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Flache9
higgi hat geschrieben:Scheiß auf Globalisierung, ich will das wir Antibiotika in Deutschland produzieren


Spricht ja nichts dagegen das Deutschland die Medikamente selber produziert. Würde ich gut finden.

Dann kostet z.B. das Antibiotikum nicht mehr 20€ , sondern 100€
Dann hast du eben 80 € Zuzahlung aus eigener Tasche, weil deine Krankenversicherung nicht mehr alles deckt.
Wie in der USA z.B. wo sich nur noch Menschen eine Krankenversicherung leisten können die Geld haben, oder einen guten Arbeitgeber, der ihnen das bezahlt.
Der Rest stirbt einfach zuhause.

Oder deine Krankenversicherungbeiträge erhöhen sich eben mal um Faktor X. Das will aber dann keiner mehr bezahlen.

Daher muss auch ein schlüssiger und sicherer Plan her, wie das ganze finanziert werden soll.


Vor Jahren ist mal so ein Typ von der Verbraucherzentrale auf die Barrikaden gegangen, weil ein Erdbeerjoghurt nicht genug Erdbeeren hatte. Dann sagte man ihm, dann müsste er den Joghurt für 79 Cent mit mehr Erdbeeren kaufen und nicht den mit weniger Erdbeeren für 15 Cent.
Seine Antwort: Ich erwarte in einem 15 Cent Joghurt die gleiche Menge wie in einem 79 Cent Joghurt ohne dafür mehr zu bezahlen.
Er wartet heute noch darauf! :mrgreen:

Cantona
https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/ ... b/?GEPC=s2


Feuilleton

ZEITUNG FÜR DEUTSCHLAND

Die Niederlage der Denker

Alain Finkielkraut widerlegt Agamben und Sloterdijk

Von Jürg Altwegg

Gefangen im Grauen: Man dürfe nicht vergessen, sagt Alain Finkielkraut, dass das Leben tragisch ist. AFP

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Auch Alain Finkielkraut hat im Ausnahmezustand in Paris „Die Pest“ wiedergelesen: „Camus beschreibt den Krieg als Epidemie. Heute bekämpft Macron das Coronavirus mit den Idiomen der Kriegsrhetorik.“ Für Finkielkraut handelt es sich um ein Ereignis, „wie wir es bisher nicht kannten und das unvorhersehbar war“. Deshalb seien „voreilige Schlussfolgerungen“ unmöglich. Er lobt die Staatschefs, die den „Primat der Politik“ von der Wirtschaft zurückerobert haben.

Keinerlei Verständnis hat Finkielkraut für die „hasserfüllte“ Kritik der Intellektuellen an den Regierungen, „denen sie vorwerfen, entweder zu spät gehandelt zu haben oder mit übertriebenen Maßnahmen zu reagieren“. Der französische Philosoph Robert-Walter Redeker macht Macron für Tote verantwortlich, die sich am 15. März in den Wahllokalen angesteckt hätten. Giorgio Agamben und Peter Sloterdijk unterstellen ihm, eine banale Grippe zur Epidemie hochzuspielen und die totale Überwachung durch den Staat durchsetzen zu wollen.

Mit Entsetzen las Finkielkraut ein Interview, das Sloterdijk dem Nachrichtenmagazin „Le Point“ gewährte. Der deutsche Philosoph empfiehlt darin, „Die Pest“ zu vergessen und besser Boccaccios „Decamerone“ zu lesen. Macron rät er zu einer „pazifistischen Rhetorik“: „Manchmal führt man den falschen Krieg. Der Kampf gegen ein Virus hat nichts mit einer militärischen Mobilmachung zu tun.“ Sloterdijk weiter: „Die Pest hat den Aufstieg Europas nicht verhindert, und das tausendmal harmlosere Coronavirus wird jenen Chinas nicht stoppen.“

Unter Bezug auf Boccaccio skizziert Sloterdijk im besten Jargon der Postmoderne eine neue Wissenschaft, die „Labyrinthologie“. Die Medizin macht er zum Komplizen einer totalitären Politik, die gerade den totalen modernen Sicherheitsstaat begründet: „Die Gespenster der wiedergefundenen Ordnung kehren zurück“ – das können im französischen Kontext nur Vichy und Pétains Faschismus sein. Finkielkraut bringt Sloterdijks Wahngebilde als „Foucaults Diktatur der Biopolitik“ auf den Punkt. „Zynisch“ nennt er dessen Kritik an der Schließung der Schulen, die der autokratische „Souverän“ im Sinne seines Gesellschaftsprojekts durchgesetzt habe: „Kinder mögen ungefährdet sein, aber sie übertragen die Krankheit“, hält Finkielkraut dagegen.

