21020 Beiträge

Nilkheimer
Granadaseggl
Airwin hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben: dass Franco A. nun (gestern) angeklagt worden ist?
..... - und noch vor kurzem hier Freudentränen vergoss, als der Haftbefehl aufgehoben worden war.
Da wird doch kein Schelm was Böses denken wollen?


Sehr schön, eine Vorverurteilung von einem Juristen. :mrgreen:




Dass einer, der unter seiner echten identität seine fingerabdrücke abgegeben hat, danach einen von ihm verübten anschlag seiner zweiten identität als syrer unterjubeln will - daran kann ernsthaft doch nur ein blödheimer glauben :lol:


Witziges Selbstdiskreditieren. Hauptsache keine Order Mutti ( :lol: ).
Brandstiftung, Steuerhinterz. (inkl. Zollzeug), UrhG-Verstöße, vers. Körperverletzung, (evtl.) Kindesmisshandlung und TierschG-Delikte, Umweltdelikte u. Betrug u. nun - NOCH TAUFRISCH - BtMG-Sachen: Stern des Südostens.
-- Volle Steuern. Echt wahr, Mann.

Franky3103
Granadaseggl
Grade eben gefunden, an unsere grünen Integrationsfreunde und Refugee's Welcome Schreihälse gerichtet, die das alles so toll finden. Viel Spass beim Lesen...

http://www.spiegel.de/media/media-42252.pdf

Und hier der dazugehörige Artikel:

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 83578.html

Eine Bewertung nehme ich lieber nicht vor. Nur soviel:

Wer denken kann, wusste aus diversen Medien, dass es so kommen würde. Ganz toll...
Ich möchte diese Saison nur eines - DEN KLASSENERHALT -

muffinho
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Granadaseggl
Dass es im Saarland Probleme gibt, kann wohl jeder aus diesem Forum aus eigener Erfahrung bestätigen... und nun? Was ist die Lösung? Flugzeug mit einem One Way Ticket wieder nach Frankreich? Die würden sich bedanken, wenn dann im PSG Forum User de miserable bei jeder Schiri Entscheidung ein Tränchen vergießt...

Außerdem, für Dich: Hallo GG....

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Das Saarlandproblem ist leicht lösbar: Rückgabe (zumindest aller beweglichen Assets und Eingeborenen, Zugezogene nur nach umfassendem IQ-Test) an Nordkorea.

Jetzt beim Remstal ist es schwieriger obwohl ebenfalls verblödet und deutschfern. Vllt die Reaganlösung mit dem gläsernen Parkplatz? Könnte Stuttgart doch gut gebrauchen...




Unter Westfalen
Lombaseggl
Southern Comfort hat geschrieben:@Unter Westfalen

Ich mochte Deinen Beitrag. :prost:

Und zum Klassikfan... Meine liebste Errungenschaft nenne ich die Bernstein-Sammlung der Mahler-Symphonien.

Und nen „Ring“ in Stuttgart hab ich auch schon mitgemacht. Das ist mal ne Erfahrung.

Wo diskutiert man sowas? Hier nicht, ne?


Ja, Mahler und Bernstein ist eine Erfolgsgeschichte. Vermute mal, dass Du den 2. Zyklus von ihm auf Deutsche Grammophon hast. Den kenne ich nicht. Habe mir damals den Zyklus von Kubelik auf demselben Label gekauft. Als Schüler habe ich in der Liederhalle die 3. gehört, gespielt vom Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks (so hieß es damals) unter Hans-Müller Kray. Ein Weckerlebnis. Weiß nicht mehr, wer die Altpartie gesungen hat. Könnte sein, dass die Aufnahme bei Hänssler Klassik erschienen ist.
Welche ist Deine Lieblings-Symphonie?

Übrigens, kannst Du dir vorstellen, dass im Bielefelder Katalog 1956
http://www.bielefelderkataloge.de
keine einzige Mahler-Symphonie verzeichnet war? Im 3. Reich war seine Musik ja verboten, Mendelssohn wurde übrigens auch nicht gespielt!! :roll:

Die Rezeption der Mahler-Symphonien begann tatsächlich mit Lenny, der den Zyklus mit den New Yorker Philharmonikern auf American Columbia, hier erschienen bei Philips, dann CBS, jetzt Sony, eingespielt hat.
Bernstein ist einer meiner Lieblingsdirigenten. Er war ja auch ein hervorragenden Musikpädagoge.

Zu Wagner. Ja, der Ring ist gewaltig. Habe ihn vor Jahren in Dortmund gesehen. Großartige Aufführung mit großartigen Sängern, von denen einige auch in Bayreuth gesungen haben. Habe auch alle seine anderen Opern, mit Ausnahme von Rienzi und Das Liebesverbot gesehen.

