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de mappes
Halbdaggl
Paleto Gaffeur hat geschrieben:Ach herrlich so ein ganz früher Samstagmorgen...Balkontür auf wird langsam hell und draußen blökt die Flugtierabteilung rum wie blöd...und aus dem Hintergrund der Schrei der Wildnis....aus dem Raubtierhaus kommen die ersten Hungerbezeugungen. Wunderbar....mach ich auch gern in Großstädten ..morgens um 4 raus und umschauen...irgendwo nen Kaffee abgreifen...coolen Soundtrack aufs Ohr und zusehen wie der eine Teil die Nacht beendet und der andere den Tag beginnt. That is fucking life! Mucho recommended.
Ok heut Nacht waren es 6 Folgen Blacklist am Stück....au net schlecht.


raubtierhaus...katzen oder freundin? :mrgreen:
aber das ist wirklich geil, derart durch die stadt zu schlendern...aber leider schlafe ich viel zu gerne
das machst du aber fast garnicht oder? :stumm:

vivafernanda
Lombaseggl
Komisch, dass ich in der Nacht immer so ein Gewohnheitstier bin.

Kaffee und Schokolade.


Musik und Arbeit am Rechner.

Über einen langen Zeitraum diesselbe Musik.

Jetzt schon seit mehr als einem halben Jahr den Soundtrack von Harry Potter.

Davor sehr lange den von Lord of the Rings. Bis ich fast depressiv wurde. Unglaublich, wie wenig erheiternd diese Musik ist. Dabei ist es doch nur ein Fantasyfilm und nicht der Soundtrack zur irgendeiner echten Menschheitskatastrophe. Aber halt auch schön. Gerade aufgrund ihres Ernstes und Schwermütigkeit.
Zwischendurch Mendelssohn, Bach und andere Großmeister.

Aus der ARD-Mediathek Denis Scheck. (+n?) Schau ich nur nachts.
"Und aus den unergründlichen Hallen... in der heiligen Stadt Köln..."
Und dann schmeißt er Bücher in den Gully. Also nicht direkt, aber fast.
Auch wenn sie anscheinend nichts taugen: Es ist schmerzhaft zu sehen, wie er mit ihnen umgeht.
Aber auch unterhaltsam, wie klar und undiplomatisch er seine Verdikte formuliert und begründet.

Nach jedem "druckfrisch" habe ich Lesewünsche, das kann er schon. Die Lust auf ein Buch wecken.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

CoachingZone
Granadaseggl
Schön, dass es noch einen anderen Seggl hier gibt, der neben Fußball auch klassische Musik und Literatur liebt.

Beim Soundtrack von LOTR ist ja nur der erste Teil aus Hobbinton heiter, alles andere spiegelt diesen lange Zeit aussichtslos erscheinenden Kampf gegen Mordor wider - kein Wunder also, dass der Soundtrack dann eher traurig und bitter und verzweifelt klingt. Schön ist er trotzdem.


CoachingZone
Granadaseggl
Ist dein Einwurf (oder Auswurf? ;) ) an mich gerichtet?

Dann darf ich dir sagen, dass ich hier im Forum niemanden persönlich kenne und dass es mir auch egal ist, wer nun hinter welchem Nickname steckt und ob derjenige im realen Leben nun ein Mann oder eine Frau ist.

Ich schreibe einfach nur an den User @vivafernanda eine inhaltliche Replik auf dessen Post.


vivafernanda
Lombaseggl
Selber :cyclops: , schbidzle

;)

Danke Zone!
Aber ich wollte eigentlich nicht mit meinen Interessen angeben, ist eh alles nur sehr auf Spaß getrimmt, bin kein Nerd leider. In nichts :|


Mir fiel nur auf, auf was für ausgetretenen Pfaden ich mich bewege, sobald sich mein aktives Leben in die Nacht verlagert.

