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de mappes
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Spamferkel
Manolo hat geschrieben:
Mietmaul hat geschrieben:Es gibt Spieler, die es auch schon aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen direkt aus der Jugend in die 1. Mannschaft schaffen. Berkay Öczan, zum Beispiel. Andere hatten mit diesem Schritt erhebliche Probleme. Für Matthias Zimmermann, ein hochgelobter Jugendspieler zum Beispiel, war es der richtige Weg, einen Schritt zurück in die 3. Liga zu machen, um sich von dort aus für die 1. Mannschaft zu empfehlen.

Nehmen wir zum Beispiel Max Besuschkow bei Eintracht Frankfurt. Nach dem schaue ich ab und zu, weil mir bei der 2. Mannschaft immer seine Ballbehandlung gefallen hat. Er ist jetzt 20 Jahre alt. Nach seinem Wechsel letzten Winter hat er in der Rückrunde letzte Saison drei Kurzeinsätze in der 1. Liga gehabt. Im Sommer war er einer der Gewinner in der Vorbereitung bei Frankfurt, spielte relativ viel. Nach neun Spieltagen und einer Runde im DFB-Pokal hat er noch keine Minute gespielt (wobei er an drei Spieltagen verletzt war). Eintracht Frankfurt hat keine 2. Mannschaft. Das ist doch eine Scheißsituation. Für so einen Spieler wäre es wichtig, sich dann wenigstens ab und zu - im Idealfall in der 3. Liga - Spielpraxis zu holen.

Ich finde, und das ist hier ja offenbar allgemeine Meinung: Die zweite Mannschaft einfach nur abzuschaffen, hat erhebliche Risiken. Worüber man noch nachdenken könnte, wäre eine enge Kooperation mit den Kickers. Bei denen gehen gerade alle Lichter aus. Vielleicht wären die dafür zu haben, zumindest teilweise als unser Farmteam zu agieren.


Interessante Beispiele
Solche Spieler wie Zimmermann fallen dann wohl wirklich weg bzw. sie muss man dann von anderen Zweit- oder Drittligateams kaufen. Ist halt nur die Frage, ob man die u23 als Teams von Gescheiterten (gibt ja auch immer wieder Leute wie Grgic, die im Profikader keinen Platz finden oder Ex-Verletzte, die man ranführen muss) halten will. Dieser Meinung kann man sein - bis es eine Reserverunde gibt

Besuchkow ist auch interessant. Insgesamt muss der VfB eben analysieren, warum zuletzt viele junge Spieler (gnabry , ferrati, köhn (?), leno und kimmich würde ich auch dazu nehmen) gingen. War es Geld, waren es bessere Ausbildungsmöglchkeiten, war es Ungeduld schnell bei den Profis zu spielen, waren es zwischenmenschliches Versagen.

Dann ist eben die Frage, was man macht. Bsp. will man im Wettbieten um junge Talente mitbieten oder will man sie durch tolle Infrastruktur überzeugen). Was nicht weiterhelfen wird ist ein reines, für den VfB wäre es am besten, wenn sie brav bei den Amas auf einen Einsatz warten würden. Die meisten haben nach meinen Gefaühl darauf keine Lust (auch wenn es vielleicht auch manchmal für sie selbst besser wäre).

Von Farmteams halte ich nix - außer man hat das Geld es wie Red Bull zu machen.


die Beispiele sind interessant, ja...aber bei Zimmermann war es so, dass er mit 18 Stammspieler in Liga 2 war und dann von einem bundesligisten gekauft und nach kurzer zeit wieder an einen zweitligisten verliehen wurde...der passt also eigentlich nicht in die reihe, denn er hat sich relativ zeitig bei einem damalig ambitionierten zweitligisten nach der Jugendzeit als Stammspieler etabliert

Edith: er wurde sogar innerhalb der ersten Liga verliehen
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Manolo
Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Ich rede nicht von Ausverkauf, ich rede davon dass es evtl für unseren VfB besser wäre die 2. Mannschaft zu behalten, weil wir die ganz großen Talent erst gar nicht bis zu Ihrem Bundesliga Debüt halten können, weil der Markt immer heftiger wird.