Mit Wagner ist es so eine Sache. Man sagt, es gibt nur Wagnerianer oder Antiwagnerianer. Ich hänge irgendwo dazwischen, weil ich seine Musik teilweise großartig finde, aber ihn so etwas von abstoßend. Dieser selbstverliebte, schleimige Antisemit hatte einen abscheulichen Charakter. Hat seine Gönner ausgebeutet (in Stuttgart ist da auch so eine Sache passiert!, Ehebruch begangen (die Frauen der Mäzene gebumst und die eigene betrogen), sich bei Giacomo Meyerbeer in Paris eingeschmeichelt, um den Fruß in die Grand Opéra zu bekommen und hat ihn danach dem antisemitischen Gespött ausgeliefert. Seine Cosima, Tochter von Franz Liszt, war eine fast noch fanatischere Antisemitin. :evil:

Würde hier gerne mal ab und zu meine Gedanken zur klassischen Musik einstellen, weiß aber nicht, in welchen Thread. Hier passt es nun mit Sicherheit nicht hinein. Im Musikfred geht es wahrscheinlich zwischen den musikalischen Ergüssen von Cleansman verloren. ;)
:prost:
Noe, noe, I goa alloi hoim

Unter Westfalen
Lombaseggl
@Airwin

Lieber Airwin,
hiermit entlasse ich Dich feierlich aus dem mir zweimal gegebenen Verprechen, auf meinen Post vor 1 Woche (2 Wochen?) noch zu antworten. ;)

Begründung:
Wie ich sehe, tummelst Du Dich auf fast allen Threads hier und stößt nahezu stündlich neue Links aus. Dich in diesem Tun zu behindern und Dich zu zwingen, sich mal richtige Gedanken zu einem Thema zu machen, würde Dir wahrscheinlich jegliche Lebensfreude nehmen. Das möchte ich Dir nicht antun.

Nichts für ungut!
:D
Noe, noe, I goa alloi hoim


Unter Westfalen
Lombaseggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:Benenn Dich einfach um in Mutti Westfalen oder Münster-Mutti und Du hast seine ungeteilte Aufmerksamkeit....nur der Ton wird dann etwas ....rüde und Du bist an allem schuld.


Ja, ich weiß, es wurmt Dich immer noch, aber Du hast damit angefangen...lol
Verstehe jetzt auch Deinen Spitznamen! :nod:
Dass Du Dir ja nicht einfallen lässt, Dich in den Dialog zwischen tifferette und mir einzuzecken! :evil:
Noe, noe, I goa alloi hoim

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Grosser Gott......nee ich glaube nicht dass Du grade irgendwas verstehst, aber auch gar nix. :lol: :lol: :lol:
Aber ich lese den scheiss von so vielen nicht, da kommt's auf dich auch nicht an.

Tiffi: Volle Punktzahl, neidlos anzuerkennen :arr:
Wie steht's eigentlich??? :shock:

Unter Westfalen
Lombaseggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:Grosser Gott......nee ich glaube nicht dass Du grade irgendwas verstehst, aber auch gar nix. :lol: :lol: :lol:
Aber ich lese den scheiss von so vielen nicht, da kommt's auf dich auch nicht an.

Tiffi: Volle Punktzahl, neidlos anzuerkennen :arr:
Wie steht's eigentlich??? :shock:


Merkwürdig! Wenn Du meinen Scheiß nicht liest, warum regst Du dich dann darüber auf? :banane:
Gemach, gemach. Die Antwort an Tiffi ist gerade in der Mache! Ich rotze keine Kommentare, ich formuliere, das braucht Zeit. Nehme ich mir zu diesem thema und für tiffi aber gerne. :)
Danach werden meine Fans hier ihr Votum abgeben! ;)
Noe, noe, I goa alloi hoim

Southern Comfort
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Granadaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Ja, Mahler und Bernstein ist eine Erfolgsgeschichte. Vermute mal, dass Du den 2. Zyklus von ihm auf Deutsche Grammophon hast. Den kenne ich nicht. Habe mir damals den Zyklus von Kubelik auf demselben Label gekauft. Als Schüler habe ich in der Liederhalle die 3. gehört, gespielt vom Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks (so hieß es damals) unter Hans-Müller Kray. Ein Weckerlebnis. Weiß nicht mehr, wer die Altpartie gesungen hat. Könnte sein, dass die Aufnahme bei Hänssler Klassik erschienen ist.
Welche ist Deine Lieblings-Symphonie?

Ganz genau... Mahler muss man als Gesamtwerk sehen und mal breit was mitnehmen, damit man dort "versteht, was er von einem will"

UND FUCK! DER DOOFE MÜLLER TRIFFT! AUGERECHNET DER!

Meine Lieblingssymphonie ist die 6. Ich habe Sie Zahnarztsymphonie getauft, weil ich sie mal für eine fiese Bohrung mitgenommen habe. War ein bisschen melodramatisch, klar... aber hat auch gepasst.

Unter Westfalen hat geschrieben:
Übrigens, kannst Du dir vorstellen, dass im Bielefelder Katalog 1956
http://www.bielefelderkataloge.de
keine einzige Mahler-Symphonie verzeichnet war? Im 3. Reich war seine Musik ja verboten, Mendelssohn wurde übrigens auch nicht gespielt!! :roll:

Die Rezeption der Mahler-Symphonien begann tatsächlich mit Lenny, der den Zyklus mit den New Yorker Philharmonikern auf American Columbia, hier erschienen bei Philips, dann CBS, jetzt Sony, eingespielt hat.
Bernstein ist einer meiner Lieblingsdirigenten. Er war ja auch ein hervorragenden Musikpädagoge.