Und Musik und Bücher sind halt was Schönes. Zum Glück bei Tag und Nacht.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

Auswurf
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Halbdaggl
vivafernanda hat geschrieben: ist eh alles nur sehr auf Spaß getrimmt, bin kein Nerd leider. In nichts :|


gibt schlimmeres als spass und vielleicht bist Du eine nerdin der vielfalt (aber nur vielleicht) :cyclops:

CoachingZone
Granadaseggl
vivafernanda hat geschrieben:Aber ich wollte eigentlich nicht mit meinen Interessen angeben, ist eh alles nur sehr auf Spaß getrimmt, bin kein Nerd leider. In nichts :|


Mir fiel nur auf, auf was für ausgetretenen Pfaden ich mich bewege, sobald sich mein aktives Leben in die Nacht verlagert.

Und Musik und Bücher sind halt was Schönes. Zum Glück bei Tag und Nacht.


Absolut.

Aber: Wo meinst du angegeben zu haben? Ich finde da nichts.

Ich habe mich halt drüber gefreut, dass es noch jemanden gibt, der klassische Musik UND Fußball mag. Ist nämlich meiner Erfahrung nach eine eher seltene Kombination. Und dieser Freude wollte ich Ausdruck verleihen. Und ein paar Gedanken über Musik austauschen.

Und nur um dich richtig zu verstehen: Bewegst du dich auf ausgetretenen oder ausgefallenen Pfaden? Weil, hier im Forum scheinen es eher die letzteren zu sein...



vivafernanda
Lombaseggl
Hi cz.

Bin wieder des nachts unterwegs und höre same old, same old. Harry Potter Soundtrack. Das sind meine ausgetrampelten (Sorry!! ;) ) Pfade. Nachts ticke ich immer gleich.

ICh finde ihn, ähnlich wie den von Lord of the Rings, sehr gelungen. Sehr symphonisch, mit den vielen Leitmotiven und den witzigen und und sehr gekonnten Einfällen zu manchen Situationen sehr ansprechend und herausfordernd.


Aber diese beiden Soundtracks sind darüber hinaus auch noch wirklich richtig gut gemachte Musik. Was man m. E. daran merkt, dass man sich lange nicht satthört, weil es sich nicht ständig wiederholt und auch nicht immer dieselben Emotionen angesprochen werden.

Klassische Musik ist aber nochmals ein anderes Kaliber.
Wenn ich traurig oder gestresst bin, würde ich nie den Harry oder die Hobbits bemühen.

Bach oder Mendelssohn oder Schubert oder Beethoven, Haydn und Händel und natürlich der Herr Mozart haben etwas geschaffen, das bleibt. Viele andere natürlich auch.
Früher dachte ich manchmal, ich hätte eine "Bachsaite" in mir, die zum SChwingen kommt, wenn ich eben Musik des Meisters höre. Die immer und sofort wirkt, egal was war, wie es mir geht. Das stimmt, glaube ich, doch nicht ganz.
So einfach ist man nicht gestrickt. Aber definitiv würde ich in meine Patientenverfügung schreiben, dass ich mir, im Falle eines profunden Nichtreaktionsvermögens meinerseits, etwas Bach auf die Ohren wünsche. Weil ich weiß, dass es mich trösten würde, selbst wenn mein Unterbewußtsein sich in Sphären aufhalten würde, die mir furchterregend erscheinen würden.
Also nicht während einer OP oder so, obwohl das auch nicht schlecht wäre, sondern, wenn man nicht mehr aufwachen kann, warum auch immer..


Egal. Austauschen über klassische Musik?
So à la: Beethovens Violinkonzert gefällt mir nicht, da ich es zu schrill finde, dafür fand ich schon immer die Ode an die Freude schön...?
Weiß nicht. Was bei moderner Musik ganz selbstverständlich erscheint, wirkt bei diesen Genies ein wenig fehl am Platze.
Lieblinge habe ich natürlich trotzdem. :-)

PS:
1 sichtbares Mitglied, 0 unsichtbare und 0 Gäste
Wow. Noch nicht mal meine Mitnachtwächter bing und google da.
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

Paleto Gaffeur
Granadaseggl
Moin.....wer hat mich gerufen? Lissy wars...die darfs. :D
Bach...war nie meins und wirds wohl auch nimmer..aber sonst gab es soviel was ich blöd fand, aber irgendwann war es dann doch hörbar....sogar Wagner...naja manchmal ;) .