Mit Peter Sloterdijk hat er vor Jahren einen Gesprächsband veröffentlicht, „Les battements du monde“. „Er war ein anregender Partner, leider ist das Buch nur in Frankreich erschienen, weil Sloterdijk nie die Geduld hatte, seinen eigenen Text ins Deutsche zu übertragen“, sagt Finkielkraut. Das Interview seines früheren Gesprächspartners stimme ihn „traurig“: „Sein Ton und sein Inhalt sind widerlich – Sloterdijks Arroganz ist unerträglich.“

Mit dem „selbsternannten Hannah-Arendt-Schüler“ Giorgio Agamben geht Finkielkraut ebenso heftig ins Gericht. Der Terrorismus war für Agamben ein Vorwand zur Einführung des Ausnahmezustands, der jetzt zum Dauerzustand werde. Er schrieb das in einer italienischen Zeitung und wurde danach von „Le Monde“ interviewt. Agamben, fasst Finkielkraut zusammen, „hält die Epidemie für eine Erfindung und kritisiert, dass die beiden herrschenden Ideologien zum Virus schweigen würden. Er meint damit die christliche Kirche und den Kapitalismus mit seinem Glauben an das Geld. Der Gesellschaft wirft er vor, ihre politischen und ethischen Werte aufzugeben. Er schreibt das in einer Zeit, in der die italienischen Zeitungen täglich zehn bis zwölf Seiten Todesanzeigen publizieren.“

Auch Finkielkraut beruft sich auf Hannah Arendt. „Die Barbarei der modernen Welt“ ist ein Leitmotiv seiner kulturkritischen Philosophie. In einem epochalen Essay analysierte er vor dreißig Jahren „Die Niederlage des Denkens“. Mit Sloterdijk und Agamben habe es aufs Neue kapituliert: „Heute ist man versucht, für alles eine Erklärung zu haben. Und wenn man sie nicht zur Hand hat, braucht man eben einen Feind. Am besten einen Verräter.“

Wie Sloterdijk hat Finkielkraut das zwanzigste Jahrhundert im Visier: „Es hat uns gelehrt, dass die Dummheit nicht das Gegenteil der Intelligenz ist. Es gibt eine Dummheit der Intelligenz und die Dummheit der Intellektuellen, die in Systemen denken. Bei allem, was dem Menschen geschieht, hat der Mensch stets seine Hand im Spiel. Wir sind nicht nur ein Spielball und ein Produkt der Strukturen. Nichts kann sich der Geschichte entziehen, die ihr Urteil fällen wird.“

Selbstverständlich, fügt Finkielkraut hinzu, werde man die Defizite, die mangelnde Vorbereitung, das Zögern oder auch die Überreaktionen hinterfragen müssen: „Aber man darf nie vergessen, dass die Ungewissheit Teil der menschlichen Existenz und das Leben tragisch ist. Genau dieses Vergessen manifestiert sich in den ungerechten Attacken. Man stelle sich eine Schrecksekunde lang vor, die allwissenden Intellektuellen würden an die Stelle der Regierenden treten: Dann hätten wir zusätzlich zum Albtraum der Epidemie das Grauen schlechthin.“

Man sollte vielmehr, fordert der Philosoph, den Politikern dankbar sein, dass sie die Gesundheit aller wichtiger nehmen als das Geld: „Sie haben die Prioritäten richtig gesetzt. Sie wollen die Schwächsten und die Verwundbarsten retten.“ Alain Finkielkraut erwähnt die „unnützen Mäuler“ und denkt zweifellos an das „unwerte Leben“: „Das Leben eines Greises ist so viel wert wie jenes eines Menschen im Vollbesitz seiner Kräfte. Solange wir dieses Prinzip hochhalten, hat der zeitgenössische Nihilismus nicht endgültig triumphiert, und wir bleiben eine Zivilisation.“

 

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Cantona
@flache:

solange Trigema in seinem Testgeschaeft in Burladingen T-Shirts fuer 11,50eur made in germany verkaufen kann, solange kann auch die Pharmaindustrie Medikamente in Deutschland und Europa zu bezahlbaren Preisen produzieren. Dass der Aktionaer dadurch auf ein bissle Rendite verzichte muesste, tut mir nicht leid.

