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Tifferette
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Halbdaggl
Ja sturgi , sehe ich ähnlich.

Privat war aber geil, ganz ohne leider.

Aber die entscheidende Frage ist doch - wie war das Jahr filmtechnisch?
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'


jagdhuette
Granadaseggl
Neulich auf netflix den französischen Film: kleine wahre Lügen von 2010 gesehen. War einer der schönsten und wahrsten Filme seit langem. Wem 2,5 Stunden Sommerfeeling nichts ausmachen kann das schon mal machen.

sturgtr
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Granadaseggl
die besten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe waren Heightful8, 10 Cloverfield Lane, The Big Short, Spotlight, The Nice Guys, Hell or Highwater und Arrival. War kein Knüller-Jahr, besonders nicht für Filme im Blockbuster-Format. Ich mag ja kleinere Stories wie jeder andere, aber wenigstens ein-zwei richtig gute "größere" dürfte es ruhig auch mal geben.

Man, man, man habe über die Feiertage erst wieder den 12 Stunden LotR-Marathon durchgezogen. Solche Filme werden einfach nicht mehr gemacht ... :(
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."



vivafernanda
Lombaseggl
Hab in der Zeitung gelesen, dass v. a. nur noch große Filme gemacht werden und dass in Hollywood keiner mehr in die midbudget Filme investiert.

Meinst Du jetzt also, dass Dir die Blockbuster nicht gefallen haben?
Denn angelegt waren sie ja reichlichst.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

Franky3103
Granadaseggl
@Tamasi: Also ich hab kurz reingeschaut. Was ich da (nachdem ich die ersten beiden Teile gesehen habe) gesehen habe war derart konstruiert und lächerlich, dass es genauso wie in den ersten beiden Teilen (mir zumindest) schon wirklich wehtat

Mit einem Budget von insgesamt 15 Mio. (wenn ich das richtig gelesen habe, kannst Du einfach keine Qualität produzieren.
Ich halte Frauen für intelligent. Und wir schaffen das auch noch, diejenigen die wir bis jetzt nicht für intelligent halten mit viel Arbeit zumindest intelligenter zu machen, als sie jetzt sind. (For my Darling Muffinho)


Southern Comfort
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Granadaseggl
Ich habe RTL-Winnetou verweigert. Manche Remakes braucht es nicht, insbesondere dann, wenn die Masse der Zuschauer so stark am Original hängt. Da muss die richtige Filmmudik kommen (Hier fängts ja schon an), denn soooonst ist es ja nicht Winnetou... Da müssen bestimmte Handlungsstränge abgearbeitet werden, sonst ist es nicht Winnetou... und wenn der Hawkens nicht dreimal pro Film sagt "..., wenn ich mich nicht irre.", ist es auch nicht Winnetou!

was verbleibt ist also die Möglichkeit der Produzenten eine Art Winnetoumuseum abzudrehen, das genügend Symbole für die Nostalgiker enthält...

Wenn das allerdings ausreicht, um aus den Produktionskosten genug Werbeeinnahmen zu quetschen, dann verstehe ich es wenigstens ökonomisch. James Bond wird seit 40 Jahren so künstlich am Leben gehalten. Immer mal wieder gibt's nen neuen Anstrich, aber letztendlich geht's pro Film auch nur um das Abarbeiten einer Checkliste.

Freilich, das trifft auch (oddr vor allem) auf sehr viele Produktionen aus Hollywood zu. Lauter Archetypen-Stories... Heros, Slay a beast, Revenge, Boy meets Girl oder Cinderella...

Und weil es immer wieder so gut läuft, bekommt man 3 Teile "Hobbit", 4 Teile "Panem", 5 Teile "Terminator" 7 Teile "Police Academy", 8 Teile "Harry Potter", 16 (?) Teile "Star Trek" und 25 Teile "Bond".

So, Rundumschelte erledigt! :bounce:

Franky3103
Granadaseggl
@Southern: Korrekt, allerdings brauchts in den von Dir genannten Teilen grösstenteils keine völlig daherkonstruierten Handlungsstränge und dermassen dümmliche Dialoge incl. völlig verhunzter Pseudo-Actionsszenen.