Nein, das überrascht mich eigentlich garnicht. Mahler ist unterschätzt, zu kompliziert und hat keinen "Kontext".
Bernstein war für mich auch das Beste, wie man Musik interpretieren kann und wenn man auch mal ein paar Videoaufnahmen sieht, dass ihn das, was er tut, bewegt. Und er ist halt nicht so ein "Arsch" gewesen wie Karajan.

Unter Westfalen hat geschrieben:
Zu Wagner. Ja, der Ring ist gewaltig. Habe ihn vor Jahren in Dortmund gesehen. Großartige Aufführung mit großartigen Sängern, von denen einige auch in Bayreuth gesungen haben. Habe auch alle seine anderen Opern, mit Ausnahme von Rienzi und Das Liebesverbot gesehen.

Mit Wagner ist es so eine Sache. Man sagt, es gibt nur Wagnerianer oder Antiwagnerianer. Ich hänge irgendwo dazwischen, weil ich seine Musik teilweise großartig finde, aber ihn so etwas von abstoßend. Dieser selbstverliebte, schleimige Antisemit hatte einen abscheulichen Charakter. Hat seine Gönner ausgebeutet (in Stuttgart ist da auch so eine Sache passiert!, Ehebruch begangen (die Frauen der Mäzene gebumst und die eigene betrogen), sich bei Giacomo Meyerbeer in Paris eingeschmeichelt, um den Fruß in die Grand Opéra zu bekommen und hat ihn danach dem antisemitischen Gespött ausgeliefert. Seine Cosima, Tochter von Franz Liszt, war eine fast noch fanatischere Antisemitin. :evil:


Wagner ist sicherlich nicht gefällig. Aber auch hier gilt, wer ihm eine Chance gibt, wird mit wunderschönen Eindrücken belohnt. Rheingold ist wirklich zauberhaft. Götterdämmerung war das erste Mal, dass ich in einer Oper geheult hab.

Dass er ein Antisemit und ein Kotzbrocken war, ist leider so. Mich hat die Harvey-Weinstein-Diskussion sehr an diesen Dualismus erinnert, wie man Wagners Werkbund wie man Wagner selbst wahrnimmt.


GEIL GEIL GEIL!!! ELFER in der Nachspielzeit!


ZUM KOTZEN!


Unter Westfalen hat geschrieben:


Würde hier gerne mal ab und zu meine Gedanken zur klassischen Musik einstellen, weiß aber nicht, in welchen Thread. Hier passt es nun mit Sicherheit nicht hinein. Im Musikfred geht es wahrscheinlich zwischen den musikalischen Ergüssen von Cleansman verloren. ;)
:prost:




Mach doch einfach einen neuen Thread auf. Mal schauen, was wir dort antreffen...

Ich würde gerne mehr schreiben, aber nicht jetzt. Der Ulreich versaut mit die Stimmung.

Unter Westfalen
Lombaseggl
@Tifferette

Sodele,

Ich fühle mich jetzt einfach mal angesprochen.

Das freut mich.

Zunächst stelle ich mir erstens die Frage, was denn "soziale Marktwirtschaft" und "Sozialstaat" eigentlich bedeutet. Denn wenn man sich schon drüber unterhält, dann sollte man zumindest mal einen gemeinsamen Fußboden haben. Sozialstaat ist für mich die Hilfe für Leute, die sich nicht selbst helfen können, die durchs Raster gefallen sind.

Ja, habe mir auch überlegt, dass „soziale Marktwirtschaft“, da mehrdeutig belegt und unterschiedlich bewertet, vielleicht nicht der richtige Begriff ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft

Mit Sozialpartnerschaft ist das, was ich meine, besser umschrieben. Den Begriff Sozialstaat habe ich hier noch nicht benützt, würde ihn allerdings sehr viel weiter definieren wollen, weil es eben nicht nur um die geht, die sich selbst nicht helfen können. Natürlich leben wir hier in einem Sozialstaat, einem der besseren in Europa. Es geht mir aber um die Lebensumstände der einzelnen Menschen und – um die zeitliche Dimension hereinzubringen - um Gewinner und Verlierer im Sozialstaat.

Als „gemeinsamen Fußboden“ würde ich das Auseinanderklaffen der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Menschen in den letzten 30 Jahren vorschlagen. Wenn Du das negierst, würden wir wohl eine Diskussion wie über Klimaveränderung (normal oder vom Menschen verursacht?) führen und hätten beide sicher keinen Spaß daran.

