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Auswurf
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Halbdaggl
fast immer schön, wenn sich jemand mit dem mut was über sich preizugeben äussert.
Manchen gönn ich den preis im unfrieden zu scheiden vom diesseitigen.
Wiklich betroffen macht mich die einsamkeit mancher, denen es einfach nicht gegeben ist/war
ihr leben schön zu gestalten

Haber
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:fast immer schön, wenn sich jemand mit dem mut was über sich preizugeben äussert.
Manchen gönn ich den preis im unfrieden zu scheiden vom diesseitigen.
Wiklich betroffen macht mich die einsamkeit mancher, denen es einfach nicht gegeben ist/war
ihr leben schön zu gestalten


:nod:
"Noi, noi. I gang alloi hoim."

Manchmal kommt man ja wirklich auf merkwürdige Ideen, das geht sicherlich jedem so. Heute wurde eine Kunststoffflasche geliefert, die ich mir für Handspülmittel bestellt hatte, und ich hab’ mir tatsächlich überlegt, ob ich die vor der Benutzung reinigen soll.

Was für ein Irrsinn! Natürlich muss man die reinigen. Ich habe die jetzt mit dem Spülmittel befüllt, das ich auch hineingeben werde wenn die Flasche schön sauber ist, und lasse das einwirken.

CoachingZone
Granadaseggl
Nice Weather hat geschrieben:Natürlich muss man die reinigen.


Ist tatsächlich sinnvoll, da Kunststoffe in der Regel durch Polymerisation von recht reaktiven Monomeren wie beispielsweise Ethylenoxid hergestellt werden. Leider ist so eine Polymerisation eine chaotische Reaktion, bei der nie sichergestellt ist, dass alle Monomere auch reagiert haben. D.h. wiederum, dass in dem fertigen Kunststoff auch noch einige nicht polymerisierte, also immer noch reaktive Monomere gelöst sind. Und zumindest diejenigen an der oder recht nahe der Oberfläche kann man dann bei einer Reinigung ausspülen. Und verhindert damit, dass diese mit der menschlichen Haut/Schleimhaut oder auch mit Nahrungsmitteln reagieren.

Zu besagtem Ethylenoxid schreibt Wikipedia:
Als mutagenes Klastogen ist Ethylenoxid ein Gift, welches Chromosomenaberrationen hervorrufen kann.


Giftigkeit oder zumindest Gesundheitsschädlichkeit ist tatsächlich ein Merkmal aller dieser Monomere, weil sie eben sehr reaktiv sind, d.h. schnell und leicht mit diversen chemischen Strukturen reagieren (können).
Der Schlüssel zum Erfolg ist eben kein Dietrich.

CC97 am 21.12.2018


Bundes-Jogi
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Granadaseggl
Heute vor drei Jahren war ich ganz kurz tot. Vermutlich nur einige Sekunden. Eine merkwürdige Erfahrung, aber auch interessant. Seither teile ich mein Leben ein, in die Zeit vor dem 4.Februar 2016 und die Zeit danach. Es hilft einem, seine Weltsicht neu zu ordnen. Was ist wichtig, was unwichtig. Und ich habe festgestellt, dass beispielsweise der Erfolg oder Misserfolg eines Fußballvereins doch stark relativiert wird. Nun ja. Am 14.2. muss mein Vater operiert werden. Ein Tumor an der Blase. Das relativiert Erfolg oder Misserfolg eines Fußballvereins nochmal zusätzlich. Mein Vater ist viele Jahre mit mir ins Stadion gegangen. 2014 bei einem Spiel gegen Schalke, als wir in der Cannstatter Kurve Karten hatten und trotz Sitzplatz stehen mussten, habe ich gemerkt, dass sich mein Vater mehr quälte, als dass es ihm Spaß machte, er hätte mir das aber nie gesagt, weil er mich nicht enttäuschen wollte. Damals habe ich für mich beschlossen, dass ich meinen Vater nie wieder zu einem VfB-Spiel schleppen werde, es sei denn, er würde es von sich aus wollen. Jetzt hoffe ich nur, dass die Operation erfolgreich und ohne Komplikationen verläuft, der Tumor vielleicht gutartig ist und komplett entfernt werden kann. Ich habe große Angst vor diesem Tag. Wenn ich gläubig wäre, würde ich beten. Bin ich aber nicht. Tut mir leid, dass musste ich mal hier in der Anonymität des Forums loswerden. Gute Nacht.
JUHASZ! - GESUNDHEIT!