? Soll dann das Talent im Regionalligateam versteckt werden?


Es geht um die zweite Reihe an Talenten, ...
Baumgartl und so, ...


Ich bezweifle stark, dass einer wie Baumgartl bei uns in der RL gekickt hätte. Ich glaub übrigens auch nicht, dass es Sessa (wohl der Spieler, der gerade am nähestesn dran ist) bei uns packen wird - außer vielleicht nach einer Leihe oder nach einem Wintertainingslager mit den Profis.

as:
Die Super-Duper-Toptalente werden uns bereits vor der U16 weggelockt


es sollte das ziel sein dies möglichst oft zu verhindern. wobei 2,5 Mio mehr im Etat durchaus helfen könnte. schafft man es nicht, wird weiterhin bzw. immer öfters der weg sein, dass wir uns "fertige talente" von kleineren Klubs kaufen (akolo) oder von größeren welche leihen (burnic) oder deren "durchgefallene" kaufen (mangala). wobei durchgefallene nicht negativ gemeint ist, solche leute wird es immer geben und wenn sie die großen klubs immer stärker mit talenten eindecken auch immer mehr. uns können die dann durchaus helfen.
Zuletzt geändert von Manolo am 23. Oktober 2017 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Mietmaul
Tifferette hat geschrieben:Mein Bauchgefühl hat da Zweifel.

In den Transferperioden könnte man Spieler hin- und herschieben. Aber außerhalb davon nicht, oder?


@Manolo
Köhn ist ein gutes Beispiel. Leipzig hat vor der Saison Yvon Mvogo vom YBB geholt. 23 Jahre alt, geschätzte Ablöse 5 Mio. Euro. Philipp Köhn sitzt jetzt mit 19 Jahren als Nummer 3 ohne irgendeine Chance auf Spielpraxis auf der Tribüne. Ob das sinnvoll ist?


Zu Besuschkow gibt es das hier:
Für den Sommer 2016 war ihm eigentlich der Sprung zu den Profis schmackhaft gemacht worden, doch nach nur einer Trainingswoche schickte ihn der damalige Trainer Jos Luhukay zur U23. Ihm sei „viel versprochen“ worden, erzählte Besuschkow einmal. Doch dann habe man ihm „die Tür zur Zukunft zugemacht“.

Gut, ist seine Sicht.

Manolo
Grasdaggl
Mietmaul:
ich schreib ja, dass es auch für den spieler schlecht sein kann. es führt aber kein weg daran vorbei, dass den spielern dies scheinbar herzlich egal ist. damit muss man dann eben umgehen. wobei bei köhn durchaus geld und eine bessere ausbildung zusammenkommen kann.
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Iron
Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Ich rede nicht von Ausverkauf, ich rede davon dass es evtl für unseren VfB besser wäre die 2. Mannschaft zu behalten, weil wir die ganz großen Talent erst gar nicht bis zu Ihrem Bundesliga Debüt halten können, weil der Markt immer heftiger wird.

? Soll dann das Talent im Regionalligateam versteckt werden?


Es geht um die zweite Reihe an Talenten, ...
Baumgartl und so, ...

2te Reihe waren eher Sama, Röcker...

Mietmaul
@Manolo
Mit dem ersten Teil hast Du völlig recht. Auch Jugendspieler schauen letztlich nur danach, wo es für sie das beste Gesamtpaket gibt (Ausbildung, Perspektive etc.). Bei Köhn bin ich skeptisch. Ein junger Torhüter muss regelmäßig spielen, damit er sich weiterentwickelt.


de mappes hat geschrieben:du könntest jetzt mal aufhören, mir derart hinterher zu laufen...