Das hat wenig damit zu tun, wie viel jetzt die oberen 1% verdienen. Bei letzerem hat die Politik in so ziemlich jedem westlichen Staat in den letzten 30 Jahren versagt, dem stimme ich vollauf zu. keine Vermögenssteuer, Verlagerung von Einkünften in Steuersparinseln, eine grotesk schlecht gemachte Erbschaftssteuer - das sind alles Dinge, die himmelschreiend BESCHISSEN sind. Da besteht Handlungsbedarf, dass es kracht. Aber die Frage, ob die oberen Zehntausend zu viel verdienen ist eben nicht die gleiche Frage wie das Bestehen oder Funktionieren des Sozialstaats.

Voll einverstanden

In dem Artikel wird zweitens die Einkommensverteilung moniert. Das ist schon mal sehr unscharf, denn es geht eigentlich nicht um Einkommen, sondern um Vermögen. Dass Vermögen und Einkommen schon irgendwie zusammenhängen ist klar. Nur ist eine Verengung auf Einkommen nicht wirklich aussagekräftig. Wenn sich ein sog. "Arbeiterkind" mit Eltern am Existenzminimum den Arsch aufreißt und plötzlich mit 27 Lenzen eine Menge Geld verdient, dann wird der Vermögenshintergrund nicht abgebildet.

Was meinst Du, um wieviel % könnte der Umstand, dass Arbeiterkinder mit 27 Jahren eine Menge Geld verdienen die Statistik in Deinem Sinne verfälschen?
Wenn wir hier vorwiegend über Vermögen diskutieren könnten, z.B. über Anlageformen für alle, wäre das echt toll!

Drittens seien wir mal genau beim Lesen. Dort steht zum Beispiel: "In Deutschland haben die obersten zehn Prozent den Angaben zufolge rund 40 Prozent am Gesamteinkommen. "Ihr Anteil ist seit Mitte der 1990er-Jahre gestiegen" [...]. Da steht in Bezug auf Deutschland nichts von 1980, nichts von 1982, sondern "Mitte der 90er". Also bitte genau arbeiten.

Dazu hatte ich Dir schon geschrieben. Habe keinen Widerspruch gelesen, nehme also an, dass Du es nachvollziehen konntest

Viertens frage ich mich immer noch, wo denn jetzt - mit der großen Ausnahme der Agenda 2010 - denn jetzt der Abbau des Sozialstaats seit den 80ern genau gewesen ist.

Hatte ich in einem meiner ersten Posts hier ausführlich begründet und mir auch sofort den Zorn von Paleto zugezogen. Falls Du es nicht gelesen haben solltest, kann ich die die Fundstelle angeben.

Ich habe einen juristischen Hintergrund

Über diesen Halbsatz habe ich lange nachgedacht und bin noch zu keiner zufriedenstellenden Antwort gekommen. Habe mich gefragt, warum Du das geschrieben hast. Denkst Du, dass ich Deine Argumente sonst nicht ernst nehmen würde? Und wo liegt der Hintergrund? Arbeitsrecht? Finanzrecht? Strafrecht? Familienrecht?
Aber es ist natürlich völlig zulässig, zuerst einmal die eigene Position darzulegen. Verstehe Deine Argumente daher, als ex cathedra ausgesprochen.

Gut, dann oute ich mich auch noch einmal. Ich spreche somit gewissermaßen pro domo.
Ich war 1980 schon Arbeitnehmer, habe jahrelang erst als Betriebsratsmitglied, später als Gesamtbetriebsratsvorsitzender eines Dienstleistungsunternehmens mit 2000 Beschäftigten im Ruhrgebiet verbracht. Außerdem war ich mehrere Jahre ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Dortmund. Ich habe also keinen juristischen Hintergrund, kenne mich ich aber in den Arbeits-, Sozialgesetzen und dem Betriebsverfassungsgesetz einigermaßen aus. Nebenbei war ich in der Tarifkommission von ÖTV, später ver.di, Mitglied der SPD bis 2003 (bin dann, wie sehr viele Gewerkschafter, wegen der Agenda 2010 aus der Partei ausgetreten). Mitglied einer anderen Partei bin ich nicht geworden.

und kann daher sagen, dass seit den 80ern unglaublich viel getan wurde, was gerade die kleinen und mittleren Einkommen betrifft. Der Mieterschutz wurde seit ca. 2000 auf ein Level gehoben, das fast schon grotesk die Vermieter benachteiligt. Der Verbraucherschutz (Haustür-, Fernabsatz-, Verbraucherdarlehensverträge) wurde von Null auf Hundert gefahren, wir haben jetzt einen Mindestlohn, es gibt seit Mitte der 2000er immer mehr Förderung von Familien, Elterngeld und Kinderbetreuung und so weiter. All das sind Dinge, die primär den mittleren und unteren Einkommensschichten zugute kommen, also den "normalen Leuten". Ich wiederhole da meine Frage - wo wurde denn jetzt ganz genau der Sozialstaat abgebaut? Vielleicht habe ich da ja Dinge übersehen, ich würde mich aber über genaue (!) Hinweise freuen.

