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Nilkheimer
Halbdaggl
Die Hopkinszahlen waren aber bisheri tatsächlich ziemlich gut. Eine mögliche Abflachungstendenz hat ja der Wieler höggschdselbst heute morgen bestätigt ("möglich", "bestätigt": jajaja, is ja gut). Ich bleibe dabei: WÜr diese, erste Welle zumindest sieht es gut aus - und wie könnte es auch nicht angesichts der Maßnahmen?
Aber das macht doch nichts.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Ich verstehe schon, dass Du Dir die Hopkins-Zahlen anschaust. :-)

Eines der wenigen Dinge hier, über die hier Einigkeit besteht: mit Vorsicht genießen. Wenn ein Gesundheitsamt nix meldet, dann wissen auch die nix davon. Das ist eine gehobene Form des Ratens.


Oder sie wollen's gar nicht mehr so genau wissen: bei einer Freundin wurde letzte Woche nach Atemnot samt grippaler Symptome eine Lungenentzündung diagnostiziert, allerdings angeblich bakteriell, ohne irgendwelche weitergehenden Tests...

Cool, also nix mit offizieller Quarantäne für sie und ihren Partner. :roll:


Cantona
https://m.faz.net/aktuell/politik/inlan ... 93137.html

DEUTSCHE HILFSLIEFERUNGEN

Lässt Europa Italien im Stich?

VON PETER CARSTENS, THOMAS GUTSCHKER, JOHANNES LEITHÄUSER UND MATTHIAS RÜB

AKTUALISIERT AM 23.03.2020

 - 20:29

Deutschland hat Italien Hunderte Beatmungsgeräte geschickt. Doch in den Köpfen vieler Italiener hat sich festgesetzt, dass China in der Not da war. Tatsächlich tut Peking weit mehr als die Partner in der EU.

BEITRAG TEILENMERKEN

Wenn Flugzeuge aus China und Russland mit medizinischen Hilfsgütern in Rom landen, teilt Außenminister Luigi Di Maio seine ostentative Freude darüber in Echtzeit über die sozialen Medien mit oder steht gleich selbst an der Landebahn. Die Ankunft zweier Frachtflugzeuge der italienischen Luftwaffe mit rund sieben Tonnen medizinischem Gerät aus Deutschland, darunter die in Norditalien dringend benötigten Beatmungsgeräte, verlief am Mittwoch und Donnerstag in Rom und Mailand dagegen fast geräuschlos. Immerhin bedankte sich Verteidigungsminister Lorenzo Guerini „bei den deutschen Freunden und Verbündeten für die Unterstützung in diesem Augenblick großer Not“.

Doch in der italienischen Öffentlichkeit hat sich fürs Erste das Bild festgesetzt, dass das Land in der schwersten Krise seit Menschengedenken von seinen angeblich engsten Freunden in Europa im Stich gelassen wurde. „Wir merken uns das“, schrieb Gianluca Di Feo, stellvertretender Chefredakteur der linksliberalen und europafreundlichen Tageszeitung „La Repubblica“, vor gut einer Woche in einem Leitartikel voller Bitterkeit. Nach einem Telefonat zwischen Ministerpräsident Giuseppe Conte und Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 12. März ist der zu Zeiten nationaler Notlagen routinemäßig verhängte Exportstopp für medizinisches Material inzwischen aufgehoben worden.

Auch symbolische Gesten EU-weiter bzw. europäischer Solidarität und Hilfe finde ich wichtig!

Weniger gut:
https://www.sueddeutsche.de/politik/cor ... -1.4853591


AxelKruse_FG
Granadaseggl
Sieh da:
Mehr als 1000 Neu-Infizierte im Land – an einem Tag

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 7e2f8.html

Warum sich im Hohenlohischen so viele infiziert haben - keine Ahnung. Vielleicht einfach Pech oder igendein Bierfest wie in dem bayrischen Landkreis. Aber dort wohnen nur 100k Menschen. In den Kreisen Stuttgart und Esslingen wohnen aber weit über eine Million Menschen. Und hier haben wir Infektionsraten wie in Italien. Das verschwindet in der Statistik.

An der Autobahn steht seit über eine Woche "Reisende aus I, CH, A Coronahinweise beachten", als wäre woanders die große Gefahr. Das Risikogebiet ist aber längst hier.


Auswurf
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Grasdaggl
keiner weiß (oder wer weiß es?), wieviele tests in den jeweiligen ländern durchgeführt wurden, geschweige denn wieviel tests an welchen tagen.
Der Eine hat sich bereits vor 10 tagen angesteckt, der andere erst gestern, aber getestet wurden sie am selben tag

Ich seh da sehr viele gründe, warum man bei der einschätzung nicht nur an den nackten zahlen kleben sollte
das ist doch keine Musik


Flache9
Tifferette hat geschrieben:Das John Hopkins Institut schaut sich das alles aus der Distanz an. Die haben nicht annähernd die gleichen ZAhlen wie das RKI. Die werden viel über Internetcrawler machen, vielleicht werden Lücken auch mit Näherungswerten gefüllt. Woher bekommen die denn bitteschön ihre Zahlen, wenn die Gesundheitsämter zu sind?

Es kann jeder selbst entscheiden, was er für verlässlich hält. RKI ist zwei bis drei Tage hinterher, das sagen sie selbst. Dafür ist die Datenlage halt belastbar(er). Neue Trends anhand der Hopkins-Zahlen abzulesen, das halte ich jedenfalls für schwierig.


Liegt vielleicht auch daran, dass das RKI am Wochenende selber dicht ist.
(Nur eine Vermutung)


Wieviele lassen sich überhaupt testen ?
Ich gehe fest davon aus das die Zahl der infizierten inkl. Dunkelziffer in Deutschland über 1 Million liegen.
Immerhin muss eine Zahl von 48-56 Millionen Menschen infiziert werden um eine Immunität in der Bevölkerung zu erreichen.
Schafft man das in 12-18 bzw. 24 Monaten wie die epidemiologischen Aussagen lauten ?
Keine Ahnung!

Tifferette
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Grasdaggl
AxelKruse_FG hat geschrieben:https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Danach waren es gestern 1537. 1537 ist mehr als Tausend. Doppelt so viele wie in Bayern oder NRW.


BW hat am Wochenende keine Daten geliefert. Gestern stand dort nur ein Zuwachs von +4. Der Zuwachs von 1537 bezieht sich also auf mindestens zwei Tage. Bei Bayern war das zB anders, die haben wohl auch am WE geliefert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Aus Langeweile.
Die Biergärten sind ja geschlossen.

NRW soll als erstes Bundesland einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen das Kontaktverbot erstellt haben.
Das wird teurer, als im Auto mit dem Handy zu telefonieren.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

higgi
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Grasdaggl
Ein Arzt hat eine mögliche Erklärung für die italienischen Zahlen. Demnach soll die Behandlungsmethode, wie Patienten dort behandelt werden, mit ein Grund für die hohe Mortalitätsrate sein. Das fängt mit Kortison an, dann AIDS Mittel, dann 2 Arten Breitbandantibiotikum und anderes Zeugs. Die kriegen alles verabreicht was die moderne Medizin zu bieten hat und am Ende ist der Patient tot
von daher

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben: BW hat am Wochenende keine Daten geliefert. Gestern stand dort nur ein Zuwachs von +4. Der Zuwachs von 1537 bezieht sich also auf mindestens zwei Tage. Bei Bayern war das zB anders, die haben wohl auch am WE geliefert.


In der Zeitung steht explizit: Mehr als 1000 seit Sonntag (also innerhalb eines Tages!) und laut Sozialministerium. Dann wird man wohl die Zahlen des RKI nicht auf mehrere Tage verteilen können, es sei denn, der Schreiberling hat nicht aufgepasst und es waren tatsächlich "nur" die Zahlen vom Wochenende. Oder das Ministerium...

