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Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:
knaust hat geschrieben:Ne, ums Oxford ,
Ox ford? Safe the Ochs!


Even the oxen ramming their heads on wood rails
Come to know pain before the rusted barrier falls
Wenn man das als Metapher betrachtet, ist es auch eine coronare Impression!
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!


darkred
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Halbdaggl
Das geht ja fast, dieses Mal
Insbesondere die Einlassung zu den fortgesetzten Freundschaftsspielen der Nationalmannschaften...

Wobei es natürlich ungewollt ironisch daher kommt, wenn gerade er sich über "zu viel Profilneurose" mokiert. Da musste ich kurz mal :lol:

jagdhuette
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Halbdaggl
Gibt es eigentlich eine Korrelation zwischen den Fallzahlen und der Anzahl an Querdenkerdemos in den Bundesländern?
Man könnte es fast meinen, wenn die 100.000er 7 Tages Inzidenz in Berlin und Sachsen am höchsten ist.
Klar spielt die Nähe zu Tschechien sicher auch eine Rolle. Aber was passiert eigentlich mit einem Querdenker, wenn er selbst erkrankt?


de mappes
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Spamferkel
darkred hat geschrieben:Das geht ja fast, dieses Mal
Insbesondere die Einlassung zu den fortgesetzten Freundschaftsspielen der Nationalmannschaften...

Wobei es natürlich ungewollt ironisch daher kommt, wenn gerade er sich über "zu viel Profilneurose" mokiert. Da musste ich kurz mal :lol:


:lol: :lol: :lol:
Don't criticize what you can't understand

Plan B
Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
knaust hat geschrieben:
Plan B hat geschrieben:Den blick ich nicht (oder geht's um die Schrubfuhler?).

Ne, ums Oxford ,


Modena?


Jetzt. Es war halt zu schwierig für mich. :cry:
Carpe diem.

Tifferette
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
knaust hat geschrieben:
Plan B hat geschrieben:Den blick ich nicht (oder geht's um die Schrubfuhler?).

Ne, ums Oxford ,


Modena?


Nein. Das ist einfach nur ein Schreibfehler.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Rufus
Granadaseggl
Tagebuch einer Lehrerin an einer Realschule Plus:
Das klingt sehr hart, können Lenny und Co das bestätigen oder ist das übertrieben?
9 Uhr. Elterngespräch: "Sie wollen doch meinem Kind nur ans Bein pinkeln." Weil es nie Arbeitsmaterial dabeihat? Weil es mehr als zehn Tage unentschuldigt gefehlt und deshalb eine Schulversäumnisanzeige bekommen hat? Weil es ständig aufsteht und durchs Klassenzimmer spaziert? Weil es das Herz am rechten Fleck hat? Weil es jeden Morgen zu spät kommt, da es sich um seine Geschwister kümmern muss, weil die Eltern nicht so früh aufstehen wollen? Weil es mindestens einmal pro Woche vor Hunger fast umfällt, da es weder Frühstück noch Pausenbrot bekommt? So viel könnte ich gar nicht trinken, wenn ich auch nur einem Elternteil ans Bein pinkeln wollte.

Da die Tafel seit Wochen kaputt ist, muss ich für mein Tafelbild auf einen Stuhl steigen. M springt mit oder auf seinem Stuhl auf und ab, balanciert seinen Tisch auf Händen und Knien. Mehrmalige Ermahnung, schließlich folgende Reaktion: "Ich verpiss' mich, dann kannste deinen Unterricht alleine machen!" Nach zehn Minuten ist er zurück und stört weiterhin. H und L hauen in unregelmäßigen Abständen mit der Faust oder der flachen Hand auf den Tisch. P muss pupsen, natürlich laut. Er akzeptiert den Vorschlag, dafür in den Nebenraum zu gehen - alle drei Minuten. M zerbricht Stifte, H redet ununterbrochen, auch während des Abschreibens.

"Woher soll ich denn wissen, dass wir die Vokabeln auch lernen müssen?!" Das fragt K. Ich frage mich wie so oft, wie ich pubertierenden Schülern ohne berufliches Ziel die Bedeutung des Lernens klarmachen soll. An der Realschule Plus gibt es keine Abschlussprüfungen.