Das hast Du in der Tat. Vorweg, „Sozialstaat abgebaut“ ist Deine Formulierung. Ich führe unseren Dialog wieder auf das zurück, was ich geschrieben hatte: Ausdünnung der sozialen Marktwirtschaft“ (wie oben beschrieben, schlecht formuliert, sorry).

Es ist völlig legitim, dass man in der Argumentation sich auf das konzentriert, was der eigenen Auffassung entspricht. Das „et audiatur altera pars“ ist ja im sozialen Netzwerk völlig unter die Räder gekommen. Meine Meinung zu Deinen Argumenten:

Mieterschutz:

Stimmt, wenn Du damit meinst, dass es einem Vermieter nicht leicht gemacht wird, sich von unliebsamen Vermietern (säumige Zahler, Messis usw.) zu trennen. Ich weiß, dass es Mieter gibt, die ihren Vermieter zur Weißglut treiben können. Ich weiß, dass es Sozialschmarotzer gibt (ja, zu dem Wort stehe ich!) und Lebenskünstler, die sich so was von genau auskennen, was der Staat für sie zu leisten hat, zu Hause auf der Couch liegen, mit der Fernbedienung zappen und sich sonst nichts, aber auch gar nichts um das kümmern, was andere betrifft. Aber ist das die Mehrzahl der Mieter? Was meinst du, wieviel % sind das wohl? Ich spreche jetzt über die anderen, die „guten“ Mieter. Diese haben in den letzten Jahren mit regelmäßigen Mietsteigerungen zu kämpfen, weniger vielleicht die, die bei privaten Vermietern, als die, die in Häusern von Wohnungsgesellschaften wohnen. Beispiel (meine Beispiele beziehen sich auf NRW, mag in BW anders sein). Als hier Schwarz/Gelb regierte, wurde die Deregulierung und Privatisierung, die schon 1982 begann (als Startpunkt habe ich die „moralische Wende“ der rechtsliberalen Koalition Kohl/Genscher/Lambsdorf genannt) auch im Wohnungsbau konsequent vorangetrieben. Schon lange davor fielen mehr und mehr Wohnungen aus dem „Sozialen Wohnungsbau“ heraus. In Münster werden an lukrativen Plätzen keine Sozialwohnungen gebaut. Die Verdrängung der einkommensschwachen Bürger in die Randgebiete ist bereits vollzogen. Hausbesitzer, die vor 40 Jahren dort gebaut haben, bekommen keinen adäquaten Preis mehr für ihre Immobilie, wenn sie die Adresse angeben, obwohl das allgemein Niveau hier in den letzten Jahren exorbitant gestiegen ist.

Hier ein link:
http://www.wn.de/Muenster/2014/01/14137 ... -Vermieter

Anmerkung: Die Vorgänger der LEG waren gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften, die privatisiert worden sind und an Heuschrecken gingen.

https://de.wikipedia.org/wiki/LEG_Immobilien

Folge: Die Kapitaleigner wollen Rendite sehen, zieht ein Mieter aus, muss der Nachmieter mehr bezahlen, wenn die zu erwartende Rendite unerreichbar scheint, wird einfach ein Renovierungsstau eingelegt.
Und die Mieter müssen heute schon teilweise über 50% für ihre Wohnung abdrücken. Ja, Kapitalismus pur, Angebot und Nachfrage. War schon bei den alten Römern so, gell?

Verbraucherschutz:

Meinst Du, das wir einen sehr guten Verbraucherschutz haben? Meinst du wirklich, dass er „auf 100“ gefahren ist? Falls Deine Meinung JA ist, lass uns dazu gesondert diskutieren. Stichworte: Lebensmittel, Online-Handel, Vertragsabschlüsse am Telefon usw. Oder wir lassen’s bleiben, weil ich dazu eine ganz andere Meinung habe.

Mindestlohn:

Vor 1982 gab es 2 Arten von Beschäftigtenverhältnissen: fest angestellt, befristet und noch spezielle, wie z.B. Praktikanten oder Schüler/Studenten. Befristet wurde meistens mit sachlichem Grund: Urlaubs-, Schwangerschaftsvertretung, Krankheit.
Man hatte entweder Arbeit oder war arbeitslos und hing gesichert in der Sozialmatte. Prekäre Arbeitsverhältnisse gab es nicht.

https://www.boeckler.de/themen_33210.htm

Die Stiftung ist gewerkschaftsnah, musst ihr nicht glauben, ich glaube auch nicht alles, was das DIW verkündet.

Aber geh doch mal auf die Seite
https://www-genesis.destatis.de
des Statistischen Bundesamtes.

Danach stiegen die befristeten Arbeitsverhältnisse von 2,7 Mio (1985) auf 4,9 Mio (2016), also fast Verdoppelung und wesentlich stärker als die der festen Arbeitsverhältnisse. 1982 gab es keine Minijobs, 400 € Jobs, Ich-AGs oder wie die prekären Arbeitsverhältnisse alle heißen.