Du solltest aufhören Lack zu saufen.
Zuletzt geändert von Mietmaul am 23. Oktober 2017 17:34, insgesamt 1-mal geändert.

Tifferette
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Grasdaggl
Mietmaul hat geschrieben:In den Transferperioden könnte man Spieler hin- und herschieben. Aber außerhalb davon nicht, oder?


Würde ich prima vista auch so sehen. Nur - wo ist dann der große Unterschied zu einer normalen Leihe bzw. warum bräuchte man dann eine enge Kooperation? Man könnte es auch umdrehen: Kooperation/Leihe sind dann nicht gleichwertig zu einer 2. Mannschaft.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Mietmaul
Vielleicht so ein Andienungsrecht? Oder der Kooperationspartner verpflichtet sich, pro Jahr mindestens drei Spieler in Obhut und Pflege zu nehmen?


Manolo
Grasdaggl
Iron hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:? Soll dann das Talent im Regionalligateam versteckt werden?


Es geht um die zweite Reihe an Talenten, ...
Baumgartl und so, ...

2te Reihe waren eher Sama, Röcker...


die sehe ich in der driten reihe. solche lassen sich wohl auch in Zukunft noch auf RL ein, allerdings auch nur ein, zwei Jahre.
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de mappes
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Spamferkel
was ich noch schuldig bin (evtl. passt es auch in die aktuelle Diskussion) ist meine kurze Bewertung der spieler letzten samstag.
ist sicher schwierig, weil die vorzeichen (Abmeldung, frühes Gegentor, starker Gegner) ziemlich negativ waren, aber ich vermittle mal noch meine eindrücke darüber, wer es mal schaffen könnte und wer eher nicht:

Kastenmaier: Torwart alter schule...fussballerisch durchschnitt, aber tolle Reflexe und gutes 1vs1...eher ein ersatztorwart in Liga 1

Ph.Walter: schon gegen Völklingen gut zu sehen: kein mann für die Profis; viel zu hüftsteif, auch kein besonders guter aufbau; man ließ ihn mit ball am fuss gern die Mittellinie überqueren

Groiß: gilt leider imo dasselbe...technisch besser, gutes Passspiel, aber defensiv einfach zu lahm, um ordentlich in die zweikämpfe zu kommen...da muss schon ein großer sprung erfolgen

Niklas Sommer: noch einer der bemühtesten...hat tempo und willen, aber es kam kaum was raus. würde ihn noch nicht abschreiben, aber er wird es auch schwer haben

Scheidl: solide links, aber auch imo kein mann für die Profis

Grgic: wechselte zwischen 6 und zentralem mann in der mitte...gute pässe, gute Technik, wie man es kennt...und was man auch kennt: unbeweglich, was in der 3er kette dann zu 3 trägen leuten führte...ob es bei ihm nochmal reicht für die Bundesliga? als IV kann ich ihn mir nicht vorstellen

dos santos: nicht zu sehen...denke auch da reicht es nicht

Sessa: sehr egoisitisch, kam mir fast überheblich vor...versuchte es häufig allein gegen mehrere spieler, was selten gelang...technisch stark, schneller antritt, guter linker fuß
man merkt, dass er nahe dran ist

sonora: fiel mir auch gegen völklingen schon positiv auf...durchaus noch interessant...ein klassischer fall für einen spieler, der in einer zweiten Mannschaft erstmal Praxis sammeln könnte und man die Entwicklung abwartet...hatte meist Beteiligung an den wenigen offensivaktionen

Ferdinand: da kam gar nichts...wird in meinen augen nichts mit den Profis zu tun haben werden...

breier: da ist der zug ohnehin vermutlich bereits abgefahren...bekam kaum anspiele, aber war einsatzmäßig vorbildlich als kapitän
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CoachingZone
Halbdaggl
@Manolo

Das mit den
Super-Duper-Toptalenten
war meine Antwort auf @fkAS.


