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Unter Westfalen
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Halbdaggl
Aus Anlass des 75. Jahrestages der Beendigung der Belagerung Leningrads

https://de.wikipedia.org/wiki/Leningrader_Blockade

stelle ich Schostakowitschs 7. Symphonie, auch "Leningrader" genannt, ein.
Ich habe mich für eine historische Aufnahme entschieden, der deutschen Erstaufführung durch die Berliner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache im Dezember 1946 in Berlin.



Wer sich über die Entstehungsgeschichte der Symphonie informieren möchte:

https://de.wikipedia.org/wiki/7._Sinfon ... takowitsch)
Jezzd gang I ahans Brennale, drengg abor ned

CoachingZone
Granadaseggl
Yep. Celi, der dem Nach-Nazi-Deutschland erstmals die Schönheit russischer und französischer Kompositionen des 20. Jahrhunderts nahebrachte!!!

Lieber @Unter Westfalen! Möchte jetzt keineswegs dem von dir genannten Stück die Ehrfurcht verweigern, indem ich hier eines der Lieblingsstücke von Celibidache verlinke. Es hat mich mein Kommentar zum Shostakovich nur daran erinnert - und da ich gerade ein mittlerweile sehr selten gewordenes Gastspiel im Forum gebe, möchte ich mich revanchieren.

Voila, "La Mer" von Claude Debussy.



Ich habe es in meiner Münchner Zeit sogar erlebt, dass Celi dieses Stück vom Spielplan nahm, weil er in der ersten Probe merkte, dass das Orchester nach einer anstrengenden Konzerttournee nicht frisch und wach genug war, um dem Stück beim Konzertieren die unbedingt notwendige Aufmerksamkeit und Konzentration zu schenken.
Der Schlüssel zum Erfolg ist eben kein Dietrich.

CC97 am 21.12.2018

Unter Westfalen
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Halbdaggl
Heute vor 95 Jahren wurde Gershwins "Rhapsody in Blue" uraufgeführt.
Hier die älteste Aufnahme von 1924 mit Paul Whiteman and his Jazzorchestra und dem Komponisten am Klavier.
Für mich wegen den jazzigen tunes immer noch die Referenzaufnahme.
1924 wurde noch akustisch aufgenommen. Dennoch überrascht die Aufnahme mit der klaren Abbildung der Instrumente mit Verzerrung ins Groteske, z.B. bei der Klarinette.
Die Kürzung ist der Höchstspieldauer für Schellackplatten geschuldet, ca. 4-5 Minuten pro Seite.
Ab 1925 setzte sich das elektrische Aufnahmeverfahren durch.



Gerhswin hat den Klavierpart auch auf Piano Roll eingespielt.
Es gibt eine moderne Aufnahme, bei der sein Part in eine Fassung mit großem Orchester eingefügt worden ist.

1959 erschien auf Capitol diese Aufnahme, ebenfalls mit Paul Whiteman und seinem Orchester, allerdings deutlich "verklassikt". Damaliger Preis: 12 DM (ich bekam 5 DM als Taschengeld, das ich durch Zeitschriftenaustragen im Stuttgarter Westen aufbesserte). Meine erste Klassik-LP (25 cm), die mich mein ganzes Leben begleitet hat.
Analoger Stream.
;)

Jezzd gang I ahans Brennale, drengg abor ned

Monitor
Lombaseggl
@Unter Westfalen, Gershwin gefällt mir auch.

In dem hervorragenden inszenierten Film "Green Book" wurde ich durch Don Shirley daran erinnert,
auch an Joe Peng aka Chopin (O-Ton von Tony Lip, den Chauffeur).

Diesmal habe ich mich (fast) strikt daran gehalten. Erst den Film gucken, danach dann die
Kritiken bzw. Kritisches (z.B. vom Don Shirley Bruder) nachzulesen. Das würde ich auch
denjenigen empfehlen, die den Film mit den herrlichen Dialogen noch nicht gesehen haben.

Wie gesagt, Kritiken erst danach lesen!

Green Book: the true story behind the Oscar-buzzed road trip drama

https://www.theguardian.com/film/2018/n ... trip-drama

Shirley’s career in classical, jazz and popular music included appearances on the world’s biggest stages, a collaboration with Duke Ellington, a turn playing Gershwin at the Metropolitan Opera in New York accompanied by the Alvin Ailey company, a Billboard Top 40 hit (Water Boy, 1961) and, later, a symphonic tone poem based on Finnegans Wake. He lived in a resplendent apartment above Carnegie Hall until his death in 2013. “His virtuosity is worthy of the gods,” Igor Stravinsky said.




~

Viggo Mortensen on Oscar Nomination & Green Book

Zuletzt geändert von Monitor am 17. Februar 2019 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
I could write several novels about what I do not know