Das Thema Mindestlohn ist also erst durch die gravierende Verschlechterung von Arbeitsverhältnissen entstanden. Natürlich ist es ein Fortschritt. Aber was war der Ausgangspunkt? Sisiphos war auch fortschrittsgläubig, sonst hätte er spätestens nach dem dritten Mal die Kugel in den Abgrund rollen lassen. Und Du wirst dich ja auch erinnern, wie hart in der Groko darum gerungen wurde.

Familienförderung:

Würdest Du alleinerziehende Mütter auch in die Familienförderung mit einbeziehen? Wenn ja, was wurde für diese Gruppe verbessert? Meine Tochter war selbst alleinerziehend musste Wohnungsgeld beantragen, weil sie nur halbtags arbeiten konnte und nicht genug verdient hat, um sich eine Kinderfrau zu halten. Kitas gab es nicht. Meine Frau hat die Rolle der Ersatzmutter übernommen.

Noch mal zum Thema Sozialpartnerschaft. In der Zeit, in der ich Verantwortung hatte, mussten wir etwa 15 mal in Arbeitsgerichtsprozessen und in Einigungsstellen unseren „sozialen Besitzstände“ verteidigen. Ich weiß, das Wort hört heute keiner mehr, weil es die Arbeitgeber und die Freiliberale Partei mit Unflexibilität gleichsetzen. Alle Prozesse haben wir gewonnen. Aus jeder Einigungsstelle gingen wir mit mehr heraus, als hinein. Wenn wir in der letzten E-Stelle nicht mit ganz harten Bandagen gekämpft hätten – die Arbeitgeberseite hatte dem Vorsitzenden weisgemacht, dass das Unternehmen pleite geht, wenn die Betriebsrente nicht entscheidend gekürzt wird – würde ich jetzt 400 € Betriebsrente weniger bekommen. Und Wunder über Wunder, dem Unternehmen geht es heute besser als jemals zuvor. Wunderbar, sagst Du jetzt, unsere Gesetze funktionieren doch. Ja, das tun sie. Aber was wäre passiert, wenn unser Unternehmen keinen Betriebsrat gehabt hätte? Weiß nicht, ob Du mit Deinem juristischen Hintergrund diese Frage beantworten kannst.

Also, @Unter Westfalen, Du hast es jetzt in der Hand, mal "Butter bei die Fische" zu geben. Wo wurde seit 1982 (oder meinetwegen 1980) denn jetzt genau abgebaut?

siehe oben. Habe ich teilweise schon in meinen anderen Posts beantwortet. Die Frage leitet mich aber noch einmal zum Thema: Bei den Festangestellten ist, zeitlich gesehen etwa ab Wiedervereinigung, eine weitere Differenzierung vorzunehmen, nämlich in tariflich vergütete Altbeschäftige, die jährlich weniger werden und nicht tariflich vergütete oder schlechter vergütete, die jährlich mehr werden und die Regelfall auch keine betriebliche Altersversorgung bekommen. Da kommt noch etwas auf die zu, jetzt zwischen 40 und 50 Jahre alt sind. Auch riestern wird hier nichts helfen. Ich kann nur jedem empfehlen, der in den nächsten 10-15 Jahren in Rente zu gehen beabsichtigt, sich mal nach dem zu erwartenden Stand seiner Rente zu erkundigen.

Da Du ja offensichtlich (husthust) an einer Diskussion interessiert bist, wirst Du da bestimmt präzise Beispiele liefern können. Vielleicht ist es Berufskrankheit, aber ich finde allgemeines Geschwafel vom Sozialstaat häufig wenig zielführend und will verstehen, was denn jetzt mit den ganzen dollen Schlagwörtern gemeint ist.

Die Frage müsstest Du dir noch mal stellen, nachdem Du meinen Post ganz durchgelesen hast.

Warum verschwende ich Zeit mit diesem Mist?

Finde ich überhaupt nicht. Du hast Dir ernsthafte Gedanken gemacht, nichts nachgeplappert, so what?

Bei dem ganzen Geblubber über soziale Ungerechtigkeit habe ich häufig das Gefühl, dass es häufig um die gefühlteUnfairness hinsichtlich den richtig Reichen geht.

„Geblubber“ hast Du doch nicht ernst gemeint, sonst müsste ich meinen vorhergehenden Satz gleich wieder streichen. Geschwafel und Gelaber sind Worte, die zum Wortschatz von Paleto gehören. Nehme sie nicht ernst. Auch wenn Du sie nicht auf mich bezogen hast, sind sie völlig deplaziert und das weißt Du auch.

Was meinst Du mit „gefühlte Unfairness?“ "Sozialneid", auch so ein schönes Wort, mit dem man denjenigen, der Missstände anprangert, gleich an einen solchen stellen kann?

Ich habe mich ein wenig durch die Panama Papers und die Paradise Papers gelesen. Und mir geht der Hut hoch, wenn über den Sozialstaat und sein Ende schwadroniert wird - und gleichzeitig NICHTS gegen diese "steueroptimierenden Einkommensverschiebungen" getan wird.

Voll einverstanden

Mir ist klar, dass es da sehr schnell um hochkomplexe Themen geht und es einfacher ist, von Ungerechtigkeit und Sozialstaat zu kreischen. Aber das trifft überhaupt nicht den Punkt. Bitte aufwachen und über Themen streiten, nicht über (tote) Schlagworte.