higgi
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Grasdaggl
Und wir sprechen nicht über Aspirin sondern Antibiotikum, Zeug das man, egal was auf der Welt grad los ist, verfügbar zu haben hat.
Sonst hat man als Staat versagt
von daher




Unter Westfalen
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Grasdaggl
Nachtrag:
Aber alles Vermutungen.
Gesicherte Erkenntnisse liegen weder für die eine, noch die andere Annahme vor.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Auswurf
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Grasdaggl
gestern meinte abteilung Streek,
von mindestens nem halben jahr immunität würden Sie ausgehen.
Wer nur wenig keime abbekommen hat, könnte diesbezüglich im "nachteil" sein
das ist doch keine Musik

Plan B
Grasdaggl
Liest sich ganz gut, aber ab da, wo er davon schreibt, dass eine Grippeimpfung nichts bewirkt, konnte ich den Rest leider nicht mehr ganz ernst nehmen, denn man weiss dann nicht mehr, was von seinen Aussagen wahr bzw, gelogen ist.
So hat er zB auch nicht recht, dass es keine Impfung gegen MERS und Sars 1 gibt.
Carpe diem.

vivafernanda
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Granadaseggl
Kleiner Nachtrag zu knaust und frank:

Eine Freundin von mir ist Witwe eines Pathologen. Der verstarb an einem Bronchialcarcinom. Dieses wurde ihm, dem starken Raucher, als Berufskrankheit anerkannt.
Warum? Weil er sich bei seiner Arbeit, sehr typisch für seine Berufsgruppe und ebenfalls anerkannt, eine Tbc zugezogen hat. Das Carcinom bildete sich nun, auch das nicht selten, auf den Narben dieser gewesenen Tbc und deshalb Berufskrankheit.

Pathologen sind erheblichen Infektionsrisiken ausgesetzt. Die Anordnung des RKI war sicher als Schutzmaßnahme gedacht. Aber diese toughen Kellerkinder mögen ihren Job und stochern gerne in spannendem Material. Für mich das grausigst denkbare Berufsfeld, aber interessant ist es.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Danke Haber

Sehr interessanter Artikel.
Ich glaube, dass man 90% seiner Feststellungen 1:1 auf Deutschland übertragen kann.

Und,
was er zur Herdenimmunität gesagt hat, ist an Deutlichkeit ja wohl nicht zu überbieten:

Wir können nur sagen, was nicht machbar ist: eine aktive Durchseuchung der nicht-Risiko-Gruppen mit dem COVID-19-Virus ist mit Sicherheit ein absolutes Hirngespinst. Es kann nur Leuten in den Sinn kommen, die keine Ahnung von Biologie, Medizin und Ethik haben:

kommt es mit Sicherheit nicht in Frage, Millionen von Gesunden Mitbürgern absichtlich mit einem aggressiven Virus zu infizieren, von welchem wir eigentlich überhaupt nichts wissen, weder das Ausmass der akuten Schädigung, noch die Langzeitfolgen;
je grösser die Anzahl Viren pro Population, desto grösser die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Mutation, welche das Virus noch aggressiver machen könnte. Also sollten wir sicher nicht aktiv mithelfen, die Anzahl Viren pro Population zu erhöhen.
Je mehr Leute mit COVID-19 infiziert sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich dieses Virus noch „besser“ an den Menschen adaptiert und noch desaströser wird. Es wird ja angenommen, dass das bereits einmal passiert ist.
bei staatlichen Reserven von angeblich 750 Milliarden, ist es ethisch und moralisch verwerflich, aus blossen wirtschaftlichen Überlegungen Millionen von gesunden Personen zu infizieren.
Die gewollte Infizierung gesunder Leute mit diesem aggressiven Virus würde eines der fundamentalen Prinzipien der gesamten Medizingeschichte aus reinen, kurzfristigen ökonomischen „Bedenken“ akut aushebeln: das Prinzip des „primum nil nocere“. Ich würde mich als Mediziner weigern, an einer derartigen Impfaktion überhaupt teilzunehmen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Rufus
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:gestern meinte abteilung Streek,
von mindestens nem halben jahr immunität würden Sie ausgehen.
Wer nur wenig keime abbekommen hat, könnte diesbezüglich im "nachteil" sein

T-Online bzgl. Wiederansteckung hat geschrieben:Auch der Virologe Florian Krammer von der Icahn School of Medicine hält eine Reinfektion in so kurzer Zeit für sehr unwahrscheinlich. "Selbst sehr milde Infektionen sollten bei einem sich erholenden Patienten für eine gewisse, wenigstens kurzzeitige Immunität sorgen", sagte er kürzlich in der "New York Times"

Hä?
Ich dachte, es ist binär (bin halt Informatiker), also, man ist infiziert oder nicht.
Und die Ursache für eine (weniger) milde Erkrankung liegt doch nicht an der Menge der Viren sondern am Patienten (Alter, Vorerkrankungen, ...).
Oder lieg ich da doch falsch?