es sollte das ziel sein dies möglichst oft zu verhindern. wobei 2,5 Mio mehr im Etat durchaus helfen könnte. schafft man es nicht, wird weiterhin bzw. immer öfters der weg sein, dass wir uns "fertige talente" von kleineren Klubs kaufen (akolo) oder von größeren welche leihen (burnic) oder deren "durchgefallene" kaufen (mangala). wobei durchgefallene nicht negativ gemeint ist, solche leute wird es immer geben und wenn sie die großen klubs immer stärker mit talenten eindecken auch immer mehr. uns können die dann durchaus helfen.

Das wäre dann das Ende von der Mär vom Ausbildungsverein - oder zumindest von der Variante, dass wir unsere Spieler selbst ausbilden (und anschließend gewinnbringend versilbern). Identifikation mit dem Verein brauchen wir dann endgültig von keinem Spieler mehr erwarten ( :oops: ach so, ein "Verein" sind wir ja sowieso nicht mehr...), vielmehr gibt es ein ständiges Kommen und Gehen, der eigenen Talente wie der zugekauften/zugeliehenen. Dafür braucht es aber eher Kompetenzzuwachs im Scouting und in der Kaderplanung denn in der Nachwuchsarbeit. Und die Marke "Junge Wilde" (die aber inzwischen sowieso schon von einigen Vereinen kopiert worden ist und deshalb kein Alleinstellungsmerkmal mehr darstellt) können wir eigentlich gleich mitentsorgen.

Ist irgendwie wirklich bald nicht mehr meine Welt. Hat ja eher was von einem Aktienhandel denn von einem Wettbewerb um beste Ideen. Da bleibe ich als Fan des Pädagogischen und der ehrlichen Entwicklung durch Arbeit einfach auf der Strecke.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

fkAS
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Halbdaggl
Mietmaul hat geschrieben:...
Köhn ist ein gutes Beispiel. Leipzig hat vor der Saison Yvon Mvogo vom YBB geholt. 23 Jahre alt, geschätzte Ablöse 5 Mio. Euro. Philipp Köhn sitzt jetzt mit 19 Jahren als Nummer 3 ohne irgendeine Chance auf Spielpraxis auf der Tribüne. Ob das sinnvoll ist?

Zu Besuschkow gibt es das hier:
Für den Sommer 2016 war ihm eigentlich der Sprung zu den Profis schmackhaft gemacht worden, doch nach nur einer Trainingswoche schickte ihn der damalige Trainer Jos Luhukay zur U23. Ihm sei „viel versprochen“ worden, erzählte Besuschkow einmal. Doch dann habe man ihm „die Tür zur Zukunft zugemacht“.

Gut, ist seine Sicht.

Beide wechselten also zu Mannschaften ohne Zweitvertretung. Ist das nun ein Argument für eine zweite Mannschaft oder nicht eher dagegen?

Iron
Grasdaggl
Manolo hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
Es geht um die zweite Reihe an Talenten, ...
Baumgartl und so, ...

2te Reihe waren eher Sama, Röcker...


die sehe ich in der driten reihe. solche lassen sich wohl auch in Zukunft noch auf RL ein, allerdings auch nur ein, zwei Jahre.

Was wäre dann 2te Reihe? Jugendauswahlspieler wie Baumgartl?

de mappes
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Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:@Manolo

Das mit den
Super-Duper-Toptalenten
war meine Antwort auf @fkAS.


es sollte das ziel sein dies möglichst oft zu verhindern. wobei 2,5 Mio mehr im Etat durchaus helfen könnte. schafft man es nicht, wird weiterhin bzw. immer öfters der weg sein, dass wir uns "fertige talente" von kleineren Klubs kaufen (akolo) oder von größeren welche leihen (burnic) oder deren "durchgefallene" kaufen (mangala). wobei durchgefallene nicht negativ gemeint ist, solche leute wird es immer geben und wenn sie die großen klubs immer stärker mit talenten eindecken auch immer mehr. uns können die dann durchaus helfen.

