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muffinho
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Achso, ich dachte es gilt "Trump lügt"? Jetzt, wo er selbst etwas bestätigt, nämlich ungefähr 400 Millionen Schulden zu haben ist es so true?


Jeder chronische Lügner sagt ab und an die Wahrheit.

Nehmen wir aber an es stimmte: was genau würde es jetzt bestätigen, was ihm die New York Times vorwirft? Dass er bankrott ist? Das er ein schlechter Geschäftsmann ist? Das er die Steuer beschissen hat?


Dass er ein miserabler Geschäftsmann ist, dass er eben nicht, wie er immer behauptet, unsagbar reich ist (schon seit Jahren halten sich die Expertenstimmen die sagen dass er nicht mal Milliardär ist) und dass er jeden nur erdenklichen Trick nutzt, um Steuern zu sparen, etwa Beraterverträge an seine Tochter und 70000 Dollar an Friseurkosten im Jahr.

Doch wohl überhaupt nichts beweist es. Ich nehme an Elon Musk hat so in etwa ein paar Milliarden Euro Schulden, aber eben auch Guthaben und Aktien.


Jeder der einen Großteil seines Vermögens in Aktien hat, ist Reich und gleichzeitig potentiell von der Armut gefährdet, eine Art Schrödingers Konto :D
Es gibt nun endlich konkrete Zahlen, die sagen dass Trump seit Jahren in vielen Bereichen Miese macht, etwa seinen Golfclubs, was seinen selbst gepflegten Nimbus als Wirtschaftsguru einen entscheidenden Dämpfer verpasst, sofern man sich mit den Fakten auch beschäftigen will und nicht eher der Frage nach geht, ob Hillary sich in einer Pizzeria mit Bill Gates trifft, um einen Becher Kinderblut zu trinken.

Muffie, ich sage das Nachfolgende weil ich Dich wirklich mag (und das sage ich auch nicht nur so!):


Muss ich das jetzt als Drohung verstehen?


:arr:

Warum hast Du so eine ungesunde Tendenz Dich mit "Personen" zu beschäftigen, die Du nicht magst und teilweise ja richtig ekelhaft findest? Das versaut Dir doch im günstigsten Fall nur den Tag...?


Menschen sind oft fasziniert von Dingen, die sie auf den ersten Blick nicht verstehen. Sicherlich könnte man sich den ganzen Tag mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigen, auch wenn die Antwort immer 42 lautet. Aber ich finde die derzeitige Situation sehr interessant, interessanter als unsere politische Landschaft. Weniger deswegen weil Trump so ist wie er ist, es gibt bei uns in Deutschland bestimmt auch tausende Trumps, nein es ist faszinierend dass er sich mit seinen Eigenschaften auf das wichtigste Amt der Welt blubbern konnte, es ist faszinierend wie sich eine Partei zur Geisel macht, nur um Chancen auf die Wiederwahl zu haben und die Furcht der Basis fürchten, und wie Trump endlose Skandale überleben konnte, für die jeder normale Politiker in Deutschland in die Abstellkammer im Bundestag verschoben würde. Das alles sagt vieles über den Zustand des Landes, und das fasziniert mich eben. Es gibt Menschen die basteln gerne wochenlang an einem Modell mit Steichhölzern, andere schauen sich stundenlang Sachen wie das perfekte Dinner oder andere Sachen auf Hartz TV an, ich interessiere mich eben für solche Dinge.
Aber ich kann Dich beruhigen, es versaut mir überhaupt nichts, weil ich eben nicht direkt von den Vorgängen in den USA betroffen bin.
Wir können alles. Außer WLAN.

factotum
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Granadaseggl
muffi hat geschrieben:
weil ich eben nicht direkt von den Vorgängen in den USA betroffen bin.


Nur noch ein klein wenig Geduld.
I know fuck about shit.

Hasenrupfer
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Halbdaggl
Tja:

For nearly four years, congressional Republicans have ducked and dodged an unending cascade of offensive statements and norm-shattering behavior from President Trump, ignoring his caustic and scattershot Twitter feed and penchant for flouting party orthodoxy, and standing quietly by as he abandoned military allies, attacked American institutions and stirred up racist and nativist fears.