Wenns Pathos sein soll und riesig und so...Mahler tut's auch. Einmal die Achte und ich bin geheilt :mrgreen:

Die Ode an die Freude wurde übrigens grad umgetextet für den Brexitwahlkampf.....

Plan B
Granadaseggl
Yepp Mahler hat was.

Ich habe mir ja noch wenig Gedanken über die Musik zu meiner Beerdigung gemacht, aber ich hätte da so eine Idee.
Den zweiten Satz aus Beethoven letzter (32) Klaviersonate. Beethovens Klaviersonaten gelten ja als das Neue Testament der klassischen Klaviersolomusik. Wie manche zurecht schreiben, danach gibt es nichts mehr, da das die Offenbarung darstellt.



FanAusMUC
Schoofseggl
Wenn Mahler, dann empfehle ich, mal in die Aufnahmen mit Benjamin Zander reinzuhören.
Sind zum einen gerne mal einfach technisch sehr gute Produktionen - und zum anderen sind meist Erläuterungen des Dirigenten dabei (eine eigene, ganze CD!). Da erklärt er einem die ganze Symphonie, mit kleinen Hörbeispielen, Verweisen auf andere Werke oder Komonisten, erklärt, warem er was mal langsamer oder schneller spielt, etc.
Und das ganze im wohl feinsten Englisch, was man sich vorstellen kann. (Ok, nix für Australier :mrgreen: )
Das ist wirklich ein Genuss - und wenn man danach die Musik nochmal anhört, hört man sehr viel, was einem vorher nie aufgefallen wäre (also bei mir ist das jedenfalls so...).
Wirklich ein Erlebnis - man muss sich halt die Zeit nehmen. Also quasi eine Verdoppelung der Hörzeit.

Paleto Gaffeur
Granadaseggl
Und die ist bei Mahler ja von Natur aus nicht ganz kurz. So 80 Minuten darf die 8. schon dauern.
Wir empfehlen alt: Bernstein mit Wien und neu: Rattle mit NYO von England sowie pratisch jedem englischen Chor, der grad nicht im Stadion war.


Paleto Gaffeur
Granadaseggl
Lissy ich meinte damit nur, dass Mahlers Sinfonien per se schon zu den eher langen der Musikgeschichte gehören...es gibt längere aber nicht mehr viele (ausser wenn von Ricardo Muti dirigiert, dann ist sogar ein simples Lied so lang wie das WM-Finale 2006 in Berlin!)

Ah Lenny....immer wieder gern, sehr gern, ich hab ihn EINMAL live gesehen in der Waldbühne Berlin mit einem Jugendorchester...es goß in STRÖMEN, alle hockten unter Folien und Tischdecken :lol: ...und es gab eine halbstündige Verspätung, da der gesamte Orchesterfuhrpark wegen des Werts der Violinen um 3m nach hinten verlegt werden musste (das Zeltdach war zu kurz). Bernstein selbst kam raus um das zu verkünden...auf deutsch wohlgemerkt, und dann ließ er den Flügel zurückschieben und setzte sich hin....und spielte Blues und Jazz, einfach so, bis der Umbau vorbei war, in Frack und Trenchcoat und weißem Seidenschal...DIE Jubelstürme gab es da sonst nur für Queen oder Metallica.



UNSTERBLICH!

vivafernanda
Lombaseggl
Der Herr Bernsteinverstand sich eben auch als Entertainer.

Ich sach mal, dass das eher selten ist unter der hochmögenden Dirigenten.

Kunst. KUNST! kunstkunstkunst

Aber sonst eher wenig.

Außer vielleicht:
Für Euphorie ist´s stets zu früh.

Paleto Gaffeur
Granadaseggl
Da magst Du recht haben...Simon Rattle geht ein wenig in die Richtung...der hat auch schon mal bei den Late night Konzerten in der Philharmonie Drums gespielt, also nicht Schlagwerk sondern Schlagzeug im modernen Sinne, oder bei einem Duett der Labequeschwestern mit der jeweils grad nicht spielenden Walzer getanzt. Leider verlässt er uns...zurück nach UK.