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thoreau
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:Du bist halt ein intelektueller ;)
Mir ist egal auf welche weise mich was umhaut
- schalte da gerne gewisse hirareale ab um mich catchen zu lassen

(dachte so tickt jeder anhänger des VfB ) :vfb:


edit
habe ein kleines L zuwenig im text :oops:


Hat doch nichts mit Hirnarealen zu tun. Habe die ganze Serie ja sehr begeistert geschaut. Umso enttäuschender war eben diese letzte Folge, aber ich möchte nichts spoilern.



jagdhuette
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:
Jetzt wird’s vielleicht nochmal interessant, nachdem sie die Hälfte der Staffel im Grunde damit zugebracht haben, einen Cliffhanger von August 2017 aufzulösen.


Genau das war auch mein Gedanke. Fand die dritte Folge aber auch sehr geil.
Trotz Minimalismus beim Thema Überraschung.

Die Staffeln 1 bis 6 hatten jeweils 10 Folgen, Staffel 7 hatte 7 Folgen, plus 3 jetzt in Staffel 8. Mal sehen, was es jetzt noch gibt. Dass man die Stränge irgendwann zusammenführen muss, war eh klar – und auch, dass sich dadurch die Erzählgeschwindigkeit ändern wird, und dass man Dinge abhandeln muss, die jeder voraussieht und erwartet. Deswegen muss man als Zuschauer mit einer anderen Haltung herangehen, und das ist schwierig.

Würde man der bisherigen Handlung und Erzählweise – und dem Stil – folgen, müsste es jetzt erstmal 3 Staffeln lang dunkelsten Winter geben, mit den Helden im Exil – und das wäre ja nix anderes als eine Schleife zurück zu den frühen Staffeln. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum der mit den Büchern nicht fertig wird: wie macht man Knoten und Schleife an die ganze tolle Geschichte, ohne in Klischees zu verfallen?

Im richtigen Leben gibt’s auch keine finale Schlacht, in der man den Tod besiegen soll und sich dann nur noch mit der Schwipp-Schwiegermutter zweiten Grades rumärgern muss.






Hasenrupfer
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Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:Vor Mitternacht noch kurz:



Werner!


Fun fact: hab vor zwei Jahren feststellen dürfen, dass mein Vadder wie Werner Herzog Englisch schwätzt...

Klar, andere Stimmlage und vielleicht nicht ganz so ein ausgefeiltes Vokabular, aber der Singsang war dupfagleich.

Fand's sehr faszinierend.


Übrigens:

Nice Weather hat geschrieben:Ich habe beschlossen, dass mir das gefällt und wir es gemeinsam durchziehen werden. So kurz vor Schluss ergibt es keinen Sinn, den Trainer zu wechseln.

Jetzt wird’s vielleicht nochmal interessant, nachdem sie die Hälfte der Staffel im Grunde damit zugebracht haben, einen Cliffhanger von August 2017 aufzulösen.


Ja in der Tat.


CoachingZone
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:Übrigens:

Nice Weather hat geschrieben:Ich habe beschlossen, dass mir das gefällt und wir es gemeinsam durchziehen werden. So kurz vor Schluss ergibt es keinen Sinn, den Trainer zu wechseln.

Jetzt wird’s vielleicht nochmal interessant, nachdem sie die Hälfte der Staffel im Grunde damit zugebracht haben, einen Cliffhanger von August 2017 aufzulösen.


Ja in der Tat.



Geklaut von den Kommentaren auf YouTube:

HBO: what do we say to good writing?

D&D: Not today.
Der Schlüssel zum Erfolg ist eben kein Dietrich.

CC97 am 21.12.2018


CoachingZone
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:das war eine bombige Folge


In der Tat :!: Hatte was vom 0:6 in Augsburg. Nur dass diesmal die Sportvorstände selbst die Season zur Strecke Ende bringen wollen...
Der Schlüssel zum Erfolg ist eben kein Dietrich.

CC97 am 21.12.2018

thoreau
Granadaseggl
Hat mir auch deutlich besser gefallen als die Dritte. Fand den Wandel halbwegs nachvollziehbar und den Großteil der Sachen in Ordnung. Bei Greyjoy war es mir egal welche Weise verhindert, dass man diese laufende Regieanweisung weiter ertragen muss.
Besser kommt man aus so einer Serie wohl nicht raus, zumal die Sache mit den White Walkers schon so ein Desaster war. Meine Erwartungen sind seitdem aber auch nicht mehr besonders groß. Kinematographisch war es absolut hervorragend.


CoachingZone
Granadaseggl
@Tifferette

Zitiere mich in dem Zusammenhang gerne selbst.

Bei mir hat die Begeisterung ziemlich rapide nach der vierten, allerspätestens aber während der fünften Staffel abgenommen. Da kam ja fast nur noch eine hollywood-typische Action- und Blockbuster-Dialogszene nach der anderen. Und aus den vorher interessanten Charakteren wurden Schablonen.