Wäre am besten die Deutschen überlassen das Feld anderen, die das besser können.

Bei Comedy sind wir stark, das wars dann aber meist auch schon (vor allem wenn man so was wie Winnetou verfilmt...)
Ich halte Frauen für intelligent. Und wir schaffen das auch noch, diejenigen die wir bis jetzt nicht für intelligent halten mit viel Arbeit zumindest intelligenter zu machen, als sie jetzt sind. (For my Darling Muffinho)

Tamasi
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Granadaseggl
Na, na, na: Wer's nicht gesehen hat, darf nicht schimpfen. :-) Interessanterweise empfand ich Teil 1 (mehr habe ich noch nicht gesehen) nicht als Remake, sondern als Neuverfilmung. Angepasst an heutige Themen und Sehgewohnheiten (dazu gehört wohl auch, dass Winnetou stets mit nackigem Oberkörper rumläuft und der ist natürlich super austrainiert. :lol: ). Für mich ist das okay. Allerdings hing ich auch nie so an den alten Verfilmungen, dass die mir Gottweißwas bedeuten. Ich seh's pragmatisch und freu mich drauf, die Neuverfilmung demnächst nochmal mit meinem Sohn anzuschauen = Zielgruppe okay so.

sturgtr
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Granadaseggl
Bei Comedy sind wir stark, das wars dann aber meist auch schon


:shock: :lol:

zugegeben, ich habe Toni Erdmann noch nicht gesehen, aber seit wann sind wir Deutschen denn bitte witzig?!
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."



sturgtr
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Granadaseggl
Ich will hier ja nicht sagen, dass das Klischee auf jeden zutrifft. Aber nenne mir doch bitte mal ein paar Beispiele für "starke" deutsche Komödien.
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Franky3103
Granadaseggl
Oh Gott.. ich hätte es nicht schreiben sollen.. ich versuchs mal:

Kokowääh
Honig im Kopf
Fack ju Göthe 1 u. 2
Mama Ihm schmeckts nicht

diese Richtung.

Fand ich persönlich jetzt recht gut, aber Geschmäcker sind ja relativ verschieden
Ich halte Frauen für intelligent. Und wir schaffen das auch noch, diejenigen die wir bis jetzt nicht für intelligent halten mit viel Arbeit zumindest intelligenter zu machen, als sie jetzt sind. (For my Darling Muffinho)

Tifferette
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Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:Na, na, na: Wer's nicht gesehen hat, darf nicht schimpfen. :-) Interessanterweise empfand ich Teil 1 (mehr habe ich noch nicht gesehen) nicht als Remake, sondern als Neuverfilmung. Angepasst an heutige Themen und Sehgewohnheiten (dazu gehört wohl auch, dass Winnetou stets mit nackigem Oberkörper rumläuft und der ist natürlich super austrainiert. :lol: ). Für mich ist das okay. Allerdings hing ich auch nie so an den alten Verfilmungen, dass die mir Gottweißwas bedeuten. Ich seh's pragmatisch und freu mich drauf, die Neuverfilmung demnächst nochmal mit meinem Sohn anzuschauen = Zielgruppe okay so.


Teil 3 war wieder wundervoll trashig und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Und ich habe einfach nur gefeiert, als Adorf seine Auftritte hatte.
'Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.'

Franky3103
Granadaseggl
Wenn man das Ganze richtigerweise als Trash bezeichnet, sieht es natürlich wieder anders aus, da hat Tiffi recht...

Aber dann darf ich es nicht so großkotzig bewerben (wobei mir schon klar ist, daß RTL ja seine Werbung verkaufen möchte).

Also für mich wars einfach nur peinlich...
Ich halte Frauen für intelligent. Und wir schaffen das auch noch, diejenigen die wir bis jetzt nicht für intelligent halten mit viel Arbeit zumindest intelligenter zu machen, als sie jetzt sind. (For my Darling Muffinho)

sturgtr
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Granadaseggl
Franky3103 hat geschrieben:
Kokowääh
Honig im Kopf
Fack ju Göthe 1 u. 2
Mama Ihm schmeckts nicht



Naja, Humor ist ja ziemlich subjektiv ...

