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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Was bringt es eigentlich, über eine Trennung von "Risikogruppen" vom angeblich nicht gefährdeten Teil der Bevölkerung zu diskutieren, so lange man sie nicht zweifelsfrei beschreiben kann?

Gehören meine Frau und ich außer zur "normalen" Risikogruppe der Älteren auch noch zur spezifischen Corona-Risikogruppe? Und wenn ja, warum?

Oder gehören wir, da wir einen durchaus vernünftigen und gesunden Lebensstil praktizieren, zur Gruppe der Nichtgefährdeten und können daher wieder mit unseren Töchtern und Enkeln in vertrauter körperlicher Nähe umgehen? Und wer würde mir das bescheinigen?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Auswurf
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Grasdaggl
für mich kommt das allgemein so rüber,
als wären beatmungsgeräte die hauptwaffe in der therapie.
Ist dem so und müssen die dinger so high tec sein und liessen die sich jetzt nicht schnell in hoher stückzahl herstellen?
Jetzt mal ganz blöd...leistet nicht jede elektrische luftpumpe vom prinzip her ähnliches?
wer isch fachmann?

uwe
das wird doch in verantwortung von Dir und Deinen nächsten verbleiben
Eigentlich soll ja niemand jemand sehen,
also auch Dein ganzer anhang sich untereinander meiden.

Meine tochter mit enkele will mich jedenfalls nicht sehen
und ich bin 53
das ist doch keine Musik

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ich habe jetzt nur den Gedanken von Frank weiter gesponnen, dass eine solche Trennung möglich sein könnte.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Bleib doch mal locker jetzt...monatelang kaum Beiträge


mappes

hat Dich der Chef befördert?
Blockwart?
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Frank N Furter
Unter Westfalen hat geschrieben:Was bringt es eigentlich, über eine Trennung von "Risikogruppen" vom angeblich nicht gefährdeten Teil der Bevölkerung zu diskutieren, so lange man sie nicht zweifelsfrei beschreiben kann?


Eine scharfe Trennung wird es da nie geben. Auch bei Menschen mit kurzen Phasen von emotionaler Verstimmtheit oder bei Menschen die zu wenig schlafen, läßt bereits die Reaktivität des Immunsystems messbar nach. Das heißt, zusätzlich zur Isolation, ist es ratsam sich richtig zu ernähren, ausreichend zu schlafen, genügend Spaß zu haben und auch möglichst viel Bewegung (Trimmrad u.Ä.). Wenn ein 40jähriger Gesunder das über Wochen vernachlässigt, wird er ebenfalls gefährdeter. Deshalb wiederum ist ein langfristiger Shut-Down auch keine überzeugende Lösung.

Ich weiß nicht wie alt Du bist, Uwe, aber solltest Du an oder über die 80 sein, solltest Du wirklich mit Deiner Frau in den sauren Apfel beißen und erstmal weder mit Deinen Enkeln noch mit Deinen Kindern körperliche Nähe herstellen. Auch wenn es schwer ist, 4-5 Wochen sollte man mal auf andere Weise miteinander Kontakt halten können. Würden sich Deine Kinder und Enkel jetzt schnell immunisieren, wären die familiären Einschränkungen sehr schnell überwunden. Solange das aber nicht geschieht, bleiben ausgerechnet Deine nächsten Verwandten für Dich die größte Gefahr.

Gab mal glaube ich einen Film, der hatte den Titel: "Was nützt die Liebe in Gedanken". Ich würde sagen: jede Menge!

Tifferette
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Ab jetzt übrigens auch beschränkte Ausgangssperren in Bayern. Wobei es da dermaßen viele Ausnahmen gibt...
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Frank N Furter
Auswurf hat geschrieben:für mich kommt das allgemein so rüber,
als wären beatmungsgeräte die hauptwaffe in der therapie.
Ist dem so und müssen die dinger so high tec sein und liessen die sich jetzt nicht schnell in hoher stückzahl herstellen?
Jetzt mal ganz blöd...leistet nicht jede elektrische luftpumpe vom prinzip her ähnliches?
wer isch fachmann?


Du wirst dazu intubiert, das ist Dir schon klar, oder? Dazu musst Du sediert werden, sonst würdest Du das gar nicht ertragen. Du atmest dann auch nicht mehr selbst. Wenn so eine Situation über 8-9 Tage anhält, läufst Du Gefahr ein Delir zu entwickeln. Das Delir ist die meist gefürchteste Komplikation auf der Intensivstation. Mit Delir sinkt Deine Überlebenswahrscheinlichkeit rapide, völlig unabhängig davon, was Deine Grunderkrankung war. Jeder Tag im Delir, ist ein Tag näher dem Tod.

Die leichteren Formen der Beatmung, also die mit einer Sauerstoffmaske und 100% luftgesättigtem Sauerstoff, hilft nicht bei ARDS, also wenn Deine Lunge abgesoffen ist.