https://www.sueddeutsche.de/bildung/cor ... -1.5114029

Lenny
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Granadaseggl
Hallo Rufus, das ist ja angelehnt an „Bridget Jones‘s Diary“ und vermutlich absichtlich etwas überzogen. Außerdem variiert das von Schule zu Schule und da wiederum von Lehrer zu Lehrerin. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bedingt und sehr abgeschwächt das bestätigen, was die Dame zum Besten gibt. Allerdings stimmen im Gegensatz zu der Realschule in Trier bei uns auch die Rahmenbedingungen. Fenster funktionieren, Desinfektionsmittel ist immer in den Spendern und unsere Schüler:innen sind lange nicht so perspektivlos wie scheinbar die Trierer.
Die Elterngeschichte könnte allerdings auch aus unserer Schule übernommen worden sein, da gibts Spinnereien, das glaubt man nicht. Bezüglich der Motivation und Konzentrationsfähikeit der Schüler:innen: ich hatte mal vor nem Monat oder geschrieben, dass bei einem Vokabeltest der Schnitt bei 4,2 oder so lag. Das hat mich erschreckt und die Lautstärke in der Klasse hatte zugenommen. Ist ja auch nicht einfach für die Kids, 8 Stunden mit ner Maske unterrichtet zu werden, und dann auch noch Englisch in der 8. und 9. Stunde....heftig. Man kann nicht orten, wo geredet wird und ich hab mich ne zeitlang machtlos gefühlt. Inzwischen gehts, die Vokabeltests 3 und 4 hatten nen Schnitt von 2,7 und heute 2,1. Es geht aufwärts, teilweise eben mit unkonventionellen Methoden. Geben und nehmen a bissle...Am Montag zum Beispiel hab ich spontan entschieden, nachdem die 8.Stunde außerordentlich gut lief, weil die Kids mir einen Gefallen machen wollten, und sich selbst reguliert haben bezüglich Lautstärke, dass wir rausgehen und ne Schneeballschlacht machen in der 9. Stunde. Jubel wie im Neckarstadion nach nem Sieg und Schlusspfiff gegen die Unaussprechlichen. Dafür waren sie gestern und heute voll die Streber und wir haben gefühlt in dieser Woche mehr erreicht als von September bis letzte Woche. Die wollen ja, aber man sollte als Lehrer:in schon bedenken, dass die Coronapause und die Maskenpflicht im Unterricht eben doch Auswirkungen hat und die Erwartungen an die Kids und an sich selbst den Begebenheiten auch anpassen. Was Homeschooling betrifft kann ich das von unserer Schule nicht bestätigen, was die Dame aus Trier schreibt, weiß aber von Kolleg:innen aus anderen Schulen, dass das durchaus so ist. Ich habe das Glück, dass alle meine Schüler aus Klasse 5, 6 und 10 komplett ausgestattet und auch regelmäßig ihre Aufgaben erledigen. Auch hier vielleicht anders als an anderen Schulen: unsere Schule war schon vor Corona ganz gut aufgestellt und unsere Kids haben Tablets daheim. Es gibt auch die Möglichkeit, sich von der Schule welche auszuleihen. Im Realunterricht greife ich auch immer wieder darauf zurück, lass sie selbst forschen/erforschen, erstelle Quizze, lass sie in Gruppen arbeiten, Kleingruppen per Videokonferenz, es gibt so Vieles, was Kinder motiviert und bin selbst immer auf Methodensuche und Abwechslung. Dann geht das schon. Kinder sind ganz schön wissbegierig. Nur wenn man versucht, stupide Vorcoronafrontalunterricht zu gestalten, kommen solche Texte bei rum.
Moooment, bin glaub etwas ausgeschweift und weiß schon gar nicht mehr, auf was ich hinauswollte. :cyclops:
Ich hoffe, ich hab dich nicht gelangweilt. ;)

Lenny
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Granadaseggl
Ja, Haber, nach wie vor ein absoluter Traumberuf, trotz Corona. Dabei ist der wichtigste Aspekt, der in keinem Lehrplan steht, die LIEBE zu den Kids. Also wirklich Liebe, als wären‘s die eigenen. Das bekommt man tausendfach zurück. :!:

Rufus
Granadaseggl
Hallo Lenny,
danke für dein ausführliche Antwort :nod: :prost:
und nein, du hast mich bestimmt nicht gelangweilt.

Ich hab in meinem Bekanntenkreis nur eine Lehrerin aber die ist Sonderschullehrerin (oder wie das jetzt eben heißt) und da ist es natürlich wieder anders, z.B. ist da natürlich die Maskenpflicht schwer/gar nicht durchsetzbar.

Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Schöne Jugend
von Gottfried Benn

Der Mund eines Mädchens
sah so angeknabbert aus.
Als man die Brust aufbrach,
war die Speiseröhre so löcherig.
Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell
fand man ein Nest von jungen Ratten.
Ein kleines Schwesterchen lag tot.
Die andern lebten von Leber und Niere,
tranken das kalte Blut und hatten
hier eine schöne Jugend verlebt.
Und schön und schnell kam auch ihr Tod:
Man warf sie allesamt ins Wasser.
Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!

(1912)
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Kleine Aster

Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.
Als ich von der Brust aus
unter der Haut
mit einem langen Messer
Zunge und Gaumen herausschnitt,
muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt
in das nebenliegende Gehirn.
Ich packte sie ihm in die Brusthöhle
zwischen die Holzwolle,
als man zunähte.
Trinke dich satt in deiner Vase!
Ruhe sanft,
kleine Aster!

Gottfried Benn (1912)
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Lenny hat geschrieben:Ja, Haber, nach wie vor ein absoluter Traumberuf, trotz Corona. Dabei ist der wichtigste Aspekt, der in keinem Lehrplan steht, die LIEBE zu den Kids. Also wirklich Liebe, als wären‘s die eigenen. Das bekommt man tausendfach zurück. :!:


Den Satz habe ich von meiner Tochter auch schon gehört.
:prost:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai