingen. „Es steht in unserer Verantwortung, sich damit zu beschäftigen“, meint Klare. Er spiele allerdings „im Heute“, da er die Zeit nicht mehr erlebt hat. „Aber ich kann das gut benutzen für die Figur, die das aus einem anderen Blickwinkel erlebt.“

Anders als bei den meisten Krimis, wird bei „Der rote Schatten“ auch dokumentarisches Material zum Einsatz kommen, einige historische Szenen dreht Dominik Graf auch nach. Aber auch hier will er sich nicht brav der „Versklavung“ unterordnen, durch die Verfilmungen historischer Stoffe oftmals „vor lauter Präzision der Abbildung des Authentischen sehr bieder“ geraten würden, wie er meint. Der Film zeige eine „eigene persönliche Sicht“ auf die Dinge und sei nicht „das kleinste gemeinsame Vielfache, auf das wir uns an Moral und Verantwortung und Geschichte einigen konnten.“


http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... b113e.html

Lupo
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Schoofseggl
die haben sogar in Steinenbronn gedreht:

Steinenbronn/Waldenbuch - Wegen Dreharbeiten ist seit Donnerstag und noch bis Samstag, 29. April, um 3 Uhr nachts sowie am Dienstag, 2. Mai, von 5 bis 22 Uhr die Kreisstraße 1051 zwischen Steinenbronn und Waldenbuch gesperrt (wir berichteten). Der Dreh findet zwischen dem Solwiesenkreisel im Südosten von Steinenbronn und dem Ortseingang von Waldenbuch an der Echterdinger Straße statt.

:prost:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 32669.html


CoachingZone
Granadaseggl
Richy Müller, der den Kommissar Lannert spielt, kann sich noch gut an den Deutschen Herbst erinnern. „Wir haben das am eigenen Leib erlebt“, erzählt er. Der gebürtige Mannheimer besuchte damals in Bochum die Schauspielschule. „Auf der Autobahn bin ich oft in RAF-Sperren gekommen, bei denen man aus dem Auto gezogen wurde.“ Viele hätten damals Sympathien für den Protest der jungen Generation gehabt, sagt er, „dass das so geendet ist, ist bitter“. Umso wichtiger findet er, auch mit einem Krimi daran zu erinnern, „dass es nicht so lange her ist, dass der Terror auf der Straße war.“


Bei der Nase kein Wunder. Die ist so überzeugend, dass er später sogar hochoffiziell in einem Film von Christian Petzold einen untergetauchten Ex-Terroristen spielen durfte. :mrgreen:


Tifferette
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Granadaseggl
Cleansman hat geschrieben:An sich ein vielversprechender Ansatz, allerdings verschenkt man das dadurch, dass der Täter auf dem Band einer Überwachungs-Kamera zu sehen ist und schnell verhaftet werden kann. Seltsamerweise hatte er es in der Vorgänger-Folge geschafft, auf keinem Überwachungs-Video sichtbar gewesen zu sein.


Vielleicht ist es Zufall, aber das mit den Kameras kommt hin. Am Gärtnerplatz (2. Folge) stehen sind mW Kameras, weil es das mitten im Ausgehviertel ist und es immer wieder Probleme mit Bayernfans dummen Assis gibt. An der Sparkasse am Leonrodplatz bin ich mir aber recht sicher, dass da (außerhalb der Bank) keine Kameras sind. Ich bin mir sicher, dass die Drehbuchautoren das nicht auf dem Radar hatten, aber es deckt sich mit der Realität.

Ansonsten Zustimmung - richtig starker Anfang, und dann baut das Ganze stark ab. Am Ende Durchschnitt. Schöner Ansatz, aber irgendwie verschenkt.
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'

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