Etwas im Stile von Shane Black oder Edgar Wright habe ich allerdings in deutschen Produktionen noch nicht gefunden.

Aber Apropos gute Komödien. Hab Anfang des Jahres Wild Tales gesehen, ein richtig guter Film aus Argentinien. Wirklich zu empfehlen! Ist zwar keine reine Komödie, aber ich habe bei kaum einem Film so sehr gelacht dieses Jahr :)
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."

vivafernanda
Lombaseggl
puh, franky.

Also Til Schweiger als Regisseur und Produzent geht ja gar nicht.

Ich fand, allerdings schon etwas älter, Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit, seehhr super.

Der bewegte Mann, Der Schuh des Manitou, Goodbye Lenin, Papa ante Portas, Ödipussi, Knocking on heavens door, Schtonk!, Männer, Free Rainer... alles gute bis sehr gute Filme... und da fehlen noch´n paar. Bei einem weiß ich den Titel nicht mehr, da karren zwei Typen eine Leiche durch ganz Deutschland, auch sehr nett..
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

Tamasi
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Granadaseggl
Nochmal zu Winnetou:

Ich will ja nichts sagen, aber auch die Originalfilme haben sicher einige damalige Zeitgenossen als trashig angesehen. :-) Was anderes als Unterhaltung darf man halt nicht erwarten - so kann's großen Spaß machen. Und wie gesagt: Man muss auch mitdenken, dass die Zielgruppe recht breit ist. Natürlich sieht ein Erwachsener mit reichlich Filmerfahrung und eh anderen Maßstäben eine Winnetou-Verfilmung anders als ein 7jähriger. Und ich vermute, das galt damals genau so wie heute...

Ich werde mal berichten, wie es meinem Sohn gefallen hat. Wenn der natürlich auch sagt: "Öh, was 'n Scheiß!", dann steh ich blöd da. :-)

vivafernanda
Lombaseggl
Nö, tust Du nicht.

Je nachdem wie alt Dein Sohn ist, kann der ja gar keine Referenzen zum Original sehen und beurteilt daher nur, was er sieht.
Ist bei einem Remake immer zu wenig um als kompetentes Urteil durchzugehen.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

Tamasi
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Granadaseggl
Na, ich meine es so, dass ich mich hier aus dem Fenster lehne und behaupte, dass einem kleinen Jungen der Film gefällt. Auch weil die seit jeher sehr einfachen Karl-May-Botschaften gut rüberkommen, Gut vs. Böse etc.

Ich sehe die Neuverfilmung halt nicht nur aus der Position eines Erwachsenen, der die alten Filme kennt. (Praktischerweise liefen die alten Filme rund um Weihnachten in einem dritten Programm, sodass ich die auch aufgenommen habe. Aber nachdem ich den ersten Teil des 2016er-Winnetou gesehen habe, halte ich die Neuverfilmung geeigneter für ein heutiges Kind.)

Monitor
Schoofseggl
Zu Winnetou später...!

Heute möchte ich mir unbedingt Nachtcafe ansehen zum Thema Dialekt u. a. mit Harald Schmidt.

http://www.swr.de/nachtcafe/sendung-am- ... index.html

Markenzeichen Dialekt

Du, ganga mer gschwend a Bierle zischa?“ Wenn der Schwabe seinen neuen norddeutschen Kollegen nach Feierabend in die Eckkneipe einladen will, dann ist die erste spontane Reaktion ein irritiertes Stirnrunzeln.


Auch wenn ich mich seit Jahren in den diversen VfB-Seggl-Foren (mein Fachgebiet ist der VfB Stuttgart :arr: ) mit unzähligen ausführlichen Fußballbeiträgen aktiv beteiligt habe, muss ich gestehen, dass ich den schwäbischen Dialekt u. a. nicht gerne höre.

Ich bin teils in Stuttgart aufgewachsen und schwätz im Ländle mehr oder weniger schwäbisch, wenn
Schwaben dabei sind. Ansonsten spreche ich unter Nichtschwaben überwiegend Standarddeutsch mit / ohne Akzent.