Und ja, die Corona-Erkrankten sterben als primäre Reaktion der Lungenerkrankung die Covid 19 auslösen kann (aber nur sehr selten auch auslöst) an ARDS.

de mappes
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Frank N Furter hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:Hilft denn die symptomatische Behandlung und ggfs Beatmungshilfe in frühen Stadien, den Verlauf abzumildern?
Ist ja nicht wie bei bakteriellen Infekten damit getan, frühzeitig zu therapieren.

Helfen die unterstützenden Maßnahmen in früheren Stadien dem Immunsystem, mit dem Virus besser klar zu kommen?


Ja, natürlich, das ist bei jeder Krankheit so. Je früher eine Behandlung beginnt, umso größer sind die Erfolgsaussichten. Wenn die Menschen hingegen bereits mit beeinträchtigten Organfunktionen und Immunsystem eingeliefert werden, wird es sehr schwierig.

Es wurde schon früh geraten, dass Menschen die nicht mehr tief durchatmen können, wo die Infektion also schon die tieferen Lungenepithelien erreicht hat, unverzüglich ins Krankenhaus gehen sollen. Das kann man als Betroffener auch noch sehr gut unterschieden: also ob es lediglich im Hals kratzt oder tief in der Lunge schmerzt.



ok,
danke für die Info.
Dass es nicht schadet...zumindest dem einzelnen, der sich einliefert, ist ja ersichtlich
hätte signifikantes nutzen aber eher wie erwähnt bei Krankheiten erwartet, die in gewisser Form therapierbar sind.
Don't criticize what you can't understand

knaust
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Frank N Furter hat geschrieben:Jeder Tag im Delir, ist ein Tag näher dem Tod.


Jeder Tag auf dieser Erde, ist ein Tag näher dem Tod 8)

Und Frank, man merkt es immer wieder, dass Du kein Kliniker bist.

Frank N Furter
knaust hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:Jeder Tag im Delir, ist ein Tag näher dem Tod.


Jeder Tag auf dieser Erde, ist ein Tag näher dem Tod 8)

Und Frank, man merkt es immer wieder, dass Du kein Kliniker bist.


Woran? Meinst Du etwa, das mit dem Delir würde nicht stimmen? Ernsthaft? Das stimmt 100%, dafür bürge ich. Was glaubst Du was wir hier investieren, um das Delir auf der Intensivstation zurückzudrängen?
Warst Du denn schonmal auf einer Intensivstation tätig?
Zuletzt geändert von Frank N Furter am 20. März 2020 14:10, insgesamt 1-mal geändert.

de mappes
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Unter Westfalen hat geschrieben:
Bleib doch mal locker jetzt...monatelang kaum Beiträge


mappes

hat Dich der Chef befördert?
Blockwart?


warum jetzt die dicke Keule, Uwe?
Was ist bei dir jetzt schon wieder los?
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CoachingZone
Halbdaggl
Ich überlege mir gerade, wie freudig die italienischen Krankenhäuser die Patienten im frühen Stadium aufgenommen hätten, wo sie doch nicht mal für die schweren Fälle freie Kapazitäten haben...

Welch eine Theoretisiererei :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Auswurf
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:

Du wirst dazu intubiert, das ist Dir schon klar, oder?

nö, war noch nie damit konfrontiert und meide normalerweise solche themen

aber Danke für die aufklärung Fränk,
ich hatte solche heimgeräte im sinn, die copdler helfen
das ist doch keine Musik

knaust
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Da hast Du mich falsch verstanden. Habe auch zwei Dinge miteinander vermischt. Ich fand Deine Formulierung etwas, sagen wir mal, missglückt. Deshalb das Zitat.
Selbstverständlich ist das Delir eine schwere und ernstzunehmende Komplikation der ITS Behandlung.

Ganz abgesehen davon steht es mir auch überhaupt nicht zu Deine klinische Kompetenz zu beurteilen.

knaust
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Lombaseggl
Auswurf hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:

Du wirst dazu intubiert, das ist Dir schon klar, oder?

nö, war noch nie damit konfrontiert und meide normalerweise solche themen

aber Danke für die aufklärung Fränk,
ich hatte solche heimgeräte im sinn, die copdler helfen


Da macht jemand seinem Namen aber keine Ehre. :banane: :banane:

Frank N Furter
de mappes hat geschrieben:Dass es nicht schadet...zumindest dem einzelnen, der sich einliefert, ist ja ersichtlich
hätte signifikantes nutzen aber eher wie erwähnt bei Krankheiten erwartet, die in gewisser Form therapierbar sind.


Meinst Du also Corona sei nicht therapierbar? Ich hatte gestern abend noch ein Gespräch mit meiner Schwester, nachdem sie sich auch einem Test unterziehen musste. Sie meinte, dass sie bisher 7 Patienten auf der Intensivstation betreut hätte, die Corona haben oder hatten. Davon ist noch keiner gestorben, aber bereits drei wieder entlassen. Das heißt, die meisten Menschen verlassen die Intensivstation wieder lebend, auch mit Corona. Selbst für die ARDS Patienten ist also Corona bei weitem noch kein Todesurteil! Und meine Schwester arbeitet in einem kleinen Krankenhaus, die keine ECMO-Geräte haben.

de mappes
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Spamferkel
:mrgreen:

ich meinte im Sinne von einer medikamentösen Behandlung, die nicht rein symptomatisch erfolgt.