Enthalte mich da jetzt eines Kommentars.

So.

Jedzadle! ;) :) ;)
Noe, noe, I goa alloi hoim

Unter Westfalen
Lombaseggl
Southern Comfort hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Ja, Mahler und Bernstein ist eine Erfolgsgeschichte. Vermute mal, dass Du den 2. Zyklus von ihm auf Deutsche Grammophon hast. Den kenne ich nicht. Habe mir damals den Zyklus von Kubelik auf demselben Label gekauft. Als Schüler habe ich in der Liederhalle die 3. gehört, gespielt vom Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks (so hieß es damals) unter Hans-Müller Kray. Ein Weckerlebnis. Weiß nicht mehr, wer die Altpartie gesungen hat. Könnte sein, dass die Aufnahme bei Hänssler Klassik erschienen ist.
Welche ist Deine Lieblings-Symphonie?

Ganz genau... Mahler muss man als Gesamtwerk sehen und mal breit was mitnehmen, damit man dort "versteht, was er von einem will"

UND FUCK! DER DOOFE MÜLLER TRIFFT! AUGERECHNET DER!

Meine Lieblingssymphonie ist die 6. Ich habe Sie Zahnarztsymphonie getauft, weil ich sie mal für eine fiese Bohrung mitgenommen habe. War ein bisschen melodramatisch, klar... aber hat auch gepasst.

Unter Westfalen hat geschrieben:
Übrigens, kannst Du dir vorstellen, dass im Bielefelder Katalog 1956
http://www.bielefelderkataloge.de
keine einzige Mahler-Symphonie verzeichnet war? Im 3. Reich war seine Musik ja verboten, Mendelssohn wurde übrigens auch nicht gespielt!! :roll:

Die Rezeption der Mahler-Symphonien begann tatsächlich mit Lenny, der den Zyklus mit den New Yorker Philharmonikern auf American Columbia, hier erschienen bei Philips, dann CBS, jetzt Sony, eingespielt hat.
Bernstein ist einer meiner Lieblingsdirigenten. Er war ja auch ein hervorragenden Musikpädagoge.



Nein, das überrascht mich eigentlich garnicht. Mahler ist unterschätzt, zu kompliziert und hat keinen "Kontext".
Bernstein war für mich auch das Beste, wie man Musik interpretieren kann und wenn man auch mal ein paar Videoaufnahmen sieht, dass ihn das, was er tut, bewegt. Und er ist halt nicht so ein "Arsch" gewesen wie Karajan.

Unter Westfalen hat geschrieben:
Zu Wagner. Ja, der Ring ist gewaltig. Habe ihn vor Jahren in Dortmund gesehen. Großartige Aufführung mit großartigen Sängern, von denen einige auch in Bayreuth gesungen haben. Habe auch alle seine anderen Opern, mit Ausnahme von Rienzi und Das Liebesverbot gesehen.

Mit Wagner ist es so eine Sache. Man sagt, es gibt nur Wagnerianer oder Antiwagnerianer. Ich hänge irgendwo dazwischen, weil ich seine Musik teilweise großartig finde, aber ihn so etwas von abstoßend. Dieser selbstverliebte, schleimige Antisemit hatte einen abscheulichen Charakter. Hat seine Gönner ausgebeutet (in Stuttgart ist da auch so eine Sache passiert!, Ehebruch begangen (die Frauen der Mäzene gebumst und die eigene betrogen), sich bei Giacomo Meyerbeer in Paris eingeschmeichelt, um den Fruß in die Grand Opéra zu bekommen und hat ihn danach dem antisemitischen Gespött ausgeliefert. Seine Cosima, Tochter von Franz Liszt, war eine fast noch fanatischere Antisemitin. :evil:


Wagner ist sicherlich nicht gefällig. Aber auch hier gilt, wer ihm eine Chance gibt, wird mit wunderschönen Eindrücken belohnt. Rheingold ist wirklich zauberhaft. Götterdämmerung war das erste Mal, dass ich in einer Oper geheult hab.

Dass er ein Antisemit und ein Kotzbrocken war, ist leider so. Mich hat die Harvey-Weinstein-Diskussion sehr an diesen Dualismus erinnert, wie man Wagners Werkbund wie man Wagner selbst wahrnimmt.


GEIL GEIL GEIL!!! ELFER in der Nachspielzeit!


ZUM KOTZEN!


Unter Westfalen hat geschrieben:


Würde hier gerne mal ab und zu meine Gedanken zur klassischen Musik einstellen, weiß aber nicht, in welchen Thread. Hier passt es nun mit Sicherheit nicht hinein. Im Musikfred geht es wahrscheinlich zwischen den musikalischen Ergüssen von Cleansman verloren. ;)
:prost:




Mach doch einfach einen neuen Thread auf. Mal schauen, was wir dort antreffen...

Ich würde gerne mehr schreiben, aber nicht jetzt. Der Ulreich versaut mit die Stimmung.