Das wäre dann das Ende von der Mär vom Ausbildungsverein - oder zumindest von der Variante, dass wir unsere Spieler selbst ausbilden (und anschließend gewinnbringend versilbern). Identifikation mit dem Verein brauchen wir dann endgültig von keinem Spieler mehr erwarten ( :oops: ach so, ein "Verein" sind wir ja sowieso nicht mehr...), vielmehr gibt es ein ständiges Kommen und Gehen, der eigenen Talente wie der zugekauften/zugeliehenen. Dafür braucht es aber eher Kompetenzzuwachs im Scouting und in der Kaderplanung denn in der Nachwuchsarbeit. Und die Marke "Junge Wilde" (die aber inzwischen sowieso schon von einigen Vereinen kopiert worden ist und deshalb kein Alleinstellungsmerkmal mehr darstellt) können wir eigentlich gleich mitentsorgen.

Ist irgendwie wirklich bald nicht mehr meine Welt. Hat ja eher was von einem Aktienhandel denn von einem Wettbewerb um beste Ideen. Da bleibe ich als Fan des Pädagogischen und der ehrlichen Entwicklung durch Arbeit einfach auf der Strecke.


leider ist es aber so und entwickelt sich auch immer weiter dahin...mal sehen, wann bzw. ob überhaupt irgendwann mal wieder ein knall erfolgt und es wieder anders läuft... :?
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Mietmaul
@fkAS
Diese beiden Beispiele zeigen, dass es Spieler gibt, die (noch) nicht so weit sind, um im Alter zwischen 18 und 21 den Sprung in die Bundesliga zu schaffen, aber es möglicherweise noch schaffen können. Für solche Spieler habe ich es bislang immer für sinnvoller gehalten, eine eigene zweite Mannschaft zu haben. Dann kann man die Spieler z.B. auch ins Trainingslager mitnehmen oder eben bei so Kicks wie gegen Aalen.

Southern Comfort
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So wie ich das anhand verschiedener Postings von Euch verstehe - und ich bin vielleicht nur ein kleiner Dummi - ist es in der Jugendentwicklung jenseits der 18 Jahre offenbar kein eindeutiger Weg zu Profi. Also eben nicht: "Bua, jetzt schpielsch mal F-Juged, noa spielsch E-Juged, noa spielsch D... Und noa bisch Profi! Trainiere muasch hald, gell!"

Manche brauchen ne spielstarke Mannschaft, um zu wachsen.
Manche brauchen erstmal Physis.
Manche müssen vielleicht erstmal in eine verantwortungsvolle Position geschoben werden.

Man möchte fast "polyvalente" Jugendentwicklung formulieren.

So gesehen: Die eigene zweite Mannschaft ist also nur EIN Weg erfolgreicher Jugendarbeit, neben vielen anderen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es DER alleinige heilsbringende Weg ist. Und wenn das so weiterläuft, wie in den letzten Jahren, ist da wenig Erfolgreiches dabei: Özcan als bestenfalls "Backup", das ist einfach schade.

Somit bleibt es bei meiner Grundskepsis: Ich will erstmal die Konzeption der Alternative wissen, bevor ich meinen endgültigen Senf dazu abgebe.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Tifferette
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Je länger ich darüber nachdenke, desto eher bin ich gegen die Auflösung der 2. Mannschaft. Die Gegenargumente sind sehr schlüssig. Wenn man das macht, dann ist die Zweite erstmal weg. Das ist also nicht ohne weiteres rückgängig zu machen. Und 2,5 Mio sind zwar schon Geld, aber auch kein Game-Changer (um den obligatorischen Dummanglizismus zu bringen).

