Blade Runner 2049: meine völlig eigene Einschätzung. Darf jeder gerne anders sehen...
Habe mir extra gestern das Original angeschaut so zum Vergleich. Vorweg: Der neue ist nicht besser, aber von allen drei Harisson Ford Aufwärmungen ist das die Beste. Man sieht nicht viel mehr von ihm als in Episode VII aber er darf zeigen, was er wohl so gerne spielt. Ich fand seine Einbindung gelungen.
Gosling funktioniert auch wunderbar für mich. Das war alles super.
Ebenfalls super: Das Fortführen der Atmosphäre. Dunkel, kalt, nass... Scheißwetter! Unbequem... Es gibt auch hellere Episoden. Das störte fast die Atmosphäre.
Klarerweise lebt so ein Film vom Original. Da sind nette Zitate dabei, die man sogar fast ehrfürchtig vorgetragen bekommt. Das fand ich auch gut gelöst. Kein Abklatsch... Und da der erste halt nicht sooooviel Story bietet, hat man wenig Anküpfungspunkte. Mit etwas Presspassung und Fantasie bringen Sie einem eine Story, die man annimmt und die fast durch die ganzen drei Stunden trägt.
Da ist schon das Problem... Ich fand es dennoch anstrengend. Das ist alles monumental. Die Musik und der Sound dröhnt einen durch den Sessel. Das ist alles ein tolles Kinoerlebnis, aber es geht ziemlich auf die Kondition. Wie eine Wagneroper...
3D ist subtil eingesetzt. Das ist für den Flug durch L.A. schön, insgesamt aber nicht notwendig...
Fazit: Wer das Original nicht im Kino gesehen hat (wie ich) bekommt hier was geliefert, das dem Originalerlebnis wohl sehr nahe kommt. Nehmt Euch halt ein Vesper mit. Storyline ist gut, ohne Teil eins kann man aber nur schwer folgen.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.