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Unter Westfalen
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Halbdaggl
Weil ich gerade über ihre Stimme nachgedacht habe, die ich wohl aus tausenden anderen herauszuhören mir traue:

Kann es sein, dass man die Stimmen dunkelhäutiger Sänger/innen, also mit afrikanischen Wurzeln, von denen weißer unterscheiden kann? Gibt es einen natürlichen Unterschied der Stimmlippen?

Ich denke da gerade an Nat King Cole, Johnny Mathis, die Platters. Ich finde deren Stimmen etwas kehlig, was mir aber durchaus gefällt.
Per aspera ad astra

Haber
Halbdaggl
das weiß ich nicht uwe aber es gab tatsächlich ende des 2. WK Jazzbücher die noch "biologische" Aspekte beleuchteten, was sich teils etwas "rassenkundig" las.

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1961/62 spielte John Coltrane das konventionelle Ballads-Album ein, das sind lyrische Stücke, Balladen eben. Sie unterscheiden sich von seinen expressionistischen Stücken total, die teils freejazzartig wild geschmettert wurden.
Also hier lyrisch, zahm, die Ballade:


Auswurf
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Halbdaggl
gibt ja einen haufen sänger/innen denen man eine schwarze stimme attestiert. (zb. elvis, joplin, winehouse)
Bei der frage ob eher das prägende umfeld,
oder die biologie/anatomie die weichen stellt,
scheiden sich wohl die geister

frag doch mal die maus

Monitor
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Granadaseggl
Mani Matter war ein Schweizer Mundart-Liedermacher und Jurist.

An den Swiss Music Awards 2017 wurde ihm der Tribute Award verliehen. Die Laudatio hielt Emil Steinberger.

Alle lieben Mani, den Chansonnier. Aber Hans Peter Matter, den Juristen kennen nur wenige.

Sein Tod, 1972, im November, auf der Autobahn am linken Zürichseeufer, Höhe Kilchberg, nächtliches Schneetreiben, ein missglückter Spurwechsel, das Auto dreht sich. Er, auf dem Weg zu einem Auftritt in Rapperswil, auf der Stelle tot.

Er war ein Multitalent. Geschätzt als Rechtskonsulent der Stadt Bern, erfolgreich mit seiner politischen Bewegung «Junges Bern» und geübt im Umgang mit der Feder, wenn es darum ging, Theaterstücke, Aphorismen und Lieder zu schreiben. Der gemeinsame Nenner von Hans Peter «Mani» Matters Talenten war wohl der Drang nach Präzision.

1963 wurde er Assistent beim Staatsrechtsprofessor Richard Bäumlin, 1965 erlangte er den Doktortitel bei Hans Huber mit der Bestnote «summa cum laude». 1967/68 verbrachte er mit seiner Familie .... ein Jahr an der University of Cambridge und arbeitete dort an seiner Habilitationsschrift, die er bis auf die Fussnoten fertigstellte, aber nie einreichte.



Ich hab ein Streichholz angezündet und das hat eine Flamme gegeben
und ich wollte für die Zigarette Feuer vom Hölzchen nehmen.
Aber das Hölzchen ist davon gespickt
und auf dem Teppich gefallen
und es hat noch fast ein Loch im Teppich gegeben davon.
Ja, man weiss was passieren kann, wenn man nicht aufpasst mit Feuer
und für die Glut an der Zigarette ist ein Teppich dann doch zu teuer
und vom Teppich hätte - oh Graus! das Feuer ins ganze Haus gelangen können
und wer weiss was da nicht alles noch hätte passieren können.
I could write several novels about what I do not know


Monitor
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Granadaseggl
Plan B hat geschrieben:Du häsch es fi au uf Schwizerdütsch dürfe aneschribe! ;)


Exgüsi, ich cha nid so gued Schwizerdütsch.
Bin noch hurtig dabei, a bitzeli (heute) am Ziischtig Schwizerdütsch zu üben, vielleicht schaffe ich es bis Dunnschtig. Bis Friitig sicher, darauf wette ich n Füfliber. Isch guet? Chunsch druus?

Mein Lieblingswort: Himmugüegeli ;) Jöö



Andererseits hörte ich vom Schweizer Kolumnenschreiber Peter Bichsel, der mehr als
1000 Kolumnen verfasste:

"Wissen Sie, unser schwieriges Verhältnis zu diesem Neu-Hochdeutschen
erkläre ich Ihnen mit einer Geschichte:

Wenn ein Deutscher > ein Preuße mit seinem perfekten Hochdeutsch am Bahnhof am
Schalter eine Fahrkarte bestellt, dann klingt das für uns (Schweizer) so, wie ein Bischof, der seine Fahrkarte lateinisch bestellen würde. So viel Aufwand für etwas ganz Einfaches, für ein Bahn-Billette, wie wir sagen.

Das hat zufolge, wir haben, wenn wir dann schreiben in diesem Hochdeutsch, noch eine gewisse
Neigung zum Pathos. Schon der erste Satz muss perfekt und geschliffen sein.

Die Schweiz hat einige wenige Romanciers hervorgebracht."
I could write several novels about what I do not know


Plan B
Halbdaggl
Monitor hat geschrieben:
Plan B hat geschrieben:Du häsch es fi au uf Schwizerdütsch dürfe aneschribe! ;)


Exgüsi, ich cha nid so gued Schwizerdütsch.
Bin noch hurtig dabei, a bitzeli (heute) am Ziischtig Schwizerdütsch zu üben, vielleicht schaffe ich es bis Dunnschtig. Bis Friitig sicher, darauf wette ich n Füfliber. Isch guet? Chunsch druus?

Mein Lieblingswort: Himmugüegeli ;) Jöö



Andererseits hörte ich vom Schweizer Kolumnenschreiber Peter Bichsel, der mehr als
1000 Kolumnen verfasste:

"Wissen Sie, unser schwieriges Verhältnis zu diesem Neu-Hochdeutschen
erkläre ich Ihnen mit einer Geschichte:

Wenn ein Deutscher > ein Preuße mit seinem perfekten Hochdeutsch am Bahnhof am
Schalter eine Fahrkarte bestellt, dann klingt das für uns (Schweizer) so, wie ein Bischof, der seine Fahrkarte lateinisch bestellen würde. So viel Aufwand für etwas ganz Einfaches, für ein Bahn-Billette, wie wir sagen.

Das hat zufolge, wir haben, wenn wir dann schreiben in diesem Hochdeutsch, noch eine gewisse
Neigung zum Pathos. Schon der erste Satz muss perfekt und geschliffen sein.

Die Schweiz hat einige wenige Romanciers hervorgebracht."

Nüd schlecht.
Vermutlich findet man Mani Matters Liedtexte irgendwo in den weiten des Internets auch auf Berndütsch.
Deswegen schreibt der Pedro Lenz auch im Dialekt: Dr Goalie bin ig.
Womit wieder der Bezug zum Thema dieses Forums hergestellt wäre.
Carpe diem.