But now, facing grim polling numbers and a flood of Democratic money and enthusiasm that has imperiled their majority in the Senate, Republicans on Capitol Hill are beginning to publicly distance themselves from the president. The shift, less than three weeks before the election, indicates that many Republicans have concluded that Mr. Trump is heading for a loss in November.


His weakness in dealing with coronavirus has put a lot more seats in play than we ever could have imagined a year ago,” said Whit Ayres, a Republican pollster and consultant. “We always knew that there were going to be a number of close Senate races, and we were probably swimming against the tide in places like Arizona, Colorado and Maine. But when you see states that are effectively tied, like Georgia and North Carolina and South Carolina, that tells you something has happened in the broader environment.


https://www.nytimes.com/2020/10/16/us/politics/republican-senators-trump.html


Für diejenigen, die keinen Umfragen mehr trauen, und nur noch auf M&Ms-Leserei setzen, evtl ganz interessant.



Cantona
Lombaseggl
Ein ehemaliges berliner SPD-Mitglied, Jurist im Übrigen, fasst die Situation bestmöglich zusammen; ergänzend noch, dass das Anbiedern an die christlichen Kirchen, die zumindest halbwegs domestiziert sind, mich genauso ankotzt:



Nichts hat sich seit meinem Austritt geändert, nichts wird sich ändern.
Es ist nämlich leichter mit denen zu kooperieren, die die Macht haben, als sie wirksam zu bekämpfen.
Es ist leichter mit den Islamisten in der Türkei Vereinbarungen abzuschließen, als sich mit der Opposition auseinanderzusetzen. Es ist leichter mit den Islamistenvereinen, die die Kontrolle über fast alle Moscheen in Deutschland ausüben, in einen "kritischen Dialog" zu treten, der gar keiner ist, als sich mit den Säkularen darüber zu unterhalten, wie man die Menschen, die dort ungebildeten Hilfsimamen und fremdstaatlich bestellten, faschistoiden Einpeitschern folgen, zivilisiert.
Dabei ist festzustellen, dass diese Islamisten nicht mehr nur nach der Gehirnwäschehoheit in den Moscheen streben, sondern ihren Einfluß auf die Kindergärten und Schulen in den Brennpunktkiezen, ja sogar auf Hochschulen erweitert haben und auch auf die Justiz zugreifen wollen.
Immer wieder kommen Menschen aus dem christlich- jüdischen Umfeld und fragen mich, mit welchen muslimischen Vereinen können sie denn nun in einen Dialog treten.
"Warum müßt ihr denn mit denen in einen Dialog treten? Das macht doch nur einen Sinn, wenn ihr theologische Themen besprechen wollt. Wollt ihr das?" "Nein!"
"Warum wollt ihr mit denen einen gesellschaftspolitischen Dialog führen? Die allermeisten dieser Vereine sind vom Ausland gesteuert und verfolgen eine Aganda, die sich gegen unsere Freiheiten und unsere Werte richtet. Was erwartet ihr von denen?"
-Stille-
Ich verweise dann meist auf alevitische Vereine der Ruhe wegen und stelle dann die Frage, warum sie nicht mit den säkularen Muslimen in einen Dialog treten wollen.
Die Antwort ist, die sind ja nicht organisiert. Stimmt!
Warum auch? Säkulare Muslime definieren sich nicht über ihren Glauben. Dennoch sind sie die Mehrheit und überall zu finden.
Sie vertreten aber niemand, ist dann die Antwort.
Ja, ihr müsst Euch endlich einmal entscheiden, was ihr wollt!
Wenn ihr integrierte Menschen wollt, warum sollen sie dann noch irgendwelche sich an ihre anatolischen oder arabischen Wurzeln kettende Menschen vertreten, die auf dem Zivilisationsstand von vor über 200 Jahren sind?? Denn, wenn überhaupt! vertreten diese Vereine nur diese Menschen und zwar gegen Euch!!
Immer wieder kommen in meine Kanzlei Menschen, die nicht lesen und schreiben können!! Die sind sehr anstrengend.
Und selbst wenn sie es können, ja selbst wenn sie deutsch fließend sprechen, sie sogar Akademiker sind, ist das keine Garantie für Zivilisation.
Ahmad Mansour schreibt im Moment darüber, wie schwach Muslime sind, die in der Blasphemie und in der Islamkritik einen schweren und intensiven Angriff auf Allah und seinen Propheten sehen, so dass sie sich gerechtfertigt fühlen, in deren Namen zu deren Verteidigung töten zu dürfen.
Ahmad spricht von Schwäche und er hat natürlich Recht! Diese Menschen werden hier tagtäglich mit Zivilisation konfrontiert, die ihren archaischen, hirachischen, erlernten Regeln, ihres mittelalterlich widerspruchslos adaptierten Glaubens, die Freiheit, die Selbstbestimmtheit entgegen hält, die sie ausschließlich als das "Böse" kennen.
Mit diesen Menschen muss man umgehen, sie herausfordern und durch Konfrontation und Bekämpfung zivilisieren.
Das ist schwer, anstrengend, sehr zeitaufreibend und politisch nicht karrierefördernd, weil sie einen nicht mehr unterstützen werden.
Ihre Verteter aber sind keinen Pfifferling wert. Ihr Ziel ist eine andere Gesellschaft, mit anderen Werten, ihr Gegenmodell ist die Scharia.
Wir sind in der Türkei diesen Weg seit über 100 Jahren gegangen mit dem Ergebnis, das ein wesentlicher Teil der Gesellschaft keine Analphabeten mehr und zivilisatorisch entwickelter sind, als die aller meisten islamischen Gesellschaften, trotz Erdogan, den die europäische Sozialdemokratie stets zur Macht verholfen und gestützt hat, der dennoch immer wieder daran scheitert, die gesamte Gesellschaft zu islamisieren. Betet, dass er auch weiterhin scheitert!