Finde die Erklärung mit den unterschiedlichen Ansätzen einerseits nachvollziehbar, andererseits gibt es in den Büchern genug Hinweise, dass auch Martin zumindest eine Grundidee z.B. der Intrigen von Littlefinger gehabt haben muss, weil die vielen kleinen Szenen ja dann doch in einem größeren Zusammenhang stehen. Und es gibt andere Autoren, die zunächst grob die Storyline festlegen und dann in die Detailarbeit gehen und trotzdem "lebendige Personen" erschaffen.

Sehe die Veränderung der Serie daher eher darin begründet, wie es @Hasenrupfer schon ausgeführt hat:

Dein Moment des Niedergangs trifft auch ziemlich genau den Punkt, wo Benioff und Weiss, die Macher der Serie, nicht mehr auf Vorlagen von Martin zurückgreifen konnten.

Ergo, eine "Hollywoodisierung" des Ganzen.


Meine Vermutung ist ja, dass die etwas lahme fünfte Staffel in der Hoffnung gedreht wurde, dass Martin bis dahin sein sechstes Buch endlich fertiggeschrieben und man wieder eine Vorlage für die nächste Staffel haben würde. Blöd halt, dass Martin gerade - aus welchen Gründen auch immer - nicht weiterarbeitet.

Jetzt haben wir also drei Staffeln, die wie ein Endgame beim Schach wirken. Die Personen sind plaziert und die Motive im Wesentlichen klar. Lediglich bei Daenerys wurde ein Twist eingebaut, der viele Zuschauer(innen) schockieren mag, aber doch nicht wirklich überrascht, wenn man die Serienstaffeln Revue passieren lässt. Oder psychologisch ausgedrückt: Wer seinen Hunger nach Liebe und Anerkennung nicht gestillt bekommt, der... Und dieser Twist war sicherlich auch von Martin so geplant.

Hinzu kommt, dass die zwei zentralen Themen - Kampf gegen den Night King und Kampf um den Eisernen Thron - irgendwie sehr unbefriedigend und mit großen Logikfehlern weniger gelöst, denn "ver"endet wurden. Dramaturgisch ist nach "The Long Night" der emotionale Höhepunkt vorbei.

Es wirkt auf mich so, als ob die Macher D&D endlich aus der Serie rauskommen wollten. Kann man machen. Ist vielleicht sogar das Besondere, dass GoT eben auch hier nicht die Erwartungen erfüllt. Aber zumindest bei mir hinterlässt eine solche Vorgehensweise ein schales Gefühl, weil die ersten Staffeln andere Erwartungen geweckt haben.

Filmisch, im Sinne von Bebilderung des Geschehens, setzt die Serie jedoch wirklich Maßstäbe. Da kann ich mich kurzfristig daran berauschen, aber danach kommt der Kater, weil kaum etwas zurückbleibt, was in mir weiterarbeitet, wie beispielsweise nach "The Rains of Castamere".
Der Schlüssel zum Erfolg ist eben kein Dietrich.

CC97 am 21.12.2018



jagdhuette
Granadaseggl
Das Enttäuschende ist doch, dass so viele Handlungsstränge aufgebaut wurden, Andeutungen gemacht wurden, die unterm Strich im Sande verlaufen.

Welche Frage wirklich spannend ist, ist die, wer sitzt auf dem Thron, wenn beide sterben. Der neu-Baratheon, die Stark(s), die Eisenmännin oder behält am Ende Stephen King mit seinem kürzlich getweeteten Tipp recht, dass es der Zwerg wird. Aber vermutlich stellt sich diese Frage nicht.
Ob's den dritten Tagaryan gibt, werden wir vermutlich auch nie erfahren. Aber wir werden damit zu leben lernen. Montag abend nen guten Wein einplanen, dann geht das. So lange am Donnerstag nicht die nächste Enttäuschung in der Relegation folgt. :banane:

Auswurf
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Halbdaggl
viele halten ja die persönlichkeitsentwicklung einiger figuren für unglaubwürdig,
was ich fast gar nicht finde.
Es fehlen aber einfach diesbezüglich erhellende zwischenschritte.
Für mich, war's zb logischer, was mit Jaime in der letzten folge geschah,
als sein tete a tete in winterfell.
2 mal 10 folgen, hätten den letzten beiden staffeln gutgetan

Wie es zb Arya möglich war zu schleichen,
interessiert mich auch überhaupt nicht.
Was weiss ich, was die bei den niemands alles gelernt hat.

fkAS
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Granadaseggl
Ne, das mit Brienne hat sich ja ewig angekündigt. Der Rückfall ist komisch. Genauso Jons Ehrenkäsigkeit. Das hätte vielleicht noch zu seinem letzten Leben gepasst oder zu Ned Stark. Deanerys hat zwar das Kniebeugenprobem, aber nie diesen Hass auf die kleinen Leute. Außerdem hätte sie ja ne Machtdemonstration mit dem Drachen geben können, statt blöd dazustehen bis Missandei geköpft wird. Ging ja dann doch recht einfach. Tyrion vom Cleverle zum Naivling. Nenenen, das ist alles recht lieblos runtergefilmt. Explosionen und einstürzende Altbauten hat man auch schon oft gesehen. Da war nix dran. Ende Staffel 6 war filmtechnisch noch top.