Ich lasse mich gerne überzeugen, wie das ohne Zweite funktionieren soll. Aber so richtig viel habe ich dazu bislang nicht gelesen. Die Tatsache, dass andere Vereine es auch machen, heißt nicht, dass es richtig ist, und auch nicht, dass es für uns passt.

Edit:
Southern Comfort hat geschrieben:Somit bleibt es bei meiner Grundskepsis: Ich will erstmal die Konzeption der Alternative wissen, bevor ich meinen endgültigen Senf dazu abgebe.

Ganz genau.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

fkAS
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CoachingZone hat geschrieben:Doch - ich sehe schon eine Fürsorgepflicht spätestens ab der U17 als wichtig und notwendig an. Das sind junge Menschen, die zwar wie andere auch zur Schule gehen, aber einen nicht geringen Teil ihrer "Freizeit" inkl. Wochenenden dem Training und den Spielen bei Mannschaften einer Fußball-AG widmen, die einen riesigen Umsatz macht. Diejenigen, die durch das Raster fallen, können aus dieser Zeit meistens keinen beruflichen Profit ziehen.

Nichtsdestotrotz hast du auch recht. Das Wichtigste ist natürlich eine fußballerische Ausbildung auf allerhöchstem Niveau, die der VfB aber - Stand heute - nicht mehr und bislang auch noch nicht wieder bietet. Wenn dort nicht schleunigst der Rückstand aufgeholt wird, dann fällt die Nachwuchsarbeit endgültig wie ein Kartenhaus zusammen.

Wo ist denn dann die Fürsorgepflicht für die Mehrzahl an Spielern, die im Lauf ihrer jungen Karriere aussortiert werden? Wie gesagt, ich sehe eine Fürsorgepflicht darin, den Jugendlichen eine gute Ausbildung in Fußball UND Schule/Berufsschule zu vermitteln. Es gibt aber keine Garantie im Anschluss mindestens mal Regionalliga spielen zu können.

Egal wie die Entscheidung bzgl. VfB2 ausfällt, muss der VfB die Jugendausbildung optimieren. Ich hab keinen Einblick, wie man da aktuell im Vergleich zu anderen steht. Es sollen ja wieder bessere Talente nachkommen.
Eine zweite Mannschaft bietet natürlich zusätzliche Optionen für Talente, entweder sich an den "Erwachsenenfußball" zu gewöhnen oder Spielpraxis zu sammeln, wenn sie zwischen Profis und zweiter Mannschaft pendeln. Ich bin mir aber nicht sicher, wie bedeutend diese zusätzlichen Optionen heute noch sind.

fkAS
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Mietmaul hat geschrieben:@fkAS
Diese beiden Beispiele zeigen, dass es Spieler gibt, die (noch) nicht so weit sind, um im Alter zwischen 18 und 21 den Sprung in die Bundesliga zu schaffen, aber es möglicherweise noch schaffen können. Für solche Spieler habe ich es bislang immer für sinnvoller gehalten, eine eigene zweite Mannschaft zu haben. Dann kann man die Spieler z.B. auch ins Trainingslager mitnehmen oder eben bei so Kicks wie gegen Aalen.

Die Frage ist dann halt, ob die Regionalliga für solche Spieler das richtige Umfeld für eine Weiterentwicklung ist oder ob es nicht mindestens die dritte oder noch eher die zweite Liga sein müsste.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Ich fände es auch mal wertvoll einen zu befragen, der aus beiden Perspektiven der Schnittstelle argumentieren kann: (Ex)Jugendtrainer und Profitrainer... Wenn wir doch nur so einen Angestellten hätten. Idealerweise einen, dessen Jugendmannschaften fucking erfolgreich waren und der zudem Spieler aus der eigneen Jugend direkt in einen Profikader schmeißt. Wo ist nur dieser Weise aus dem Fußballand?
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

CoachingZone
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fkAS hat geschrieben:
Doch - ich sehe schon eine Fürsorgepflicht spätestens ab der U17 als wichtig und notwendig an. Das sind junge Menschen, die zwar wie andere auch zur Schule gehen, aber einen nicht geringen Teil ihrer "Freizeit" inkl. Wochenenden dem Training und den Spielen bei Mannschaften einer Fußball-AG widmen, die einen riesigen Umsatz macht. Diejenigen, die durch das Raster fallen, können aus dieser Zeit meistens keinen beruflichen Profit ziehen.