Kann ich verstehen. Ich hab es mir nicht angeschaut, weil ich an tiffy geschrieben habe. Aber sieht so aus, als hätte ich was versäumt. ;)
Ob wir hier wohl "10 Gerechte", äh meine Klassikfans finden? :)
Würde gerne einen Thread aufmachen, aber ich glaube, ich darf das noch nicht.
Noe, noe, I goa alloi hoim

vivafernanda
Granadaseggl
JEder wäre Dir dankbar, Du würdest einen eigenen Fred aufmachen und das Politikdingens nicht damit weiter zweckentfremden.

Also glaub ich mal.

Und Du brauchst keine 10 Leute, um die Erlaubnis zu haben, zu welchem Thema auch immer hier drinnen rumzunerden. Das würde meiner Erfahrung grundlegend widersprechen.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.


de mappes
Spamferkel
vivafernanda hat geschrieben:JEder wäre Dir dankbar, Du würdest einen eigenen Fred aufmachen und das Politikdingens nicht damit weiter zweckentfremden.

Also glaub ich mal.

Und Du brauchst keine 10 Leute, um die Erlaubnis zu haben, zu welchem Thema auch immer hier drinnen rumzunerden. Das würde meiner Erfahrung grundlegend widersprechen.


stimmt...siehe diverse rüdi-threads, in denen er sich alleine aufhält...und spaß hat :mrgreen:

Airwin
Granadaseggl
@Unter Westfalen

nicht so ungeduldig , auch ich habe weihnachtsmarkttermine ;) :

Für mich ist daher ein ausländischer Mitbürger gleich „viel wert“, wenn ich das mal so platt ausdrücken darf, wie ein deutscher. Jetzt wirst Du zu recht sagen, das waren „Gastarbeiter“ und keine Flüchtlinge. Richtig. Und nun kommen wir zu dem, was Du „Mutti“ vorwirfst. Ich habe noch nie CDU gewählt und werde diese Partei mit Sicherheit nie wählen, aber ich habe allerhöchste Hochachtung vor dem Entschluss der Bundeskanzlerin, die Grenzen für die Tausende von Menschen zu öffnen, die in Griechenland, den Balkanstaaten und Ungarn unter menschenverachtenden Bedingungen auf der Straße oder in primitivsten Behelfsunterkünften hausten. Das war eine zutiefst humanitäre Entscheidung, die ich ihr nicht zugetraut habe. Dass Deutschland wenig bis keine Unterstützung von anderen Staaten bekam, hatte aber auch mit ihrem Verhalten in der Finanzkrise und der mangelnden Unterstützung Italiens und Griechenlands zu tun, den Flüchtlingsstrom zu bewältigen.

Und jetzt kam etwas, worauf darkred in seinem Post verwiesen hat. Die Politik, die Gesellschaft, auch die Kirchen, die schon bei der Integration der türkischen Mitbürger versagt haben, waren erst recht nicht in der Lage, dieses Problem auch nur einigermaßen in den Griff zu bekommen. Und bis heute flickschustert man herum. Parallel verlief die Aushöhlung der sozialen Marktwirtschaft ab 1982. Wiederhole mich nicht, da ich das in einem anderen Post schon erwähnt habe.



ich gehe jetzt mal nur auf den kursiven teil ein: ich habe keinerlei hochachtung für die völlig verfehlte flüpchtlingspolitik - im gegenteil . Den humanitären schmarrn nimmt mutti doch kein mensch mehr ab , das war doch nur eine nachgereichte begründung bzw. moralisierung dieses themas. Mutti interessierte sich davor und danach einen dreck für menschen die in griechenland, serbien , lybien der türkei oder sonstwo "unter menschenverachtenden Bedingungen auf der Straße oder in primitivsten Behelfsunterkünften hausten" - oder schlimmeres!
deine verehrung dieser - angeblichen - gesinnungsethik in allen ehren, aber man sollte auch mal die folgen betrachten: Die EU ist nach muttis alleingang gespalten, die bevölkerung in D auch, die folgen dieses handelns werden nun auch sichtbar, überforderte schulen, überfordertes BAMF, überforderte gerichte, ein überforderter sicherheitsaparat. Der humanitäre imperativ ist mittlerweile nicht mehr gültig :roll: , mutti fordert nun statt willkommenskultur eine abschiebekultur, die sie aber genau wie zuvor die willkommenskultur administrativ nicht umsetzen kann. Die leidtragenden sind in vielen fällen genau die leute die du hier regelmäßig verteidigst, weil hier geld verpulvert wird das nun für andere sozial schwache nicht mehr zur verfügung steht. Dazu noch der umstand dass man mit diesem geld in den herkunftsländer ein vielfaches an humanitärer hilfe leisten könnte und dass es die wirklich armen und hilfsbedürftigen gar nie hierher geschafft haben.
Das ganze ist ein totalversagen nicht nur in politischer sondern auch in moralischer hinsicht.
"wenn man nicht weiß um was es geht, kann man das kaum erkennen"