Lenny
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Granadaseggl
Starke Worte. Nur bei einem Punkt gibts aus meiner Sicht nen kleinen Widerspruch. Denn er sagt:

„[...]Dennoch sind sie die Mehrheit und überall zu finden.“

75% haben den verrückten Spinner gewählt hier in Deutschland. Da fehlen noch ein paar, um ne Mehrheit zu bilden.


Monitor
Granadaseggl
fkAS hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:
Hasenrupfer hat geschrieben:Mich würd vor allem mal interessieren, wie denn Obamas Rolle da in Flint, Mi nun überhaupt war?!

Und bitte jetzt net nur was von wegen "Des kannsch googeln..."

Die ganze Story werde ich ganz sicher nicht hier reintippeln. Nur so viel.
Um sich und seines Gleichen zu bereichern, hat der Gouverneur von Michigan ein Projekt gestartet, dass dazu geführt hat, dass das Trinkwasser verseucht wurde. Viele Menschen erkrankten, vor allem Kinder.
Irgendwann kommt Obama nach Flint, stellt sich aufs Podium, hält ein Glas Leitungswasser hoch und sagt: Mit dem Wasser ist alles in Ordnung, und dann tut er so als ob er einen Schluck nimmt, dabei sieht jeder Im Saal, das er sich nur die Lippen befeuchtet.

Bravo Barack, bist ein Held

Es ging darum, dass gefiltertes Wasser sicher ist. Er sagt auch, dass das Wasser gefiltert ist und fordert die Leute auf Filter, einzubauen, während die Infrastruktur renoviert wird.
Hier kann man die Rede nachlesen: https://time.com/4318909/barack-obama-s ... ranscript/

Wo ist nun das Problem?


Lese gerade einige Beiträge der letzten Wochen nach u. a. zu Flint / Wasser / Obama (btw. der o.a. Link von time.com ist vom 4. Mai 2016) und alles wurde schon gesagt, was es dazu zu sagen gibt, trotzdem....

