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Habe im 9/11-Thread im alten Zeitungsforum schon gemutmaßt, dass es für viele Leute beruhigend wirkt, wenn sie sich davon überzeugen lassen, dass hinter den Kulissen alles gelenkt wird, egal wie dunkel diese Mächte auch sein mögen – immer noch besser als anzunehmen, dass das Chaos regiert.

Da gibt es ebenfalls eine Parallele zur Religion, die auch dieser von Randow zieht: Gott mag ein menschenverachtendes Schwein sein und uns quälen ohne Ende, aber wenigstens ist er da und hat die Hand drauf.

Bin aber gespannt, wie lange sich das Märchen noch spinnen lässt, dass der Mainstream gleichgeschaltet und unfrei sei, während die Hüter der Wahrheit gleich nebenan frei und ungehindert mit den selben Mitteln publizieren. In Deutschland ist das vielleicht noch eine Ecke leichter, weil man nicht Autobahn sagen darf.


Southern Comfort
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Granadaseggl
In ganz D findest Du nicht einen ort in der eine atmosphäre der angst durch linke gruppen erzeugt wird.


Stuttgarter Schlosspark... Da geht's mindestens ums Waldsterben, eher aber um einen gnadenlosen Betrug am Volk, der durch die machtvolle Obrigkeit ausgeübt wird... Demonstranten sagen in Interviews von "Ich habe Angst um unsere Demokratie."

ICE-Strecke über die ein Castor fährt. Man frage den Zugführer mal, ob nicht Angst vor einer "Schottern"-Entgleisung hat. (Der sagt: Nö, wir fahren ja langsam genug. - Dann frage man eben denjenigen, der den Zug langsam fahren lässt)

Die "Atomkraft - Nein Danke..."-Lobby benötigt zwingend die Angst vor dem GAU, um Ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.


Der Autor meint sicher was anderes, als da steht. Aber je länger ich über das Geschriebene nachdenke umso falscher wird es.

IMO.

Auswurf
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Granadaseggl
Southern Comfort hat geschrieben:
Der Autor meint sicher was anderes


da bist jetzt aber nochmal weit zurückgestolpert im fred ;)

ja, ich sprach von der angst, die man vor demonstranten haben muss
und nicht von den ängsten der demonstranten, die ich aber was Deine beispiele anbetrifft teilweise teile. Keine technik ohne restrisiko.
Nazis haben keine probleme damit totschlag und ausrottung als legitimes mittel zu propagieren.
Also ich meine die aus der zweiten reihe, welche ohne taktischen maulkorb agieren




crastro
Um mit Vernügen Pispers zu zitieren: NSA= Nikolaus sieht alles..........wir glauben immerhin, das alles abgehört wird..........aber "beeinflusst"? NIE!

fkAS
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Granadaseggl
dazu passt ein Leserkommentar aus dem oben zitierten Artikel der Zeit
"D wird von den USA regiert. Herr von Randow streitet also ab, dass die USA starken Einfluss auf die Politik in D hat."

Als wollten Sie das ideologische Moment hinter dem Lügepressegedanken exemplifizieren: Es gibt nur schwarz und weiß. Sobald in der "Mainstreampresse" steht, die USA würde nicht Deutschland regieren, muss das natürlich bedeuten, dass der entsprechende Autor jeglichen Einfluss der USA auf Deutschland negiert. Dass es ein Geflecht von Beziehungen, gemeinsame Interessen, aber auch unterschiedliche Ansichten und sogar Konfilktthemen gibt, undenkbar. Dass sowohl hierzulande als auch dort unterschiedliche Lobby- und Interessensgruppen agieren (vom Isolationismus bis zur Hegemonialpolitik), viel zu kompliziert. Dass Einfluss immer auf Beiderseitigkeit basiert, irrelevant. Stattdessen werden sehr komplexe außenpolitische Beziehungen reduziert auf (im schlimmsten Fall) "Die USA regieren Deutschland" oder (partiell differenzierter) "Die USA haben großen Einfluss auf Deutschland".

Damit ist dann alles gesagt, Differenzierung tut nicht mehr not, und jeder der anderer (differenzierterer) Meinung ist, kann als Lügner aus dem eigenen Diskurs ausgeschlossen werden.




RedBlues
Granadaseggl
http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 48940.html

Man soll nicht mit Fingern auf andere zeigen, gerade wenn der Finger Deutschland gehört, aber unsere europäischen Freunde des ehemaligen Ostblocks haben das mit Europa, Menschenrechten, Freiheit und den Grundwerten ganz offensichtlich nicht richtig verstanden.

Die Slowakei nimmt ganze 200 syrische Asylanten auf, aber nur Christen.

Die ganze Flüchtlingsfrage wurde von der europäischen Politik und vor allem von den NICHTMittelmeeranreinern Jahre lang verdrängt, Italien hat schon vor mehr als einem Jahr darauf gedrängt eine europäische Lösung zu finden. Der Merkelismus hat es aber schön verdrängt und jetzt ist die kacke am dampfen. Wir steuern für deutsche Verhältnisse auf eine humanitäre Katastrophe im Winter zu, wo soll man die ganzen Menschen durch einen kalten Winter bringen?

Aber noch merkeln wir weiter, bis es nicht mehr geht

IlNino
Der Bund schiebt es auf die Länder, die Länder auf die Gemeinden und die wieder auf den Bund...... gestern kam im heute-journal eine Bericht aus NRW mit welchen Problemen die Gemeinden vor Ort zu kämpfen haben. Jeden Tag mehr Menschen. Matratzen und Feldbetten ausverkauft, Helfer an der Grenze der Belastbarkeit etc. Im Land wird aber hauptsächlich über Integration diskutiert. Das kannste getrost zurückstellen wenn die Erstversorgung und Aufnahme schon nicht funktioniert.