Auswurf
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Grasdaggl
Flache9 hat geschrieben:
Immerhin muss eine Zahl von 48-56 Millionen Menschen infiziert werden um eine Immunität in der Bevölkerung zu erreichen.
Schafft man das in 12-18 bzw. 24 Monaten wie die epidemiologischen Aussagen lauten ?
Keine Ahnung!


ich glaube das hauptaugenmerk liegt eher auf behandlung und der hoffnung auf einen impfstoff.
Ist doch eher worst case, dass wir das ende des schreckens erst durch eine irgendwann bestehende massenimunität erreichen werden (?)

Ich mein, so ein medikamentenmix kann
ganz schnell gefunden sein, der meinetwegen 80% der todesfälle verhindert.

man korrigiere mich - so dies unrealistisch
das ist doch keine Musik

knaust
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Lombaseggl
higgi hat geschrieben:Ein Arzt hat eine mögliche Erklärung für die italienischen Zahlen. Demnach soll die Behandlungsmethode, wie Patienten dort behandelt werden, mit ein Grund für die hohe Mortalitätsrate sein. Das fängt mit Kortison an, dann AIDS Mittel, dann 2 Arten Breitbandantibiotikum und anderes Zeugs. Die kriegen alles verabreicht was die moderne Medizin zu bieten hat und am Ende ist der Patient tot


So wie Du es darstellst, ist das wenig überzeugend:
1. Kortison kann bei einem septischen Schock indiziert sein („Blutvergiftung“)
2. Breitbandantibiotika können bei einer bakteriellen Superinfektion zwingend erforderlich sein

Es gibt also Gründe weshalb eine Behandlung mit diesen Medikamenten notwendig ist.

knaust
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Lombaseggl
Auswurf hat geschrieben:Ich mein, so ein medikamentenmix kann
ganz schnell gefunden sein, der meinetwegen 80% der todesfälle verhindert.

man korrigiere mich - so dies unrealistisch


Das ist leider ausgesprochen unwahrscheinlich.

Anders als bei bakteriellen Infektionen stehen bei Viruserkrankungen sehr viel weniger kausale Therapiepptionen zur Verfügung.

Frank N Furter
Ad 1: Zahlen von Johns-Hopkins

Die Zahlen von Johns-Hopkins sind grober Murks, ich hatte gehofft, das sei mitlerweile jedem klar. Die Zahl derer, die sich tatsächlich infiziert haben, liegt je nach Land um den Faktor 5 (Deutschland, Norwegen) oder um einen wesentlich höheren Faktor 10, 20, 30 über den Johns-Hopkins Zahlen. Was man also vor allem mit diesen Zahlen nicht tun sollte, ist Relationen zu errechnen, z.B. zwischen Infizierten zu Toten.

Mit den Infizierten-Zahlen gibt es noch eine Krux und zwar auch in Deutschland: Die Diagnostik-Strategie wurde bereits umgestellt. Da die Anzahl der Tests die man pro Tag machen kann (aktuell etwa 100.000 pro Woche in D), nicht mit der Anzahl der Infizierten und derer die sich infiziert haben könnten mithalten kann, wird jetzt schon vor allem priviligiert Klinik- und Pflegepersonal getestet, sowie bestimmte Patienten ganz gezielt. Das bedeutet, dass auch unsere "Johns-Hopkins-Quote" ab jetzt nach oben gehen wird. Diesbezüglich ist es jetzt auch noch nicht angemessen, aus den Zahlen irgendeine Art von "Entspannung" herauszulesen.

Die Zahlen über die Toten stimmen im Übrigen auch nicht zuverlässig, weil länderabhängig, nicht mehr überall Todesursachen festgestellt werden (kann man im Grunde eh nur mit Autopsie!)

Dass die Tagessschau sich immer wieder der Johns-Hopkins-Zahlen bemächtigt, halte ich gelinde gesagt für journalistisch-handwerklich sehr fragwürdig. Meist geschieht das ja ohne irgendeinen Disclaimer, was diese definitiv grob falschen Zahlen betrifft.



Ad 2 Impfstoff / Medikamente

Man kann eigentlich ausschließen, dass ein Impfstoff, dessen Zulassung und großindustrielle Herstellung, sowie eine wirksame Massenimmunisierung vor Mitte 2021 wirksam sein kann. Wir müssen schon irgendwann auf die Herdenimmunität kommen, um das Virus zu stoppen. Bei den Medikamenten, ich hatte es gestern geschrieben, könnte es einen kleinen Lichtblick geben. Aber es ist noch zu früh für Konkretes.


higgi
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Grasdaggl
knaust hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Ein Arzt hat eine mögliche Erklärung für die italienischen Zahlen. Demnach soll die Behandlungsmethode, wie Patienten dort behandelt werden, mit ein Grund für die hohe Mortalitätsrate sein. Das fängt mit Kortison an, dann AIDS Mittel, dann 2 Arten Breitbandantibiotikum und anderes Zeugs. Die kriegen alles verabreicht was die moderne Medizin zu bieten hat und am Ende ist der Patient tot


So wie Du es darstellst, ist das wenig überzeugend:
1. Kortison kann bei einem septischen Schock indiziert sein („Blutvergiftung“)
2. Breitbandantibiotika können bei einer bakteriellen Superinfektion zwingend erforderlich sein

Es gibt also Gründe weshalb eine Behandlung mit diesen Medikamenten notwendig ist.

Sorry, ich bin ja auch kein Mediziner
Hier ist der Link zu dem Interview mit diesem Arzt. Bitte selber ein Bild machen. *gelöscht*
Zuletzt geändert von higgi am 24. März 2020 13:29, insgesamt 1-mal geändert.
von daher



Auswurf
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Grasdaggl
bei mir geht er ?
also es ist ein link auf die seite "der fehlende part" und dort ist es das erste video.
rt deutschland steht dahinter

und die facebookseite...
ist das diese Susanne Pell?
das ist doch keine Musik


AxelKruse_FG
Granadaseggl
higgi hat geschrieben:Ein Arzt hat eine mögliche Erklärung für die italienischen Zahlen. Demnach soll die Behandlungsmethode, wie Patienten dort behandelt werden, mit ein Grund für die hohe Mortalitätsrate sein. Das fängt mit Kortison an, dann AIDS Mittel, dann 2 Arten Breitbandantibiotikum und anderes Zeugs. Die kriegen alles verabreicht was die moderne Medizin zu bieten hat und am Ende ist der Patient tot


higgi,

die Italiener zählen offenbar jeden Toten, der zum Todeszeitpunkt mit Corona infiziert war, als Corona-Toten, egal ob er nun am Virus oder an Lungenkrebs gestorben ist. Die Deutschen zählen nur die Toten dazu, bei denen sich das aus der Untersuchung der Todesursache ergibt. Ist der Nachweis nicht erbracht, oder wird die Ursache nicht näher untersucht, hat man eben keinen Corona-Toten, sondern einen Krebstoten. Was jetzt besser oder weniger falsch ist... aber das dürfte die Haupterklärung sein, neben der mittlerweile eingetretenen Überlastung der Krankenhäuser in Italien.

Wir erreichen diesen Punkt vermutlich in 1 bis 2 Wochen. Dann werden auch bei uns die Todeszahlen wahrscheinlich stark ansteigen. Meine Frau ist Medizinerin in einem Krankenhaus in der Großstadt. Sie bekommt von ihrem Arbeitgeber keine FFP2-Maske, weil sie nicht direkt in der Corona-Abteilung arbeitet. Eine Kollegin aus einem anderen Haus berichtet, daß die schweren Fälle seit letzter Woche stark zunehmen.

Wir sollten das Geschehen in Italien ernst nehmen und nicht von oben herab betrachten, auch wenn es vielleicht schwer fällt, wenn man so Witzfiguren wie diese Bürgermeisterin von Rom anschaut.

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