Mit schwäbischen Wortbeiträgen habe ich kein Problem, wenn sie nicht übertrieben von manchen
Usern eingesetzt werden,

Wenn ich einen Joachim Löw (erwähnte ich schon, dass ich Namensabkürzungen ebensowenig hören mag > Jogi, Schweini, Klinsi, Rudi, Gabi) irgendwo in den Medien höre, schalte ich sofort um. Bei ihm empfinde ich Schwäbisch besonders unerotisch / unerträglich und *%$§"*** :shock:

Bei Günther Oettinger geht es mir genauso, nicht bei allen Schwaben.

Bei Denis Scheck stört es mich nicht, zudem hat er sein Standarddeutsch inzwischen beinahefast
aggsendfrey verbessert.

Eine meiner engsten und langjährigen Freundinnen wuchs in einem kleinen katholischen Ort auf der schwäbischen Alb auf und lebte dann eine Weile in Israel, wo sie ihren späteren Mann kennenlernte, der
aus Betlehem stammte. Sie zog mit ihm viele Jahre nach Berlin und danach in die Nähe von Bonn und
legte ihr Älblerisch komplett ab, zumindest für die Kontakte, die nichts mit ihrem Dorf und der Familie zu tun hatten. Sie spricht akzentfrei Standarddeutsch und noch einige andere Sprachen.
Beruflich hat sie mit §§ und Sprachen zu tun.

Eines Tages bekam ich unerwartet ein Telefonat mit. Ein Familienmitglied hatte sie von der Alb ra angerufen und ich hörte sie nach über 10 Jahren Freundschaft zum ersten Mal breit Älblerisch schwätzen.
Als sie auflegte, switchte sie wieder zum gewohnten akzentfreien bzw. dialektfreien Standarddeutsch über. Sie hat eine sehr angenehme Stimme, nicht wenn sie Älblerisch schwätzt.

Während meiner Internatszeit hatte ich für einige Jahre das Schwäbische auch total abgelegt und mir dann irgendwann (leider) wieder langsam angewöhnt.

Meine Kinder sprechen kein Schwäbisch.

Ein Teil meiner Familie wohnt in Mittelfranken und ich finde Fränkisch *****, dagegen habe ich mit
Bayrisch keine Probleme.


Die Sprachtherapeutin Ariane Willikonsky weiß, welch verheerende Wirkung Dialekte haben können: Dates können nach wenigen Minuten platzen, Bewerbungen scheitern, Karrieren vorschnell enden. Deshalb lehrt sie in ihrem Sprechinstitut Hochdeutsch als Fremdsprache. Die Sprecherzieherin ist überzeugt: „Das Wesen der Menschen spiegelt sich in ihrer Sprache.“


Dieses Jahr saß auf einem Langstreckenflug eine Schweizerin vor mir, die während des 11-Stunden-Fluges einen jungen Mann aus Hamburg ohne Punkt und Komma vollquatschte. Ich konnte mich trotz Kopfhörer
nicht auf die Filme konzentrieren. Im Flieger schlafe ich nie.

Nach der Ankunft und zwei Flügen, begab ich mich zum National Terminal zum dritten Flug und sie
verfolgte mich und sprach mich auf Schwyzerdütsch an, ob ich auch mit ihr weiterfliegen würde,
nach Bride Lake (da wohnte mal Kachelmann und einige Schwaben, die ich kenne).

Ich murmelte übermüdet und genervt bewusst auf Schwäbisch, dass ich woanders hinfliege und
dass ich gerade keine Zeit (zum Schwatzen) hätte. Ich kannte ja schon vom Mithören ihre
komplette Lebensgeschichte. Sie strahlte mich trotzdem an:

"Oh, ein Schwäbli, meine Schwester ist auch mit einem Schwäbli zusammen und wohnt in Bridge Lake
auf einer Ranch!"

Seitdem bekomme ich das "Oh, ein Schwäbli" nicht mehr aus dem Kopf. :arr:

(mit der Groß- und Kleinschreibung klappt auch nicht mehr so gut wie früher)
Zuletzt geändert von Monitor am 30. Dezember 2016 12:38, insgesamt 1-mal geändert.