RedBlues
Granadaseggl
Eben, es werden scheindiskussionen geführt über nachgelagerte Probleme. Dazu vermischt man noch Einwanderung mit Asylpolitik.

Aber die CSU hat jetzt einen neuen Verantwortlichen gefunden, die EU. Es wäre zum Lachen wenn es nicht so schlimm wäre

FairPlayAxel
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Granadaseggl
mich wundert extrem, dass es in der EU so toliert wird, dass einige Staaten die Flüchtlinge nur durchwinken, andere hohe Zäune bauen (HUN), andere nix mehr bearbeiten (AUT), andere nur Christen nehmen (POL). Es krankt an allen Ecken, vor allem einer geeimsamen Strategie!


Tifferette
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Granadaseggl
Also sorry, da kann man intern bzw. über die Medien schon einmal Stellung beziehen. Das erwarte ich mir wesentlich häufiger.

Edit: Von der Politik, und der deutschen Regierung insbesondere.
Zuletzt geändert von Tifferette am 20. August 2015 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'

Plan B
Granadaseggl
Das mit der Strategie betrifft aber nicht nur die Asylpolitik, sondern viele weitere Themen (zB. Griechenland,).
So ist das halt, wenn 27 Landesfürsten und Fürstinnen gleichberechtigt mitreden dürfen. D.h. jetzt nicht, dass ich erwarte, dass Deutschland mehr zu sagen hätte, sondern dass die Richtlinien von der EU-Kommission (sprich EU-Regierung, darf man so aber nicht sagen) zusammen mit dem EU-Parlament gemacht werden und dann wird das so gemacht. Aber es ist halt schwierig als Union aufzutreten, gleichzeitig will aber jeder Teilstaat seine volle Souveränität behalten.

RedBlues
Granadaseggl
FairPlayAxel hat geschrieben:mich wundert extrem, dass es in der EU so toliert wird, dass einige Staaten die Flüchtlinge nur durchwinken, andere hohe Zäune bauen (HUN), andere nix mehr bearbeiten (AUT), andere nur Christen nehmen (POL). Es krankt an allen Ecken, vor allem einer geeimsamen Strategie!


Ich finde man sieht hier vor allem hervorragend wie weit es mit unseren gemeinsamen europäischen Werten her ist. Wenn es immer geheißen hat, die Türkei gehört nicht zu unserer Wertegesellschaft, dann man muss in der Flüchtlingsfrage klar attestieren, ein gehöriger Teil des Ostblockstaaten von Estland bis Slowenien wohl auch nicht.

Gemeinsame Politik und Strategie wird es nicht geben solange die meisten Länder nicht bereit sind ihren Anteil zu tragen. Im Prinzip Löffeln doch die alten EU Staaten die Suppe allein aus.

@auswurf
Merkel könnte wirklich einmal Stellung beziehen und nicht nur schweigen.

Auswurf
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Granadaseggl
na klar,
natürlich kotzt es mich an, wenn die eu nur als selbstbedienungsladen der mitglieder angesehen wird.
Die europäische idee scheinen nur wenige im sinn zu haben,
oder teilten sie noch nie (siehe britannien)


stimmt schon, dass von merkel öffentlich mehr kommen muss,
aber was da intern auf europaebene geredet wird und wurde ist eben auch von interesse.
Bin auch für mehrheitsentscheidungen,
nur für manche wichtigen dinge finden sich nicht einmal einfache mehrheiten

RedBlues
Granadaseggl
@plan-b

Ganz ehrlich, mit der EU von 2002 hätte ich kein Probleme einem übergeordneten Staat zuzustimmen, sprich die vereinigten Staaten von Europa. Mit der heutigen EU? Eher nicht.

Aber es bedarf eines europäischen Parlamentes das die Macht demokratisch Entscheidungen zu treffen denen alle Mitgliedsländern folgen müssen. Was es nicht braucht sind Kommissionen in denen die Landesfürsten ihre Besitztümer verteidigen, wie früher in grauer Vorzeit

Haber
Granadaseggl
redblues, wie sollen alle mitgliedsländer entscheidungen folgen, wenn ihre ausgangslagen so grundlegend verschieden sind?
dieses eutopäische parlament sollte imo eine politik verfolgen, die diese ungleichheit thematisiert und berücksichtigt. es kann ja nicht sein, dass wenige mächtige eu länder, die politik der armen länder bestimmt und auf ihre marktpolitische seite (stichworte neoliberalismus, kapitalismus, privatisierungspolitik) zwingt.

wie soll ein europäisches parlament funktionieren, wenn die politik in den einzelnen ländern so schwierig zu gestalten ist?

ich habe da grundsätzlich meine zweifel, ob EU überhaupt der richtige weg ist.

Ich sehe die EU nur als ein strategisches Machtgebilde. Vom zivilisierten Zusammenleben bekomm ich wenig mit.

Tifferette
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Granadaseggl
Äh RedBlues, erstens gibt es ein Parlament, das die demokratisch legitimierte Macht hat. Nur eben in bestimmten Bereichen, die der EU zugewiesen werden. Und zweitens ist die Kommission von den Landesfürsten unabhängig. Das ärgert die Landesfürsten ja so. Das Problem ist der Rat der Europäischen Union (also die Kammer der Landesfürsten), die gleichzeitig noch Budget- und Rechtsetzungsbefugnisse hat...
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'

Tifferette
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Granadaseggl
Das Problem, und das wird auch hier wieder klar, ist die komplexe und für Normalbürger fast und undurchsichtige Struktur der EU-Institutionen. Und deren Zusammenspiel mit den Nationalstaaten checken auch viele Juristen nicht...
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'