de mappes
Spamferkel
schließe mich abermals den wünschen an.

gekoppelt mit zwei fragen, die du selbstredend nicht beantworten musst, wenn du nicht willst.
aber mich würde interessieren, wie bzw.ob du Erinnerungen an diese Nahtodsekunden hast?!
Und litt dein vater während den spielen, weil er so leidenschaftlicher fan war und die spiele unerträglich für ihn waren ob der Spannung?

wie gesagt...musste nicht beantworten.

weiterhin dir und dad alles gute...und ja: fussball rückt dann weit weg...und das ist auch gut so
Don't criticize what you can't understand

Gibts des
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Granadaseggl
...ich war auch mal „hinter dem Vorhang“. Dort war nur weißes Licht zu sehen und alles sehr geordnet - aufgeräumt, geregelt. Schwer zu beschreiben.. Ein sehr harmonisches Gefühl jedenfalls. Dann wurde ich zurück geholt und war zwei Wochen super sauer und depressiver als sonst, dass sie mich nicht gelassen haben, wo ich war...
Im übrigen habe ich eben geträumt: der VfB verliert am letzten Spieltag 0:2 zuhause gegen Heidenheim und tauscht mit diesen den Tabellenplatz. HDH jetzt 16. VfB 17. und abgestiegen...
Die gute Nachricht: nachdem HDH (noch?) 2. Liga kickt, kann es sich nicht um die laufende Saison handeln :idea:
heute schon gelebt?

Spätzlesboi
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Seggl
Aber um die nächste, was für die laufende wieder einen Abstieg des VfB bedeuten würde :o
*What ain't no country I've ever heard of! They speak English in What?*


*English, Motherfucker, do you speak it?*

darkred
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Halbdaggl
Es ist schon ein Wahnsinn, wenn man mal näher drüber nachdenkt dass wir jetzt schon wieder am Abgrund stehen. Mit schwindender Hoffnung auf Rettung...
Wieso nur sind wir fortwährend Opfer von schlechtem Management? Bei den Rahmenbedingungen.
*verzweifelteskopfschütteln*

Spätzlesboi
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Seggl
Wenn die leitenden Akteure bei Misserfolg keine größere Konsequenz befürchten müssen, als mit einer 7-stelligen Abfindung abzudanken, managet es sich halt leicht bei de Schwoba, gell.
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Spätzlesboi
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Seggl
Wieso? Aus Schwobensicht nehm ich doch gerne die Abfindung mit für die Altersvorsorge. Fliega, fliega, Häusle baua.
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Plan B
Granadaseggl
Da habe ich ja auch nicht widersprochen. Aber das angenehme Managen bei anständiger Abfindung kann in anderen Regionen Deutschlands genau so der Fall sein. Ich glaube nicht, dass die Schwaben da eher von betroffen sind.
Das klärt natürlich nicht die Frage, warum es gerade (also so etwa die letzten 10 Jahre) vor allem beim VfB so ist. er hat da kein Alleinstellungsmerkmal. In Hanoi oder Hamburg und in der Vergangenheit Schalke oder FCK ist/war es doch auch nicht anders.
Meine Muttersprachen sind Ironisch, Sarkastisch und Zynisch.