Auswurf
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Grasdaggl
hat mich auch erstaunt.
Hab's so verstanden, dass ziemlich entscheidend sei,
wieviele erreger man sich einfängt.
das ist doch keine Musik

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Die Frage nach einer Wiederansteckung ist offensichtlich noch nicht eindeutig zu beantworten:

https://www.t-online.de/gesundheit/kran ... lich-.html

Von daher
sollte das Thema auch bei uns auf der Agenda bleiben.


Der T-online-Artikel stammt vom 12.03. Hierzu hatte ich vor 2 Tagen schon einmal geschrieben, daß nach Aussagen einer Ärztin (gesehen im RBB vor ein paar Tagen) diese Fälle untersucht wurden und die dortigen Mediziner sicher seien, daß es sich nicht um eine Reinfektion, sondern um Fehler beim Test öder ähnlichem gehandelt habe. Aber es kann natürlich auch ganz anders sein.

Flache9
Ich würde allgemein bei T-Online Artikel aufpassen.
Vielen ist nicht bewusst das diese Seite nicht mehr zur Telekom gehört, sondern der Firma Stroeer Werbung.


Tifferette
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Grasdaggl
Flache9 hat geschrieben:Ich würde allgemein bei T-Online Artikel aufpassen.
Vielen ist nicht bewusst das diese Seite nicht mehr zur Telekom gehört, sondern der Firma Stroeer Werbung.


Also nach meinem Kenntnisstand "gehört" das weiterhin der Telekom. Die redaktionellen Inhalten werden Stroer (nicht: Stoeer Werbung) zugeliefert. Was ja auch irgendwie nachvollziehbar ist, denn die Telekom ist ja kein Fachverlag oder Newsoutlet oder ähnliches.

Was natürlich auf die Frage führt - warum soll man da jetzt aufpassen? Der Informationsgehalt von T-Online war früher schon gering. Ist und war immer schon beschissen, unabängig vom Zulieferer. Hmmm?
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

redrum
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Lombaseggl
@public: :mrgreen:

Stimmt schon. Der Alkoholkonsum ist hier ziemlich grenzwertig. Wenn man bei irgendjemandem vorbeikommt, bekommt man zu jeder Tageszeit als allererstes einen selbstgebrauten Schnaps in die Hand gedrückt. Da bedarf es menschlicher Größe dauernd "Nein" zu sagen.

Aber von der massenweisen Empörung habe ich noch nichts mitbekommen. Nicht mal von der Studie. Liegt vermutlich daran, dass es keine Tageszeitungen gibt. Nur einen Radiosender mit furchtbaren DJs, deren Gerede ich nicht verstehe. Außerdem habe ich seit Wochen das Dorf nicht mehr verlassen.

Dass sich alle im Tourismusgeschäft darüber aufregen, kann ich mir gut allerdings vorstellen.

Der arme Neger hat es aber auch nicht leicht. Säuft er, beschweren sich die Wissenschaftler. Fickt er, Herr Tönnies. Das Wochenende in der Kirche rumhängen ist auch langweilig. Was soll er nur tun?

de mappes
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Spamferkel
Flache9 hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Scheiß auf Globalisierung, ich will das wir Antibiotika in Deutschland produzieren


Spricht ja nichts dagegen das Deutschland die Medikamente selber produziert. Würde ich gut finden.

Dann kostet z.B. das Antibiotikum nicht mehr 20€ , sondern 100€
Dann hast du eben 80 € Zuzahlung aus eigener Tasche, weil deine Krankenversicherung nicht mehr alles deckt.
Wie in der USA z.B. wo sich nur noch Menschen eine Krankenversicherung leisten können die Geld haben, oder einen guten Arbeitgeber, der ihnen das bezahlt.
Der Rest stirbt einfach zuhause.

Oder deine Krankenversicherungbeiträge erhöhen sich eben mal um Faktor X. Das will aber dann keiner mehr bezahlen.

Daher muss auch ein schlüssiger und sicherer Plan her, wie das ganze finanziert werden soll.


Vor Jahren ist mal so ein Typ von der Verbraucherzentrale auf die Barrikaden gegangen, weil ein Erdbeerjoghurt nicht genug Erdbeeren hatte. Dann sagte man ihm, dann müsste er den Joghurt für 79 Cent mit mehr Erdbeeren kaufen und nicht den mit weniger Erdbeeren für 15 Cent.
Seine Antwort: Ich erwarte in einem 15 Cent Joghurt die gleiche Menge wie in einem 79 Cent Joghurt ohne dafür mehr zu bezahlen.
Er wartet heute noch darauf! :mrgreen:


Es gäbe und gibt sicher Ideen und Konzepte, ohne diese enormen Preissteigerungen
Der Staat müsste da halt ein wenig eingreifen
Und insbesondere Krankenkassen müssen milliardengewinne, massig Vorstände und ihre riesige Anzahl verringern
Also Potential ist da, aber Lobbyisten sind zumeist am längeren Hebel
Vielleicht hilft die Krise hier bei einem Umdenkprozess
Don't criticize what you can't understand

muffinho
Was ist mit Dr. Toni los? Gestern keine 17 Posts mit Updates... musste er zur Abwechslung mal was arbeiten? Ich hoffe nicht, sowas kann bei Medizinern und Lehrern schnell mal im Burnout enden.

Ich mache mir Sorgen, bitte melde Dich :(

de mappes
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Spamferkel
Unter Westfalen hat geschrieben:Danke Haber

Sehr interessanter Artikel.
Ich glaube, dass man 90% seiner Feststellungen 1:1 auf Deutschland übertragen kann.

Und,
was er zur Herdenimmunität gesagt hat, ist an Deutlichkeit ja wohl nicht zu überbieten:

Wir können nur sagen, was nicht machbar ist: eine aktive Durchseuchung der nicht-Risiko-Gruppen mit dem COVID-19-Virus ist mit Sicherheit ein absolutes Hirngespinst. Es kann nur Leuten in den Sinn kommen, die keine Ahnung von Biologie, Medizin und Ethik haben:

kommt es mit Sicherheit nicht in Frage, Millionen von Gesunden Mitbürgern absichtlich mit einem aggressiven Virus zu infizieren, von welchem wir eigentlich überhaupt nichts wissen, weder das Ausmass der akuten Schädigung, noch die Langzeitfolgen;
je grösser die Anzahl Viren pro Population, desto grösser die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Mutation, welche das Virus noch aggressiver machen könnte. Also sollten wir sicher nicht aktiv mithelfen, die Anzahl Viren pro Population zu erhöhen.
Je mehr Leute mit COVID-19 infiziert sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich dieses Virus noch „besser“ an den Menschen adaptiert und noch desaströser wird. Es wird ja angenommen, dass das bereits einmal passiert ist.
bei staatlichen Reserven von angeblich 750 Milliarden, ist es ethisch und moralisch verwerflich, aus blossen wirtschaftlichen Überlegungen Millionen von gesunden Personen zu infizieren.
Die gewollte Infizierung gesunder Leute mit diesem aggressiven Virus würde eines der fundamentalen Prinzipien der gesamten Medizingeschichte aus reinen, kurzfristigen ökonomischen „Bedenken“ akut aushebeln: das Prinzip des „primum nil nocere“. Ich würde mich als Mediziner weigern, an einer derartigen Impfaktion überhaupt teilzunehmen.


Sicher auch richtige Aspekte genannt
Aber dass das Virus gefährlicher wird durch Adaption an den Menschen ist so nicht richtig

Wurde hier von Fachleuten und auch mir :mrgreen: schon erwähnt:
Adaption heißt Verbreitung
Bedeutet im rachenraum und möglichst wenig Letal

Und das wäre super; siehe rhino Viren
Don't criticize what you can't understand

Goofy
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:Wurde hier von Fachleuten und auch mir :mrgreen: schon erwähnt
Adaption heißt Verbreitung


Eventuell hauptsächlich von dir? :D


Ad·ap·ta·ti·on
/Adaptatión/

Substantiv, feminin [die]
1.
BIOLOGIE
Anpassung des Organismus, von Organen an die jeweiligen Umweltbedingungen
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Iron
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Expertenmappes
Eine Adaption führt zu noch mehr Ansteckungen, auch unter den Vorerkrankten, und damit zu höherer Letalität


Die Viren entwickeln Flügel und fliegen bewusst zu den Vorerkrankten ... denn das Ziel des Virus ist ... seinen Wirt zu entsorgen? :D