Beitrag, Der Tagesspiegel vom 14.01.2019

https://www.tagesspiegel.de/kultur/trum ... 61166.html

Die Menschen verlieren den Glauben an die Demokratie

Als nach fast zwei Jahren Barack Obama in Flint medienwirksam an einem Glas Leitungswasser nippte – statt den Notstand auszurufen – , habe die Politik ihren Kredit endgültig verspielt. „Obama kam als mein Präsident“, erzählt eine Afroamerikanerin, „als er uns verließ, war er es nicht mehr.“ Moore nennt die Vergiftung der Bevölkerung eine „ethnische Säuberung“: In Flint leben überwiegend Schwarze. Snyder wird wohl ungeschoren davon kommen. Wie vermutlich auch Trump. Wer die eigene Bevölkerung derart skrupellos im Stich lässt, so Moore, dürfe sich nicht wundern, wenn die Menschen irgendwann den Glauben an die Demokratie verlieren. Die 100 Millionen Nichtwähler nennt er die stärkste Partei in Amerika.


Beitrag von "REPUBLIK" zu Flint u.w. vom 10.03.2020

https://www.republik.ch/2020/03/10/die- ... en-staaten

..........Wasser für Flint! Aber bitte in Plastikflaschen und nicht aus dem Fluss. Eine Aufnahme von 2017.....

Die Stadt liess ihre Bürgerinnen mit ihrem eigenen Fluss­wasser vergiften.

Schätzungsweise werden der Wasserkrise 1760 gesunde Lebensjahre zum Opfer fallen. 12 Menschen sind bereits gestorben. Letzten Endes wird Flint die Wasser­krise eine halbe Milliarde Dollar kosten. So hoch schätzt ein Wissenschaftler der Columbia University die Gesundheitskosten, die als direkte Folge der Blei­vergiftungen zu verbuchen sind.

Politikversagen und Rassismus

Wer dafür die Haupt­verantwortung trägt, das versuchen Gerichte in den USA gerade herauszufinden. Klar aber ist: Nicht Trump wählende Extremisten haben die Wasser­krise in Flint ausgelöst – und das Vertrauen in die Institutionen zerstört –, sondern die Behörden von Michigan. Demokraten und gemässigte Republikaner.


Viele waren entrüstet, dass Obama belustigt an seinem Wasser­glas nippte, anstatt den sofortigen Notstand für Flint auszurufen. «Obama kam als mein Präsident», erzählt später eine Afro­amerikanerin in einem Dokumentarfilm von Michael Moore , «als er uns verliess, war er es nicht mehr.»

Der linke Filmemacher («Fahrenheit 9/11») und Aktivist ist der wohl prominenteste Sohn der Stadt Flint. Er ist einer der wenigen prominenten Stimmen auf der Seite der Trump-Gegner, die das Wahl­desaster für die Demokraten früh kommen sahen. Im Juli 2016, kurz bevor die Demokraten Clinton in einem dreitägigen Spektakel zur Kandidatin kürten, schrieb Moore einen Blogbeitrag. Er ist keine 3000 Wörter lang und beginnt so: «Sprecht die Worte aus, ihr werdet sie die nächsten vier Jahre sagen: President Trump.»


~~

Ich habe mir Mitte September 2018 nach langer Zeit mal wieder einen Michael Moore-Film (OV Erstaufführung im Filmtheater) angesehen (Ende Januar 2019 wurde er in deutschen Kinos gezeigt) , u. a. auch seinen für mich glaubwürdigen Beitrag über / zu Flint und im Film-Thread darüber geschrieben.

viewtopic.php?f=5&t=5&p=226449#p226449

Monitor: Die Szenen, Stimmen und Bilder aus seiner Heimatstadt Flint / Michigan machten immer wieder besonders betroffen.

Vor allem Michigans Govenor Rick Snyder, Obama und andere bekamen ihr Fett ab von den betroffenen
Flint-Bewohnern. Obama, der zwar ein Glas Flint-Wasser vor den Augen der Bewohner verlangte, aber nicht wirklich daraus trank, nur etwas daran nippte.

While the Children in Flint Were Given Poisoned Water to Drink, General Motors Was Given a Special Hookup to the Clean Water.

https://michaelmoore.com/10FactsOnFlint/

Moore will be speaking after the screening with Dr. Mona Hanna-Attisha, whose new book “What the Eyes Don’t See” tells the story of her role in going public with her research that proved children were being exposed to lead by the Flint water crisis.



“Flint is a public health disaster. But it was Dr. Mona, this caring, tough pediatrician turned detective, who cracked the case.”—Rachel Maddow

“It’s one thing to point out a problem. It is another thing altogether to step up and work to fix it. Mona Hanna-Attisha is a true American hero.”—Erin Brockovich



I could write several novels about what I do not know

fkAS
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Halbdaggl
Monitor hat geschrieben:Monitor: Die Szenen, Stimmen und Bilder aus seiner Heimatstadt Flint / Michigan machten immer wieder besonders betroffen.

Vor allem Michigans Govenor Rick Snyder, Obama und andere bekamen ihr Fett ab von den betroffenen
Flint-Bewohnern. Obama, der zwar ein Glas Flint-Wasser vor den Augen der Bewohner verlangte, aber nicht wirklich daraus trank, nur etwas daran nippte.

Ich weiß nicht, ob Obama damals hätte anders handeln müssen. Aber die Szene, die hier mehrmals beschrieben wird, ist anhand des Redemanuskripts einfach verzerrt dargestellt. Und Michael Moore ist halt kein Dokumentarfilmer. Der hat seine Agenda und Polemik. Das darf man auch nicht immer für bare Münze nehmen.

Monitor
Granadaseggl
Wie Michael Moore seine Botschaften rüberbringt (Polemik und mehr), war mir davor ja schon jahrelang recht gut bekannt und ich hatte mich mit Kollegen (eines früheren langjährigen Projektes) schon öfters darüber ausgetauscht. Der Standard schrieb mal

"Michael Moore: Seiner Polemik entgeht niemand...
...und seine Angriffe sind stets gut recherchiert - "

Trotzdem war ich voll auf der Seite der Flint-Bewohner (nach dem Auftritt von Obama), die nach meiner Wahrnehmung nachvollziehbar und richtig auf den Obama-Kurzbesuch reagiert haben.

Bei den meisten Filmen, die ich mir interessiert ansehe, suche ich davor / danach in verschiedenen Medien / Richtungen / Kontakten noch nach
weiteren Infos zu den Themen, ähnlich ist es auch bei Büchern oder sonstigen interessanten Beiträgen.
I could write several novels about what I do not know

muffinho
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Halbdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:
Für diejenigen, die keinen Umfragen mehr trauen, und nur noch auf M&Ms-Leserei setzen, evtl ganz interessant.


Hasi, ich kann verstehen dass Du den Kopf schüttelst, wenn ich sage dass Umfragen nicht erst seit der US Wahl 2016 relativ sind, ich komme damit klar dass Du vielleicht schmunzelst, wenn ich Deine Geschichte zu den Senatoren mit dem Einzeiler kommentiere, dass auch das nichts Neues ist, schon vor knapp 2 Jahren hat Rove (der wohl wichtigste Berater von Bush Jr.) gesagt, dass Trump die GOP zerstören wird, ich verkrafte es auch wenn Du vor Schreck von Deiner Parkbank fällst, wenn ich sage dass die Wahrscheinlichkeit, dass nach Bush Senior erneut eine Wahl vom SC entschieden wird, höher als befürchtet ist, alles ok.... aber dass Du meine liebevoll praktizierte M&M Wahl so ins Lächerliche ziehst, das geht mal gar nicht :evil:
Wir können alles. Außer WLAN.