Spätzlesboi
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Seggl
Achso, da hast du natürlich Recht :) war auch meinerseits keine ernst gemeinte Beurteilung der Situation.
Der Klassiker ist ja: "Man sieht nicht rein", was vielen, sicherlich mit Recht, zu einfach ist. Aber zutreffende Aussagen, wer genau an welcher Stelle als Entscheidungsträger ( vor allem intern ) versagt hat, kann halt von uns keiner mit Gewissheit machen. Auch wenn sich die Frage nach dem " Warum ausgerechnet wir? " jedem VfB Fan glaube ich schon X-fach gestellt hat.
*What ain't no country I've ever heard of! They speak English in What?*


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darkred
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Halbdaggl
Ich habe für mich da eine nicht ausreichende Strategiefähigkeit der jeweils handelnden Personen als Erklärung ausgemacht. Respektive die fehlende Verbindung aus sportlicher Kompetenz, auf Langfristigkeit ausgerichteter Aufbau entlang einer gemeinsamen Philosophie und die geistige/mentale Stamina das auch entgegen Widrigkeiten zum Erfolg zu führen. Man hat keinen klaren Plan und fällt immer wieder zu schnell um.

Seltsamerweise verfällt man auch immer wieder der Annahme, dass es nur die Verbesserung der wirtschaftlichen, organisatorischen Rahmenbedingungen im Verein braucht und das Sportliche findet sich dann relativ schnell schon von alleine. Man baut dort auf Leute von denen man annimmt, dass sie es können. Mit Betonung auf man nimmt an. Und weiß dabei immer ganz genau wo man mit dem Verein hin will, hat aber weder die Zeit, noch das Know-how, noch die Geduld ihn letztlich dahin zu bringen. Wenn dieses Geflecht dann unter dem vermeintlichen Druck des schwierigen Umfelds scheitert, darf sich in relativ überschaubarer Zeit die nächste Konstellation versuchen.

Ergo. Es fehlt an knowledge und Strategiefähigkeit. Just my 2 cents.

Plan B
Granadaseggl
Eigentlich war das mal ein Thread in dem die Nachtschichtler und Schlaflosen hier ihre Gedanken in Worte fassen wollten/durften/konnten.
Es ist daher schon bedenklich, wenn jetzt auch dieser Thread, und ich nehme mich da nicht aus, sich mit der Situation beim VfB beschäftigt.

:(
Meine Muttersprachen sind Ironisch, Sarkastisch und Zynisch.



Bundes-Jogi
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Granadaseggl
Da ich mal wieder nicht schlafen kann: Der bei meinem Vater entfernte Tumor ist aggressiv und wächst schnell nach, übernächste Woche muss er wieder unters Messer. Das Leben ist eben wirklich ein mieser Verräter.
JUHASZ! - GESUNDHEIT!


vivafernanda
Granadaseggl
Hi Rudi,

dass Du schlechte Nachrichten bezüglich Deines Vaters hast, tut mir leid.

Tatsächlich ist der Krebs eine das Menschengeschlecht (nicht nur das) befallenende Scheiße, die anscheinend erst mit uns diese Erde auch wieder verlassen wird.

Keine Ahnung, ob Du Ratschläge willst oder brauchst. Ich gebe Dir auf einen Fall einen:

Nutz. Die. Zeit. mit Deinem Vater.

Ich lese gerade mal wieder den mich zutiefst beeindruckenden und Buch gewordenen Blog des Autoren Wolfgang Herrndorf. "Arbeit und Struktur". Ein überzeugter Atheist und Verstandesmensch, der seine Lebenszeit auskauft. Ich weiß gar nicht, ob ihm bewusst war, wie gut er das machte. Es war ihm wahrscheinlich wurschd. Gut nenne ich es, weil er genau das machte, was ihm wichtig war. Seine Arbeit, seine Freunde, Bewegung, Sport und Natur, seine Eltern.
Wäre er durch ein Wunder geheilt geworden, er hätte sein Leben einfach weiterleben können, weil er es nach der Diagnose, den Op und Therapien nicht veränderte, sondern ganz einfach er selber blieb, mit zu wenig Zeit auf der Uhr.

Keine Ahnung, warum ich das schreibe. Keine Ahnung, was darüber denkst.

Ich wünsch Dir Kraft und eine, trotz und gerade allem Kampf und aller Schwere, gute Zeit mit Deinem Vater.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.