Wo ist denn dann die Fürsorgepflicht für die Mehrzahl an Spielern, die im Lauf ihrer jungen Karriere aussortiert werden? Wie gesagt, ich sehe eine Fürsorgepflicht darin, den Jugendlichen eine gute Ausbildung in Fußball UND Schule/Berufsschule zu vermitteln. Es gibt aber keine Garantie im Anschluss mindestens mal Regionalliga spielen zu können.


Ich sprach von einer Fürsorgepflicht ab der U17, also ab einem Alter von 15, 16 oder 17 Jahren, in dem dann auch das Training immer raumgreifender wird und es auf das Ende der Schullaufbahn zugeht. Natürlich ist das keine Pflicht im eigentlichen, sondern eher im moralischen Sinne. Bis zu einem Alter von 15 oder 16 habe ich immer in der Regel noch genügend Zeit, mich auch schulisch umzuorientieren. Später wird es dann halt schwieriger (z.B. bei einer frühen Beendigung der Schulzeit). Insgesamt ist es natürlich auch wichtig, die jungen Spieler frühzeitig zu begleiten und ihnen auch klarzumachen, wenn es zum Fußballprofi nicht reicht.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

RedBlues
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Mal ganz grundsätzlich, zweite mannschaft ja oder nein wird keine Auswirkungen auf die Qualität des Nachwuchs haben.

Ob mit oder ohne zweiter Mannschaft, unsere Nachwuchsarbeit hat in den letzten Jahren enorm an Qualität verloren, mit dem Abmelden des VfB 2 wird kein Spieler besser werden und auch kein Talent mehr sich bei den Profis durchsetzen.

Mietmaul
fkAS hat geschrieben:Die Frage ist dann halt, ob die Regionalliga für solche Spieler das richtige Umfeld für eine Weiterentwicklung ist oder ob es nicht mindestens die dritte oder noch eher die zweite Liga sein müsste.

Das stimmt. Die 3. Liga wäre dafür ideal. Und Leihen in die zweite Liga oder z.B. in die Schweiz, wie es passt. Andererseits wird es immer genügend Fälle geben, bei denen es auch noch später geklappt hat. Terodde hat auch mit 23 noch in der Regionalliga West für Köln II gespielt.
Zuletzt geändert von Mietmaul am 23. Oktober 2017 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

Tifferette
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Grasdaggl
CoachingZone hat geschrieben:Ich sprach von einer Fürsorgepflicht ab der U17, also ab einem Alter von 15, 16 oder 17 Jahren, in dem dann auch das Training immer raumgreifender wird und es auf das Ende der Schullaufbahn zugeht. Natürlich ist das keine Pflicht im eigentlichen, sondern eher im moralischen Sinne. Bis zu einem Alter von 15 oder 16 habe ich immer in der Regel noch genügend Zeit, mich auch schulisch umzuorientieren. Später wird es dann halt schwieriger (z.B. bei einer frühen Beendigung der Schulzeit). Insgesamt ist es natürlich auch wichtig, die jungen Spieler frühzeitig zu begleiten und ihnen auch klarzumachen, wenn es zum Fußballprofi nicht reicht.

Stimmt, Ehrlichkeit ist häufig die bessere Wahl. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, was das Ganze jetzt mit der Zweiten zu tun hat. Wir haben das NLZ, und dort wird meines Wissens (zum Glück) sehr darauf geachtet, dass die Burschis auch einen Schulabschluss machen. Das würde sich auch mit der Abschaffung der Zweiten nicht ändern.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)