Ausgewogener Text. Die Älteren werden sich erinnern, ich habe schon vor 10 Jahren oder so in Vorgängerforen lamentiert, dass man die Diskussion um den Islam und dessen Auswüchse den Rechten überlassen wird, wenn man sich nicht traut, sie selbst in aller Deutlichkeit anzuschlagen. Das gilt für alle, aber den klassischen Linken darf man gern gesondert auf die Mütze hauen: die geben viele Themen nicht nur aus der Hand, sondern servieren sie den Rechten auch noch auf dem Silbertablett. Schlafhauben, Drückeberger, Vollpfosten. Total enttäuschende Performance der richtigen Seite.


factotum
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Granadaseggl
gleich nochmal:

Nice:
Ausgewogener Text. Die Älteren werden sich erinnern, ich habe schon vor 10 Jahren oder so in Vorgängerforen lamentiert, dass man die Diskussion um den Islam und dessen Auswüchse den Rechten überlassen wird, wenn man sich nicht traut, sie selbst in aller Deutlichkeit anzuschlagen. Das gilt für alle, aber den klassischen Linken darf man gern gesondert auf die Mütze hauen: die geben viele Themen nicht nur aus der Hand, sondern servieren sie den Rechten auch noch auf dem Silbertablett. Schlafhauben, Drückeberger, Vollpfosten. Total enttäuschende Performance der richtigen Seite.


Ist eine Form von Faulheit meiner Meinung nach. Man hätte die Dinge gerne einfach, eigentlich ganz genauso wie die andere Seite des politischen Spektrums.
I know fuck about shit.

darkred
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Halbdaggl
Wenn es um Religionskritik geht, dann empfinde ich die Reaktionen der politischen Linke in jüngerer Vergangenheit als extrem einseitig und stoisch abwehrend. Wenn man im Diskurs auch nur an der Frage kratzt, ob der Islam in Teilen nicht doch ein wenig mittelalterlich sei, ob er vielleicht strukturell undemokratische oder antiliberale Züge trage, dann werden einem in pawlowscher Manier Kampfbegriffe wie "islamophob" oder "Fremdenfeindlichkeit" entgegen gebellt. Ein sachlicher, frei von voreiliger Wertung stattfindender Austausch ist so kaum mehr möglich.

Ich sehe diese Haltung jedoch nicht in der "Faulheit" verhaftet, sondern in einem sich über die Zeit seltsam manifestierten Markenzeichen der Linken, sich als weltoffenes, liberales und multikulturelles Bollwerk gegen den deutschtümelnden bis nationalistischen Rand positionieren zu müssen. Um so in der Haltung auch für die politische Mitte erkennbar zu werden, zu bleiben. Eine Haltung, die einst vielleicht auf wohlmeinenden Beweggründen fußte, mittlerweile aber zum kaum mehr hinterfragten Dogma verkommen ist.

Der taz Artikel mahnt da zurecht
Große Teile der Linken überlassen die dringend notwendige Kritik des Islam den Fremdenhassern von rechts, anstatt eine an einer allgemeinen Emanzipation und an einer über sich selbst aufgeklärten Aufklärung orientierte Kritik an der islamischen Menschenzurichtung zu formulieren.


Und das, obwohl konstruktive Religionskritik innerhalb der linken Intellektuellen stets einen hohen Stellenwert genoss.

Frank N Furter
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Himbeertoni
Diejenigen, die die Menschenrechtsverletzungen von Islamisten beschweigen, sind keine Linken.

Die ehemals Linken, die sich national und international für die Schwächsten eingesetzt haben, waren vor allem deshalb links, weil sie bis zur Selbstaufgabe bereit waren, das woran sie glaubten auch zu leben. Einige tatsächlich bis in den Tod. Diese echte Linke gibt es nicht mehr. Und diejenigen die jetzt für sich reklamieren "links" zu sein, sind bürgerliche Faltenärsche die noch nicht einmal bereit sind für den Klimaschutz auch selbst weniger zu fliegen oder sich in irgendeiner Sache tiefer zu engagieren.

Also zu sagen, dass die Linken den Islamismus nicht kritisierten ist im Grunde eine Verleumdung.
https://bit.ly/2x1Kpuf