Klassisches Wirkstoff -> Wirkung Prinzip.

Im Grunde kann man ne Beatmung ja auch als solche ansehen; oder auch symptomatisch
aber ich glaub du weißt, was ich meinte.
oder? :oops:
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Frank N Furter
CoachingZone hat geschrieben:Ich überlege mir gerade, wie freudig die italienischen Krankenhäuser die Patienten im frühen Stadium aufgenommen hätten, wo sie doch nicht mal für die schweren Fälle freie Kapazitäten haben...

Welch eine Theoretisiererei :!:


Wenn Du noch an der richtigen Stelle das Wort "rechtszeitig" einfügst, stimmt Deine Aussage. Du unterschätzt dabei, dass ein rechtzeitig aufgenommener Patient, meist nach wenigen Tagen wieder die Intensivstation verlassen kann (weißt Du ein bisschen Becheid über ARDS oder Lungenkrankheiten allgemein?). Das heißt, rechtzeitige Behandlung hätte zu kürzerer Behandlung und höherem Durchsatz führen können. Das sind auch keine Theorien. Mich würde dann doch mal interessieren, aus welcher eigenen Erfahrungsposition heraus, Du diese Art von persönlicher Kritik (eigentlich ist es persönliche Abwertung) vornimmst.

higgi
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Kann man schon sagen dass die eingeleiteten Maßnahmen wirkungslos sind? Oder was muss die Kurve denn tun, damit man von einem Effekt sprechen kann?
Bis jetzt sehe ich jedenfalls noch nichts von flatten the curve. Ihr?
von daher

Frank N Furter
de mappes hat geschrieben:
Im Grunde kann man ne Beatmung ja auch als solche ansehen; oder auch symptomatisch
aber ich glaub du weißt, was ich meinte.
oder? :oops:


Nee, ich glaube nicht.

:mrgreen:

Diese Patienten bekommen Medikamente und nicht zu knapp. Wenn Du eine viral verursachte Lungenentzündung hast, droht Dir schon sehr zeitnah auch noch eine bakterielle, weil das Immunsystem dort nicht mehr gescheit funktioniert. Das ist immer die Krux bei ARDS. Du bekommst also sehr schnell Antibiotika (und umgekehrt übrigens genauso). Du liegst ja nicht auf ner Intensivstation, weil Deine Überlebenschancen (trotz Staphylococcus aureus) dort nur knapp über dem Liegen auf Deinem heimischen Divan lägen...

de mappes
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Spamferkel
stimmt natürlich auch wieder (also präventivmassnahmen vor einer Superinfektion)

von der warte natürlich sicher ratsam, rechtzeitig entsprechende Maßnahmen im KH einzuleiten
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vivafernanda
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Tifferette hat geschrieben:Ab jetzt übrigens auch beschränkte Ausgangssperren in Bayern. Wobei es da dermaßen viele Ausnahmen gibt...

Ich habe ja das Gefühl, dass es hier nur darum geht, diese provokativen, bewusst oder unbewusst, Versammlungen aufzulösen.
Und außerdem hätte es mich schon genervt, wenn Hundebesitzer noch Gassigehen dürfen, ich aber nicht mehr spazieren :?
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

CoachingZone
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Frank N Furter hat geschrieben:
Ich überlege mir gerade, wie freudig die italienischen Krankenhäuser die Patienten im frühen Stadium aufgenommen hätten, wo sie doch nicht mal für die schweren Fälle freie Kapazitäten haben...

Welch eine Theoretisiererei :!:


Wenn Du noch an der richtigen Stelle das Wort "rechtszeitig" einfügst, stimmt Deine Aussage. Du unterschätzt dabei, dass ein rechtzeitig aufgenommener Patient, meist nach wenigen Tagen wieder die Intensivstation verlassen kann (weißt Du ein bisschen Becheid über ARDS oder Lungenkrankheiten allgemein?). Das heißt, rechtzeitige Behandlung hätte zu kürzerer Behandlung und höherem Durchsatz führen können.


Wenn die Kapazitäten erschöpft sind und die Patientenzahl und damit auch die Anzahl schwerer Fälle steigt, dann ist der Durchsatz nur noch peripher von Bedeutung. Denn dann blockiert irgendwann ein leichter Fall das Gerät für einen schweren Fall - oder umgekehrt...

Frank N Furter hat geschrieben:Mich würde dann doch mal interessieren, aus welcher eigenen Erfahrungsposition heraus, Du diese Art von persönlicher Kritik (eigentlich ist es persönliche Abwertung) vornimmst.


Stimmt, ich konnte mir den Galgenhumor nicht verkneifen, weil das von Dir hier Gesagte in der aktuellen Situation jeder Beschreibung spottet.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


Tifferette
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Grasdaggl
@Lissy: Ja, so fühlt es sich an, finde ich auch. Halb so wild.





Edit: WAAAAS?!? BAUMÄRKTE ZU?!? :evil:
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